Konrad Krumbachner

 4,5 Sterne bei 118 Bewertungen
Autorenbild von Konrad Krumbachner (©Konrad Krumbachner)

Lebenslauf

Konrad Krumbachner, geboren 1984, arbeitet hauptberuflich als Ingenieur bei einem großen Industriebetrieb in Oberbayern. 

Den Autor beschäftigen zwei große Linien: Die Begeisterung für die deutsche Geschichte der Neuzeit und das Interesse an historischen Kriminalfällen. Daraus entstand die Idee, eine Krimireihe über das geteilte Deutschland zu schreiben. 

In der so entstehenden Reihe "Deutschland im Schatten" (Deutschland im Schatten der Mauer und im Schatten der nahen NS-Zeit), wandert der Leser auf einer Zeitreise, vom Kriegsende 1945 bis zur Wiedervereinigung 1990. Mit jedem Teil der Reihe wird ein spannender Mordfall behandelt, aber zeitgleich auch die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen dieser Jahre und der ständige Wandel der Gesellschaft: Emanzipation, Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, Deutsche Teilung, 68er-Bewegung, RAF-Terror. 

 


Alle Bücher von Konrad Krumbachner

Neue Rezensionen zu Konrad Krumbachner

Auch Band 2 hat mich emotional sehr berührt

Konrad Krumbachner erzählt die Geschichte der Familie Grundbacher, einer Bauernfamilie in Oberbayern, die auf der Geschichte seiner eigenen Familie basiert, weiter. Der zweite Band erzählt, was zwischen den beiden Weltkriegen passiert.

Nachdem mich Band 1 sehr berührt hat, freute ich mich darauf, die schon bekannten Charaktere wiederzutreffen, und neue kennenzulernen. In den zwanzig Jahren, die im Buch vergehen, passiert allerhand, und nicht nur Gutes, was auch mit am Geschehen in Deutschland, dem Aufstieg des Nationalsozialismus liegt. Manchmal hatte ich dabei das ungute Gefühl, fast aktuelles Geschehen zu erleben. So ist der Roman auch ein Zeugnis des „Nie wieder“.

Die Familie Grundbacher wächst und gedeiht, Simon, den man bereits aus dem ersten Band kennt, und seine Frau Anna bekommen weitere Kinder, deren Entwicklung, vor allem die der älteren, man miterlebt. Aber der Roman beschränkt sich nicht nur auf die Familie, zu der immer auch die Mägde und Knechte gehören, sondern auch auf die Umgebung, so erfährt man einiges über den Lehrer Blank und andere Bewohner:innen.

Aber auch sonst ändert sich manches, Technik hält Einzug in den Ort und die Höfe, Strom, Autos, Traktoren, Telefone, auch wenn es für manchen fast eine Überwindung ist, sich der modernen Zeit anzupassen. Ich mag es, neben der Geschichte der Menschen auch den gesellschaftlichen, sozialen und technischen Hintergrund zu erfahren, ein umfängliches Bild des damaligen Lebens zu bekommen. Alleine deswegen ist diese Reihe unbedingt lesenswert.

Erzählt wird sehr eindringlich, ich habe direkt wieder einen Zugang zu den Charakteren gefunden, mehr noch, ich konnte erneut sehr stark mit ihnen mitfühlen, und habe manche Träne geweint, mich aber auch mit ihnen gefreut. Die Atmosphäre jener Zeit in einem kleinen bayerischen Ort, auf den Höfen, aber auch in den Städten, die besucht werden, kann man fühlen.

Im Sinne der Authentizität, und das habe ich auch so empfunden, sind die meisten Dialoge in einem leichten bayerischen Dialekt geschrieben, auch damals gebräuchliche Begriffe werden verwendet, der Autor geht in seinem Vorwort kurz darauf ein. Da ich selbst aus Süddeutschland stamme, hat mich der Dialekt nicht gestört, ich denke, dass auch jene, die den Dialekt nicht kennen, aus dem Kontext oder nachfolgenden Ausführungen des Autors auch die Dialoge ausreichend verstehen können.

Konrad Krumbachners Geschichte einer bayerischen Bauernfamilie hat mich auch in diesem zweiten Band emotional sehr gepackt. Der Autor hat die Atmosphäre von Ort und Zeit gut eingefangen und mir die Menschen und ihr Leben nahe gebracht. Sehr gerne empfehle ich auch diesen Band der Reihe uneingeschränkt weiter, und freue mich schon sehr auf den nächsten Band.

Bewegendes Zeitzeugnis

Das Buch wird auf der Rückseite als „Heimatroman“ tituliert. Diese Bezeichnung assoziiere ich persönlich mit Trivialliteratur, aber dieses Buch bietet weitaus mehr.

Konrad Krumbachner, ein Nachfahre der Protagonisten, beschreibt sehr lebensnah und authentisch die wechselhafte Geschichte eines Großbauernhofes in der Zeit von 1884 bis 1918.

Er lässt uns am bäuerlichen Alltagsleben über mehrere Generationen teilhaben. Zwar stehen die jeweiligen Hofherren immer im Mittelpunkt des entsprechenden Zeitraumes, aber auch die gesamte Großfamilie, die Knechte und Mägde auf dem Hof sowie die Menschen im Umfeld wie Handwerker und Nachbarbauern erhalten ausreichend Beachtung.

Die Dialoge sind im Dialekt gehalten, aber so moderat, dass auch Nichtbayern sie meiner Meinung nach ohne Einschränkung verstehen können.

 

Mich hat die Erzählung sehr beeindruckt, der Schreibstil ist sehr lebendig und fesselnd. Trotz zahlreicher tragischer Ereignisse ziehen sich Hoffnung und Gottvertrauen durch das gesamte Buch. Sogar in den Schrecken des 1. Weltkrieges gibt es kleine Lichtblicke, die Mut machen und zeigen, dass Menschlichkeit immer möglich ist.

Ich hoffe auf eine Fortsetzung und gebe eine klare Leseempfehlung!

 

Cover des Buches Silvester: Kriminalroman (ISBN: 9798776708466)
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Rezension zu "Silvester: Kriminalroman" von Konrad Krumbachner

PMelittaM
Der dreizehnte Band der Reihe führt ins Jahr 1974

Silvester 1972 wird Angelika Breitschneider ermordet, Silvester 1973 Olga Meierhofer, beide unter fast deckungsgleichen Umständen, einschließlich der sehr ungewöhnlichen Wunden. Anfang Dezember 1974 hat man den Mörder immer noch nicht gefasst. Silvester naht und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es dann einen weiteren Mord geben wird. Eine Sonderkommission wird eingerichtet, die fieberhaft nach dem Täter sucht.

Simon Trepper, der Protagonist der Reihe, und sein Kollege Stefan Michlbier bekommen Lothar Krömer, einen Beamten des BKA zur Seite gestellt. Leider ist Krömer sehr von sich eingenommen und blickt auf die beiden Münchener Beamten herab. Tatsächlich wird bald ein Verdächtiger ermittelt, der ins Profil passt, und Krömer ist sich sicher, den Täter zu haben.

Endlich habe ich die Reihe weitergelesen, die nicht nur interessante Kriminalfälle bietet, sondern diese auch mit der deutschen Geschichte verquickt. Von Anfang an las ich sie nicht chronologisch, und so habe ich nun, passend zum Jahresanfang zum 13. Band, „Silvester“, gegriffen.

Leider ist hier, anders als in den Bänden, die ich bisher gelesen habe, die geschichtliche Verquickung kaum zu bemerken. Sicher merkt man, dass man sich in einer früheren Zeit befindet, dauernd wird z. B. geraucht, die Ermittler sind alles Männer, und Eduard Zimmermann und seine Sendung Aktenzeichen XY spielt eine Rolle, denn Simon Trepper stellt den Fall dort vor, auf Hinweise aus der Bevölkerung hoffend, aber das war es dann auch.

Konrad Krumbachner erzählt recht sachlich, trotzdem konnte ich in den Vorgängerbänden die Emotionen, Gedanken und Gefühle der Handelnden gut nachvollziehen. Hier gelang mir das nur zum Teil. Neben Simons Perspektive wird auch die des Täters erzählt. Am Ende konnte ich aber nur bedingt seine Motivation nachvollziehen, was ich sehr schade finde. Den „Showdown“ am Ende finde ich zudem etwas überzogen. Sehr gut gefallen hat mir dagegen der Epilog, der, wie schon in anderen Bänden, einen Blick in die, auf einen Teil des Falles bezogene, Zukunft wirft.

Leider hat mir der 13. Band der Reihe nicht so gut gefallen wie andere Bände der Reihe, was mich aber nicht davon abhalten wird, weitere Bände zu lesen. In diesem Band hat mir vor allem ein interessanter historischer Hintergrund gefehlt und auch der Fall konnte mich nur teilweise überzeugen. Daher vergebe ich dieses Mal leider nur 3 Sterne.

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Grundbach: Die Geschichte einer bayerischen Bauernfamilie
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autor_kk

Eine große Familiengeschichte:

Das Buch "Grundbach" beschreibt die dramatische und wahre Geschichte einer bayerischen Bauernfamilie zwischen 1884 bis 1918, die durch die Verzweiflung des Vaters in tiefes Unglück gestoßen wird.

96 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Roter Schatten: Kriminalroman
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autor_kk

"Roter Schatten" lautet der Titel meines neuesten Kriminalromans. Gerne möchte ich hier ein kleines Gewinnspiel starten.

101 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Verschenkte Tage: Ein Kriminalroman aus dunkler Zeit
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autor_kk

Ich würde - nach langer Zeit -wieder einmal eine Aktion bei LB erstellen. Leider bin ich gar nicht mehr richtig dazugekommen, diese super Plattform zu nutzen. Arbeit, Familie usw. halten einfahc auf ;)

Ich würde gerne noch einmal damit beginnen, das erste Buch meiner Reihe vorzustellen. 

Ich bitte alle, die teilnehmen und gewinnen um eine Rezension.

88 BeiträgeVerlosung beendet

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