Kristian Bang Foss Der Tod fährt Audi

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Inhaltsangabe zu „Der Tod fährt Audi“ von Kristian Bang Foss

Der Werbetexter Asger wird nach einer grandios verpatzten Kampagne gefeuert und fühlt sich von der Welt betrogen. Als er einen Pflegejob bei einem Mann im Rollstuhl annehmen soll, will er sich am liebsten drücken. Aber dann freunden sich Asger und der todkranke Waldemar an. Mit gnadenlosem Zynismus und viel schwarzem Humor betrachten sie ihr tristes Dasein. Bis Waldemar Asger zu einer verrückten Reise von Dänemark bis nach Marokko überredet, wo es einen Wunderheiler geben soll. Die Fahrt mit einem schrottreifen VW-Bus durch ganz Europa wird zu einem unvergesslichen Erlebnis voller skurriler Begegnungen und ungeahnter Hürden. Und was hat es mit dem mysteriösen Audi auf sich, der an den unterschiedlichsten Orten der Reise immer wieder auftaucht? Der Tod fährt Audi ist ein herrlich unterhaltsamer, tragikomischer Roman über eine einzigartige Freundschaft und die Abenteuer, die das Leben bis zuletzt bereithält.

In „Der Tod fährt Audi“ werden wir als Leser auf einen besonderen Roadtrip zwischen Neuanfang, Glaube und Hoffnung entführt.

— Katis-Buecherwelt
Katis-Buecherwelt

Interessanter Beginn, dann verliert sich die Geschichte. Schade.

— Arith
Arith

Ein guter Start, der sich gen Ende leider etwas verloren hat. Dennoch kurzweilig und unter Umständen vielleicht sogar tiefsinnig?

— Palandurwen
Palandurwen

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  • Schwarzer Humor durch und durch

    Der Tod fährt Audi
    -Anett-

    -Anett-

    22. October 2014 um 19:38

    Ich möchte zu dem Inhalt gar nicht mehr so viele Worte verlieren, denn das Wichtigste steht bereits im Klappentext. Und nur wegen diesem habe ich das Buch gelesen, ich fand es einfach mal spannend. Eigentlich mag ich keine Tragik Romane, wo es um todkranke Menschen geht. Aber: Hier steht niemals die Krankheit so wirklich zur Debatte, auch wenn sie immer wieder da ist, denn Waldemar ist todkrank. Wirklich spannend wird es, als Asgar und Waldemar sich in ihrem neuen VW Bus auf den Weg nach Marokko zu einem Wunderheiler auf den Weg machen. Ein Roadmovie der besonderen Art, gespickt mit herrlich schwarzen Humor und Zynismus ohne Grenzen und ganz viel Gesellschaftskritik. Der Autor erzählt hier in einer eher lapidaren Sprache, was aber irgendwie richtig zu der Art passt und mich wirklich fasziniert hat. Sicherlich wird es nicht jedermanns Geschmack sein, aber ich war fasziniert von der Gesellschaftskritik, dem Humor und der doch unterschiedlichen jungen Männer, die am Ende mehr als Kranker und Pfleger füreinander waren. Ein Roadmovie der ganz anderen Art, dem der Autor durch seinen schwarzen Humor hindurch führt, und ihm ein wenig die Schärfe heraus nimmt. Eine wirklich skurrile Geschichte, die mich nachdenklich zurück lässt, und doch so richtig überzeugen konnte!

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  • Kristian Bang Foss - Der Tod fährt Audi

    Der Tod fährt Audi
    ManfredsBuecherregal

    ManfredsBuecherregal

    Im Leben von Asger geht es innerhalb kurzer Zeit stark bergab. Erst verpatzt er einen Auftrag, was ihm seinen Job kostet. Nachdem er sich immer mehr gehen lässt, schickt ihn auch noch seine Freundin in die ewigen Jagdgründe. Widerwillig nimmt er einen Job als Pfleger an. Er soll Waldemar unterstützen. Anfangs scheint dies nicht auf Dauer zu funktionieren. Jedoch nach und nach freunden die beiden sich an. Von Waldemar erfährt Asger, dass dieser gerne einmal einen Heiler in Marokko aufsuchen möchte. Kurzerhand wird der Plan in die Tat umgesetzt. Ich bin etwas hin und her gerissen was die Geschichte betrifft. Auf der einen Seite fand ich es spannend wie sich die beiden kennenlernen und sich langsam aber sicher immer mehr anfreunden und die Reise nach Marokko in Angriff genommen wird. Besonders haben mir die skurrilen Momente zu Beginn des Buches gefallen. Jedoch fand ich, dass sich im letzten Drittel, nach dem Stopp in den Alpen die Ereignisse etwas überschlagen und die witzigen Anteile der Geschichte immer mehr verschwinden. Ebenfalls macht es die Tatsache nicht einfacher, dass man natürlich auch immer den Film „Ziemlich Beste Freunde“ im Hinterkopf hat. So ist „Der Tod fährt Audi“ im Ganzen aber dennoch ein schönes Buch. (manfredsbuecherregal.blogspot.de)

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    • 3
    Sabine17

    Sabine17

    14. August 2014 um 19:51
  • Der Tod fährt Audi

    Der Tod fährt Audi
    Kleine8310

    Kleine8310

    24. July 2014 um 16:05

    Nachdem der Werbetexter Asger eine große Kampagne für seine Firma in den Sand setzt, wird er aus seinem Job entlassen. Frustriert und genervt von seinem Leben, soll der ungelernte Asger, eine Pflegestelle, bei dem erkrankten Waldemar annehmen. Zuerst will er alles nur nicht das, entschließt sich aber schließlich doch dazu die Pflegestelle anzunehmen.  Waldemar ist pflegebedürftig, da er an mehreren, verschiedenen Krankheiten leidet. Er ist froh, dass er sich mit seinem neuen Pflegehelfer Asger gleich recht gut versteht. Und noch glücklicher ist er, als er besagten Asger, zu einem Roadtrip in einem VW Bus überreden kann.   Der Schreibstil von Kristian Bang Foss ist direkt und eindringlich. Leider haben mir bei diesem Buch die Emotionen an vielen Stellen gefehlt. Auch die Charaktere hätte ich mir eher mit mehr Tiefgang gewünscht. Das Thema ist bekannt und erinnert sehr an "Ziemlich beste Freunde", kommt aber für mich nicht annähernd an eben genanntes Buch heran. Alles in allem bleibt mir die gesamte Handlung und die Themen der Protagonisten zu sehr an der Oberfläche. Schade, ich hatte mir von diesem Buch mehr erhofft.  

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  • Eine Reise nach Marokko

    Der Tod fährt Audi
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    31. May 2014 um 23:19

    Asger steckt in einer Art Lebenskrise, als er Betreuer für Waldemar wird. Waldemar leidet an multiplen Krankheiten und ist Rollstuhlfahrer. Nun hat er von einem Heiler in Marokko erfahren, der schon vielen Menschen helfen konnte. Waldemar schöpft Hoffnung und möchte auch nach Marokko. Doch zunächst müssen Asger und Waldemar sich um die Finanzierung kümmern. Mein Leseeindruck: Dieses Buch ist wieder eines von denen, bei denen es mir richtig schwerfällt, eine Rezension darüber zu schreiben. "Spitzentitel Frühjahr 2014" steht hinten auf dem Buchdeckel, und der Roman wurde mit dem EU-Literaturpreis 2013 ausgezeichnet. Demnach muss es ein gutes Buch sein. Leider konnte der Autor meinen Lesegeschmack nicht treffen. Die Geschichte an sich fand ich zwar durchaus interessant, aber mit dem Schreib- und Erzählstil hatte ich Probleme. Ich mochte den trockenen Humor und die Sprache nicht und konnte auch mit den Figuren nicht warmwerden. Weder Asger noch Waldemar waren mir sonderlich sympathisch. Obwohl das Buch mit knapp über 200 Seiten recht schmal ist, habe ich doch lange dafür gebraucht, es zu lesen, weil es mich einfach nicht fesseln konnte. Mir fehlte die Spannung. Auch das Ende fand ich sehr enttäuschend und ziemlich unpassend. Ich bin wohl einfach nicht die Zielgruppe für diese Art von Humor.

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  • In „Der Tod fährt Audi“ werden wir als Leser auf einen besonderen Roadtrip zwischen Neuanfang, Glaub

    Der Tod fährt Audi
    Katis-Buecherwelt

    Katis-Buecherwelt

    29. May 2014 um 10:10

    Klappentext: Der Werbetexter Asger wird nach einer grandios verpatzten Kampagne gefeuert und fühlt sich von der Welt betrogen. Als er einen Pflegejob bei einem Mann im Rollstuhl annehmen soll, will er sich am liebsten drücken. Aber dann freunden sich Asger und der todkranke Waldemar an. Mit gnadenlosem Zynismus und viel schwarzem Humor betrachten sie ihr tristes Dasein. Bis Waldemar Asger zu einer verrückten Reise von Dänemark bis nach Marokko überredet, wo es einen Wunderheiler geben soll. Die Fahrt mit einem schrottreifen VW-Bus durch ganz Europa wird zu einem unvergesslichen Erlebnis voller skurriler Begegnungen und ungeahnter Hürden. Und was hat es mit dem mysteriösen Audi auf sich, der an den unterschiedlichsten Orten der Reise immer wieder auftaucht? Der Tod fährt Audi ist ein herrlich unterhaltsamer, tragikomischer Roman über eine einzigartige Freundschaft und die Abenteuer, die das Leben bis zuletzt bereithält. (Textquelle: amazon.de) Zum Buch: Das Cover gefällt mir sehr gut.Die übergroße Titelbeschriftung fällt direkt ins Auge des Betrachters und macht Neugierig auf mehr. Der VW-Bulli lässt einen ans Reisen denken und spielt nicht nur auf dem Cover eine große Rolle. Die Farbgestaltung ist perfekt aufeinander abgestimmt und wurde im Buchinneren ebenfalls präsent. Kurze Kapitel geben dem Leser Zeit zum Nachzudenken um das Gelesene auf sich wirken zu lassen Erster Satz: „Anfangs lief alles noch glatt.“ Meine Meinung: Der Autor Kristian Bang Foss erzählt hier über einen ganz besonderen Roadtrip zweier Menschen zwischen Neuanfang und Hoffnung. Diese Geschichte hat mich anfangs total gepackt und ich war mittendrin im Geschehen. Doch als der eigentliche Roadtrip begann, flachte meine Neugierde ab und es kam keine richtige Fahrt mehr auf. Die beiden männlichen Protagonisten sind sehr verschieden und wir lernen hier einen arbeitslosen, verlassenen Mann und einen todkranken jungen Mann kennen. Zwischen den beiden entsteht eine besondere Freundschaft. Der Autor erzählt über ihre Erlebnisse und deren Hoffnung auf Heilung. Sehr angenehm fand ich die kurzen Kapitel, in denen man sich Zeit zum Nachdenken geben konnte um das Gelesene auf sich wirken zu lassen. Zudem schaffte der Autor eine bildhafte Vorstellung der Reise und die Protagonisten wurden authentisch beschrieben. Die Idee zwei solche verschiedene Personen eine Reise unternehmen zu lassen, fand ich wirklich klasse und es machte mich sehr neugierig auf die Umsetzung. Doch gegen Ende des Buches wurde ich in meiner Euphorie etwas gestoppt. Der eigentliche Roadtrip sowie das Ende des Buches ging mir zu schnell zu einem Abschluss hin. Als Leser kam es mir im Gegensatz zum ersten Teil des Buches so vor, als müsste das Buch nun schnell abgeschlossen werden. Dies fand ich sehr schade und somit flachte der Spannungsbogen enorm ab. Als Leser beginnt man zudem über Glaube und Hoffnung neue persönliche Einsichten zu entwickeln. Fazit: In „Der Tod fährt Audi“ werden wir als Leser auf einen besonderen Roadtrip zwischen Neuanfang, Glaube und Hoffnung entführt. Sehr authentisch und mitfühlend. Doch auch humorvoll erzählt der Autor Kristian Bang Foss von einer besonderen Freundschaft. 

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  • In „Der Tod fährt Audi“ werden wir als Leser auf einen besonderen Roadtrip zwischen Neuanfang, Glaub

    Der Tod fährt Audi
    Katis-Buecherwelt

    Katis-Buecherwelt

    29. May 2014 um 10:10

    Klappentext: Der Werbetexter Asger wird nach einer grandios verpatzten Kampagne gefeuert und fühlt sich von der Welt betrogen. Als er einen Pflegejob bei einem Mann im Rollstuhl annehmen soll, will er sich am liebsten drücken. Aber dann freunden sich Asger und der todkranke Waldemar an. Mit gnadenlosem Zynismus und viel schwarzem Humor betrachten sie ihr tristes Dasein. Bis Waldemar Asger zu einer verrückten Reise von Dänemark bis nach Marokko überredet, wo es einen Wunderheiler geben soll. Die Fahrt mit einem schrottreifen VW-Bus durch ganz Europa wird zu einem unvergesslichen Erlebnis voller skurriler Begegnungen und ungeahnter Hürden. Und was hat es mit dem mysteriösen Audi auf sich, der an den unterschiedlichsten Orten der Reise immer wieder auftaucht? Der Tod fährt Audi ist ein herrlich unterhaltsamer, tragikomischer Roman über eine einzigartige Freundschaft und die Abenteuer, die das Leben bis zuletzt bereithält. (Textquelle: amazon.de) Zum Buch: Das Cover gefällt mir sehr gut.Die übergroße Titelbeschriftung fällt direkt ins Auge des Betrachters und macht Neugierig auf mehr. Der VW-Bulli lässt einen ans Reisen denken und spielt nicht nur auf dem Cover eine große Rolle. Die Farbgestaltung ist perfekt aufeinander abgestimmt und wurde im Buchinneren ebenfalls präsent. Kurze Kapitel geben dem Leser Zeit zum Nachzudenken um das Gelesene auf sich wirken zu lassen Erster Satz: „Anfangs lief alles noch glatt.“ Meine Meinung: Der Autor Kristian Bang Foss erzählt hier über einen ganz besonderen Roadtrip zweier Menschen zwischen Neuanfang und Hoffnung. Diese Geschichte hat mich anfangs total gepackt und ich war mittendrin im Geschehen. Doch als der eigentliche Roadtrip begann, flachte meine Neugierde ab und es kam keine richtige Fahrt mehr auf. Die beiden männlichen Protagonisten sind sehr verschieden und wir lernen hier einen arbeitslosen, verlassenen Mann und einen todkranken jungen Mann kennen. Zwischen den beiden entsteht eine besondere Freundschaft. Der Autor erzählt über ihre Erlebnisse und deren Hoffnung auf Heilung. Sehr angenehm fand ich die kurzen Kapitel, in denen man sich Zeit zum Nachdenken geben konnte um das Gelesene auf sich wirken zu lassen. Zudem schaffte der Autor eine bildhafte Vorstellung der Reise und die Protagonisten wurden authentisch beschrieben. Die Idee zwei solche verschiedene Personen eine Reise unternehmen zu lassen, fand ich wirklich klasse und es machte mich sehr neugierig auf die Umsetzung. Doch gegen Ende des Buches wurde ich in meiner Euphorie etwas gestoppt. Der eigentliche Roadtrip sowie das Ende des Buches ging mir zu schnell zu einem Abschluss hin. Als Leser kam es mir im Gegensatz zum ersten Teil des Buches so vor, als müsste das Buch nun schnell abgeschlossen werden. Dies fand ich sehr schade und somit flachte der Spannungsbogen enorm ab. Als Leser beginnt man zudem über Glaube und Hoffnung neue persönliche Einsichten zu entwickeln. Fazit: In „Der Tod fährt Audi“ werden wir als Leser auf einen besonderen Roadtrip zwischen Neuanfang, Glaube und Hoffnung entführt. Sehr authentisch und mitfühlend. Doch auch humorvoll erzählt der Autor Kristian Bang Foss von einer besonderen Freundschaft. 

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  • recht witzig mit klar gezeichneten Charakteren

    Der Tod fährt Audi
    Manja82

    Manja82

    20. May 2014 um 16:35

    Kurzbeschreibung: Der Werbetexter Asger wird nach einer grandios verpatzten Kampagne gefeuert und fühlt sich von der Welt betrogen. Als er einen Pflegejob bei einem Mann im Rollstuhl annehmen soll, will er sich am liebsten drücken. Aber dann freunden sich Asger und der todkranke Waldemar an. Mit gnadenlosem Zynismus und viel schwarzem Humor betrachten sie ihr tristes Dasein. Bis Waldemar Asger zu einer verrückten Reise von Dänemark bis nach Marokko überredet, wo es einen Wunderheiler geben soll. Die Fahrt mit einem schrottreifen VW-Bus durch ganz Europa wird zu einem unvergesslichen Erlebnis voller skurriler Begegnungen und ungeahnter Hürden. Und was hat es mit dem mysteriösen Audi auf sich, der an den unterschiedlichsten Orten der Reise immer wieder auftaucht? Der Tod fährt Audi ist ein herrlich unterhaltsamer, tragikomischer Roman über eine einzigartige Freundschaft und die Abenteuer, die das Leben bis zuletzt bereithält. (Quelle: carl´s books) Meine Meinung: Asger ist ein Werbetexter in Kopenhagen. Als er eines Tages unter Druck gerät, unterläuft ihm bei einer Kampagne, die er am nächsten Tag präsentieren soll, ein folgenschwerer Fehler. Daraufhin verliert er seinen Job, ausgerechnet wo die Arbeitslosigkeit bereits so hoch ist. Asger lässt sich gehen, was seiner Beziehung nicht besonders gut bekommt. Seine Freundin schmeißt ihn raus, er landet bei seinem Freund. Dieser weckt Asger auf, so dass er wieder am Leben teilnimmt. Er bekommt eine Pflegestelle zugewiesen, wo er Waldemar kennenlernt. Ein junger Mann im Rollstuhl. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden sich Asger und Waldemar an und es entsteht der Plan nach Marokko zu fahren, wo es einen Wunderheiler geben soll. Können die beiden Männer ihren Plan umsetzen? Wie wird die Reise verlaufen? Und was hat es mit dem Audi auf sich, der immer in brenzligen Situationen auftaucht? Der Roman „Der Tod fährt Audi“ stammt von dänischen Autor Kristian Bang Foss. Er hat bereits zwei sehr erfolgreiche Romane veröffentlicht, für mich war dieses Buch das erste von ihm. Die Protagonisten im Roman sind sehr klar und deutlich gezeichnet. Asger ist ein Werbetexter und wohnt in Kopenhagen. Allerdings verliert er in einer Krise seinen Job, was ihn doch sehr mitnimmt. Asger lässt sich daraufhin sehr gehen und so ist auch seine Freundin weg. Ich geb zu es gab Zeiten wo mir Asger doch ziemlich leid getan hat. Doch dann geht es aufwärts und als er einen Job als Pfleger annimmt ist er wieder positiver gestimmt. Er musste erst mal alles verlieren um zu begreifen was das Leben noch für ihn bereit hält. Waldemar ist ein junger Mann im Rollstuhl. Er lebt in einem sozialen Brennpunkt. Er hat mir persönlich gut gefallen. Waldemar kämpft für sein leben, auch wenn andere ihn vielleicht schon längst aufgegeben haben. Es scheint sogar als ob er Asger quasi die Augen öffnet, denn er versteht mehr vom Leben als manch anderer. Diese beiden sehr unterschiedlichen Charaktere kommen zusammen und es entwickelt sich eine wirklich tolle Freundschaft. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und recht witzig, zumindest zu Beginn. Allerdings verliert Kristian Bang Foss im Verlauf der Handlung seine Leichtigkeit ein wenig. Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Asger in der Ich-Perspektive. Er bringt die Handlung recht schnell auf Trab und man ist rasch mittendrin. Die Handlung wirkt wie aus dem Leben gegriffen. Sie ist ziemlich rasant, eben ein richtiges Roadmovie und spiegelt unsere Gesellschaft sehr gut wieder. Es wirkt realistisch, besonders die Krankheit von Waldemar wird recht gut dargestellt. An manchen Stellen wären mir zwar gerne noch ein paar Details lieb gewesen aber gut, man kann nicht alles haben. Was mich etwas gestört hat, ab dem Zeitpunkt wo es auf nach Marokko geht, wirkt die Handlung recht vorhersehbar. Es wandelt sich ein wenig zu einem Reisebericht. Das Ende empfand ich als ganz okay. Es ist passend, auch wenn es etwas tiefgründiger hätte sein können. Auf jeden Fall aber stimmt es nachdenklich. Fazit: Zusammengefasst ist „Der Tod fährt Audi“ von Kristian Bang Foss ein recht guter Roman. Klar gezeichnete Charaktere, der witzige Stil und eine Handlung mit Höhen und Tiefen, die aus dem Leben gegriffen wirkt, haben mich doch recht gut unterhalten können. Gar nicht mal so schlecht!

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  • Interessanter Beginn, dann verliert sich die Geschichte

    Der Tod fährt Audi
    Arith

    Arith

    17. May 2014 um 12:51

    Das Cover: Ein richtiger Hingucker. Es ist mir schon auf der Messe aufgefallen und spiegelt gut die Reise im VW Bus wieder. Sprache: Zu Beginn hat mir der Ich-Erzähler zugesagt. Schnell bringt er die Geschichte voran. Mit zynischem Unterton legt er die Probleme, Ängste und Sorgen von Asger und Waldemar, sowie die Missstände in der Gesellschaft dar. In der zweiten Hälfte zog sich die Erzählung. Einerseits wurde der Inhalt langweilig, andererseits konnte die Erzählweise mich nicht mehr mitnehmen. Pluspunkt sind dennoch die Dialoge zwischen Asger und Waldemar. Durch die der Humor der beiden und auch die Entwicklung ihrer Freundschaft gut wiedergeben wird. Lob und Kritik: Positiv hervorheben möchte ich, dass die Probleme und Aufgaben, mit denen Waldemar aufgrund seiner Krankheiten umzugehen hat, alle sehr realitätsnah sind. Seien es seine Symptome, die Probleme mit dem E-Rolli oder das sture Amt. Ebenso hat mir die Beziehung zwischen den Hauptfiguren gefallen. Asger hat seinen Lebenssinn eingebüßt und nahm vieles zu leicht, bis er auf Waldemar trifft. Waldemar hingegen fällt kaum etwas leicht, er gilt eigentlich bereits als tot und dennoch kämpft er weiter, scheint sogar mehr vom Leben zu verstehen als sein Pfleger. Sobald die Marokkoreise realisiert wird verliert die Geschichte jedoch ihren Reiz. Irgendwie geht der Witz verloren, und es liest sich wie ein Reisebericht. Lange Beschreibungen der Landschaften, wirre Bekanntschaften, die nur kurz angerissen werden, aber mehr oder weniger kaum etwas mit der Handlung zu tun haben. Die Probleme, auf die Asger und Waldemar stoßen, waren mir zu vorhersehbar, jeder, der ein bisschen Menschenverstand hat, würde diesen entgehen. Die Lösungen unlogisch. Dieser „deus ex machina“-Faktor, den der schattenumwobene Audifahrer mit sich brachte, sprach mit nicht an. Zum Ende hin werden Asger und seine Gefühle undurchsichtig. Der Autor möchte uns Leser auf etwas stoßen, mir drängte sich aber der Gedanke auf, dass er selbst nicht so ganz wusste was. Mir fehlte ein Abschluss, ein Fazit. Waldemars Ende war (trauriger weise) abzusehen, aber was hat Asger aus dieser Reise, dieser Erfahrung mitgenommen? Auch dem geheimnisvollen Audi hätte man mehr Aufmerksamkeit widmen sollen. Er taucht auf, dennoch erhöhen die kurzen Einschübe nicht die Spannung, was ich schade fand. Fazit: Ein zynischer, interessanter Beginn, doch die Handlung und der Reiz der Geschichte verlieren sich auf der Reise. Sodass „Der Tod fährt Audi“ leider nur 3 von 5 Sternen erhält.

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  • Skurriler Roadtrip zweier Antihelden

    Der Tod fährt Audi
    Palandurwen

    Palandurwen

    08. May 2014 um 14:36

    Manchmal kommt es knüppeldick im Leben - so auch bei Asger. Von Beruf eigentlich Werbetexter in Kopenhagen, verpatzt er eine Kampagne aufs grandioseste und wird erst von seinem Chef gefeuert und dann von seiner Freundin verlassen. Der junge Mann verbringt daraufhin viel Zeit mit seinem Kumpel, dem Fernseher, welcher ihn mit seiner guten Freundin, der Bierflasche, bekannt macht.  Irgendwann steht Asger allerdings fast vor dem Nichts und muss sich aus diesem Loch herauskämpfen. Ein Job soll helfen. Doch als er bei Waldemar landet - einem jungen Mann Anfang 20, vom Schicksal mit allerlei Syndromen und Krankheiten gebeutelt - zweifelt er zunächst an diesem Entschluss. Schnell wird jedoch deutlich, dass die beiden, so verschieden sie eigentlich sind, doch ein gewisses Verständnis füreinander haben und den zynischen Blick auf das Leben teilen. Diese ungewöhnliche Freundschaft gipfelt schließlich in dem spontanen Beschluss Waldemars, gemeinsam nach Marokko zu fahren, um sich dort von einem ominösen Wunderheiler retten zu lassen. Es beginnt ein aberwitziger Roadtrip, der sich von nichts und niemandem aufhalten lässt - selbst nicht von ihrem mysteriösen Verfolger in dem schwarzen Audi. Spontan erinnert das Szenarium an den französischen Hit "Ziemlich beste Freunde". Allerdings wird schnell deutlich, dass die hier geschilderte Geschichte einen ganz anderen Drall inne hat, als die wahre Geschichte von Philippe Pozzo di Borgos. Sie ist bissiger, abgedrehter, skurriler.  Die beiden Hauptcharaktere scheinen auf den ersten Blick nicht sehr auffällig. Ein Werbetexter, der in der Finanzkrise seinen Job verloren hat und ein kranker junger Mann im Rollstuhl, der sein Leben in bescheidenen, ja trübsinnigen Verhältnissen fristet. Schon fast grauenhaft gewöhnlich. Doch Waldemar ist nicht der stumm leidende Engel, der am Ende erlöst wird. Er ist stur, stellt sich taub, wenn ihm etwas nicht passt und versucht alles, um seinen Kopf durchzusetzen. Asger ist davon zunächst beeindruckt, hat er doch längst aufgegeben, obwohl ihm das Leben nicht halb so viele Hindernisse gestellt hat, wie seinem Schutzbefohlenen. Er lässt sich also überreden und begeistern, obwohl im unterschwellig die ganze Zeit die Wahrheit droht. Doch von Waldemars Beispiel inspiriert, schluckt er die Gewissheit über diesen eigentlich hirnrissigen Trip durch halb Europa hinunter. Und so auch der Leser. Er wird mitgenommen auf diese Reise und durchlebt in locker-leichter Art die verschiedenen Stationen. Es könnte alles so schön sein - fast schon idyllisch - wenn Waldemars Schwächeanfälle die heitere Stimmung nicht immer wieder durchbrechen würden. Dadurch wirkten manche lustige Szenen fast schon aufgesetzt. Vielleicht sollte es ein Blick auf das Leben sein, welches manchmal dazu neigt, eine regelrechte Farce zu sein? Es bleibt insgesamt auf jeden Fall ein bitterer Beigeschmack, selbst wenn eine große Party geschmissen wird.  Dieses etwas seltsame, unterschwellige Gefühl verstärkt sich gen Ende des Romans immer mehr. Die Angst, die Asger um seinen Freund erleidet, ist greifbar und steht wie eine Wand zwischen dem Geschehen und dem Leser. Dazu der immer wieder auftauchende, seltsame Geselle im Wagen hinter ihnen, welcher leider bis zum Schluss nicht erklärt wird. Denn, auch wenn der Titel des Buchs ihn als den Tod entlarvt - so ist er auf keiner Seite wirklich als solcher endgültig erkennbar und der Leser bleibt verwirrt zurück.  Für mich persönlich hat "Der Tod fährt Audi" sehr stark begonnen und sich im letzten Drittel allerdings ein wenig verloren. Es liegt nicht an der stetig indirekt über den Akteuren schwebenden Gefahr und auch nicht am Schreibstil von Kristian Bang Foss - der nebenbei gesagt im Gegenteil sogar wirklich amüsant ist. Irgendwie kam das Ende mir zu plötzlich und wirkte auf mich zu irreal. Es gibt für meinen Geschmack einfach einige Fäden zu viel, die sich lose verlaufen und mich als Leser unbefriedigt und irritiert zurücklassen. Aber vielleicht ist das Absicht? So, wie das Leben manchmal eben auch unwirklich wirkt? Mein Fazit: Das Buch hält, was es verspricht: Es ist ein tragisch-komischer Roadtrip mit zwei Antihelden, die dabei in groteske Situationen geraten und diese zu bewältigen versuchen. Direkt nach dem Lesen war ich vom Ende ein wenig enttäuscht - mit etwas mehr Abstand zum Roman überlege ich aber, ob es vielleicht gar nicht anders möglich war, als diese Geschichte so enden zu lassen. Das sollte aber jeder selbst herausfinden!

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  • Zu emotionslos ohne tiefgreifende Handlung

    Der Tod fährt Audi
    trollchen

    trollchen

    Der Tod fährt Audi Ich durfte das Buch innerhalb einer Leserunde lesen und bedanke mich bei carl’s book für das kostenlose Exemplar. Cover: Durch das Cover bin ich auf das Buch  aufmerksam geworden, weil es so ein schönes Blau hatte und das Cover ziemlich witzig ist. Ein Kleinbus, so auf die achtziger Jahre getrimmt und ein Rollstuhl drauf, der festgebunden ist. Deswegen kam mir das Buch sehr lustig vor mit einem interessanten Thema, was leider nicht so war. Herausgeber ist carl's books (10. März 2014) und das Buch hat 244 Seiten. Kurzinhalt: Der Werbetexter Asger wird nach einer grandios verpatzten Kampagne gefeuert und fühlt sich von der Welt betrogen. Als er einen Pflegejob bei einem Mann im Rollstuhl annehmen soll, will er sich am liebsten drücken. Aber dann freunden sich Asger und der todkranke Waldemar an. Mit gnadenlosem Zynismus und viel schwarzem Humor betrachten sie ihr tristes Dasein. Bis Waldemar Asger zu einer verrückten Reise von Dänemark bis nach Marokko überredet, wo es einen Wunderheiler geben soll. Die Fahrt mit einem schrottreifen VW-Bus durch ganz Europa wird zu einem unvergesslichen Erlebnis voller skurriler Begegnungen und ungeahnter Hürden. Und was hat es mit dem mysteriösen Audi auf sich, der an den unterschiedlichsten Orten der Reise immer wieder auftaucht? Der Tod fährt Audi ist ein herrlich unterhaltsamer, tragikomischer Roman über eine einzigartige Freundschaft und die Abenteuer, die das Leben bis zuletzt bereithält. Meine Meinung: Mich erinnerte das Buch sehr stark an Ziemlich beste Freunde, nur leider hat es dieses Buch nicht so weit geschafft. Denn das Thema ist interessant, aber sehr schlecht umgesetzt. Es finden sich ja zwei fremde Personen, die zum Schluß beste Freunde werden, aber nach den ersten 100 Seiten läßt das witzige und das handelnde ziemlich stark nach und es ist nur noch ein Erzählmodus da, der sehr langweilig wirkt. Es passiert kaum noch was, obwohl es da eigentlich interessant wurde. Kaum Gefühle und Emotionen, obwohl es die Geschichte sehr gebraucht hätte. Der Trip am Ende des Buches war zu vorhersehrbar, denn sie mußten ja gewinnen im Casino um weiterfahren zu können, dies hätte man ein wenig umbauen können. Denn so war es zu phantasielos, mehr wie eine Reiseerzählung und nicht wie eine Geschichte. Mein Fazit: Das Buch hat mich leider nicht erreicht, zu flach ohne irgendwelche tiefgehenden Emotionen. Gute Idee, schlecht umgesetzt, leider nur 3 von 5 Sternen!

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    • 2
  • schräges Roadmovie mit kritischen Untertönen ...

    Der Tod fährt Audi
    SharonBaker

    SharonBaker

    Asger lebt in einer Beziehung und arbeitet als Werbetexter in Kopenhagen. Da er ein bisschen unter Druck steht und sich gleich um zwei Dinge gleichzeitig kümmern muss, nämlich um das Kind seiner Freundin und einer Kampagne, die er in wenigen Stunden präsentieren soll, unterläuft ihn ein folgenschwerer Fehler. Die Konsequenz, er ist seinen Job los und das in einer Zeit der hohen Arbeitslosigkeit. Asger lässt sich gehen, nimmt an Kilos zu und am gemeinsamen Familienleben ab. Das macht seine Freundin nicht lange mit und so steht er bald vor der Tür eines Freundes. Dieser lässt sich das eine Weile gefallen und stellt ihn dann vor die Wahl, neue Wohnung und Job, oder Straße und keine Freundschaft mehr. Asger nimmt sein Leben also erzwungener maßen wieder auf und bekommt eine Pflegestelle vermittelt. So lernt er Waldemar kennen, einen jungen Mann im Rollstuhl, der im sozialen Brennpunkt lebt. Für Asger eine verwirrende, aber auch hilfreiche Erfahrung, denn Waldemar hängt am Leben, obwohl er keine langen Lebensaussichten hat. Die Beiden freunden sich an und so entsteht auch der Plan nach Marokko zu Reisen und einen Wunderheiler aufzusuchen. Wird der Plan klappen? Was werden sie erleben? Und warum begegnet ihnen immer in den brenzligsten Situationen ein Audi? Momentan gibt es ja viele Geschichten, die in diese Richtung gehen, zwei unterschiedliche Menschen, aus ganz verschiedenen Gesellschaftssichten, einer davon muss krank sein und so entwickelt sich eine Freundschaft und schon sieht man das Leben anders. Also nicht wirklich was Neues, aber ich finde es hier gut gelungen. Keine Liebesgeschichte, kein großes Drama, obwohl vielleicht doch. Hier bekommen wir mehr klare Zeichnungen von dem Leben der beiden Hauptfiguren, ohne viel verschnörkelt zu bekommen und der Gesellschaft. Einer harten Gesellschaft, hier ist nämlich kein reicher Mann krank, der sich das Beste vom Besten leisten kann. Auch haben wir hier keinen Mann, der sich in der neuen Situation einfinden muss, sondern jemanden der von seiner Kindheit an, mit seinen Krankheiten umgehen gelernt hat. Der von Ärzten hört, das er schon längst tot sein müsste und immer wieder um sein Leben kämpfen muss. Der Sozial am unteren Rand lebt und für jedes bisschen einen Antrag stellen muss. Dahinein gerät Asger, dem allein die Fahrt dorthin Angst und Schrecken bereitet. Er erzählt uns was er sieht und auch fühlt, die erste Begegnung, das Erstaunen darüber, das es sich nicht um einen alten Mann, sondern jungen handelt. Wie Waldemar versucht, sein Leben so normal wie möglich zu leben und sich nicht von seinen Krankheiten unterkriegen zu lassen. Sie freunden sich an und gestalten so ihren Alltag unter ihrem Vorlieben ab. Asger erzählt und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Die Zwei passten, vom Humor recht gut zusammen, und so bekommen wir, oft was zu lachen und durch ihre Blödelei bekam der Plan mit der Reise nach Marokko immer mehr Gestalt. Denn was als Spaß anfing, endete in einem VW-Bus und einer langen Fahrt. Das die Zeit drängte und Waldemar unbedingt seinen Plan umsetzen musste, erkennen wir immer am Auftauchen des Audi Fahrers. Jedes Mal dachte ich, jetzt kommt‘s, aber es gibt doch noch ein paar Seiten. Allein wie sie die Fahrt finanziert haben, fand ich schon herrlich und natürlich passiert noch Allerlei auf dem Weg, was ich hier aber nicht verraten werde. Mir hat die Geschichte ausgesprochen gut gefallen, denn sie spiegelte in meinen Augen mehr das wirkliche Leben und unsere Gesellschaft wieder als andere Geschichten, vielleicht nicht immer korrekt, aber sehr nachzuempfinden. Viel davon ist so deprimierend und niederschlagend. Asger lässt uns emotional vielleicht nicht so sehr in sein Herz gucken, aber wer zwischen den Zeilen liest, wird es trotzdem erfahren. Der Autor hat hier eine skurrile Geschichte erschaffen, die mit schrägen Humor ein bisschen die Ernsthaftigkeit nimmt. Dabei erzählt er schnell, sachlich, trocken und lässt uns am Ende nachdenklich zurück. Für mich ein interessantes, gelungenes sowie verrücktes Roadmovie der anderen Art.

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    • 2
  • Meine Gedanken zu dem Buch:

    Der Tod fährt Audi
    Aygen

    Aygen

    Wir setzten uns an den Tisch, und Waldemar erzählte mir von seinen Krankheiten und Syndromen. Er war ein wandelndes Lexikon seltener und unschöner Leiden, ja, er hatte so viele Krankheiten, dass ich wohl ohne Weiteres einen Mord begangen hätte, um vor derlei verschont zu bleiben. Zitat Seite 20 Ein kleiner Einblick in den Klappentext: Der Werbetexter Asger wird nach einer grandios verpatzten Kampagne gefeuert und fühlt sich von der Welt betrogen. Als er einen Pflegejob bei einem Mann im Rollstuhl annehmen soll, will er sich am liebsten drücken. Aber dann freunden sich Asger und der todkranke Waldemar an. Mit gnadenlosem Zynismus und viel schwarzem Humor betrachten sie ihr tristes Dasein. Bis Waldemar Asger zu einer verrückten Reise von Dänemark bis nach Marokko überredet, wo es einen Wunderheiler geben soll.Die Fahrt mit einem schrottreifen VW-Bus durch ganz Europa wird zu einem unvergesslichen Erlebnis voller skurriler Begegnungen und ungeahnter Hürden. Und was hat es mit dem mysteriösen Audi auf sich, der an den unterschiedlichsten Orten der Reise immer wieder auftaucht? Der Tod fährt Audi ist ein herrlich unterhaltsamer, tragikomischer Roman über eine einzigartige Freundschaft und die Abenteuer, die das Leben bis zuletzt bereithält. "Ein weiteres typisches Kennzeichen von Stentofte waren die Brände: mindestens einmal im Monat ging irgendetwas in Flammen auf, seien es Müllcontainer, Autos oder schlimmstenfalls Gebäude. Das Freizeitheim war schon vor Langem abgefackelt worden, zurückgeblieben war nur eine Brandstätte." ~ Zitat Seite 46 Meine Gedanken zu dem Buch: Die Covergestaltung ist ansprechend und der Titel erweckt auf jeden Fall die gewünschte Aufmerksamkeit. Dem Klappentext folgend erwartet man einen aufregenden, spannenden und auch humoristischen Roman. Der Schreibstil ist zu Beginn fesselnd und auch der Einstieg erklärend und ermöglicht somit dem Leser auch einen kleinen Überblick über die Hauptprotagonisten Asger und Waldemar. Wie gesagt, zu Beginn schafft der Autor eine gewisse Übersicht und einen kleinen Einblick in das Leben beider Männer und somit auch in den Verlauf bzw. das Kennenlernen der Beiden, trotz unterschiedlicher sozialer Schichten und Stadtteilen. Die Geschichte spielt zum Größtenteils in Stentofte, ein Viertel außerhalb der Stadt in Dänemark. Es wird eher als ein Ghetto beschrieben, abgewrackte Wohnviertel, kriminelle Jugendliche, Armut und auch die Umgangsarten innerhalb der Gemeinde werden sehr anschaulich beschrieben.  Asger ist eigentlich Werbetexter und verliert aufgrund eines Fehlverhaltens nicht nur seinen Job, sondern auch seine Partnerin und das Stiefkind und in diesem Zusammenhang auch seine Wohnung. Ab da rutscht er dann auch ab, verlottert und seine Lebensverhältnisse verändern sich negativ. Er verliert den Zugang zur Gesellschaft, bis er die Stelle als Pfleger bei Waldemar bekommt. Waldemar ist todkrank und lebt in Stentofte. Es entwickelt sich eine besondere Freundschaft zwischen beiden Männern. Der Schreibstil des Autors ist ansprechend, jedoch stellenweise zu langatmig und leider werden die krankheitsbedingten schweren Situationen meines Erachtens zu detailliert beschrieben, so dass sie bei mir eher eine Abneigung hervorriefen. Auch die anfänglich komischen Situationen und Witze beider Männer flachen ab und man verliert als Leser etwas den Bezug zur Geschichte. Ein tragisch-komischer Roman, der zwar eine Story aufweist, jedoch im Laufe der Geschichte zu ausladend und abweichend der ursprünglich erwartenden Geschichte wird. Der Schluss ist erwartet tragisch, jedoch dann meiner Meinung nach doch zu flapsig und kurz formuliert. Etwas weniger von der langen und wirren Fahrt und dafür etwas mehr Tiefgang am Ende hätte für meinen Geschmack die Story noch retten können. "Aldi kennen alle, das ist einfach ein Laden, in dem man preiswert einkaufen kann, Stentoftes Netto dagegen ist etwas ganz anderes, ja, dieser Supermarkt ist der Inbegriff der Hoffnungslosigkeit: Die Bratwürste in den Kühltruhen bestehen aus einer grauen Masse aus Angst und Verzweiflung, die Wurst ist Elend in Schreiben, Die Kassiererin die vollkommene Verkörperung einer Selbstmordkandidatin." ~ Zitat Seite 26 Kurz & gut - mein persönliches Fazit: Vorab, es handelt sich hier ausschließlich um meine persönliche Meinung zu diesem Buch. Es gibt hier und da eben literarische Werke, die nicht jedermanns Geschmack treffen. Als ich den Klappentext las, dachte ich erst an eine alte bereits bekannte Geschichte von zwei Männern und ihrer besonderen Freundschaft. Die Thematik an sich sprach mich an, jedoch der Aufbau und Verlauf der Geschichte haben mich etwas enttäuscht. Vielleicht lag es auch einfach daran, das ich einfach mit den Protagonisten nicht warm wurde bzw. eher eine Antipathie entwickelte, was wohl auch auf die Verhaltensweisen der Beiden zurückzuführen ist. Schade, ein Buch das mich leider nicht erreicht hat. Es ist zwar ein trauriger Roadmovie - allerdings nicht wie ich mir einen klassischen Roadmovie vorstelle bzw. gewünscht hätte. Aber wie gesagt, das entspricht nur meiner Meinung und ich bin überzeugt, dass auch dieses Werk bei dem einen oder anderen Leser die gewünschte Stimmung und Euphorie ausgelöst hat. © Rezension: 2014, Aygen Ekici (ae) buecherkaffee.blogspot.de

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    • 2
  • *+* Ein Montags-Auto-Buch *+*

    Der Tod fährt Audi
    Irve

    Irve

    *+ Ein Montags-Auto-Buch +* Beschreibung: Der Werbetexter Asger wird nach einer grandios verpatzten Kampagne gefeuert und fühlt sich von der Welt betrogen. Als er einen Pflegejob bei einem Mann im Rollstuhl annehmen soll, will er sich am liebsten drücken. Aber dann freunden sich Asger und der todkranke Waldemar an. Mit gnadenlosem Zynismus und viel schwarzem Humor betrachten sie ihr tristes Dasein. Bis Waldemar Asger zu einer verrückten Reise von Dänemark bis nach Marokko überredet, wo es einen Wunderheiler geben soll. Die Fahrt mit einem schrottreifen VW-Bus durch ganz Europa wird zu einem unvergesslichen Erlebnis voller skurriler Begegnungen und ungeahnter Hürden. Und was hat es mit dem mysteriösen Audi auf sich, der an den unterschiedlichsten Orten der Reise immer wieder auftaucht? Der Tod fährt Audi ist ein herrlich unterhaltsamer, tragikomischer Roman über eine einzigartige Freundschaft und die Abenteuer, die das Leben bis zuletzt bereithält. (Quelle: http://www.randomhouse.de/Paperback/Der-Tod-faehrt-Audi-Roman/Kristian-Bang-Foss/e435403.rhd) Das Cover: Für meinen Geschmack ist es ansprechend gestaltet. Der VW-Bulli, mit dem die beiden Männer ihre Tour nach Marokko machen, ist samt dem aufgeschnallten Rollstuhl am unteren Ende des Covers zu sehen. Darüber stehen in großen Lettern Titel und Autor des Buches. Der Hintergrund ist dunkelblau, die Schrift in himmelblau bzw. rot. Der Gesamteindruck ist ungewöhnlich und ich frage mich, ob das Buch es wirklich auch ist..... Meine Meinung: ….denn dieses Buch wurde im Vorfeld hochgelobt. Auf der Verlagsseite ist es mit folgenden Begriffen getaggt, auf die ich kurz eingehen möchte: Roadmovie: Das trifft definitiv zu! Ebenso der schwarze Humor; Marokko, Dänemark: Auch diese Tags kann ich unterstreichen, führt doch die Reise von Dänemark über verschiedene Länder nach Marokko; Freundschaft: Auch hier ein klares „Ja“, denn nach dem anfänglichen Beschnuppern würde ich Asger und Waldemar auf jeden Fall als Freunde bezeichnen; Der Hundertjährige: Zunächst hatte auch ich diese Assoziation...stellte dann aber recht schnell fest, dass Kristian Bang Foss zwar ähnliche Abstecher vom roten Faden macht wie Jonas Jonassen, jedoch nicht annähernd dessen Brillianz erreicht; Ziemlich beste Freunde: Dem wiederum kann ich zustimmen, jedoch nur, was den Film betrifft! Die meisten Tags des Verlags stimmen für mich zwar zu, aber dennoch kann ich die Begeisterung für dieses Buches nicht teilen. Der Autor wurde für „Der Tod fährt Audi“ mit dem „Europäischen Literaturpreis“ ausgezeichnet. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an dieses Buch. Zunächst habe ich erfahren wie Asger und Waldemar überhaupt zusammenkamen. Asger wird als völliger Versager dargestellt, der sich in Job und Privatleben durch seine Faulheit selbst ins Aus befördert. Eigentlich hatte er sich danach gut ans Alleinsein gewöhnt und auch damit, den Tag irgendwie - jenseits eines größeren Sinns – verbringen zu müssen, konnte er sich sehr gut arrangieren. In dieser Phase kam bei mir der Verdacht auf, es hier mit einem hochgelobten Roman mit für meinen Leseanspruch geringer Tiefe zu tun zu haben und ich ertappte mich bereits hier zum ersten Mal beim Überfliegen der Seiten. Solche Phasen erlebte ich während der Lektüre des Buches mehrfach, immer begleitet von der Frage, ob ich einfach nicht den richtigen Weg auf meiner Fahrt nach Marokko gewählt habe, eine Abbiegung verpasst und deshalb den tieferen Sinn des Buches nicht finden kann, oder ob es ihn unter Umständen eventuell gar nicht gibt....vom Anspruch der Unterhaltung einmal abgesehen. Vielleicht haben die Protagonisten auch nur die eine oder andere Rum-Cola zu viel getrunken, oder einen Joint zu viel inhaliert, sodass auch mir deshalb die Sinne vernebelt waren. Irgendwann glaubte ich, meine ganz persönliche Aussage des Buches für mich gefunden zu haben und wollte schon ganz glücklich denken, dass ich die Auszeichnung vielleicht doch nachvollziehen können würde....aber da stotterte der Motor und mein soeben geglaubtes Verständnis für das Buch erlitt einen Getriebeschaden. Asger und Waldemar hatten dessen Ziel erreicht und dann schneidet Letzterer dem Plan selbst sozusagen die Benzinleitung durch. Sollte vielleicht witzig sein, aber bei mir hatte es einen anderen Effekt. Die Humorfrage ist halt wie vieles andere eine Frage des Geschmacks. Bei diesem Buch gab es schon hin und wieder Stellen, an denen ich schmunzeln musste. Diese können aber nicht die Stimmung aufwiegen, die der Grundton der Erzählung in mir verbreitete. Der Schreibstil ist negativ bis spöttisch, mir ist keine Stelle aufgefallen, an der mal etwas ehrlich positiv gesehen wurde. Klar, hier spielt viel Galgenhumor mit, aber das war zu extrem für meinen Lese-Geschmack. Dieses Roadmovie konnte mich an keiner Stelle richtig packen. Immer wenn ich glaubte, jetzt kommt die Geschichte in die Roll-Geschwindigkeit, die mir gefällt, geriet ein neues Hindernis zwischen die Räder und bremste mich in meiner Fahrt nach Marokko aus. Mein Fazit: Für dieses Montags-Auto-Buch vergebe ich 2 Sterne und wende mich einem anderen lesbaren Untersatz zu ;-) Infos zum Buch: „Der Tod fährt Audi“ von Kristian Bang Foss ist am 10.03.2014 unter der ISBN-Nr. 978-3-570-58529-0 bei carl´s books erschienen. Es umfasst 224 Seiten und ist auch als eBook erhältlich.

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    • 2
    Arun

    Arun

    24. March 2014 um 23:18
  • Auf halber Strecke stecken geblieben

    Der Tod fährt Audi
    MacBaylie

    MacBaylie

    24. March 2014 um 01:22

    Meine Meinung: Asger wird nachlässig. Zuerst verpatzt er einen Auftrag seiner Werbeagentur, indem er Fotos aus dem Internet verwendet und für seine Zwecke lediglich etwas aufhübscht, was ihm die Kündigung in der Firma einbringt. Anschließend versaut er es sich auch noch mit seiner Freundin, die ihn ohne mit der Wimper zu zucken vor die Tür setzt. Als ihm nach einiger Zeit des Rumgammelns das Geld ausgeht, muss er gezwungenermaßen einen Job annehmen. Angeboten wird eine Stelle als Pflegehelfer bei einem schwerkranken jungen Mann. Relativ unmotiviert tritt er die Stelle bei Waldemar an. Irgendetwas fasziniert ihn jedoch an Waldemar und die beiden raufen sich schnell zusammen und schmieden kurz darauf sogar außergewöhnliche Pläne. Der Anfang hat mir sehr gut gefallen.  Asger muss erst einmal alles verlieren, um dann anhand eines schwerkranken jungen Mannes das Leben auf eine ganz neue Art betrachten zu können. Er erlebt Menschen, denen es wesentlich schlechter geht als ihm, die um jede kleine Annehmlichkeit kämpfen müssen und dennoch nicht aufgeben oder sich hängen lassen. Asger wirkt auf seine spezielle Art ehrlich betroffen und handelt emotional. Die Schilderungen sind teilweise wirklich sehr witzig aber auch gefühlvoll. Trotz des ernsten Hintergrundes bekommt man als Leser doch so einiges zu lachen.  Mit dem Aufbruch nach Marokko verändert sich die Geschichte jedoch merklich. Alles wird irgendwie flach und emotionslos. Der Witz ist raus und auch die Gefühle verlieren sich auf der Reise. Es wirkt plötzlich wie ein Reisebericht, der vorhersehbarer nicht sein könnte. Ich fand das sehr schade, denn ich hätte Asger und Waldemar da mehr gewünscht. Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut. Außen schöne Farben und der Bulli mit dem Rollstuhl oben drauf. Und innen eine angenehme Schriftgröße, die die Augen nicht überstrapaziert. Fazit: Eine Geschichte, die ihre Höhepunkte vor Antritt der eigentlichen Reise hat. Schnell zu lesen, jedoch alles andere als ein Highlight für mich. Und von „Ziemlich beste Freunde“ ist die Story leider so weit weg, wie Dänemark von Marokko. Schade, ich hatte mir von diesem Buch wesentlich mehr erhofft.

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift auf dem Cover ist

    Daniliesing

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 11 austauschen!

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