Knut Hickethier Einführung in die Medienwissenschaft

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Inhaltsangabe zu „Einführung in die Medienwissenschaft“ von Knut Hickethier

In der heutigen Mediengesellschaft ist Expertenwissen gefragt. Die Einführung beantwortet grundlegende Fragen der Medienwissenschaft und macht Übergänge zu anderen Disziplinen sichtbar. Die wesentlichen Medien Fernsehen, Film, Radio und Internet werden ebenso erläutert wie die Basiskategorien Medium, Kommunikation, Zeichen, Bild, Text, Inszenierung, Genre, Programm, Produktion und Rezeption. Einblicke in die zentralen Arbeitsfelder Medienanalyse, -geschichte und -theorie runden den anschaulichen Einstieg ab. In der 2. Auflage aktualisiert und überarbeitet.

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  • Rezension zu "Einführung in die Medienwissenschaft" von Knut Hickethier

    Einführung in die Medienwissenschaft

    michael_lehmann-pape

    26. February 2011 um 13:59

    Breiter Überblick über den aktuellen Stand der Medienwissenschaft Zurecht bemerkt Knut Hickethier bereits im Vorwort die zunehmende Breite, Spezifizierung und Bedeutung der Medien in Kultur und Gesellschaft und die damit einhergehende Unübersichtlichkeit des Feldes der Medien und des Redens über die Medien. Es bedarf einer Orientierung und einer Übersicht. Hierbei setzt Hickethier einerseits das Ziel, nicht nur die Medien in ihrer Vielfalt darzustellen, sondern auch das Feld der Medienwissenschaft selbst einerseits zu definieren, darzustellen und andererseits abzugrenzen gegen eng verwandte Wissenschaftszweige wie z.B. die Kommunikationswissenschaft. Zudem setzt er, daran anschließend, das Ziel, dann aber auch die interdisziplinären Züge der Medienwissenschaft herauszuarbeiten. Eigenständigkeit in Verbundenheit könnte somit das Motto seiner Betrachtungen sein. Ausgehend von einem text- und kulturwissenschaftlichen Konzept erweitern die Betrachtungen der Produktion von Medien und deren Rezeption die Darstellung. Hierbei setzt Hickethier in der Struktur des Buches auf einen vernetzten Aufbau, der Beleuchtung der Themata aus verschiedenen Perspektiven, so dass, je nach Interessenschwerpunkten, jeweilige Kapitel als Einstieg in das Buch zugrunde gelegt werden können. In fünf Hauptteile gliedert sich das Buch im Folgendem. Einleitung und die Darstellung von Grundbegriffen und Methoden bilden den Einstieg und stecken das Feld der Modelle ab. Kommunikation, Zeichen und Symbole, Bild, Text, darstellende Medienumsetzung, Produktion und Rezeption werden ausführlich, intensiv und, für eine Einführung in das Thema, durchaus breit diskutiert. Nicht umsonst machen die ersten beiden Teile räumlich fast die Hälfte des Buches aus. Im dritten Teil wendet sich Hickethier den Medienkonzepten zu. Zentraler Begriff hier ist der des Dispositivs als Ordnungsmerkmal für die Betrachtung der Medien. Dispositiv meint eine gesellschaftliche Konstruktion, die regelt, wie etwas wahrgenommen wird. In der Praxis ist das Dispositiv somit ein netzhaftes Zusammenwirken verschiedener Ebenen, welches letztlich regelt, was gesellschaftlich als „normal“ gilt. Dies wendet Hickethier eindrucksvoll auf die konkreten Medien an, indem er u.a. aufzeigt, wie am Beispiel des Kinos fiktionale Realität beim Zuschauer (für eine Weile) als tatsächliche Realität wahrgenommen wird und wieweit somit Medien ebenfalls als Dispositive realitätsbildend sind. Auch sein Blick einige Zeit später auf den Kulturbebgriff und die Wechselwirkungen zwischen Kultur und Medien (Medien sind „Kulturagenturen“) ist in Form und Zielrichtung fundiert argumentiert und zeigt auf, wie wichtig die wissenschaftliche Reflektion gesellschaftlicher Medienrealität für die sich weiter entwickelnde Rolle der Medien in der Zukunft ist. Eine breite Übersicht über gängige (Radio, Fernsehen, Film, Internet) Medien im vierten Hauptteil des Buches bereitet den abschließenden Teil der rein wissenschaftlichen Betrachtung mit vor. Medienanalyse, Mediengeschichte und Medientheorie sind hier die Eckpfeiler der vertiefenden Diskussion. Aufgrund des zugrunde liegenden technisch orientierten Medienbegriffs tauchen, das fällt auf, Buch und Printmedien nicht in gesonderter Darstellung auf, die textualen Darstellungsformen werden überwiegend in ihrer Rezeption durch technische Massenmedien dargestellt und eingebunden. Durch den Ansatz des Buches verständlich, dennoch ein stückweit bedauerlich. Ansonsten aber lässt das Buch an dargestellter Breite und notwendiger Vertiefung im Sinne einer Einführung keine Wünsche offen. Ein bestens geeignetes Lehrbuch, das seine Stärken nicht zuletzt in der klaren Abgrenzung der Medienwissenschaft einerseits und andererseits in der dann selbstbewussten interdisziplinären Verflechtung derselben hat. Eine weitere Stärke ist der netzorientierte Aufbau des Buches, der ein Schwerpunkt orientiertes Arbeiten erleichtert. Hierzu gehört auch, das die vielfältigen Literaturhinweise zur Vertiefung den einzelnen Kapitel zugeordnet sind. Für den interessierten Laien ist das Buch nur bedingt geeignet. In Sprache und Darstellung bedarf das Buch einer wissenschaftlich orientierten Einarbeitung. Für die wissenschaftliche Arbeit aber bildet das Buch eine gute Grundlegung und vielfache Türen zur weiteren Erarbeitung der Themen.

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