Konrad Kramar , Georg Mayrhofer Prinz Eugen: Heros und Neurose

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Inhaltsangabe zu „Prinz Eugen: Heros und Neurose“ von Konrad Kramar

Zum 350. Geburtstag: Der Mensch hinter dem Mythos, vielschichtig, genial, modern, von Ängsten getrieben und von Zwängen bestimmt. Kriegsherr, Stratege, Philosoph, Gärtner, Baumeister - das historische Bild des Prinzen Eugen von Savoyen ist so übergroß wie seine Statue auf dem Wiener Heldenplatz. Treue und Ehrgefühl bestimmten sein Handeln, seine Persönlichkeit aber war von tief sitzenden kindlichen Neurosen geprägt, verborgen nur hinter einem "Image", das er ein Leben lang schützend vor sich her trug. Konrad Kramar und Georg Mayrhofer zeichnen vor dem Hintergrund seiner Zeit, aber aus dem Blickwinkel unserer Gegenwart, das vielschichtige Porträt einer öffentlichen Person, die Weichen stellte - und das eines privaten Menschen, der sich hinter der eigenen Heldenrolle zu verbergen suchte.

Eine schnörkellos geschriebene Biograpihie des Prinzen, die jedoch die vielen Facetten des Menschen beleuchtet. Empfehlenswert

— Bellis-Perennis

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  • Geschichte wie sie leider nicht im Geschichtsunterricht gelehrt wird.

    Prinz Eugen: Heros und Neurose

    Wolfgang237

    20. May 2016 um 12:09

    Konrad Kramar und Georg Mayerhofer ist es in diesem Buch gelungen nicht nur die Biografie von Prinz Eugen, sondern ein Stück europäischer Geschichte spannend, in moderner Sprache, darzustellen. Das Buch leicht und flüssig, fast wie ein Roman, zu lesen. Und das obwohl die historischen Details, soweit sie belegbar sind, genau beschrieben werden. Auf die vielen Geschichten rund um den "edlen Ritter" wird zwar eingegangen aber es werden diese "Sagen" nie als Tatsache dargestellt. Das Buch gewährt auch einen Einblick in die Sittengeschichte des Barocks und man muss dabei erkennen, dass Kindermissbrauch in dieser Zeit geduldet wenn nicht gar gefördert wurde.

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  • Die vielen Gesichter des Prinzen Eugen

    Prinz Eugen: Heros und Neurose

    Bellis-Perennis

    23. July 2015 um 06:55

    Konrad Kramar und Georg Mayrhofer beschreiben in einer eher technischen, schnörkellosen Sprache die vielschichtige Gestalt Prinz Eugens. Wegen seiner schmächtigen Gestalt und seines wenig einnehmenden Äußeren wird er anfänglich im Land der „Reichen und Schönen“, Frankreich, nicht ernst genommen. Erst seine militärischen Erfolge bei Frankreichs Erzfeind Österreich, nötigen dem französischen König gehörigen Respekt ab. Diese Biographie befasst sich mit den vielen unterschiedlichen Facetten des Feldherrn und gibt einen Überblick über sein Leben. Ob als Kriegsherr, Stratege, Philosoph, Gärtner, Baumeister – Prinz Eugen ist ein Kind des Barocks mit all seinen Auswüchsen (sexuelle Ausschweifungen und Kindesmissbrauch inklusive). Zugleich ist er modern und seiner Zeit weit voraus. Mit seiner Vision von einem „geeinten Europa“ kann er mit Fürst Metternich und Otto von Habsburg in einem Atemzug genannt werden. Der, meiner Meinung nach, wichtigste Charakterzug war die unbedingte Loyalität seinem Herrscher (den drei Habsburger-Kaisern) gegenüber. Diese Loyalität forderte er allerdings auch von den anderen ein. Manch historisch interessierter Leser wird das vorliegende Buch vielleicht als mangelhaft bewerten. Werden die Schlachten doch eher zurückhaltend beschrieben. Für diese Lesergruppe gibt es eine Vielzahl von Biographien, die das Leben und Werk Prinz Eugens unter anderen Gesichtspunkten beleuchten. Fazit: Der angenehme Schreibstil und die zurückhaltend präsentierte Menge an Daten und Fakten machen diese Biographie für „Einsteiger“ in das Leben des, wegen seines Aussehens immer wieder diffamierten, Prinzen interessant und empfehlenswert.

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