Kristín Steinsdóttir

 4,2 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor*in von Im Schatten des Vogels, Eigene Wege und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Kristín Steinsdóttir, geboren 1946, arbeitete als Lehrerin in Grundschulen und Gymnasien, bevor sie sich 1988 dem Schreiben von Kinderbüchern zuwandte. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Kinderbuchautorinnen Islands. ›Eigene Wege‹ ist ihr zweiter Roman für Erwachsene, er wurde 2007 mit dem Isländischen Literaturpreis der Frau ausgezeichnet und war 2008 für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert. Für ihren jüngsten Roman, ›Im Schatten des Vogels‹, erhielt sie 2011 den Isländischen Frauenliteraturpreis.  

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Leben im Fisch (ISBN: 9783863855031)

Leben im Fisch

Neu erschienen am 03.08.2026 als Gebundenes Buch bei supposé.

Alle Bücher von Kristín Steinsdóttir

Cover des Buches Im Schatten des Vogels (ISBN: 9783423142816)

Im Schatten des Vogels

(12)
Erschienen am 01.01.2014
Cover des Buches Eigene Wege (ISBN: 9783423140409)

Eigene Wege

(9)
Erschienen am 01.10.2011
Cover des Buches Hoffnungsland (ISBN: 9783406707216)

Hoffnungsland

(8)
Erschienen am 16.03.2017
Cover des Buches Leben im Fisch (ISBN: 9783863855031)

Leben im Fisch

(0)
Erschienen am 03.08.2026

Neue Rezensionen zu Kristín Steinsdóttir

Cover des Buches Eigene Wege (ISBN: 9783423140409)
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Rezension zu "Eigene Wege" von Kristín Steinsdóttir

Charlea
Das war leider nicht mein Fall

Es fällt mir schwer, meine Kritik zu dem dünnen Büchlein "Eigene Wege" zu formulieren - das setting und die Protagonisten haben mir eigentlich sehr gut gefallen. Doch irgendwie habe ich auf die komplette Länge des Buches keinen richtigen Zugang finden können.

Ohne spoilern zu wollen gibt es eine dramatische Entwicklung für die Protagonistin nach ungefähr dreiviertel des Buches, bei der mir eigentlich die Tränen hätten kommen müssen. Aber auch wenn ich Siegtrud bedauert habe, war die Szene dann halt schnell zu Ende und ich habe quasi einfach weitergelesen.

Der Titel und auch die Covergestaltung haben mir richtig gut gefallen, hier wurde der Inhalt und die Bedeutung des Koffers und auch des Schals sehr gut eingefangen. 


Ich denke, ich würde der Autorin gerne auf einer anderen Geschichte folgen, aber diese hier hat mich nicht fesseln können.

Cover des Buches Hoffnungsland (ISBN: 9783406707216)
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Rezension zu "Hoffnungsland" von Kristín Steinsdóttir

Bibliomania
Hoffnungsland

Die junge Guðfinna will raus in die große weite Welt von Island. Es ist Ende des 19. Jahrhunderts und sie will mit ihrer Freundin nach Reykjavík, um dort in einem vornehmen Haus zu arbeiten. Doch das Leben in Island ist schwer und zu der Zeit noch mehr als heute. Man muss Leute kennen, um eine Anstellung zu finden und so landen die beiden auf einem kleinen Hof, wo sie schwer schuften müssen. Eines Tages stirbt Guðfinnas Freundin und das Leben scheint für sie kein Leben mehr zu sein.

Ein historisches Buch in ruhiger Atmosphäre, dessen Kargheit auf jeder Seite deutlich wird. Es war ein hartes Leben, ständig ist es kalt, es herrscht größtenteils Armut. Diese gedrückte Stimmung wird nur allzu klar. Guðfinna ist mit ihren Gedanken schon recht weit. Sie will mehr als einfach nur einen Mann zu heiraten, der ihren Lebensunterhalt sichert. Sie ist klug und arbeitsam, wird gemocht, erhält Hochzeitsanträge. Aber dieses Leben will sie nicht und hat damit moderne Gedanken, die sicherlich besonders aus Island im ausgehenden 19. Jahrhundert selten mehr werden konnten als große Träume.

Leider plätschert die Geschichte so vor sich hin und konnte mich nicht fesseln. Ich war letztes Jahr auf Island und bin seitdem begeistert. Dort zu leben ist sicherlich ein ganz anderes Pflaster als ein Urlaub und ob ich da leben möchte, ist fraglich. Die Kälte und die Dunkelheit, die die Hälfte des Jahres die Insel einlullt, muss zermürbend sein. Im Sommer sind die langen Nächte natürlich traumhaft. Positiv sei noch anzumerken, dass sich sehr viele isländische Geschichten entweder mit Wikingern und Kriegen oder mit brutalen Krimis beschäftigen. Diese Geschichte hingegen war ganz, auch wenn es für mich nicht für mehr als 3 Sterne reicht.

Cover des Buches Hoffnungsland (ISBN: 9783406707216)
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Rezension zu "Hoffnungsland" von Kristín Steinsdóttir

sursulapitschi
Nicht so fesselnd, wie es könnte

Eigentlich ist dieses Buch nett und spannend. Eigentlich ist es genau die Art historischer Roman, die ich gerne mag. Es geht um das Leben der kleinen Leute in Reykjavik 1871, nach einer wahren Geschichte erzählt, super. Trotzdem hat es mich irgendwie nicht richtig gepackt.

Guðfinna und Stefanía sind das Leben als Mägde auf dem Bauernhof satt. Man rackert sich ab von morgens bis abends und hat nicht viel Zeit für Spaß am Leben. Sie ziehen in die Stadt. Wenn man eine Anstellung bekommen würde, bei vornehmer Herrschaft, dann ist man fast selbst eine feine Dame und hat sich in kürzester Zeit einen Mann mit gutem Auskommen geangelt. So ist der Plan.
Die Wirklichkeit sieht dann ein klein wenig anders aus. Feste Stellen gibt es kaum. Guðfinna und Stefanía schlagen sich mit Gelegenheitsjobs durch, sind mal Wäscherin, mal Trägerin, Fische müsse bearbeitet werden am Hafen. Es ist nicht, was sie sich erträumt haben, aber sie sind ihr eigener Herr, das ist schon ein Gewinn.
Dann bietet sich plötzlich eine Gelegenheit, zu Geld zu kommen. Ganz legal ist es nicht, aber sie wären auf einen Schlag alle Sorgen los.

Schön wird hier der Alltag der unteren Zehntausend beschrieben. Ich wusste nicht, dass es hauptberufliche Wasserträger gab, Menschen die denen, die es sich leisten können, eimerweise Wasser von der Pumpe zum Haus schleppen. Viele spannende Details schaffen Atmosphäre und machen die Vergangenheit lebendig.
Leider sind die Figuren dabei etwas auf der Strecke geblieben. Innensichten gibt es hier kaum. Da legt sich schon mal Guðfinna ins Bett und grübelt, während der Leser im Regen steht und denkt: Sag es mir, Guðfinna, was denkst du denn so? 


Der Erzählstil ist schlicht, betont einfach gehalten, was mir grundsätzlich gut gefallen hat, was aber die Figuren noch einmal emotionsloser wirken lässt.
Und dann hätte ich mir ein Nachwort gewünscht, was ein wenig über die wahre Begebenheit erzählt, die diesem Buch zu Grunde liegt. Davon erfährt man leider gar nichts.

„Hoffnungsland“ ist ein schöner historischer Roman zu einem Thema, was man nicht so oft liest. Man lernt einiges dazu, aber wirklich fesselnd fand ich die Geschichte nicht, obwohl die eigentliche Handlung wirklich fesseln könnte. 

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