Kristien Dieltiens

 4.2 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Kellerkind, Das goldene Spiegelzeichen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Kristien Dieltiens

Kristien DieltiensKellerkind
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Kellerkind
Kellerkind
 (6)
Erschienen am 22.07.2016
Kristien DieltiensDer goldene Ball
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Der goldene Ball
Der goldene Ball
 (0)
Erschienen am 25.08.2015
Kristien DieltiensDas goldene Spiegelzeichen
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Das goldene Spiegelzeichen
Kristien DieltiensLa Pelota De Oro/ the Gold Ball
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La Pelota De Oro/ the Gold Ball
La Pelota De Oro/ the Gold Ball
 (0)
Erschienen am 25.09.2005

Neue Rezensionen zu Kristien Dieltiens

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HEIDIZs avatar

Rezension zu "Kellerkind" von Kristien Dieltiens

Wer war Kaspar Hauser
HEIDIZvor 2 Jahren

Das "Kellerkind" von Kristien Dieltiens erzählt die Lebensgeschichte Kaspar Hausers.

 

Leseprobe:
=========

 

"Du bist am Leben geblieben, Michael", sagte sie, "auf dich wartet noch eine wichtige Aufgabe."

Nach sieben Tagen war das Schlimmste überstanden, und ich erhielt Besuch von meinem Retter. Er war in meinem Alter, vielleicht etwas jünger, und diesmal blickte er fröhlich drein. Wieder meinte ich, ihm früher schon einmal begegnet zu sein. ...

 

Jedes Kapitel beginnt mit einer schwarz hinterlegten Seite, die mit einem Zitat eines berühmten Menschen versehen ist. Wir steigen mit dem Prolog in die Handlung ein und endet mit einer Liste von Worterklärungen.

 

Kurze Inhaltsangabe: um was geht es im Buch - neben dem biografischen Aspekt wird aufgedeckt, wer diese Junge Kaspar Hauser wirklich war.

 

In  Nürnberg wird ein Junge gefunden. Er kann weder richtig sprechen noch gehen - ist 16 Jahre und führt lediglich zwei Briefe mit sich. Es klappt gerade mal so, dass er seinen Namen schreiben kann. Kaspar Hauser !!!

 

Ich muss sagen, dass ich den Schreibstil der Autorin echt passend fand zum Inhalt und der Zeit, in der die Handlung spielt. Nicht immer ganz leicht zu lesen, aber authentisch, das fand ich sehr wichtig. Ob das, was die Autorin zur Geschichte Kaspar Hausers macht, alles komplett real und wirklich war, ist nicht belegt, es ranken sich bekanntlich zahlreiche Legenden um diese Person, aber dennoch fand ich die Lektüre, ob nun zu 100 Prozent wahr oder nicht, kurzweilig, spannend und lesenswert, erfrischend.

 

Die Schwierigkeiten Kaspar Hausers, bezogen auf sein Anderssein, seine Behinderung .... werden gut herausgearbeitet und außerdem das damalige Leben in der Stadt Nürnberg. Mir hat die Handlung rundherum gut gefallen. Ich war bestens unterhalten und konnte mich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen.

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BonnieParkers avatar

Rezension zu "Kellerkind" von Kristien Dieltiens

Wirklich interessant
BonnieParkervor 2 Jahren

Die Geschichte hatte mich aufgrund des Klappentext sehr interessiert und ich war gespannt, was da auf mich zukommt. Als ich mit dem Buch begann war ich ein wenig verwirrt. Der Prolog zeigt eine Szene die uns ziemlich am Ende erneut begegnet und dann kommt eine Szene, die ich nicht so recht zuordnen konnte. Daher fiel mir der Einstieg ins Buch gar nicht so leicht. Auch benötigte ich eine ganze Weile (ca. 150 Seiten) bis das Buch mich dann gefangen nahm. Bis dahin plätscherte die Handlung vor sich hin und war für mich eigentlich nicht so mitreißend. Doch dann fügte sich so langsam das Puzzle, ich hatte Zusammenhänge erkannt und Parallelen gezogen und konnte von da an nicht mehr mit dem lesen aufhören. Der Schreibstil der Autorin ist nicht weiter kompliziert und lässt sich gut lesen. Die Handlung wird uns aus verschiedenen Sichtweisen geschildert, sie ist in zwei Abschnitte unterteilt. Hierbei erleben wir die Geschichte aus der Sicht von Michael und aus der von Kaspar Hauser. Kaspar Hausers Sicht war für mich ein wenig ungelenk und sehr kindlich, so wie Kasper Hauser selbst, und für mich manchmal anstrengend zu lesen.
Das es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt merkte man dabei nicht. Sicher ist es für ältere Jugendliche gut geeignet, aber für mich hat es mehr den Flair einer Schulpflichtlektüre. Da ich schon eine Weile brauchte bis mich das Buch völlig für sich vereinnahmen konnte bestehen bei mir kleine Zweifel, dass Jugendliche sich davon fesseln lassen würden.
Die Handlung spielt in den Jahren ab 1812 und birgt auch viele lehrreiche geschichtliche Elemente. Man erfährt einiges über das Großherzogtum und die Geschichte von Baden. Die Autorin lässt diese Informationen sehr geschickt einfließen und das fand ich sehr angenehm.
Die Hauptcharaktere wurden gut dargestellt und es zeichnete sich recht schnell ein klares Bild von ihnen ab. Aber auch alle anderen Charaktere konnte ich mir gut vorstellen. Nur in den Schilderungen von Kasper Hauser verlor ich manchmal den Überblick über die Protagonisten.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und es ist wirklich eine schöne Geschichte über Kasper Hauser. Besonders gut fand ich, dass jeder Abschnitt mit einem Zitat/Spruch eingeleitet wurde. Die Autorin hat nicht umsonst den Literaturpreis "Woutertje Pieterse Prijs" für das beste niederländische Jugendbuch bekommen. Aber auch Erwachsene, die etwas über Kasper Hauser erfahren möchten sollten zu diesem Buch greifen. 

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Seelensplitters avatar

Rezension zu "Kellerkind" von Kristien Dieltiens

Kaspar Hauser
Seelensplittervor 2 Jahren

Meine Meinung zum Buch: Kellerkind

Erwartung und Aufmerksamkeit:
Hier erwähne ich, warum ich das Buch gelesen habe, und warum mich Kaspar Hauser schon immer wieder kitzelt - falls ihr diesen Punkt gerne lesen möchtet, schaut auf meinem Blog :)

Inhalt in meinen Worten:
Eines Tages wird in Nürnberg ein Junge gefunden, der nicht wirklich sprechen, gehen und machen kann, was 16 jährige Jungen machen können. Er hat nur zwei Briefe in der Hand und kann mit Müh und Not schreiben, dass er Kaspar Hauser heißt.
Doch wer ist dieser Junge wirklich?
Dieses Rätsel möchte das Buch ein klein wenig aufklären.

Wie fand ich das Buch?
Ich bin angenehm überrascht von diesem Buch. Einerseits war die Sprache des Buches etwas altertümlich, was dem Buch aber wirklich nicht schadet, sondern die Geschichte um Kaspar Hauser nur näher bringt.
Auch fand ich die Idee, dass die Autorin noch ein klein wenig etwas zur Geschichte erfunden hat, toll. Denn letztlich ist bis heute nicht geklärt wer ist Kaspar Hauser. Viele Sagen und Legenden ranken sich um diesen Jungen. Dem das Leben nicht wirklich liebevoll zugewandt war.

Schreibstil:
Wie gesagt, der Schreibstil ist ein klein wenig Altertümlich gehalten, doch das macht das Buch noch ein mal spannender. Auch gibt es letztlich drei Handlungen. Tagebuch von Kaspar Hauser, Michael, der vom Leben gestraft ist, den er hat eine Behinderung und dann noch die beste Freundin von Kaspar.
Unterbrochen wird jeweils die Handlung von schwarzen Seiten die stets ein Zitat in sich bergen und klar machen, mit wem ich als nächstes zutun habe, und das fand ich richtig klasse, denn so war es einfach schnell wieder in den nächsten Protagonisten zu schlüpfen.

Spannung:
Für mich war die Geschichte natürlich klar, wie sie endet, deswegen kann ich dahingegen nicht viel sagen. Aber dafür fand ich es klasse wie die Autorin die Zeit wo Kaspar lebte so gut eingefangen hat und ich das Gefühl hatte wirklich mit den Figuren in ihrem Buch mitgehen zu können. Auch fand ich es interessant zu lesen, wie damals die Zeit war. Denn das kann ich mir heute oft gar nicht vorstellen, wie die Menschen noch vor 100-200 Jahre hier in Nürnberg gelebt haben.
Somit finde ich das Buch in dem Bereich Spannung sehr gut, wenn zugleich die Geschichte so endet, wie ich es erwartet habe, und die wichtigsten Fakten und Daten von Kaspar wirklich dem Leser nahe gelegt wird.

Besonderheit:
Gut fand ich, dass Kristien auch das Thema Behinderung in das Buch geschrieben hat, selten finde ich Jugendbücher, wo auch eine Behinderung im Mittelpunkt steht.
Hier war es die Hasenscharte die Michael entstellte, er damit Mobbing erleben musste, und bis zum letzten Punkt musste er sich damit beschäftigen. Dies finde ich sehr gut, wenn zugleich es natürlich nicht einfach war. Denn auch heute werden Kinder mit Hasenscharte gemieden und schräg angesehen.
Auch fand ich den Anschnitt der Schmetterlingshaut sehr interessant. Denn diese Krankheit hatte ich bis zu diesem Buch nicht wirklich auf dem Schirm.

Fazit:
Dieses Buch ist genial umgesetzt. Einerseits weil die Sprache überzeugt, andererseits weil Kaspar Hauser nicht in Vergessenheit gerät, und das finde ich sehr gut.

Sterne:
Ich gebe dem Buch vier Sterne.

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