Konstantin Wecker Mönch und Krieger

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Inhaltsangabe zu „Mönch und Krieger“ von Konstantin Wecker

»Ich war schon immer der Meinung, dass die Chance des Künstlers darin besteht, bunt malen zu dürfen im Gegensatz zum Schwarz-Weiß der Politik.« Konstantin Wecker – dieser Name steht für Anarchie, Poesie, Nachdenklichkeit, Zerrissenheit, Scheitern und Weisheit. Dahinter steckt eine der aufregendsten Persönlichkeiten der deutschen Kulturszene. Sein neues Buch ist ein Plädoyer für die Kraft der Utopie in einer Zeit, in der uninspirierte »Realpolitik« jeden Aufbruch und Ausbruch aus dem Gewohnten erstickt: Der Rückzug zum Nachdenken über die Themen des Lebens mündet im engagierten Aufbäumen gegen eine übermächtige und menschenverachtende Wirtschaft, der eine lethargische Politik nichts entgegensetzt. Gekonnt verbindet der leidenschaftliche Freidenker Spiritualität und politisches Engagement zu einem lesenswerten Plädoyer für eine gerechtere Gesellschaft. »Ich bin der festen Überzeugung, dass Politik ohne Spiritualität nicht möglich ist. Eine Spiritualität allerdings, die alle Grenzen der Religionen aufhebt, weil sie das Göttliche nicht auf Altären sucht, sondern im Menschen selbst.«

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  • Mönch und Krieger

    Mönch und Krieger

    BuchNotizen

    29. August 2015 um 23:30

    Konstantin Wecker, Poet, Liedermacher, Komponist und Schauspieler war schon immer gesellschaftspolitisch sehr engagiert. Geprägt hat ihn sein liberales Elternhaus. Er besitzt einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und tief verwurzelten Antifaschismus. Er engagiert sich seit Jahrzehnten in der Friedensbewegung und ist ein überzeugter Pazifist. Er setzt sich aktiv für eine bessere und gerechtere Welt. In der Öffentlichkeit wird Konstantin Wecker vor allem als ein extrovertierter Genussmensch wahrgenommen. Seine innere Zerrissenheit wird in diesem Buch deutlich angesprochen. Wecker liebt Dichtomien (komplementäre Begriffe, die trotzdem eine Einheit bilden). Die Bekannteste von ihm ist „Wut und Zärtlichkeit“. Passend dazu „Mönch und Krieger“, „Heiliger und Sünder“. „Der Mönch und der Krieger, einträchtig in einer einzigen Person vereint – das erscheint wie eine Utopie“, schreibt er, es ist wichtig, beide Seiten zuzulassen und zu leben. Es ist ein zentrales Thema seines Lebens. Er trägt beides in sich, den Mönch und den Krieger. Seine Definition des Mönchs ist die Reduzierung auf das Wesentliche. Den Krieger definiert er als die Lust an der Macht und Unterwerfung anderer. Oder auch, die Aggressivität, die er in sich trägt. Mönch und Krieger zu sein ist ein Widerspruch an sich, der Mensch muss lernen diese Widersprüche zu akzeptieren. Er erläutert beides sehr ausführlich an Beispielen aus seinem Leben. Konstantin Wecker schildert den teilweise schmerzhaften Erkenntnisprozess während seines Gefängnisaufenthalts. Sein Streben nach Spiritualität, Meditation, Frieden mit sich selbst und dem eigenen Schicksal. Seine kritische Einstellung zur Institution Kirche hat nichts mit dem Glauben an Gott zu tun. Diskussionen um Religion, Gott und die Haltung der Kirche ziehen sich durch sein ganzes Leben. Am meisten beeindruckt hat mich die Offenheit mit der Konstantin Wecker über sich und seine Drogensucht und den Gefängnisaufenthalt spricht. Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und mit Gedichten und Liedtexten, passend zu jedem Kapitel, aufgelockert. Konstantin Wecker hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, darunter einige Biografien. Die Bekannteste „Die Kunst des Scheiterns“ wurde 2009 veröffentlicht. Ich muss gestehen, dass „Mönch und Krieger“ das erste Buch ist, das ich von Konstantin Wecker gelesen habe. Ich kenne Konstantin Wecker als Liedermacher seit den 70 ger Jahren. Ich war bei einigen Livekonzerten dabei und in seinem Café Giesing saß er oft selber am Klavier. Seine Lieder sind heute immer noch aktuell: „Genug ist nicht genug“, „Der alte Kaiser“, „Wer nicht genießt, ist ungenießbar“, nur um einige Beispiele zu nennen.

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  • "Das ganze schrecklich schöne Leben..."

    Mönch und Krieger

    Ginevra

    19. July 2015 um 17:05

    Konstantin Wecker ist berühmt als Liedermacher, Poet und Kabarettist - aber auch als Drogenkonsument. Dr. Jekyll und Mr. Hide in einer Person? Manisch-depressiv, schizophren - oder einfach nur ein Suchender? Konstantin Wecker wirft diese Fragen in seinem neuesten Buch auf und geht ihnen nach. In Form von Lieder- und Gedichtzitaten zeichnet er seinen Lebensweg nach und kommentiert diese ausführlich. Er beschreibt seine persönlichsten Gedanken und mystischen Erfahrungen: "Einfach wieder schweben,  wieder staunen und schwerelos versinken in den Weltengrund." Zweifellos ist Wecker eine charismatische Persönlichkeit - ich kenne seine Lieder noch aus meiner Jugendzeit ("Genug ist nicht genug"), außerdem habe ich ihn mehrfach live in seinem Münchner Café am Flügel erlebt. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch, das mich auch vom Titel her ansprach: der Widerspruch zwischen pazifistischem Mönch und rücksichtslosem Krieger könnte kaum größer sein.  Wecker beschreibt seinen inneren Weg, der nie geradlinig verlief, sondern in immer wieder in extreme Situationen brachte. Ob auf der Bühne, unter Drogen oder in der Einsamkeit der Gefängniszelle: Wecker hat jede Situation intensiv "gekostet" und sieht jede im Nachhinein als Schritte auf seiner Suche. Seine Sehnsucht nach "dem Wunderbaren, der geistigen Heimat" führten ihn auch auf Abwege, die er nicht verurteilt, sondern versucht zu verstehen. Askese und Ekstase - Mönch und Krieger - Pazifist und Genussmensch - aus all diesen Gegensätzen scheint er zu seiner Mitte gefunden zu haben. Wecker macht Mut - sich seinen Ängsten zu stellen und zu kämpfen: "Das sind die großen Nächte. Halte fest die Stunden, die dich so gefährden, wo dir die Seele sagen lässt: du musst ein andrer werden." Er macht sich aber auch Gedanken um die Welt, die Politik und unsere Gesellschaft, die den Bezug zur Spiritualität verloren hat, und er macht Mut dazu, sie wiederzufinden. Dazwischen stehen immer wieder wortgewaltige Zitate aus seinen Werken. "Nichts ist erklärbar. Nur im Unsichtbaren lernen wir zu sehen." Mich haben viele Stellen dieses vielschichtigen Buches sehr angesprochen, besonders die Gedanken zum Patriarchat und zur Anarchie fand ich sehr interessant. Manch anderes spannendes Thema wurde nur angeschnitten, und die Zusammenhänge zwischen den Themenbereichen waren mir etwas zu gelockert. Ich hätte mir außerdem gewünscht, dass das Thema Drogen noch etwas kritischer beleuchtet wird.  Ansonsten habe ich viele schöne Zitate entdeckt und mir wieder mal die alten Platten angehört - Chapeau für das Lebenswerk!

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  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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