Konrad Lehmann

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Konrad Lehmann

Lebenslauf von Konrad Lehmann

Mein Leben ist unspektakulär: Geboren worden, zur Schule gegangen, Abi gemacht, Bio studiert. Diplom in Verhaltensforschung, später Promotion in Neurobiologie. Noch deutlich später Habilitation in Zoologie. Heute lehre und forsche ich an der Friedrich Schiller-Universität Jena darüber, wie Umweltbedingungen die Plastizität (die Formbarkeit) des Mäusegehirns beeinflussen. Im Jahr meiner Promotion habe ich auch geheiratet. Meine Frau und ich haben drei Kinder, auf die wir maßlos stolz sind. Solange ich denken kann, schreibe ich gerne - erst Gedichte, später Geschichten, noch später wissenschaftsjournalistische Artikel. Wissenschaft und Schreiben sind bei mir immer parallel gelaufen. Ich bin froh, diese beiden Leidenschaften mittlerweile beruflich verbinden zu können. Für das Online-Magazin Telepolis verfasse ich regelmäßig Essays über neue Erkenntnisse der Hirnforschung, die kürzlich gesammelt als Buch erschienen sind ("Neues vom Gehirn", Heise-Verlag, ebook). So manches, was da nicht hineinpasst, landet gelegentlich in meinem Blog (derschwarzekater.wordpress.com), den Interessierte bitte mehr als Essaysammlung denn als tagesaktuellen Blog lesen sollten.

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Neue Rezensionen zu Konrad Lehmann

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tob82s avatar

Rezension zu "Das schöpferische Gehirn: Auf der Suche nach der Kreativität – eine Fahndung in sieben Tagen" von Konrad Lehmann

Zielgruppe des Buches bleibt für mich fraglich
tob82vor 10 Monaten

"Das schöpferische Gehirn" von Konrad Lehmann ist ein Sachbuch zum aktuellen Stand des Wissens der Neurowissenschaften und der Psychologie zum Thema "Kreativität". Das Buch ist aufgeteilt in sieben Kapitel, die sich jeweils einem anderen Aspekt des Themas annehmen. Um den Sachtext herum hat der Autor eine kleine Rahmenhandlung gebastelt.

Inhalte sind u.a.:
- Was ist Kreativität bzw. wie wird sie wissenschaftlich definiert und gemessen
- Zusammenhang zu Intelligenz und psychischen Erkrankungen
- Wie erzeugt das Gehirn Kreativität; welche Regionen und Neurotransmitter sind beteiligt
- Wie entstehen Einsichten im Gehirn
- Wie kommt das Gehirn auf neue Ideen

Die Darstellung des Autors wirkt auf mich grundsätzlich fundiert. Dennoch hat mich der Text nicht wirklich überzeugen können. Es stellt sich generell die Frage, an welche Zielgruppe sich das Buch eigentlich richtet. Es wirkt wie ein Mix aus Studiums-Lehrbuch und Text für interessierte Laien. Trotz einiger einführender Abschnitte scheinen mir gewisse Grundkenntnisse bei der Lektüre erforderlich zu sein. Es werden nicht alle Fachbegriffe näher erläutert (z.B. Korrelation, kristalline und fluide Intelligenz). Die Ausführungen sind anspruchsvoll und mir fiel es eher schwer, immer den roten Faden zu sehen. Oft folgen auf These und Untermauerung direkt Gegenbefunde und das führte bei mir doch manchmal zu einer gewissen Verwirrung. Ohne Zweifel wird deutlich, dass die Thematik sehr komplex ist. Einige Abschnitte fand ich sehr spannend, insgesamt bin ich aber skeptisch, ob ich von der Lektüre viel behalten werde. Irgendwie erscheint mir die Darstellung gleichzeitig zu fachspezifisch und detailliert (für Laien) und zu fragmentarisch und kurz (für Experten).
 
Die Rahmenhandlung dient am Ende quasi nur zur Zusammenfassung und bringt damit keinen Zusatznutzen. Generell hätte der Text aus meiner Sicht lesefreundlicher gestaltet werden können. Gut gefällt mir, dass der Autor gelegentlich wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungsberichten berühmter und kreativer Persönlichkeiten vergleicht.

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AK87s avatar

Dieses Buch fasst die aktuellen Forschungsergebnisse zur Kreativitätsforschung zusammen. Es gliedert sich in sieben Abschnitte, die als sieben Tage umschrieben werden. Es wird versucht Kreativität zu definieren, herauszufinden, was kreative Menschen ausmacht, Tests vorgestellt die Kreativität messen, Vorgänge im Gehirn bei der Kreativität betrachtet (sowohl in Bezug auf die Lage der Kreativität, dem Wo, als auch dem Wie), äußere Einflüsse und noch einiges mehr. 
 
Um den wissenschaftlichen Stoff etwas aufzubrechen, versucht der Autor „mit journalistischem Schmiss und Humor“ zu schreiben (vgl. http://www.springer.com/de/book/9783662546611). Eine Rahmenhandlung begleitet den Leser durch das Buch, die als kriminalistische „Fahndung“ die Ergebnisse spiegeln soll.
Mich konnte die Kombination aus der sachlichen Vorstellung der Forschungsergebnisse, denen teils viele Fachbegriffe zu Grunde lagen, und der sachten Kriminalgeschichte nicht überzeugen. In meinen Augen sind Teile des Buches eher für Menschen mit Vorkenntnissen oder der Bereitschaft sich mit zusätzlicher Literatur weiter mit dem Thema zu beschäftigen, da sonst viele Teilaspekte einfach überlesen werden. Die Rahmenhandlung wiederum ist für Laien ansprechend, für andere aber in meinen Augen eher störend. Ich bin mir nicht sicher, welche Gruppe der Autor primär ansprechen wollte. 

Mich konnte das Buch leider nicht ganz überzeugen, auch wenn ich die Zusammenstellung des aktuellen Wissenstandes interessant fand.

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Nadl17835s avatar

Dieses Sachbuch beschreibt und gibt innerhalb von sieben Schritten/Tagen aufbauende Fakten zur Kreativität, wie und wo sie entsteht, welche äußeren Faktoren den Kreativitätsfluss beeinflussen können, inwiefern die genetische Ausstattung seinen Anteil an kreativen Prozessen hat und natürlich welche Bereiche des Gehirns Kreativität eher fördern und welches sie hemmen. 


Das Buch ist sehr gut für Laien geeignet, die nicht so bewandert in der Neuroanatomie und Funktion des Gehirns sind. Mit vielen Abbildungen wird der Text mit seinen Erklärungen unterstützt und verbessert das Verständnis ungemein. Es werden zudem viele Fakten, wissenschaftliche Experimente und Ergebnisse eingebunden, die in erläuternder Weise den Aufbau und die Schlussfolgerungen begründen und legitimieren.


Die epische Rahmenhandlung soll in die verschiedenen Thematiken hereinführen, aber mich persönlich hat das eher gestört und war überflüssig. Man konnte den Inhalten auch ohne ganz gut folgen. Einige Passagen, vor allem die mit vielen Fachbegriffen, waren mir manchmal zu zäh und ich habe da schnell den Bezug verloren. Um alles nachvollziehen zu können, sollte man schon sehr aufmerksam und konzentriert lesen, sodass man den roten Faden und die Kette an voneinander abhängigen Bedingungen nicht verliert.


Zum Reinschnuppern in die Thematik ist das Buch gut geeignet, auch wenn es für mich oft zu langatmig und teils langweilig war.

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Gespräche aus der Community

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Konrad_Lehmanns avatar
Liebe Leser,
ich lade herzlich ein zur Lesung und Besprechung meines Buches "Das schöpferische Gehirn".

Inhalt
Wie entsteht Kreativität im Gehirn? Das ist die leitende Frage des Buches, aber es stellt sich sehr bald heraus, dass sie soviele Antworten hat wie "Kreativität" Bedeutungen. Wir meinen ganz verschiedene Dinge, wenn wir davon sprechen, dass ein Mensch kreativ sei. Also werden diese verschiedenen Aspekte in den mittleren fünf Kapiteln des Buches gesondert untersucht (s. Unterthemen), ehe ich am Schluss versuche, zu einer Synthese zu kommen.
Ich bin zwar von Hause aus Neurobiologe, aber auch Wissenschaftsjournalist und, solange ich denken kann, Autor. Daher bin ich mir ziemlich sicher, dass das Buch trotz einer gewissen wissenschaftlichen Gründlichkeit für intelligente und interessierte Laien unterhaltsam und gut verständlich ist.

Verlosung
Der Springer-Verlag stellt dankenswerterweise fünf Exemplare zur Verlosung bereit. Um die Kreativität der Interessenten auf klassische Weise anzustacheln, erkenne ich die Exemplare denjenigen zu, die mir die originellsten Antworten auf die Frage geben:
Was kann man mit einem Bleistift anstellen?
(Um Enttäuschungen vorzubeugen: Ich werde die Auswahl am 6.11. allein und völlig unwissenschaftlich frei Schnauze treffen. Einfach danach, welche Antworten einen spontanen Wow-Effekt auslösen. Wer nicht gewinnt, sollte sich also nicht zurückgesetzt fühlen.)

Ablauf der Leserunde
Ich bin neu hier, daher dürfen erfahrene Mitglieder mich gerne beraten, wie eine Leserunde läuft und laufen soll. Grundsätzlich werde ich mich bemühen, jeden Wochentag mal reinzuschauen (am Wochenende bin ich weitgehend internetabstinent). Zumindest die Fragen, die im entsprechenden Unterthema an mich gestellt werden, nehme ich mir vor zu beantworten.

Nachtrag (jetzt habe ich den Stift gefunden):
Das Inhaltsverzeichnis und ein Probekapitel (das zweite) stehen frei als PDF im Netz:
Inhalt: http://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/9783662546611-t1.pdf?SGWID=0-0-45-1615294-p180914407
Zweites Kapitel: http://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/9783662546611-c1.pdf?SGWID=0-0-45-1615278-p180914407
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

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