Konstantin Brandt

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Rezension zu "Das kleine Schwarzbuch der deutschen Sozialdemokratie (weißdruck)" von Konstantin Brandt

Rezension zu "Das kleine Schwarzbuch der deutschen Sozialdemokratie (weißdruck)" von Konstantin Brandt
Heike110566vor 6 Jahren

In einem Jahr stehen wieder Bundestagswahlen an. Die SPD buhlt bei der bundesdeutschen Bevölkerung bereits schon jetzt wieder darum, dass diese bei der SPD das Kreuzchen macht. Gabriel, Steinmeier und Co. behaupten, dass sie die asoziale und militaristische Politik der CDU-FDP-Regierung umkehren wollen zu einer Politik im Sinne der Masse der Bevölkerung in der BRD. Und wenn man den Umfragen der Meinungsmacher-Institute glauben darf, wollen tatsächlich etwa ein Drittel der WählerInnen der SPD ihre Stimme geben. Aus Gesprächen mit ein paar von diesen SPD-Wählern weiß ich, dass sie tatsächlich den Redereien dieser SPD-Vorturner vertrauen. Immer wieder höre ich als Argument: "Die SPD hat dazugelernt aus den Fehlern der Schröder-Zeit. Die SPD ist jetzt anders." - Hmm, denke ich dann und frage: "Hat die SPD jemals aus ihren 'Fehlern' etwas gelernt? Ist es nicht eher Methode der SPD, dass das, was man angekündigt oder in Reden und Beiträgen geäußert hat, genau diametral von den Führern der SPD umgesetzt wird?" - Meist tritt an dieser Stelle Schweigen bei meinem Gesprächspartnern ein.
Dieses Buch von Konstantin Brandt (geb. 1947), 2012 im Verlag Wiljo Heinen Berlin erschienen, ist eine kleine Chronik der SPD-"Leistungen", die sich mit den Schandtaten der SPD-Führer, die oft weitreichende negative Folgen für die Menschen bedeuteten, auseinandersetzt. Los gehts in dieser Chronologie 1913, wo die SPD die Vorbereitungen zum Ersten Weltkrieg unterstützte, über ihr Verhalten in der Novemberrevolution, wo sie dafür sorgte, dass so ziemlich alles für die Menschen beim alten blieb, ihre Regierungspolitik in der Weimarer Zeit, die ganz im Zeichen der Repression stand, ihre Verhinderung einer antifaschistischen Einheitsfront, um Hitler und den Faschismus zu stoppen, ihren Anteil an der Spaltung Deutschlands in der Nachkriegszeit, die Regierungen von Brandt und Schmidt, die für Berufsverbote und Atomwaffenaufstellung in der BRD stehen, Schröders menschenentwürdigende Hartz-Gesetze bis hin zur aktuellen Politik der SPD, die von Zustimmungen zu asozialen Gesetzen, Kriegseinsätzen und Demokratieabbau gekennzeichnet ist.
Ja, es ist ein kleines, schmales Bändchen, was der Autor da vorgelegt hat. Aber es wäre ein Irrtum zu glauben, dass das Sündenregister der SPD-Politik damit erschöpft wäre. Nein, es ist nur eine kleine Auswahl aus dem riesigen Pool der SPD-Schandtaten. Konstantin Brandt konzentrierte dieses Buch zu einer Auswahl, damit das Buch in einem lesefreundlichen Umfang verbleibt und erschwinglich ist für jeden, besonders auch für die immer von den SPD-Führungen betrogenen und hintergangenen Teile der Bevölkerung (Erwerbslose, werktätige Menschen, die mit ihrem Einkommen kein Auskommen haben, RentnerInnen, Jugendliche ...) >>> Jeder dieser Menschen, besonders die, die wieder den Wahlversprechungen der SPD vertrauen wollen, sollten unbedingt dieses Buch lesen, denn es beweist: Die SPD hat noch nie aus ihren Fehlern und Schandtaten gelernt. Sie wirkt nicht im Interesse der Masse der Bevölkerung, sondern ist Teil und Mittel zur Machterhaltung des Finanz- und Industriekapitals. Ihre Politik ist letztlich nicht viel anders als die der anderen bürgerlichen Parteien (CDU, Grüne, FDP).
Immer wieder hat Konstantin Brandt in diese Chronik Gedichte, Liedtexte und Anekdoten eingestreut (die aber selbstverständlich klar immer vom Chroniktext getrennt sind), die die jeweilig dargestellten Chronik-Ereignisse unterhaltsam aufarbeiten. - Für diese Textgestaltung danke ich dem Autor sehr, denn so kann man zwischendurch auch mal schmunzeln, obwohl die Chronik eher einen sozial denkenden Menschen einfach nur wütend macht.
Dieses Buch wird sicher noch reichlich überarbeitete Auflagen erleben, denn jedermann kann sicher sein, dass die Schandtaten-Politik der SPD-Führung weiter geht, aber dennoch ist diese derzeitige Auflage sehr zu empfehlen, denn sie macht die Linie und wofür die SPD steht eineindeutig klar.

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