Kooky Rooster Ben: Liebe am Abgrund

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Inhaltsangabe zu „Ben: Liebe am Abgrund“ von Kooky Rooster

Ben ist einundzwanzig, Automechaniker, Sprayer, Bettnässer. Er ist generell zu nah am Wasser gebaut, errötet zu schnell, wiegt zu wenig, hat genug. Wenn das Tier schläft, streicht er am Bahndamm herum und besprüht verwitterte Wände. Er ist im Widerstand. Ihn treibt eine Mission. Alles, was er fürchtet, hasst, ihn vernichtet, trägt eine Uniform. Alles, was er braucht, liebt, ihn rettet, trägt eine Uniform.
Das Grauen hat einen Namen: Jochen.
Die Liebe hat auch einen Namen: Paul.

Handlungen nicht nachvollziehbar, passieren zu schnell, zu wenig Vorlauf, - dafür aber guter Schreibstil

— Deana1980

Die Idee des Romans ist wirklich sehr interessant. Allerdings wäre bei der Umsetzung des Stoffes noch mehr drin gewesen.

— RicardoEff

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  • Zu wenig daraus gemacht ...

    Ben: Liebe am Abgrund

    Deana1980

    12. March 2017 um 15:26

    Für mich war die Handlung der Geschichte teils nicht nachvollziehbar. Der Stoff ist ziemlich gut - schade, dass eigentlich so wenig daraus gemacht wurde. Auch stellen sich mir einige Fragen zur Logik. Ich könnte jetzt ins Detail gehen, möchte hier anderen aber nicht den Lesegenuss verderben, da ja schließlich viele geschrieben haben, dass sie die Geschichte supersupersupertoll finden. Für mich war sie leider nicht rund. Ich habe oft da gesessen und gedacht, "Ja wie jetzt... wie kann das denn sein?!"Und der gewalttätige Eumel scheint außerdem überall seine Augen und Ohren zu haben und ist immer umgehend da. Fast schon vorhersehbar... Hmmm hmmm...Die innere Qual jedoch, die Ben durchleben muss, ist sehr gut dargestellt - auch haben mich manche Wortspiele sehr fasziniert. Die Schriftstellerin schreibt gut! Nur aus dieser Geschichte hätte sie meiner Meinung nach mehr rausholen können.

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  • Interessante Story, spannend erzählt, wenn auch mit kleinen Schwächen

    Ben: Liebe am Abgrund

    RicardoEff

    01. September 2016 um 14:45

    Benjamin ist einundzwanzig, schwul und arbeitet als Automechaniker. Seit dem Tod der Eltern steht er unter der Aufsicht seines älteren Bruders Jochen, der ihn mit brutaler und sadistischer Härte behrrscht. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Ben Bettnässer ist, schnell rot wird und viel zu nah am Wasser gebaut ist. Sein einziges Ventil ist es Wände zu besprühen. Er spielt mit dem Feuer, denn Jochen ist Polizist und schon lange hinter dem Sprayer her. Ben lebt in ständiger Angst vor seinem Bruder, der ihn mit täglichen Demütigungen und körperlicher Gewalt einschüchtert und damit jeden Funken an Selbständigkeit im Keim erstickt. Und er gibt ihm die Schuld am Tod ihrer jüngeren Schwester Ines. Nach etlichen Jahren hält Ben es nicht mehr aus, sieht keine Perspektive in seinem Leben. So steht er eines Nachts auf der Bahnbrücke und ist entschlossen vor den Nachtzug zu springen. In letzter Minute kommt ihm der Polizist Paul zu Hilfe und hält ihn fest. Paul ist ganz anders als sein Bruder und Ben spührt immer tiefere Zuneigung zu ihm. Paul will Ben helfen und bittet seine Schwester Claudia, eine Psychotherateutin, um Rat. Es stellt sich aber schnell heraus, dass es ein harter und schwieriger Weg werden wird. Ben hat in seinem Leben schon viel mitgemacht, den Unfalltod seiner Eltern und die Ermordung seiner kleinen Schwester überstanden. Sein Bruder Jochen demütigt ihn wo er kann und hat auch noch Spaß daran. Ben hat keine Freude im Leben. Er existiert nur noch und sieht keinen Ausweg aus seiner Misere. Er ist dazu noch empfindsam und gutmütig und er hat keinerlei Selbstwertgefühl. Alles bezieht er schnell auf sich und hält sich für minderwertig. Allzu oft fließen daher bei ihm die Tränen und unter Stress entleert sich seine Blase in den peinlichsten Situationen. Paul dagegen scheint ein starker Typ zu sein. Durchtrainiert und selbstbewusst geht er durchs Leben. Doch hinter der Fassade ist ein verzweifelter junger Mann, der seine früheren Erfahrungen wie Ballast mitschleppt und sein Leben, zumal sein schwules, nicht genießen kann. Seine Schwester Claudia versucht mit beiden einen Weg zu finden. Doch allzu geschickt agiert sie dabei nicht. Die Idee des Romans ist wirklich sehr interessant. Allerdings wäre bei der Umsetzung des Stoffes noch mehr drin gewesen. Die Geschichte ist flüssig und durchaus spannend erzählt. Was mich ein wenig störte waren die Zweitsprünge, gerade zu Anfang, zwischen machen Kapiteln hin und her. Das erschwert das Verständnis der Handlung unnötig. Ben ist mit seine Problemen und seinem Wesen nachvollziehbar geschildert und ich fand ihn auch sympathisch. Aber durch das ganze Buch hindurch weint und heult er fast bei jeder Gelegenheit. Das fand ich denn doch überzeichnet. Paul blieb für mich als Figur etwas zu unpersönlich. Beide haben mich nicht so ganz erreicht. Die Liebesgeschicht zwischen beiden ist Bedingt durch die Thematik weniger romantisch und von den Problemen der Protagonisten behindert. Ich hätte gerne intensiv mitgefiebert, was mir aber daher nur selten gelang. Wenig glaubwürdig war für mich Claudia als Psychologin. Sie hat nicht wirklich gute Ideen und ihre Ratschläge waren auch meist eher hinderlich. Jochen ist der eiskalte Psychopath, vor dem alle Zittern. Das war gut dargestellt. Zusammenfassend eine interessante Story, spannend erzählt, wenn auch mit kleinen Schwächen. Auf alle Fälle lesenswert, nicht nur für Liebhaber von Gay-Romance-Romanen.

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  • Nichts für seichte Gemühter… für alle anderen: Absolut lesenswert

    Ben: Liebe am Abgrund

    cat1203

    15. August 2016 um 19:40

    puhh… da muss ich erstmal schlucken und drüber nachdenken. Das ist wirklich schwere Kost. Ich habe dieses Buch vor 3 Tagen gelesen und kann, dass erlebte immer noch kaum in Worte fassen. Sich ist aber, dass mich Ben`s Geschichte gefesselt hat.   Die Geschichte zwischen Ben und Paul ist keine typische Liebesgeschichte. Es geht in dem Buch um viel Angst, Hilflosigkeit und scheinbar grenzenlosem Hass. Ben hat seine Eltern früh verloren und kurz darauf auch seine kleine Schwester. Seither lebt er bei seinem älteren Bruder Jochen. Jochen ist ein Psychopath, der Ben das Leben schwermacht indem er ihn dauernd schlägt und erniedrigt.   Als Leser habe ich die Hilflosigkeit und Angst aus erster Hand mitbekommen und konnte mich gut einfühlen. Ich hatte während des Lesens nicht nur einmal eine Gänsehaut. Es sind vor allem keine einfachen und schönen Emotionen vorhanden. Zumindest überwiegend.   Genau diese Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt haben mir geholfen zu verstehen, warum Ben solche Schwierigkeiten hat, Paul zu vertrauen. Ich wollte ihn am liebsten anbrüllen, sich doch endlich helfen zu lassen, aber schon der nächste Satz ist wieder so voller Angst, dass ich mich ebenso hilflos gefühlt habe wie Ben.   Trotz oder gerade wegen des schwierigen Themas, ist die Geschichte für eine absolute Leseempfehlung. Danach habe ich mein Leben mit anderen Augen gesehen und bin froh über diese Erfahrung. Ich hoffe, dass dieses Buch Betroffenen Mut und Hoffnung schenken kann.   Der Schreibstil von Kooky Rooster ist gut zu lesen. Die Geschichte hat mich richtig gepackt und regelrecht zum Weiterlesen gezwungen.   Vielen Dank für diese tolle Geschichte.

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