Konstantin Simonow

 4.3 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Die Lebenden und die Toten, das sogenannte Privatleben und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Konstantin Simonow

Waffengefährten,

Waffengefährten,

 (2)
Erschienen am 01.01.1968
Zwanzig Tage ohne Krieg

Zwanzig Tage ohne Krieg

 (1)
Erschienen am 01.01.1985
Die Lebenden und die Toten

Die Lebenden und die Toten

 (4)
Erschienen am 01.10.1980
Kriegstagebücher

Kriegstagebücher

 (3)
Erschienen am 01.11.1982
Tage und Nächte

Tage und Nächte

 (1)
Erschienen am 01.05.1980

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Galhions avatar

Rezension zu "Kriegstagebücher" von Konstantin Simonow

Rezension zu "Kriegstagebücher" von Konstantin Simonow
Galhionvor 6 Jahren

Simonov beschreibt in seinen 'Kriegstagebücher' Szenen aus dem 2. Weltkrieg, den er als Kriegsberichterstatter erlebte. Er beginnt mit 1941, als Russland in den Krieg eintrat und geht bis zum Kriegsende. Die ersten Kapitel sind verständlicherweise voller Hass gegen die Deutschen, wobei Simonov aber nie ausfallend wird. Er selbst nimmt sich in seiner Wertung stark zurück, da er häufig nur das wieder gibt, was Kameraden ihm erzählen. Er berichtet sachlich, nur manchmal, wenn er von Menschen erzählt, wird seine Sprache weicher und gerfühsbetonter. Beeindruckend für mich sein Schlusswort: "Wenn alles, was ich über die vier Jahre geschrieben habe, wenigstens einen gewissen Eindruck davon vermittelt, was der Krieg war und einmal mehr dazu anregt, es zu keinem 3. Weltkrieg kommen zu lassen."
Wenn ich sein Buch mit Berichten deutscher Soldaten vergleiche, so möchte ich sagen, tauscht man die Namen, dann gleichen sich die Berichte eines sinnlosen Unterfangens.

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Heike110566s avatar

Rezension zu "Waffengefährten," von Konstantin Simonow

Rezension zu "Waffengefährten," von Konstantin Simonow
Heike110566vor 8 Jahren

Der Oktoberrevolution 1917 in Russland folgte nicht nur die Novemberrevolution 1918 in Deutschland, die, auf Betreiben der zunehmend verbürgerlichten Sozialdemokratie, nicht vollendete Novemberrevolution in Deutschland, sondern auch eine erfolgreiche im Juli 1921 in der Mongolei. 1939, Europa stand kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges, stieg auch die Kriegsgefahr im Fernen Osten. Das kaiserlich-militaristische Japan hatte die chinesische Mandschurei besetzt und bedrohte nun die 1924 gegründete Mongolische Volksrepublik. Diese bat die Sowjetunion um militärische Hilfe im Kampf gegen einen bevorstehenden japanischen Angriff. Im Frühjahr 1939 drangen dann tatsächlich japanisch-mandschurische Truppen in die Mongolei vor. Nach anfänglichen Erfolgen der Okkupanten, gelang es den sowjetischen und mongolischen Armeeeinheiten nach und nach die Aggressoren zurückzudrängen. Ende August siegten die Truppen der beiden sozialistischen Staaten, die die japanischen hinter dem Halchin-Gol zurückschlugen.
Konstantin Simonow (1915-1979) verarbeitet diesen Konflikt an der mongolisch-mandschurischen Grenze in dem 1952 geschriebenen, 1964 wesentlich überarbeiteten und 1966 im Verlag Kultur und Fortschritt Berlin (DDR) auf deutsch veröffentlichten Roman "Waffengefährten". Er bildete den Auftakt zu seinem Romanzyklus über den Zweiten Weltkrieg, dem "Die Lebenden und die Toten" und "Man wird nicht als Soldat geboren" folgten.
Simonow selbst war Kriegsberichterstatter im Großen Vaterländischen Krieg, wie der Kampf gegen die faschististischen deutschen Aggressoren auf sowjetischer Seite genannt wurde. Auch bei diesem Roman merkt man das Metier des Autors. Sachlich, klar, eindeutig stellt er die Ereignisse dar. Schonungslos wird die Grausamkeit des Krieges geschildert. Freude über erfolgreich geschlagene Schlachten wird dadurch auch immer wieder relativiert, dass Simonow aufzeigt, wie hoch der Preis dafür war: Freunde und Gefährten, mit denen man noch wenige Stunden zuvor gescherzt hatte, sind plötzlich tot. Gefallen.
Packend und mitreißend, wenn auch stellenweise etwas sehr pathetisch, ist die Darstellung der Kriegsgeschehnisse. Zweifellos. Allerdings: Geht es um die Darstellung von Privatem, dann ist dieser Reporterstil nicht gerade sehr geeignet, um die menschlichen Gefühle der handelnden Protaginisten individuell zu zeichnen. Hier gelang es Simonow nicht mich an diese Handlungsstränge zu fesseln. Sie wirkten nüchtern und distanziert. Fade.
Da beide Ebenen, die militärische und die persönliche, aber immer miteinander verwoben sind, so bietet der Roman immer wieder starke Phasen, die den Leser aufgrund des verdichteten Geschehens außer Atem kommen lassen, die aber von Phasen der Langatmigkeit unterbrochen werden.
Obwohl der Roman zu einem Zyklus gehört, ist er auch als Einzelwerk lesbar. Das Buch ist inhaltlich in sich geschlossen. Es beginnt mit den Versetzungen des Panzeroffiziers Klimowitsch und dessen Freund, dem Frunse-Akademie-Absolventen Hauptmann Artemejew in das mongolische Kriegsgebiet und endet mit dem Gefangenaustausch nach dem Sieg der sowjetisch-mongolischen Truppen. Letzterer findet aber gerade statt, als Hitler-Deutschland Polen überfallen hat. Und es deutet sich an, dass die Protagonisten nun an der Ostgrenze der Sowjetunion benötigt werden, was ja dann in den Fortsetzungen auch dargestellt wird.
Als Fazit: ein durchwachsener Roman. Simonow hat bessere Romane geschrieben.

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