Kristen Roupenian

 3.4 Sterne bei 67 Bewertungen
Autorin von Cat Person, Cat Person und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kristen Roupenian

Der Virale Hype: Kristen Rouenian, geboren 1982 in Plymouth, ist eine amerikanishe Schriftstellerin, die 2017 mit ihrer Kurzgeschichte „Cat Person“ bekannt wurde. Sie besuchte die Schule in Plymouth und entdeckte schon relativ früh ihre Affinität zum Schreiben. 1998 war sie Finalistin eines Schüler-Schreibwettbewerbs der Zeitschrift USA Weekend. Die Autorin studierte Englisch und Psychologie am Bernad College. Anschließend verbrachte sie zwei Jahre im Peace Corps und lehrte in Kenia. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie als Kindermädchen bis sie in das Graduiertenprogramm der Harvard University aufgenommen wurde und in Englischer Literatur promovierte. Nach ihrem Abschluss nahm sie an einem Creative Writing Programm teil. Im Jahr 2017 erhilet sie dann einen Hopwood Preis für ihren unveröffentlichten Roman Look After Me. Im Dezember 2017 erschien die Kurzgeschichte „Cat Person“. Das Werk zugleich zur MeToo-Bewegung wurde viral verbreitet und breit diskutiert. Sie belegte kurze Zeit später Platz 2 der im Jahr 2017 meistgelesenen Online-Artikel des „New Yorker“.

Alle Bücher von Kristen Roupenian

Cover des Buches Cat Person (ISBN:9783351050573)

Cat Person

 (62)
Erschienen am 18.01.2019
Cover des Buches Cat Person (ISBN:B07P19DN3Q)

Cat Person

 (5)
Erschienen am 27.02.2019

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Neue Rezensionen zu Kristen Roupenian

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Rezension zu "Cat Person" von Kristen Roupenian

Kristen Roupenian – Cat Person
miss_mesmerizedvor 9 Tagen

Es gibt Horrorbücher, da ist man auf das Schlimmste vorbereitet. Man weiß, dass es eine Figur geben wird, die Grenzen überschreitet und mit gespannter Vorfreude wartet man auf den Schauer, der sich einstellt, wenn die Erwartungen noch übertroffen werden. Und dann greift man zu einer Kurzgeschichtensammlung, die den harmlosen Titel „Cat Person“ trägt, was so etwas Harmloses wie eine Katzenmutter sein kann. Dunkel erinnerte ich mich, dass das Buch schon kurz nach der Veröffentlichung heftige Reaktionen nach sich zog, aber welche, war mir nicht mehr präsent. Auch der Klappentext klingt eher harmlos. Nur wenige Seiten des Lesens genügten, um von dem Aufschrei eine sehr klare Vorstellung zu bekommen.

In zwölf Geschichten lässt die Autorin Figuren auftreten, die zwar durchaus ein moralisches Gewissen besitzen, dieses jedoch um der Erfüllung ihrer innersten Sehnsüchte willen über Bord werfen und das ausleben, was eigentlich maximal als Gedanke zum Leben erweckt werden sollte. Sie vergewaltigen, verletzen, erniedrigen, üben Macht aus, quälen auf jede erdenkliche psychische und physische Weise. Männer Frauen, Kinder, Teenager, Erwachsene; hier, da und dort auf der Welt; gestern heute und vermutlich auch morgen. Gemeinsam haben sie ihren Egozentrismus, die Ignoranz gegenüber den anderen, die gnadenlose Verfolgung ihrer eigenen Wünsche auf Kosten ihrer Mitmenschen. Zu echter Liebe sind sie nicht fähig, sie können noch nicht einmal sich selbst lieben.

Die Autorin lässt kaum einen menschlichen Abgrund aus, zeichnet dabei aber authentisch wirkende Figuren, die auf den ersten Blick sogar sympathisch sein können, der nette Mensch von nebenan eben. Doch der Blick hinter die Fassade offenbart das dunkle schwarze Loch. Ohne Frage ist Kristen Roupenian eine begnadete Erzählerin, die einem trotz des wahrlich abscheulichen Inhalts fesselt.

In der Washington Post schreibt Molly Roberts über die titelgebende Story, die zuvor im New Yorker erschien und schnell im Netz viral ging: „A New Yorker short story went viral because, for one of the first times, something in the magazine seemed to capture the experience not of print-oriented, older intellectuals but of millennials.” Ja, die Datinggewohnheiten haben sich verändert, auch das Verhältnis zu Körper bzw. Körperkult, Pornografie und Sex – das neue Jahrtausend hat den Menschen in den westlichen Ländern ungeahnte Freiheiten geschenkt. Das findet sich in den Geschichten wieder, doch die Autorin bleibt hier nicht stehen, sondern treibt ihre Figuren über die neue rote Linie hinweg.

Freunde der psychologischen Betrachtung von Literatur dürften ihre wahre Freude an den Geschichten haben, die Bandbreite an auffälligem, vom der Norm abweichendem verhalten ist groß. Was macht man nun als normaler Leser damit? Zu sagen die Spielereien gefallen einem, ist irgendwie schwierig, die Tatsache, dass man durch die Texte hindurchrauscht und fasziniert auf die Buchstaben starrt, spricht jedoch auch für sich. Bleibt als Fazit wohl am besten zu sagen: unerwartet, aber beachtenswert.

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Rezension zu "Cat Person" von Kristen Roupenian

Zielloses Treiben
Buchstabenliebhaberinvor 20 Tagen

Ein viel diskutiertes Buch, in dem Sex und Machtspielchen aus dem Ruder laufen, Kinder böse sind oder verbotene Dinge tun, Menschen aus niederen oder gar keinen Gründen Beziehungen anfangen und beenden, psychische Störungen haben ...


Manche Dinge ändern sich nie. Wenn ich so darüber nachdenke dann haben die Millennials die gleichen Probleme, die Rahmenbedingungen ändern sich, aber Bedürfnisse und Beweggründe scheinen zeitlos zu sein.

Vielleicht ist es heute einfacher, sich mit Sex abzulenken, sich mit Hilfe des Internets passende Partner für extreme Fantasien zu suchen oder als ewiger Single durchs Leben zu gehen. Aber meine Güte, es gibt auch noch andere Themen, die dem Leben Sinn geben können! Es zieht sich ein ziemlicher düsterer Grundton durch das Buch. Den muss ich jetzt erstmal abschütteln. So wie in der ersten Geschichte. Böser Junge. Harter Stoff, aber gut geschrieben. Die bleibt mir im Kopf ...

Meine Lieblingsgeschichten waren Cat Person, Ein netter Typ, Matchbox Sign und Beißerin. Das Mädchen, das aus Mitleid mit dem Langweiler schläft, und ihn dann nicht mehr los wird. Der nette Typ, der sich als ewig zweite Wahl an der Frauenwelt zu rächen versucht, später, als die Frauen die sich an den lonesame Cowboys die Finger verbrannt haben, ihn endlich aus Vernunftsgründen als Beziehungspartner in Betracht ziehen ... Die frustrierte Frau mit dem Hautausschlag, der alle psychische Probleme als Ursache attestieren, bis die Wahrheit ans Licht kommt! Und eine Frau, die ein unwiderstehliches Bedürfnis danach hat, zuzubeißen. Herrlich.

Manche Geschichten sind echt gruselig. Look at your Game, Girl. Sardinen, Nachtläufer. Der Spiegel, der Eimer und der alte Knochen.

Auf: Der Junge im Pool, Todeswunsch und Vernarbt hätte ich gut verzichten können.

Den Hype um das Buch kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die Kurzgeschichten waren mir teilweise auch viel zu lang, wurden dadurch auch langatmig.


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Rezension zu "Cat Person" von Kristen Roupenian

Ein Buch mit Must-Read Charakter
BuchhandlungBoehnertvor 2 Monaten

2018 brachte der "New Yorker" eine sensationelle Kurzgeschichte über einen nicht ganz erfolgreichen One-Night-Stand heraus, wie er sich häufiger zutragen dürfte: Unschön, aber keine Tragödie. Die Verfasserin: Kristen Roupenian.

Ganz besonders Millennials auf der ganzen Welt (auch bekannt als Generation Y, Generation Me oder auch einfach die Jahrtausendergeneration) fühlten sich angesprochen. Der Text wurde millionenfach über Social Media geteilt und traf anscheinend genau den Zahn der Zeit.

Kurz zum Inhalt: Die 20-jährige Margot lernt an der Kinokasse den 10 Jahre älteren Robert kennen. Ein paar Wochen lang flirten sie per Textnachrichten, treffen sich schließlich zum ersten realen Date. Margot merkt schnell, dass Robert ihr körperlich widerstrebt. Dennoch hat sie mit ihm noch in der gleichen Nacht Sex, äußerlich bereitwillig, innerlich befremdet. Als sie ein paar Tage später den Kontakt abbricht, beginnt Robert, ihr nachzustellen.

Rezensiert von unserer Kollegin Imke Geers aus unserer Filiale in Burgwedel. 

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Gespräche aus der Community

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Autoren oder Titel-Cover
Brillant, lakonisch und bitterkomisch: Das Psychogramm unserer Zeit.

Mann und Frau. Mutter und Tochter. Freunde und Freundinnen. In zwölf Stories erkundet Kristen Roupenian das Lebensgefühl von Menschen in einer schönen neuen Welt. Fragile Hierarchien und prekäre Lebenssituationen auf der einen, das Bedürfnis nach Sicherheit und Spaß auf der anderen Seite: Alles ist möglich, aber wer sind wir, wenn wir alles sein können? Mit so viel Einsicht in die Wünsche und Ängste des Einzelnen hat man noch nicht über das Zusammenleben in dieser neuen Zeit gelesen - einer Zeit, in der alles greifbar ist, und es doch immer schwerer wird, auch nur das Geringste davon zu erreichen.

2,6 Mio. Mal geteilt: »Die meistdiskutierte Story aller Zeiten.« THE GUARDIAN.

» ›Cat Person‹ ist eine Geschichte mitten aus der Grauzone der #metoo-Debatte, die zeigt, wie Kommunikation zwischen den Geschlechtern im 21. Jahrhundert an die Wand fahren kann, wenn die Köpfe hinter den Geräten noch dieselben sind wie in vordigitalen Zeiten.« FAZ.

»Kristen Roupenian hat mit ihrer Kurzgeschichte ›Cat Person‹ einen Nerv getroffen.« SÜDDEUTSCHE ZEITUNG.

Über Kristen Roupenian

Kristen Roupenian, Jahrgang 1982, studierte afrikanische Literatur in Harvard, hat für den Friedenscorps in Kenia und als freie Journalistin gearbeitet. Ihre Kurzgeschichte "Cat Person", im November 2017 im New Yorker veröffentlicht, wurde zur viralen Sensation und gilt als eine der meistgelesenen Stories aller Zeiten. Der Erzählungsband "Cat Person" ist ihr Debüt und erscheint zeitgleich in 23 Ländern.

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