Krimi-Cops

 4.4 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Stückwerk, Teufelshaken und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Stückwerk: Kriminalroman aus Düsseldorf (Kommissar Pit "Struller" Struhlmann)" von Krimi-Cops

Eklige Sprache und Story ohne Spannung
MartinaScheinvor 2 Jahren


Stückwerk hätte ich unter normalen Umständen wohl abgebrochen, doch ich konnte mich zu diesem Zeitpunkt auf kein gutes Buch konzentrieren, wollte mich jedoch irgendwie ablenken, daher habe ich es ausgelesen.

Die Story an sich war gar nicht mal so schlecht. Es gab einige Wendungen und die eine oder andere Überraschung. Dennoch kam für mich zu keinem Zeitpunkt Spannung auf. Der Schreibstil erschien mir unnatürlich und teilweise sehr übertrieben. Die Groschenromane aus meiner Jugendzeit hatten stilistisch mehr drauf.
Auch die Dialoge erschienen mir oftmals eher wie Gespräche zwischen Voll-Assis oder pubertierende Jungs, aber nicht wie zwischen vernünftige Erwachsene.

Absolut doof fand ich, dass die Polizisten als die letzten Prolls und Pottsäue ohne Anstand hingestellt werden.
Beispiele:
›Struller, der sich zwischen den Zähnen pulte, hielt kurz inne.‹
›Struller warf einen Blick auf seine Armbanduhr, sammelte Speichel und jagte einen klebrigen Yellow durch die verrosteten Eisengitter in den dunkel-trüben Rhein.‹
›Jensen spuckte. Zehn Meter unter ihm klatschte der Yellow auf Asphalt.‹
›Faserspuren-Harald versenkte einen seiner Zeigefinger im Ohr und kratzte geräuschvoll Braunes ans Tageslicht.‹

Auch, dass die Beamten teilweise schon am Morgen saufen, ist alles andere als prickelnd.

›Jensen hackte eine neue Nummer in den Apparat.‹
Also ich wähle und hacke nicht. Gehackt wird bei uns höchstens das Holz. Mal ist das ja okay, aber wenn nur auf den Tastaturen herum gehackt wird, nervt es sehr schnell.

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Rezension zu "Teufelshaken" von Krimi-Cops

Rezension zu "Teufelshaken" von Krimi-Cops
detlef_knutvor 7 Jahren

In ihrem neuen Kriminalroman „Teufelshaken“ geben die Krimi-Cops erneut einige Einblicke in die Arbeit des Düsseldorfer Polizeipräsidiums. Zugegeben, oft genug mit einem zwinkernden Auge. Dabei ist ein ernster Fall zu klären. Während der erste Tote, der dienstälteste Köbes (Kellner) einer bekannten Altstadt-Brauerei-Kneipe, noch gar nicht als zu ermittelnder Fall sondern als Unfall wahrgenommen wird, wirft der zweite Tote in einem unterirdischen Gewölbe viel weitreichendere Fragen auf.

Wie bereits in „Stückwerk“ wird Kriminalhauptkommissar Struhlmann, genannt Struller, an den Einsatzort kommandiert. In den zahlreichen Stichwunden an der Leiche erkennt er ein ihm zunächst zwar noch unbekanntes Symbol, was ihm aber sofort signalisiert, dass es sich hierbei nicht um einen Unfall handelt. Sein freier Tag ist versemmelt. Und dann auch noch das komische Verhalten seines einarmigen Lieblingswirtes Krake. Das gefällt ihm gar nicht.

Schließlich eine weitere Leiche, diesmal im Rhein. Das ist nicht mehr alleine zu schaffen, zumal alle anderen Kolleginnen und Kollegen in einer Glücksspiel-Soko eingebunden sind. Struller fackelt nicht lange, sondern kommandiert seinen ehemaligen Praktikanten Jensen, der nach abgeschlossener Ausbildung in die niederrheinische Provinz an die holländische Grenze versetzt worden war, kurzerhand zurück ins Düsseldorfer Präsidium. Höchst amüsant ist die damit beginnende Parallelhandlung mit Oma Jensen, die sich nicht scheut, ihrem Enkel ins entfernte Düsseldorf zu folgem, um ihm bei seiner wichtigen Arbeit und der Jagd nach den Mördern unter die Arme zu greifen. Dabei schafft sie es ohne Mühe, dem Polizeipräsidenten in einem Vier-Augen-Gespräch einige wichtige Ratschläge zu geben.

Die beiden Polizisten Struller und Jensen zermartern sich die Köpfe um das immer noch unbekannte Symbol, den Teufelshaken. Schließlich ermitteln sie, dass es sich um das Vereinszeichen eines Karnevalsvereins handelt, auch der Gedanke an Okkultismus geht ihnen nicht aus dem Kopf. Hin und wieder werden ihnen Hinweise von Faserspuren-Harald durchgegeben, der mit Akribie die Tat- oder Fundorte auseinander nimmt. Es bleibt nicht bei den drei Leichen, es gesellen sich weitere hinzu. Und immer wieder spielt der Teufelshaken eine wichtige Rolle. Im Umfeld jeder Leiche taucht dieses Symbol auf. Ein untrügliches Zeichen auf einen Zusammenhang aller Morde. Die Ermittlungen führen in die unterschiedlichsten Milieus Düsseldorfs und schließlich auch bis zur Veranstaltung der Bambi-Verleihung. Struller und Jensen legen sich mit Glücksspielern, einer Motorradgang und mit Karnevalisten an, doch schließlich sind ihre Ermittlungen von Erfolg gekrönt. Und der von Krake vermisste Stammkunde, weshalb Struller das Verhalten von diesem aufgefallen war, wird endlich auch wieder aufgefunden.

Bei den Krimi-Cops handelt es sich um ein sechsköpfiges Autorenteam: Martin Niedergesähs, Stephan Engel, Klaus Stickelbröck, Ingo Hoffmann, Carsten Rösler und Carsten Vollmer. Allesamt sind echte Kommissare und arbeiten auf dem Düsseldorfer Polizeipräsidium. „Teufelshaken“ ist ihr zweiter gemeinsamer Roman um Struller und seinen Partner Jensen. Mit viel Charme sind die Figuren ihrer Romane aufgebaut. So sind auch die beiden Polizisten schnell als liebenswerte Chaoten entlarvt; ob sie nun mit Pepitamützchen durch die Gegend marschieren oder in einer Mönchskutte über die Flure des Präsidiums hetzen. Man liest den sechs Autoren ihre Freude am Schreiben an. Jedem von ihnen scheint der Schalk im Nacken zu sitzen und so mancher Kollege von ihnen wird sich in der einen oder anderen Romanfigur zu entdecken haben. Trotz allen Spaßes handelt es sich um eine immer auf Wendungen und Spannung bedachte Kriminalhandlung. Der Leser wird einem sehr amüsanten Verwirrspiel ausgesetzt und oft genug auf die falsche Fährte geführt. Doch schließlich, Struller hat es eh von Anfang an geahnt, laufen alle Wege auf eine einzige Lösung hinaus, wie sie anders gar nicht hätte sein können.
Ein absolut lesenswerter Roman für jede Jahreszeit, besonders im Sommer, der karnevalslosen Zeit.

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© Detlef Knut, Düsseldorf 2009

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Arthaniss avatar

Rezension zu "Teufelshaken" von Krimi-Cops

Rezension zu "Teufelshaken" von Krimi-Cops
Arthanisvor 9 Jahren

Der zweite Band der Krimi Cops mit Struller und Jensen war sogar noch besser. Wenn sich die Jungs weiter in dem Maße steigern, freue ich mich schon auf einen dritten Band.

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