Yakuza goes Hausmann war mein erster Manga und ich hätte mir wirklich keinen besseren Einstieg wünschen können. Schon nach den ersten Seiten war ich überrascht, wie unterhaltsam, charmant und gleichzeitig liebevoll diese Geschichte erzählt wird.
Im Mittelpunkt steht Tatsu, ein ehemaliger Yakuza, der früher als Immortal Tatsu gefürchtet war. Doch anstatt weiter in der Unterwelt zu leben, hat er beschlossen, Hausmann zu werden. Nun widmet er sich mit derselben Entschlossenheit dem Putzen, Kochen und Einkaufen, mit der er früher seine Geschäfte geführt hat. Allein dieser Gegensatz sorgt für unglaublich viel Humor, aber auch für eine unerwartete Herzlichkeit.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Mischung aus Witz und Wärme. Tatsu nimmt seine neue Rolle so ernst, dass man gar nicht anders kann, als ihn ins Herz zu schließen. Seine Begegnungen mit Nachbarn, alten Bekannten oder anderen Yakuza Mitgliedern sind urkomisch, aber nie platt. Hinter den vielen lustigen Momenten steckt auch eine schöne Botschaft. Man darf sich verändern, man darf neu anfangen und man erkennt, dass Stärke nicht immer Härte bedeutet. Selbst der gefürchtetste Mann der Unterwelt kann ein gutes Herz haben.
Der Zeichenstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die übertriebenen Gesichtsausdrücke, die dramatischen Posen und die vielen kleinen Details machen jede Seite lebendig und sorgen dafür, dass man fast automatisch mitliest, lächelt und staunt, wie viel Ausdruck in Schwarzweiß stecken kann.
Für mich als jemanden, der vorher noch keinen Manga gelesen hat, war es eine richtig tolle Erfahrung. Die Mischung aus Humor, Herz und einer ungewöhnlichen Idee hat mich sofort begeistert. Yakuza goes Hausmann ist leicht zu lesen, macht gute Laune und zeigt, dass selbst im Alltäglichen große Geschichten stecken können.
Ich freue mich schon darauf, den nächsten Band zu lesen und mehr über Tatsu und sein Leben als Hausmann zu erfahren.