Kooky Rooster Tote Poeten und Pickelstift

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Inhaltsangabe zu „Tote Poeten und Pickelstift“ von Kooky Rooster

Während sich die Mitschüler ins pralle Leben stürzen, verkriecht sich Erik in seinem Zimmer und schreibt erotische Liebesgedichte. Dass er im vergangenen Jahr vom kleinen Fettsack zum schönen Schwan gereift ist, hat er noch nicht verinnerlicht. Den Blick gesenkt eilt er durch die Schulflure und hofft, unsichtbar zu sein – außer für Jonas, den coolen Typen mit dem Motorrad und der schwarzen Lederkluft. Seinetwegen tritt er der Theatergruppe bei und brilliert in der Rolle des Cyrano. Seinetwegen weiß er auch, wie es ist, sich nach jemandem zu verzehren, den er nicht kriegen kann. Denn Jonas ist Lehrer, mit Haut und Haar. Niemals würde er seine Karriere für eine Affäre mit einem Schüler aufs Spiel setzen. Allerdings hat Jonas eine Schwäche für Poeten und Erik ist ein Poet …

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  • Wunder-wunderschöne Liebesgeschichte und leidenschaftliches Plädoyer für Fairness

    Tote Poeten und Pickelstift

    RicardoEff

    22. November 2016 um 09:35

    Erik Messner schwärmt schon seit Beginn des Schuljahres für seinen coolen Lehrer Jonas Keilmann. Um diesem nahe zu sein hat er sich auch für die von ihm geleitete Theatergruppe gemeldet. Jetzt kurz vor den Sommerferien spielt er den Cyrano bei der Aufführung des Stücks vor Publikum. Erik zeigt dabei sein Talent und Jonas ist begeistert von dem Jungen Mann. Die anschließende Feier in einer Kneipe verläuft für Erik aber gar nicht so wie erhofft. Jonas ist von weiblichen Fans der Theatergruppe belagert. Doch dann lädt ihm Jonas zum Billardspiel ein, bei dem Erik sich ziemlich dämlich anstellt. Frustriert betrinkt sich Erik hemmungslos. Doch Jonas kümmert sich um ihn und will ihn nach Hause bringen. Erik setzt alles auf eine Karte und nennt eine falsche Adresse - nur um im Taxi länger neben Jonas sitzen zu können. Doch diese Nacht ist noch nicht zu Ende und zwischen den Jonas und Erik knistert es gewaltig. Aber damit fangen die Schwierigkeiten natürlich erst an. Erik hat sich mit seinen 17 Jahren zu einem ansehnlichen jungen Mann entwickelt. Doch das nimmt er selbst zunächst gar nicht wahr. Zu sehr hat er noch sein Bild des dicklichen und pickeligen Teenagers von sich im Kopf. Er wurde von seinen Mitschülern auch seit langem gemobbt und ist ein Außenseiter. Erik hat keine Freunde und zieht sich zu Hause in sein Zimmer zurück, wo er Gedichte über Jonas schreibt. Daher sieht er seine Liebe zu Jonas nicht als reale Möglichkeit an, zumal dieser sein Klassenlehrer und zehn Jahre älter als er ist. Er glaubt nicht den Hauch einer Chance zu haben, denn Jonas ist ziemlich heiß und wird von allen Schülerinnen angehimmelt und er ist sicher Hetero. In dieser hoffnungslosen Situation erlebt Erik Himmel und Hölle zugleich. Die Aufführung des Theaterstücks bringt die beiden einander dann tatsächlich näher. Die Liebesgeschichte zwischen Erik und Jonas ist schwierig und dennoch sehr feinfühlig. Die Story liefert aber auch Einblicke in das Leben der beiden. Eriks Mutter läuft der Liebe ihres eigenen Vaters hinterher und gibt die von diesem erlebte Gleichgültigkeit an Erik weiter. Sein Vater ist im Beruf erfolgreich, hat jedoch daheim nichts zu sagen. Jonas ist der erfolgreiche, gut aussehende Traumtyp von Lehrer. Er ist cool, lässig, ein Idol für die Schüler. Jonas hat ebenfalls sein Päckchen zu tragen. Er ist nicht der toughe Typ den er allen zeigt. Vielmehr frisst er seine Probleme in sich hinein. Sein einziger Rückhalt ist sein Freund Harry, der schon seit langem seine große Stütze ist. Ein wirklicher Freund, den jeder gerne hätte. Als Jonas sich als Lehramtspraktikant vor einigen Jahren outete, wurde er fertig gemacht und sogar von seinen Eltern verstoßen. Auch die Nebenfiguren werden greifbar geschildert. Mit Jonas tritt ein Mensch in Eriks Leben, der alles verändert. Aus dem stillen, schüchternen Jungen entwickelt sich ein Mann, der über sich hinaus wächst. Erik ist Dichter und entsprechend sind auch seine Gedanken sehr gefühlsbetont und flatterhaft. Aber das passt zu ihm, zu seinem Charakter. Unschuld, gepaart mit Entschlossenheit, trifft auf Erfahrung, unterfüttert mit Zweifeln und Ängsten. Erik und Jonas lieben einander nicht nur, sie ergänzen einander auf wunderbare Weise. Kooky Rooster hat eine traumhaft schöne Romanze zu Papier gebracht. Aber nicht nur das, es ist aber auch ein leidenschaftliches Plädoyer für Fairness. Es ist ein sehr gutes, wahrhaftiges Buch, wirkliche Literatur. Die Vorurteile, denen Jonas und Erik begegnen, sind keinesfalls an den Haaren herbei gezogen. Besonders Jonas wird eine Neigung unterstellt, welche niemand einem heterosexuellen Mann in ähnlicher Situation an den Kopf werfen würde. Die Geschichte enthält auch wunderbare Poesie, die dem Leser immer wieder in kurzen Einschüben einen Blick in Eriks Seelenleben gestattet. Seine Entwicklung vom "hässlichen" und introvertierten Teenager zum gut aussehenden jungen Mann, erzählt die Autorin in ihrer unnachahmlichen Weise. Alleine das Gedicht beim Poetry Slam zeigt sehr deutlich, was in Erik die ganze Zeit über vorgegangen ist. Es ist eine zarte Geschichte in die ich regelrecht eintauchen konnte. Sie ist so geschrieben, dass man den bunten, flatterhaften Gedanken des jungen Dichters sehr gut folgen kann. Es gibt so viele wunderbare Szenen, über die ich hier schwärmen könnte. Szenen, die mir unglaublich intensiv in Erinnerung geblieben sind und die mir immer wieder in den Sinn kommen, so intensiv und schön sind sie beschrieben. Kooky Rooster schafft es dem Leser die wahre, die große, die einzige Liebe vor Augen zu führen. Wahre Liebe zeigt sich in dieser Geschichte nicht nur in den schönen Momenten einer Beziehung, sondern auch in den furchtbaren Vorkommnissen, die es gemeinsam zu bewältigen gilt. Es ist eine wunder-wunderschöne Liebesgeschichte, eine Auseinandersetzung mit dem Erwachsen werden und ein Lehrstück für fairen Umgang miteinander. Ein Buch das ich in meiner Bibliothek nicht mehr missen möchte und ich sicher mehr als einmal lesen werde.

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  • Ein eBook, mit dem ich nicht im Einklang war

    Tote Poeten und Pickelstift

    Saphier

    12. August 2016 um 13:39

    Gelesen habe ich das hier zwar die erste Liebe eines 17-Jährigen behandelt wird, aber dennoch tiefe Gefühle thematisiert werden. Das Ganze hätte nicht absacken dürfen. Unabsichtlich ist dieses eBook nun das Zweite vom selben Verlag. In letzter Zeit gefallen mir die Bücher vom Verlag gar nicht mal so gut. Meistens ist immer eine Verbesserung möglich. Die Autorin beschreibt die ausgetauschten Intimitäten wirklich lesenswert. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kooky Rooster Leidenschaft und Erotik im Rahmen einer anderen Handlung sehr gut rüberbringen kann. Was man auch schon zwischen Jonas und Erik gemerkt hat. Da gefiel mir ihr Schreibstil am Besten. Für mich steht fest, dass ich in dieser Richtung keine weiteren Bücher der Autorin lesen werde, aber gegen andere, "erwachsenere" Bücher habe ich nichts einzuwenden. Gesehen habe ich auch schon, weitere Bücher in diesem Genre hat sie bereits verfasst. Da könnte ich durchaus mal anknüpfen. Was mir auch gelegen käme. Wahrscheinlich muss ich mir eingesehen, dass ich mit 23 einfach viel zu alt bin um über die Probleme von Jugendlichen zu lesen. Mir ist das schon lange zu wenig und meine Erwartungen können so nicht mehr erfüllt werden. Jedoch wollte ich es mal drauf ankommen lassen. Hätte ja nicht unbedingt schlecht sein müssen. Nur hat mir das Lesen auf Dauer keinen wirklichen Spaß mehr gemacht. Wenn ich während des Lesens an die vielen anderen Bücher auf meinem SUB denke und sie lieber lesen würde, dann läuft da etwas entschieden falsch. Fazit: Ein eBook, mit dem ich nicht im Einklang war. Es passt einfach nicht zu mir. Ich erwarte von allem was hier enthalten war mehr. Mehr Leidenschaft, mehr Erotik. Aber vor allem war mir das Ganze mit der Schule und den Mitschülern zu uninteressant. Der Ansatz war gut, aber mehr auch nicht. Meiner eigenen Altersgruppe empfehle ich dieses eBook eher nicht weiter. Jüngere könnten es mal versuchen. 

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  • Große Gefühle

    Tote Poeten und Pickelstift

    cat1203

    04. August 2016 um 22:09

    Das Buch ist vor allem für Leser geeignet, denen große Gefühle gefallen, die aber auch bereit sind, sich mit Problemen wie Homophobie und unkonventionellen Beziehungen auseinander zu setzten.   Von seinen gefühlten Unzulänglichkeiten, der Liebe zu seinem Lehrer und der praktisch nicht vorhandenen Beziehung zu seinen Eltern, sucht Erik sein Heil in der Lyrik. Mit Jonas tritt ein Mensch in sein Leben, der alles verändert. Aus dem stillen, schüchternen Jungen entwickelt sich ein Mann, der über sich hinauswächst. Erik ist Dichter und entsprechend sind auch seine Gedanken sehr gefühlsbetont und flatterhaft. Aber das passt zu ihm und seinem Charakter. In Jonas findet er einen geeigneten Gegenspieler, der Ihn in die Realität holt. Beide helfen sich gegenseitig über schwere Zeiten und kämpfen gemeinsam für das, was ihnen wichtig ist.   Ich muss Kooky Rooster an dieser Stelle loben. Die Geschichte ist so geschrieben, dass es mir gut möglich war, beim Lesen nicht nur in die Einzutauchen, sondern auch den bunten, flatterhaften Gedanken eines Dichters zu folgen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es im Kopf eines Dichters tatsächlich so aussieht. Zudem hat Kooky Rooster nie das Alter der Protagonisten und deren größere und kleinere Probleme vergessen. Danke für diese tolle Geschichte.

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