Knut Faldbakken Unjahre

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  • Niedergang der Zivilisation

    Unjahre
    rallus

    rallus

    08. January 2014 um 12:43

    Eine fiktive Millionenstadt. Am Rande leben Menschen auf einer Müllkippe. Allan Ung, seine 18 Jährige Frau Lisa und ihr 4 jähriger Sohn Boy ziehen dorthin wo andere ihren Abfall abladen, auf die städtische Müllkippe. Zwischen all den Müllbergen finden sie immer noch genug zum Leben und richten sich fernab der Zivilisation häuslich ein. Nach und nach stossen weitere Menschen zu ihnen, währenddessen das Leben in der Stadt Sweetwater langsam zusammenbricht. Als dort der Notstand ausbricht wird das Leben auf der Müllkippe nicht mehr möglich, da nichts mehr weggeworfen wird. Zusammen mit einer Mulattin, seiner kleinen Tochter Regen und dem gefangenen Officer Bean macht sich Allan zurück in die Stadt um ums Überleben zu kämpfen. Dort kämpfen das Militär und die Polizei um die Vorherrschaft. Diese Anfang der 80er Jahre geschriebene Dystopie, beschränkt sich auf das Schicksal der Menschen. Es werden keine großen politischen, gesellschaftlichen Erklärungen im Buch gegeben. Die Geschichte bleibt bei dem täglichen mühseligen Versuch zu Überleben und menschlich zu bleiben. Dabei bleibt Faldbakken hauptsächlich bei dem einfach gestrickten Allan, der größtenteils von Hunger und Lust getrieben wird. Aber auch in die anderen Personen schlüpft er kurz hinein und schildert deren Empfindungen. Faldbakken schreibt relativ distanziert zu seinen Figuren, als würde er nur als Beobachter agieren. Das sichert ihm eine gewisse Objektivität, er wertet die Handlungen nicht, macht es dem Leser aber schwer sich in die Figuren hineinzuversetzen. Auch fehlte mir der politische und historische Bezug, allein eine verfallende menschliche Gesellschaft zu lesen war gelinde gesagt, nicht 600 Seiten füllend, fesselnd genug. Gut zu lesen, ein interessanter Ansatz mit guten 3 Sternen von mir bewertet.

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