Konrad Lorenz

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Lebenslauf von Konrad Lorenz

Konrad Lorenz wurde am 7. November 1903 in Altenberg bei Wien geboren und ist am 27. Februar 1989 dort gestorben. Studium der Medizin und Zoologie, 1940 Professor für vergleichende Psychologie in Königsberg, 1949 Gründer des Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung in Altenberg, Österreich; 1957 bis 1973 Honorarprofessor an der Universität München, 1961 bis 1973 Direktor am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen bei Starnberg; 1973 Nobelpreis für Medizin und Physiologie.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Konrad Lorenz

Cover des Buches Das sogenannte Böse (ISBN: 9783423330176)

Das sogenannte Böse

 (9)
Erschienen am 01.02.1998
Cover des Buches Mit dem Hund auf du (ISBN: 9783492965958)

Mit dem Hund auf du

 (4)
Erschienen am 01.08.2017
Cover des Buches Eigentlich wollte ich Wildgans werden (ISBN: 9783492246279)

Eigentlich wollte ich Wildgans werden

 (3)
Erschienen am 01.02.2006
Cover des Buches Rohrkrepierer (ISBN: 9783837820058)

Rohrkrepierer

 (2)
Erschienen am 01.05.2020
Cover des Buches Aggression (ISBN: 9783688101344)

Aggression

 (2)
Erschienen am 20.01.2017

Neue Rezensionen zu Konrad Lorenz

Cover des Buches Die Rückseite des Spiegels (ISBN: 9783492224826)Giuses avatar

Rezension zu "Die Rückseite des Spiegels" von Konrad Lorenz

Grundlagenbuch um menschliches Denken in Begriffe zu fassen
Giusevor 7 Jahren

Konrad Lorenz wird verkannt, weil er sich dem Nationalsozialismus angepasst hat. Von Grund auf ein introvertierter Denktyp, hat ihm das Rüstzeug gefehlt, die Realität des nationalsozialistischen Alltags als tatsächliche Katastrophe zu dokumentieren. Er hat sich angepasst und in Studien zur Vehaltensforschung vergraben, hat sich eingeschleimt.


Es ist schwer, Menschen zu verurteilen und gleichzeitig objektiv zu bleiben gegenüber dem, was sie geschrieben haben. Meist kennt man die Umstände nicht vollständig oder kommt aus einem anderen Reagenzglas, wo andere Verhältnisse herrschen. Wie auch das Missverständnis Nietsche, im umgekehrten Sinne. Vor Nietsche fürchtet man sich, weil er missverstanden werden kann. Vor Lorenz fürchtet man sich, weil man nicht weiss, wo seine Erkenntnisse missbraucht werden können, wo er selbst korrumpiert worden sein könnte.

In diesem Buch versucht Konrad Lorenz das Denken des Menschen als Fähigkeit des Menschen zu erklären, der mit seinem Rezeptionsapparat (Augen, Nase, Ohren, Hirn, Beine, Magen, Haut, etc.) seine Umwelt als individuellen Eindruck wahrnimmt und fähig ist, sich individuell in einem Verhalten auszudrücken.

Er leitet Verhaltensweisen aus dem Tierreich ab und erklärt den Unterschied, bzw. die Weiterentwicklung im Verhalten des Menschen. Seine Haupttheorie zu dieser Unterscheidung zwischen Tier und Mensch beruht auf der Hypothese der 'Fulguration', des Zusammenschlusses aller oder zufällig zusammenwirkender Eigenschaften und Kräfte des Menschen zu einem Event der 'Fulguration', des Verschmelzens aller dieser Kräfte zu einem neuen Bewusstsein. Dieses neue Bewusstsein erleuchtet dem Menschen und 'bringt ihn weiter'. Lorenz stellt die Behauptung auf, das (menschliche) Bewusstsein sei aus einer solchen Verschmelzung entstanden.

Für mich sind diese Rahmentheorien lesenswert, zumindest heuristisch nachvollziehbar. Sie beeinträchtigen auch nicht seinen evolutionstheoretischen Ansatz, den Menschen begreifen zu wollen. Er spricht über konservativ - progressiv und gibt eine in sich schlüssige Erklärung. Er leitet etliche Stränge sozialer Moral von urtümlichen Verhaltensweisen im Tierreich her. Er schafft Begriffe, eine strukturelle Ebene, auf welcher man sich auch über Jahrzente hinaus sicher bewegen kann.

Den Konrad Lorenz sehe ich geschichtlich nach Nietzsche und Darwin, vor Alfred Adler, kongruent mit der heutigen Quantentheorie und deren Übersetzung in die Hirnforschung.

Richtiges Buch zur richtigen Zeit, ohne es wäre mein Leben anders verlaufen. 

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Cover des Buches So kam der Mensch auf den Hund (ISBN: 9783423201131)sycoraxs avatar

Rezension zu "So kam der Mensch auf den Hund" von Konrad Lorenz

Überholt und trotzdem lesenswert
sycoraxvor 8 Jahren

Konrad Lorenz war so etwas wie der "Papst" der Verhaltensforschung, dem zudem die Gabe zu eigen war, sich ebenso unterhaltsam wie gescheit ausdrücken zu können.

In "So kam der Mensch auf den Hund" schreibt er nicht nur - und das ist sehr interessant - über seine persönliche Beziehung zu Hunden, sondern auch über seine Beobachtungen zum Hundeverhalten und über seine Ansichten zur "Entstehung" der Haushunde. Was diesen Teil und seine Theorie über die verschiedene Abstammung verschiedener Rassen - die  einen vom Wolf, die anderen vom Schakal - angeht, hat ihn die moderne Genetik inzwischen überholt. 

Dennoch ist Lorenz nach wie vor sehr lesenswert und jedem, der sich intensiver mit Hunden auseinandersetzen möchte, zu empfehlen.

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Cover des Buches Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit (ISBN: 9783492047272)

Rezension zu "Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit" von Konrad Lorenz

Rezension zu "Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit" von Konrad Lorenz
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren

die Wahrheit, "direkt in die Fresse" :)

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