Ein ganz anderer Roman mit hohem Wiedererkennungswert. Sehr beeindruckend in seiner Schreibweise nimmt mich der Autor mit auf eine Reise ins Unbekannte. Zusammen mit einer Seniorengruppe der "Residenz Zentral", machen sich die Betreuer und die Ergotherapeutin auf zu einem Reiterhof in Brandenburg, um dort ein paar schöne Stunden zu verbringen. Als Herr Geißler, der ehemalige Heimleiter dort auftaucht, hat er eine Idee und die Senioren machen mit. Es geht weiter Richtung Osten. Seine Idee ist eine richtig Gute, finde ich. In einem Seniorenheim gibt es immer etwas zu verbessern und natürlich sind die Kosten ein wichtiger Aspekt. Geißler hat ein Händchen für Immobilien und dort sieht er sein Wirkungsfeld im nahen Polen. Die Senioren werden in ihrer Art so herzlich und detailliert beschrieben, so dass ich mir das alles gut vorstellen konnte, als wäre ich mittendrin. Jedes Kapitel ist zu Beginn in der Kürze vorgestellt und mit Humor umschrieben. Es machte wirklich Spaß zu lesen. Eigene Eindrücke waren inbegriffen. Diese locker und leichten Beschreibungen empfand ich sehr wirkungsvoll und einzigartig. Am Ende wird aufgeklärt, wie es zum Namen des Titels kam, einfach toll. Das Buchcover mit dem Senior im Maisfeld gefällt mir gut.
Konrad H. Roenne
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Hoch Mittag
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Inhalt (übernommen):
Angeführt von ihrer Ergotherapeutin besuchen die Bewohner der „Residenz Zentral“ einen idyllischen Reiterhof. Doch als Geißler, der ehemalige Heimleiter, plötzlich auftaucht, gerät alles durcheinander. Auf Kremserwagen geht es neuen Zielen entgegen. Eine bizarre Verfolgungsjagd beginnt – durchs Oderbruch in Richtung Polen.
Die Alten und Gebrechlichen will niemand haben? Von wegen!
Mein Fazit:
Anfangs bin ich nur schwer in die Geschichte reingekommen, der Schreibstil ist anders, als man es kennt, und macht das einfache "Draufloslesen" etwas schwerer. Dieser Umstand wandelt sich aber im Verlauf des Buches; man gewöhnt sich schnell daran und es passt dann eben auch zur Geschichte.
Denn auch diese ist wohl eher aus außergewöhnlich zu bezeichnen, sowohl von der Idee des Plots als auch von der Umsetzung.
Gewisse Themen, die die Geschichte am Rande streift, hätte es für mein Empfinden nicht gebraucht, da sie eher vom eigentlichen Geschehen ablenken.
Mir hat besonders die Auswahl der Protagonisten gefallen, da diese sonst eher selten im Zentrum des Geschehens stehen - ganz zu Unrecht, wie man in diesem Buch eindrucksvoll sieht!
Die Senioren der „Residenz Zentral“ machen einen Ausflug auf einen Pferdehof. Die Ergotherapeutin Laura hat den Ausflug genauestens geplant, dennoch kommt durch das plötzliche Auftauchen des ehemaligen Heimleiters Geißler alles anders als erwartet. Die Senioren werden mit Kutschen „entführt“ und erleben ein großes Abenteuer.
Die Geschichte ist sehr humorvoll und außergewöhnlich geschrieben. Der Schreibstil ist anfangs zwar gewöhnungsbedürftig, aber gleichzeitig auch raffiniert. Die Story konnte mich zu Beginn nicht recht packen, doch als sich langsam alles zusammenfügte, hat sie mir gut gefallen – war auf jeden Fall mal was vollkommen anderes. Zwischendrin gibt es ein paar Exkurse, welche manchmal gut, andermal nicht so gut zum Thema passen. Auf diese hätte ich gut verzichten können, da sie teilweise eher nur verwirrt haben.
Insgesamt aber ein wirklich besonderes Buch, auf welches man sich einlassen sollte.
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Für diese Leserunde verlosen wir 5 Exemplare unseres Brandenburgromans: "Hoch Mittag" von Konrad H. Roenne.
In Roennes Debütroman spielen die Alten die Hauptrolle: Eine Gruppe Heimbewohner besucht mit ihrer Ergotherapeutin einen idyllischen Reiterhof. Was als harmloser Ausflug beginnt, entwickelt sich schnell zu einer bizarren Verfolgungsjagd quer durchs Oderbruch.
Vielen Dank für die Teilnahme an der Leserunde. Wir freuen uns sehr, dass dir das Buch gefallen hat!
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