Knut Hamsun Pan

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Inhaltsangabe zu „Pan“ von Knut Hamsun

Ein literarisches Glanzstück des weltbekannten Nobelpreisträgers Ein Sommer im Nordland: In der spannungsgeladenen Atmosphäre tagheller skandinavischer Nächte verstrickt sich ein sensibler Einzelgänger in ein Netz aus Leidenschaft, Eifersucht und tödlicher Rivalität. Das Meisterwerk des norwegischen Nobelpreisträgers ist eine lyrische Hymne an das Leben im Einklang mit der Natur und zugleich ein packender Roman über die Zerstörungskraft erotischer Anziehung. Der junge Leutnant Glahn zieht sich in eine einsame Waldhütte zurück, um dort fernab von moderner Zivilisation und gesellschaftlichen Zwängen zu leben. Gleich dem mythischen Fruchtbarkeitsgott Pan streift er durch die Wälder des Nordlands, «frei wie ein Herrscher» und eins mit der Natur. Sein idyllisches Eremitendasein findet jedoch ein jähes Ende, als ihn die Lockungen des Eros ereilen. Die unergründliche Edvarda, Tochter des mächtigen Fjordbarons, wird Glahns schicksalhafte Leidenschaft. So sehr sich beide lieben – der impulsive Glahn und die eigensinnige Edvarda können nicht zueinanderfinden. Als auch noch zwei Rivalen um Edvardas Gunst auf den Plan treten, beginnen Obsession und Eifersucht ihr zerstörerisches Werk. Die vorliegende Neuübersetzung bietet die Gelegenheit, Knut Hamsuns (1859–1952) literarisches Glanzstück wiederzuentdecken. Suggestiv beschwört der Roman die geheimnisvolle Aura der langen Sommernächte im Nordland. Raffiniert in Szene gesetzte Erotik, lyrische Sprache und die subtile Psychologie, mit der die Naturerfahrung des Außenseiters Glahn geschildert wird, machen ihn zu einem Juwel der Fin-de-siècle-Dichtung. • Raffiniert in Szene gesetzte Erotik: ein Sommer voller Begierden und Versagungen

Pan - der Gott des Waldes. Einsamkeit. Zärtlichkeit. Und eine Art Rebellion.

— MichaelBeisteiner
MichaelBeisteiner

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  • Denn ich gehöre den Wäldern und der Einsamkeit

    Pan
    JoBerlin

    JoBerlin

    25. May 2016 um 18:10

    Leutnant Glahn lebt mit seinem Hund allein in einer Hütte im Wald. Er liebt die Natur, die langen, hellen nordischen Sommernächte. Und er liebt Edvarda, die schöne Tochter des reichen Kaufmanns, doch liebt sie ihn auch? Es ist wohl eine Amour Fou, eine verrückte Liebe, es wird niemals klar, was die Liebenden verbindet.Sie spielt ein perfides „ich liebe dich … nicht, doch, vielleicht“ Spiel --- hält alles im Vagen – und er, entnervt von dem Getue, wendet sich ab und hin und her … Es gibt noch weitere Interessentinnen, sie alle lieben diesen Naturmenschen, den Jäger mit dem „Tierblick“ -- doch nichts will Glahn so richtig gelingen. Er bleibt ein Sonderling und wandert schließlich nach Indien aus. Das Wunderbare, das Außergewöhnliche an diesem Roman, Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben , ist der innovativ-assoziative äußerst moderne Stil, die Darstellung des Außenseiters Glahn und vor allem die Naturschilderungen.„Die Luft flimmert vor fliegenden Insekten, von Myriaden schwirrender Flügel. Dort am Waldrand stehen Farn und Sturmhaube, das Bärentraubenkraut blüht, und ich liebe diese kleinen Blumen. Danke, mein Gott, für jede Blüte des Heidekrauts, die ich gesehen habe; sie waren wie kleine Rosen auf meinem Weg, und ich weine vor Liebe zu ihnen … Ich blieb stehen, kniete nieder und leckte voller Demut und Hoffnung einige Grashalme am Wegrand. Danach stand ich wieder auf … du guter Wald, mein Zuhause … ich sehe so etwas wie den Rücken eines Geistes, der lautlos durch den Wald wandert …“ Und ja, natürlich denkt man an „Pan, den Gott des Waldes und der Natur“ und fühlt sich (von ihm?) magisch in das Buch hineingezogen. Mit diesen Schilderungen soll – so lässt vermuten – auch der Gegensatz vom edlen-wahren Naturmenschen zum minderwertig-deformierten Kulturmenschen dargestellt werden. Ein Hinweis auf Hamsuns Affinität zur nationalsozialistischen Ideologie, die er bis zu seinem Tod 1952 nicht abgelegte. Er starb völlig verarmt und von der norwegischen Gesellschaft geächtet. Sein großer Einfluss auf die literarische Moderne jedoch ist unbestritten.

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  • Rezension zu "Pan" von Knut Hamsun

    Pan
    Lysander

    Lysander

    25. September 2011 um 20:24

    Hamsun ist in Deutschland umstritten, weil er als alter Mann ein Verehrer der Nazis war. Lange davor, Ende des 19. Jahrhunderts, entstand dieser Roman. Mich persönlich hat die Psychologie der Beziehung zwischen der Hauptperson Glahn und der jungen Edvarda sehr angesprochen. Ständig schwebt hier die Frage im Raum, warum die beiden eigentlich nicht zueinander kommen können, wenn sie sich doch beide ineinander verliebt haben. Es entwickelt sich ein Spiel aus Eifersucht, Zuneigung und Abweisung bis hin zu vöölig absurden Reaktionen, die nur der großen Unsicherheit beider geschuldet sein können. Sprachlich und von der Gesamtanlage her ist dieses Buch sicherlich zurecht in der Manesse Bibliothek der Weltliteratur erschienen. Einzig das Schlusskapitel (Glahns Tod) hat mich persönlich nicht so angesprochen. Ich vermute aber, dass gerade daher Hamsuns Ruf als Erneuerer literarischer Erzählweisen ruht, weil er hier bewusst Abstand von einem geradlinigen, vorhersehbaren Ende nimmt.

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  • Rezension zu "Pan" von Knut Hamsun

    Pan
    PrinzessinMurks

    PrinzessinMurks

    06. April 2010 um 23:00

    „... eine der schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur“ behauptet dtv auf dem Buchrücken. Wer auch immer das geschrieben hat, tut mir leid, wenn er es wirklich glaubt! Der Protagonist ist von Anfang an unsympathisch und die Art Spiel, die zwischen ihm und den Frauen läuft, ist alles andere als schön. Man möchte ihn am liebsten ohrfeigen – oder selbst erschießen! *** Zweiteiliger Roman über die Leiden der Liebe und das verschrobene Denken eines seltsamen Mannes. Teil eins: Der Leutnant Thomas Glahn schreibt zum Zeitvertreib eine Erinnerung an eine unglückliche Liebe mit der verzogenen Edvara auf, die er eines Sommers kennenlernte, als er als Jäger im Wald lebte. Das Fräulein wickelt ihn um den Finger, lässt ihn fallen, aber nutzt danach seine Besessenheit von ihr zu ihrem Vorteil aus - bis alles ausufert und sie durch seine Hand zu Tode kommt. Dramatisch aber ganz schön nervig. Teil zwei: Ein Bericht über die Umstände an, unter denen Glahn schließlich zu Tode kommt. Der anonyme Schreiber hat ihn umgebracht – aus purem Hass und Eifersucht. *** Der stilvolle Perspektivenwechsel versöhnt nur ein wenig mit Knut Hamsuns Schreiberei. Im zweiten Teil seines Romans bestätigt er wenigstens den Leser, der schon die ganze Zeit der Meinung war, dass Glahn ein unerträglicher Exzentriker sei. Durch den unbarmherzigen Blick seines Rivalen wirkt er noch lächerlicher in seiner schizophrenen Selbstgerechtigkeit, in seiner krankhaften Art. Dennoch – als Glahn erschossen wird, geschieht das, weil er selbst es so will. Er provoziert seinen Jagdgefährten willentlich. Und so ist auch der Schluss für den Leser so unbefriedigend wie die ganze Liebsegeschichte. *** Vielleicht ist mir ja die Genialität dieses Romans entgangen.

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  • Rezension zu "Pan" von Knut Hamsun

    Pan
    HeikeG

    HeikeG

    07. June 2009 um 14:02

    "Der Jäger mit dem Tierblick" . "Sie sind gespalten und bruchstückhaft, nicht gut und nicht schlecht, sondern beides, launisch von Gemüt und unberechenbar in ihren Handlungen. [Allesamt] ohne sogenannten Charakter." Dies sagte der norwegische Schriftsteller Knut Hamsun über die Figuren in seinen Romanen, um im selben Atemzug hinzuzufügen: "Und so bin zweifellos auch ich." . Auch "Pan" reiht sich in die Tradition des nervösen, eigensinnigen Stils und der Vorliebe für exzentrisches, individualistisches Dasein am Rande der Zivilisation des umstrittenen Literaturnobelpreisträgers (1920) ein. "Der häufige, oft schroffe Wechsel zwischen erzählter Gegenwart und Vergangenheit, sogar mitten im Satz, ist ein bewusst eingesetztes Stilmittel, das Irritation und Spannung erzeugt. Die Dialoge weisen Brüche auf: Da steht ein 'Nein', wo der Leser ein 'Ja', oder ein Fragezeichen, wo er ein Ausrufezeichen erwartet hätte.", erläutert Aldo Keel im Nachwort des vorliegenden Romans, den er gemeinsam mit Ingeborg Keel aus dem Norwegischen neu übersetzt und der nun Einzug in "Manesses Bibliothek der Weltliteratur" gefunden hat. . Zusammen mit "Hunger" und "Mysterien" bildet "Pan", das der damals 34-jährige im Januar 1894 in Angriff nahm, das Dreigestirn, mit dem sich Hamsun von der realistischen Erzähltradition verabschiedete und an die Spitze der skandinavischen Moderne setzte. Der Roman nimmt den Leser mit in das Land der Mitternachtssonne, das Hamsun zwanzigjährig verließ, um ein besseres Leben zu finden. Der damals in Oslo mit Herablassung betrachtete wilde Norden Norwegens wurde mit diesem Buch salonfähig. "Was für ein Sommer hier im Norden!", lässt Hamsun seinen Protagonisten und Ich-Erzähler Thomas Glahn, ein dreißigjähriger Sonderling und Aussteiger, ein Naturschwärmer und leidenschaftlicher Jäger, der einige Monate, vom Erwachen des Frühlings bis zum Einbruch des Winters, in einer Hütte am Waldrand nahe der fiktiven Handelsstation Sirilund lebt, jubilieren. Die Handlungszeit des Romans verlegt der Autor ins Jahr 1855 in die Epoche der mächtigen Handelsherren, im Volksmund "Fjordbarone" genannt. . Der seltsame Held, über dessen Herkunft und Vergangenheit im Buch nichts erwähnt wird, ist eine eigentümliche Figur. Ein christliches Weltbild scheint ihm nicht zugrunde zu liegen. Thomas Glahn (und gleichfalls Hamsun) verehrt Pan, den bocksbeinigen und schalkhaften Schutzgott der Ziegen, Hirten und Jäger aus der griechischen Mythologie, den Herrscher des Waldes und der Natur. Der Wald steckt für den Protagonisten voller Geheimnisse und Traumgesichte. Jeder Zweig, jedes Blatt, selbst die Steine sprechen zu ihm. Hier spürt er Glück, Lebensfülle und tiefen Frieden. . Und liebestrunken wie Pan, als er die Nymphe Syrinx verfolgt, lässt sich auch Glahn von Reizen und Impulsen steuern. Er geht eine obsessive und wunderliche Liebesgeschichte mit Edvarda, der Tochter des mächtigen "Fjordbarons" Mack, ein. Ein ständiges, beinahe wahnhaftes Hin und Her bestimmt ihre "Beziehung". Sobald der eine glaubt, sie erobert zu haben, zieht diese sich zurück. Sobald sie sich hingeben will, verweigert er sich. Hinzu gesellt Hamsun zwei Nebenbuhler, die ebenso um das hochgestellte Fräulein werben. Aber auch die selbstlose Liebe der sanften, warmherzigen Eva tröstet ihn nicht in seinem Kummer. Ein verwirrendes, selbstzerstörerisches, ja mörderisches Liebeswerben entspinnt sich, das Leutnant Thomas Glahn nach vier Jahren in Indien, wo er sich letztendlich zurückzieht, erneut einzuholen scheint. . Vor allem Hamsuns grandiose Naturschilderungen spiegeln die tiefe Naturverbundenheit des berühmten norwegischen Erzählers wieder: "Das monotone Sausen und die altbekannten Bäume und Steine sind für mich zu viel, eine seltsame Dankbarkeit erfüllt mich, alles lässt sich mit mir ein, vermengt sich mit mir, ich liebe alles." Seine Sprache ist schnörkellos, unprätentiös und schlicht, gleichzeitig aber auch kraftvoll, lyrisch und voller Empathie. . Knut Hamsun (1859 - 1952) schlug sich nach einer ärmlichen und lieblosen Kindheit als Verkäufer, Bauarbeiter und Laienprediger durch. Erst 1890 gelang ihm der literarische Durchbruch mit seinem Roman "Hunger", dem in rascher Folge die weiteren Romane folgten und der in der Preisverleihung mit dem Literaturnobelpreis seinen Höhepunkt finden sollte. Wegen seiner Sympathie für die Nationalsozialisten verurteilte man ihn 1945 in Norwegen als Landesverräter. Nur seines hohen Alters wegen wurde er nicht inhaftiert, musste jedoch eine Geldstrafe zahlen, die ihn finanziell ruinierte. Reue über seine Verirrung zeigte er bis zum Schluss nicht. Am 4. August 2009 jährt sich der Geburtstag des Nobelpreisträgers zum 150. Mal. . Fazit: "Pan" ist ein facettenreicher, ambivalenter Roman über den unlösbaren Gegensatz zwischen Liebe und Natur, Identitätsproblematik, das Schwanken zwischen gegenseitiger Anziehung und Abneigung und die zerstörerische Macht der Eifersucht bis hin zur Selbstzerstörung. Ein Buch, das ständig zwischen Wahnsinn und Normalität, Glückseligkeit und Verderben, Natur und Kultur changiert, kunstvoll verwebt mit teilweise mythisch-balladenhaften Erzählsträngen.

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  • Rezension zu "Pan" von Knut Hamsun

    Pan
    zohan

    zohan

    23. March 2009 um 00:52

    Eine Hommage an die Natur, die Liebe und die Einsamkeit. Eine sehr schöne Liebesgeschichte.