Kojima Nobuo Fremde Familie

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Inhaltsangabe zu „Fremde Familie“ von Kojima Nobuo

Die Ehefrau des Literaturprofessors Miwa Shunsuke hat ein kurzes Verhältnis mit einem jungen Amerikaner, wenig später erkrankt sie unheilbar. Ihr Mann müht sich, die Familie zusammenzuhalten, aber unbeholfen verirrt er sich im Labyrinth der eigenen Fluchten. Meisterhaft, mit subtilem Humor und rückhaltloser Selbstentblößung schildert dieser Roman die Reaktionen der japanischen Gesellschaft auf die Einflüsse aus dem westlichen Ausland. Ein Klassiker der japanischen Nachkriegsliteratur - ausgezeichnet mit dem Tanizaki Junichiro-Literaturpreis.

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  • Rezension zu "Fremde Familie" von Kojima Nobuo

    Fremde Familie
    nightwood

    nightwood

    27. April 2010 um 18:17

    Beklemmend, ausgesprochen japanisch - was man erst so richtig erfährt, wenn man es einmal laut gelesen hat - und überaus modern. Die Geschichte einer Ehe auf Japanisch (Sie geht fremd, wenigstens ein bisschen, er ist davon maßlos überfordert, baut ein Haus und hofft, alles wird gut, bis sie Krebs bekommt), in berührendem Konflikt mit der westlichen Kultur in Gestalt eines amerikanischen GI. Am eindringlichsten gelingt das Kammerspiel wirklich zwischen Mann und Frau, die nicht mit und nicht mehr ohne einander können. Wer die japanische Psychologie spüren will, sollte es probieren - unbedingt durchhalten bis zum Schluss!

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  • Rezension zu "Fremde Familie" von Kojima Nobuo

    Fremde Familie
    emeraldeye

    emeraldeye

    28. October 2009 um 14:25

    Der Titel paßt bei diesem preisgekrönten Roman hervorragend zum Inhalt. Alle Mitglieder in dieser Familie sind sich so fremd wie sie sich nur sein können. Ständig reden sie aneinander vorbei, keiner geht auf den anderen ein. Eigentlich wollen sie alle nur flüchten und nichts mehr miteinander zu tun haben. Nichtsdestotrotz versucht das Familienoberhaupt, Shunsuke, die Familie zusammen zu halten. Doch die Konflikte, die sich an der Affäre der Ehefrau mit einem Amerikaner entzünden, lassen sich nicht mehr unterdrücken. Ein Großteil von Shunsukes aus der Verzweiflung geborenem Aktionismus geht ins Leere. Es fehlt ihm an Entscheidungskraft und -willen und an Durchsetzungsvermögen. Immer wieder quält er sich und Tokiko mit der Rekapitulierung ihrer Affäre. Er kann sich einfach nicht davon lösen und nach vorne schauen. Am Ende bleibt ihm nichts mehr als ein Haus, das er eigentlich nie wollte. Ich fand es ungemein schwer, diesen Roman zu lesen. Nicht wegen des Themas, sondern wegen des mir völlig fremdartigen Umgangs damit. Es scheint ja typisch japanisch zu sein, Dinge niemals direkt anzusprechen. Kojima Nobuo treibt dieses Verhalten insbesondere in seinen Dialogen bis an die Schmerzgrenze. Teilweise ist mir der Sinn der Gespräche, die zwischen Tokiko und Shunsuke geführt werden, überhaupt nicht klar geworden. Auch beim zweiten Durchlesen nicht. Überraschend jedoch fand ich den Umgang mit Sexualität. Immerhin ist der Roman 1965 geschrieben worden. Die sexuelle Revolution sollte erst noch kommen und in Japan ist sie bis heute noch nicht wirklich angekommen.

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