Das ganze schrecklich schöne Leben

von Konstantin Wecker 
3,7 Sterne bei6 Bewertungen
Das ganze schrecklich schöne Leben
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Eine wunderbar zu lesende, spannende, informative und auch nachdenkliche Biografie in der nicht nur Wecker selbst erzählt

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Inhaltsangabe zu "Das ganze schrecklich schöne Leben"

Poesie, Musik und Widerstand – Konstantin Weckers große Autobiographie
Über 600 Lieder, Filmmusicals und Gedichte, 23 Studio- und 14 Livealben, eine Stimme: Konstantin Wecker. Der Ausnahmekünstler, Musiker, Schauspieler und Autor galt schon früh als Wunderkind und steht seit einem halben Jahrhundert auf der Bühne und vor der Kamera. Sein uferloses Leben, in dem genug nie genug war, ließ den Revoluzzer zur öffentlichen Persönlichkeit reifen, deren Wort Gewicht hat und in Zeiten von Rechtsruck, Turbokapitalismus und Kriegspolitik absolut notwendig ist. Davon erzählt seine große Autobiographie, die so ungewöhnlich ist wie das Leben und Schaffen des Kraftgenies der großen deutschen Liedermacher.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783328103424
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Penguin
Erscheinungsdatum:10.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    StMoonlights avatar
    StMoonlightvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hat so einige, nicht wirklich passende, Stellen
    Lieder des Lebens

    Konstatin Wecker hat es immer wieder auf die Bühne geschafft. Vermutlich war das nicht immer gut, z.B. wenn er lallend ein Leidlich trällerte. Aber genau das macht diese Biographie interessant, denn sie ist abwechslungsreich. Diese Biographie erschien zum 70.sten Geburtstag des Autors und durchleuchtet noch einmal das ganze Leben. Immer wieder sorgte Wecker für Skandale. In der Biographie kommen neben Wecker aber auch einige andere Personen, wenn auch nur kurz, zur Wort.

    Was hier sehr merkwürdig ist: Auf der einen Seite gibt Konstatin Wecker an, dass er in Interviews nicht über seine Beziehung sagen will, auf der anderen Seite in seiner Biographie diese geradezu durch den Schmutz zieht. – Und das liest sich nicht unbedingt sachlich, sondern wie ein Bericht aus der „Klatschpresse“.

    In der Mitte des Buches gibt es einige  Fotos, die zwar nicht besonders ansprechend sind, dafür aber durchaus interessant. So gibt es z.B. ein Kinderfoto.

    Eine interessante Biographie, die allerdings so ihre Tücken hat.

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    Kinderbuchkistevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine wunderbar zu lesende, spannende, informative und auch nachdenkliche Biografie in der nicht nur Wecker selbst erzählt
    Eine wunderbar zu lesende, spannende, informative und auch nachdenkliche Biografie

    Eine Biografie


    Konstantin Wecker ist bekannt. Nicht nur als Liedermacher sondern auch als äußerst rebellischer, politischer Mensch, der sich traut Wahrheiten auszusprechen auch wenn andere dazu schweigen.
    So bewegt und vielschichtig wie sein Leben ist daher nun auch seine Biografie, die anlässlich seines 70. Geburtstags heraus kam.
    70 ? Ja, kaum zu glauben. Seine Ausstrahlung jung, sein Elan da wie vor 30 Jahren und länger auch schon. Seine Stimme in jeder Hinsicht kraftvoll, warm, rebellisch und ausdrucksstark wie eh und je erzählt er uns nun aus seinem Leben. Einiges davon kennt kann bereits. Sein Leben war immer wieder Grund für Schlagzeilen. 
    Ein Leben voller Höhen und Tiefen, wie bei jedem anderen auch.
    Menschlich eben und genau das macht ihn so authentisch und normal, das man ihm gerne zuhört.
    Viele Themen, die uns bewegen greift er auf um sie in seinen Liedern zu verarbeiten, denn es sind nicht nur unsere sondern auch seine Themen.
    Gerade in den letzten Jahren mit zunehmendem Rechtsruck und sozialen Beeinträchtigungen bezieht er klar Position. Dabei ist er weis Gott kein Engel. Sein Leben oft genug im Tief, aus dem er sich immer wieder, auch dank der Hilfe vieler Menschen, die es gut mit ihm meinten, heraus manövriert hat.
    In diesem Buch erzählt er genau davon und noch von viel mehr. Dabei nimmt er uns an die Hand und führt uns mit seiner unvergleichlichen Art durch sein Leben. In jedem Moment hört man ihn erzählen als würde er uns vorlesen.
    Dabei ist diese Biografie kein Solo Programm. Es kommen auch andere Leute zu Wort. Mitautoren, die auch schon mal anderer Meinung sind wie Wecker.
    Da erzählt in durchaus oft witziger aber auch kritischer  Weise Günther Bauch über den Jubilar genauso wie Roland  Rottenfußer, der als Wissenschaftsjournalist der jüngeren Garde der Autoren angehört und sich intensiv mit Weckers Liedtexten beschäftigt, sie analysiert hat. 
    Durch die doch auch sehr detaillierten  Äußerungen, Erzählungen und Berichte dieser beiden Autoren bekommen wir ein wesentlich vielschichtiger Bild von Konstantin Wecker als wenn nur er uns sein Leben erzählt hätte. Die anderen Sichtweisen lassen uns so viel mehr erfahren. Nicht jeder hätte in seiner Biografie auch kritische Stimmen zu Wort kommen lassen. Aber genau das macht Konstantin Wecker aus.
    Er nimmt Kritik an, sieht selbstkritisch auf sein Leben und findet immer wieder und wieder Menschen, die er bewundernd, lobend, ehrfürchtig oder beeindruckt erwähnt. Zeitweise hat man den Eindruck er möchte mehr über diese Menschen und seine Begegnungen mit ihnen erzählen als über sich selbst.
    Aber bei allen gesellschaftspolitischen und kritischen Auseinandersetzungen , für die er sein Buch auch als Bühne sieht bleibt genug Raum für das ganz Private und das was man vielleicht nicht von ihm kennt oder vermutet.
    Seine Biografie überrascht in vielerlei Hinsicht.
    Dabei ist der Schreibstil aller drei Autoren so wunderbar leicht und eingängig, das es ein äußerst angenehmes leichtes Lesen ist, das einen einmal angelesen förmlich durch das Buch trägt.
    Kurzweilig, spannend, interessant aber auch mit vielen Botschaften und Denkanstößen.
    Es ist ein Buch mit Nachhall, besonders für diejenigen, die seine Lieder nicht so gut kennen.
    Eine tolle Biografie von und über einer der besten deutschen Liedermacher, der nicht nur ein Liedermacher sondern auch ein toller Musiker, Poet, Kabarettist, Schauspieler, politisch denkender Mensch ist, der viel zu sagen hat.
    Es ist  nicht das erste Buch in dem er Meinung kund tut.
    Denkt man an sein Buch
    "Mönch und Krieger- Auf der Suche nach einer Welt, die es noch nicht gibt"
    oder
    Das Buch mit Margot Käßmann
    "Entrüstet euch!"
    Aber auch zur Flüchtling Thematik hat er eine Meinung, die wir in
    "Dann denkt mit den Herzen"
    erfahren.
    Emotionaler erleben wir ihn im Buch mit Bernhard Glassmann
    "Es geht ums Tun und nicht ums Siegen.

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    RoteFees avatar
    RoteFeevor einem Jahr
    Kurzmeinung: »Sei ein Heiliger, ein Sünder. Gib dir alles, werde ganz.« (Konstantin Wecker)
    Das Leben leben

    Eine Ode an das Leben, so könnte man seine Biographie beschreiben. Es macht einfach unglaublich Spaß im "zuzuhören", denn ich habe wärend des Lesens immer seine Stimme im Kopf gehabt. So, wie man ihn kennt, so schreibt er auch. Und das macht einfach Spaß.
    Auch seine Mitautoren, die im Buch ihre Stimme finden, und nicht immer mit ihm einer Meinung sind, treffen den richtigen Ton, um gern gelesen zu werden.
    Ein großartiger Mensch mit Ecken und Kanten, eine wunderbare Biographie.

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    ralluss avatar
    rallusvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schöne Zusammenfassung des Lebens Konstantin Weckers. Autobiografisch/bíografisch zusammengetragen. Für Fans nichts Neues
    Ich bin nun mal ein Lober

    Schon früh in meinem Leben habe ich zu Konstantin Wecker gefunden. Meine Pubertät ist von diesem einzigartigen Liedermacher geprägt. Genug ist nicht genug und Eine ganze Menge Leben haben mich in dieser Zeit begleitet und die Adoleszenz im Leiden noch veredelt. Unvergessen ist der Besuch eines Konzertes von ihm, bei dem er so lange Zugaben gab, bis keiner mehr nach einer verlangt hat. Selbst dann kam er noch kurz heraus um das Kurzgedicht Bumerang zu rezitieren. Er hatte eine gehörige Portion Wut und Kraft in seinem Konzert. Jeder im Saal hat ihm dies auch abgenommen. Konstantin war in der Zeit mein persönlicher Held.

    40 Jahre und mindestens 20 Livekonzerte später muss ich sagen, dass in ihm immer noch eine ungebeugte Kraft steckt, auch wenn er bei dem letzten Konzert anlässlich seines 70.Geburtstages im Zirkus Krone in München etwas müde wirkte. Es war das dritte Konzert hintereinander, und er spielte mit Pause über dreieinhalb Stunden. Indes, seine politischen Statements kamen nicht mehr so schlagkräftig. Dazu ist zu sagen, wenn ich mit 70 solch ein Pensum wie Wecker hätte, wäre ich froh überhaupt einen solchen Abend zu überstehen. Nun habe ich seine Autobiographie/Biographie in der Hand (Mehr zu dem Doppelwort später) und bin erstaunt, wie gut diese gelungen ist.

    Wecker hat Autobiographisches (nicht das meiste) dazu beigetragen, aber wichtig sind die zwei Wegbegleiter in seinem Leben, der Chronist Günter Bauch und der Analyst Roland Rottenfusser. Die Mischung aus den Dreien macht dieses Buch so interessant und gibt dem Leser einen umfassenden Überblick über den Menschen und das Leben des Konstantin Wecker.

    Wichtig im Gesamtkonzept Weckers ist die Liebe. Nicht die Wut und die Revolution, was man eigentlich von einem linken engagierten Liedermacher erwarten könnte, nein, die Liebe ist sein Credo. Bedingungslose Liebe hat er als Kind durch seine Eltern erfahren und sie hat ihn zu dem Menschen gemacht, der er heute ist. Das Motto seines Vaters war, dass man die Menschen loben soll, nur so kann man sie motivieren, das Beste zu geben. „Ich bin nun mal ein Lober“, sagte er zu seinem Sohn, und der hat dies in seinem Leben beherzigt.

    „Ach so viele sind so unglaublich schlau und haben Erziehungsmodelle und sprechen davon, wie man Kinder behandeln und bestrafen müsse – dabei muss man nur eines: sie bedingungslos lieben. Ohne Warum. So bedingungslos wie Gott uns liebt. Und auch wenn es keinen Gott geben sollte: Es ist ausschließlich diese bedingungslose Liebe, der wir unser Sein verdanken. Worte sind Symbole. Gott ist ein Symbol. Liebe ist ein Symbol. Und jetzt fragen Sie mich vielleicht: Ja, wofür denn? Für das Unbegreifliche, das wir immer in uns spüren, wenn wir einen kurzen Augenblick Zeit haben zwischen den Attacken unserer Gedanken.“

    Wecker – ein Gläubiger? Der Mann, der jeden Tag einen neuen Papst haben wollte? Der schon früh sang: „Das sag ich euch, so möcht ich nicht begraben sein.“ Das muss nicht widersprüchlich sein. Wecker hat immer die Institutionen bekämpft, in denen die Menschen unmenschlich behandelt werden. Die Linken, die ihn instrumenatilisieren wollten, hatten sich deswegen früh von ihm abgewandt. Für ihn hieß es nicht, alles zerschlagen. Er wollte Liebe und Lust und das Uferlos.

    „Nicht Gut und Böse hießen seine Pole, sondern lustfördernd und lusteinschränkend.“

    Und was war das mit dem Kokain? Wieder einer, der sich vom Ruhm und vom Geld hat blenden lassen? Doch auch hier zeigt Wecker Größe und thematisiert seine Schwäche, seine persönlichen Abgründe. Und geht gestärkt daraus hervor.

    „Wenn ich mich schuldig bekenne, dann wegen meines Missbrauchs an mir selbst und meinem Körper, aber nicht deswegen, weil ich etwas Verbotenes getan habe. Ich sah und sehe nicht ein, weshalb der Staat den Konsum willkürlich verbotener Drogen verfolgt und gleichzeitig heuchlerisch hoch angesehenen Verbrechern gestattet, mit Finanzspekulationen ganze Nationen zu vernichten und Millionen Menschen in Hungersnöte zu treiben.“

    Wecker hat auch immer ein feines Näschen für die gesellschaftspolitischen Probleme seiner Zeit gehabt. Er ist nie stehen geblieben, er hat sich den aktuellen Themen gestellt und hat diese in seinen Liedern und Gedichten seinem Publikum näher gebracht.

    „Wecker ist überhaupt ziemlich zeitgeistresistent, was ihm viele als verbohrtes ‚Alt-68ertum‘ auslegen, in Wahrheit aber auf eine überzeitliche Überzeugungstreue hinweist, die sich in Anbetracht der jüngsten Entwicklungen als nur allzu richtig und notwendig erwiesen hat.“

    Konstantin Wecker ist einzigartig, was dieses Buch aus drei verschiedenen Perspektiven genauestens ausleuchtet. Seine Jugend, sein Absturz, seine Persönlichkeit. Die Abschnitte wiederholen sich gegen Ende, doch immer zeigt dieses Buch, was Wecker immer sein wollte: Einfach ein Mensch, mit allen Stärken und Fehlern. Einer von uns. Einer zum Anfassen und Lieben.

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    Marielvor einem Jahr
    Kurzmeinung: na ja
    langatmig

    Ich habe mir mehr davon versprochen.

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    thursdaynexts avatar
    thursdaynextvor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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