Kristien Dieltiens Kellerkind

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Inhaltsangabe zu „Kellerkind“ von Kristien Dieltiens

»Noch ein Auftrag für diesen zwielichtigen Hennenhofer, dann bin ich frei! Ich würde alles tun, um dieses Scheusal loszuwerden!«, denkt Michael. Doch dieser Auftrag wird sein Leben für immer verändern: Er soll Kaspar Hauser töten, alles ist für den teuflischen Plan vorbereitet. Aber was zählt mehr: seine eigene Freiheit oder das Leben des sonderbaren Findlings?

Ich fand es sehr spannend, bin aber mit keinem der Protagonisten richtig warm geworden.

— LillyMunster

Mir hat die Handlung rundherum gut gefallen. Ich war bestens unterhalten und konnte mich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen.

— HEIDIZ

Dieses Buch ist ein Jugendbuch, der ganz anderen Art.

— BonnieParker

Interessante Mischung an Fiktion und Wahrheit!

— Seelensplitter

Ein psychologisches Meisterwerk!

— jasimaus123

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  • Wer war Kaspar Hauser

    Kellerkind

    HEIDIZ

    25. January 2017 um 09:49

    Das "Kellerkind" von Kristien Dieltiens erzählt die Lebensgeschichte Kaspar Hausers.   Leseprobe: =========   "Du bist am Leben geblieben, Michael", sagte sie, "auf dich wartet noch eine wichtige Aufgabe." Nach sieben Tagen war das Schlimmste überstanden, und ich erhielt Besuch von meinem Retter. Er war in meinem Alter, vielleicht etwas jünger, und diesmal blickte er fröhlich drein. Wieder meinte ich, ihm früher schon einmal begegnet zu sein. ...   Jedes Kapitel beginnt mit einer schwarz hinterlegten Seite, die mit einem Zitat eines berühmten Menschen versehen ist. Wir steigen mit dem Prolog in die Handlung ein und endet mit einer Liste von Worterklärungen.   Kurze Inhaltsangabe: um was geht es im Buch - neben dem biografischen Aspekt wird aufgedeckt, wer diese Junge Kaspar Hauser wirklich war.   In  Nürnberg wird ein Junge gefunden. Er kann weder richtig sprechen noch gehen - ist 16 Jahre und führt lediglich zwei Briefe mit sich. Es klappt gerade mal so, dass er seinen Namen schreiben kann. Kaspar Hauser !!!   Ich muss sagen, dass ich den Schreibstil der Autorin echt passend fand zum Inhalt und der Zeit, in der die Handlung spielt. Nicht immer ganz leicht zu lesen, aber authentisch, das fand ich sehr wichtig. Ob das, was die Autorin zur Geschichte Kaspar Hausers macht, alles komplett real und wirklich war, ist nicht belegt, es ranken sich bekanntlich zahlreiche Legenden um diese Person, aber dennoch fand ich die Lektüre, ob nun zu 100 Prozent wahr oder nicht, kurzweilig, spannend und lesenswert, erfrischend.   Die Schwierigkeiten Kaspar Hausers, bezogen auf sein Anderssein, seine Behinderung .... werden gut herausgearbeitet und außerdem das damalige Leben in der Stadt Nürnberg. Mir hat die Handlung rundherum gut gefallen. Ich war bestens unterhalten und konnte mich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen.

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  • Wirklich interessant

    Kellerkind

    BonnieParker

    07. September 2016 um 13:33

    Die Geschichte hatte mich aufgrund des Klappentext sehr interessiert und ich war gespannt, was da auf mich zukommt. Als ich mit dem Buch begann war ich ein wenig verwirrt. Der Prolog zeigt eine Szene die uns ziemlich am Ende erneut begegnet und dann kommt eine Szene, die ich nicht so recht zuordnen konnte. Daher fiel mir der Einstieg ins Buch gar nicht so leicht. Auch benötigte ich eine ganze Weile (ca. 150 Seiten) bis das Buch mich dann gefangen nahm. Bis dahin plätscherte die Handlung vor sich hin und war für mich eigentlich nicht so mitreißend. Doch dann fügte sich so langsam das Puzzle, ich hatte Zusammenhänge erkannt und Parallelen gezogen und konnte von da an nicht mehr mit dem lesen aufhören. Der Schreibstil der Autorin ist nicht weiter kompliziert und lässt sich gut lesen. Die Handlung wird uns aus verschiedenen Sichtweisen geschildert, sie ist in zwei Abschnitte unterteilt. Hierbei erleben wir die Geschichte aus der Sicht von Michael und aus der von Kaspar Hauser. Kaspar Hausers Sicht war für mich ein wenig ungelenk und sehr kindlich, so wie Kasper Hauser selbst, und für mich manchmal anstrengend zu lesen. Das es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt merkte man dabei nicht. Sicher ist es für ältere Jugendliche gut geeignet, aber für mich hat es mehr den Flair einer Schulpflichtlektüre. Da ich schon eine Weile brauchte bis mich das Buch völlig für sich vereinnahmen konnte bestehen bei mir kleine Zweifel, dass Jugendliche sich davon fesseln lassen würden. Die Handlung spielt in den Jahren ab 1812 und birgt auch viele lehrreiche geschichtliche Elemente. Man erfährt einiges über das Großherzogtum und die Geschichte von Baden. Die Autorin lässt diese Informationen sehr geschickt einfließen und das fand ich sehr angenehm. Die Hauptcharaktere wurden gut dargestellt und es zeichnete sich recht schnell ein klares Bild von ihnen ab. Aber auch alle anderen Charaktere konnte ich mir gut vorstellen. Nur in den Schilderungen von Kasper Hauser verlor ich manchmal den Überblick über die Protagonisten. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und es ist wirklich eine schöne Geschichte über Kasper Hauser. Besonders gut fand ich, dass jeder Abschnitt mit einem Zitat/Spruch eingeleitet wurde. Die Autorin hat nicht umsonst den Literaturpreis "Woutertje Pieterse Prijs" für das beste niederländische Jugendbuch bekommen. Aber auch Erwachsene, die etwas über Kasper Hauser erfahren möchten sollten zu diesem Buch greifen. 

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  • Kaspar Hauser

    Kellerkind

    Seelensplitter

    04. September 2016 um 09:38

    Meine Meinung zum Buch: KellerkindErwartung und Aufmerksamkeit:Hier erwähne ich, warum ich das Buch gelesen habe, und warum mich Kaspar Hauser schon immer wieder kitzelt - falls ihr diesen Punkt gerne lesen möchtet, schaut auf meinem Blog :)Inhalt in meinen Worten:Eines Tages wird in Nürnberg ein Junge gefunden, der nicht wirklich sprechen, gehen und machen kann, was 16 jährige Jungen machen können. Er hat nur zwei Briefe in der Hand und kann mit Müh und Not schreiben, dass er Kaspar Hauser heißt.Doch wer ist dieser Junge wirklich?Dieses Rätsel möchte das Buch ein klein wenig aufklären.Wie fand ich das Buch?Ich bin angenehm überrascht von diesem Buch. Einerseits war die Sprache des Buches etwas altertümlich, was dem Buch aber wirklich nicht schadet, sondern die Geschichte um Kaspar Hauser nur näher bringt.Auch fand ich die Idee, dass die Autorin noch ein klein wenig etwas zur Geschichte erfunden hat, toll. Denn letztlich ist bis heute nicht geklärt wer ist Kaspar Hauser. Viele Sagen und Legenden ranken sich um diesen Jungen. Dem das Leben nicht wirklich liebevoll zugewandt war.Schreibstil:Wie gesagt, der Schreibstil ist ein klein wenig Altertümlich gehalten, doch das macht das Buch noch ein mal spannender. Auch gibt es letztlich drei Handlungen. Tagebuch von Kaspar Hauser, Michael, der vom Leben gestraft ist, den er hat eine Behinderung und dann noch die beste Freundin von Kaspar.Unterbrochen wird jeweils die Handlung von schwarzen Seiten die stets ein Zitat in sich bergen und klar machen, mit wem ich als nächstes zutun habe, und das fand ich richtig klasse, denn so war es einfach schnell wieder in den nächsten Protagonisten zu schlüpfen.Spannung:Für mich war die Geschichte natürlich klar, wie sie endet, deswegen kann ich dahingegen nicht viel sagen. Aber dafür fand ich es klasse wie die Autorin die Zeit wo Kaspar lebte so gut eingefangen hat und ich das Gefühl hatte wirklich mit den Figuren in ihrem Buch mitgehen zu können. Auch fand ich es interessant zu lesen, wie damals die Zeit war. Denn das kann ich mir heute oft gar nicht vorstellen, wie die Menschen noch vor 100-200 Jahre hier in Nürnberg gelebt haben.Somit finde ich das Buch in dem Bereich Spannung sehr gut, wenn zugleich die Geschichte so endet, wie ich es erwartet habe, und die wichtigsten Fakten und Daten von Kaspar wirklich dem Leser nahe gelegt wird.Besonderheit:Gut fand ich, dass Kristien auch das Thema Behinderung in das Buch geschrieben hat, selten finde ich Jugendbücher, wo auch eine Behinderung im Mittelpunkt steht.Hier war es die Hasenscharte die Michael entstellte, er damit Mobbing erleben musste, und bis zum letzten Punkt musste er sich damit beschäftigen. Dies finde ich sehr gut, wenn zugleich es natürlich nicht einfach war. Denn auch heute werden Kinder mit Hasenscharte gemieden und schräg angesehen.Auch fand ich den Anschnitt der Schmetterlingshaut sehr interessant. Denn diese Krankheit hatte ich bis zu diesem Buch nicht wirklich auf dem Schirm.Fazit:Dieses Buch ist genial umgesetzt. Einerseits weil die Sprache überzeugt, andererseits weil Kaspar Hauser nicht in Vergessenheit gerät, und das finde ich sehr gut.Sterne:Ich gebe dem Buch vier Sterne.

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  • großartig erzählt, spannend bis zum Schluß – und das nicht nur für Jugendliche!

    Kellerkind

    katze102

    25. August 2016 um 10:23

    Kristien Dieltiens hat im Rahmen der historischen Gegebenheiten ihre eigene Wahrheit über Kaspar Hauser geschrieben, wobei man stets merkt, wie sehr sie sich mit der Zeit und den überlieferten Gegebenheiten auseinandergesetzt und die Erbprinztheorie in den bekannten Details verfolgt hat.Sehr beieindruckend erzählt sie in zwei Handlungssträngen die Lebensgeschichte des Michaels, der mit einer Hasenscharte geboren wird, deshalb zeitlebens Ausgrenzungen und Spott erlebt. Abwechselnd mit Michaels Leben wird die Geschichte Kaspar Hausers erzählt – und, wie zu erwarten, kreuzen die Wege der beiden sich hin und wieder.Kristien Dieltiens versteht es meisterhaft, die bekannte Geschichte Kaspar Hausers zu erzählen, jenes rätselhaften „Wolfskindes“, das 1828 auf den Nürnberger Marktplatz gefunden wurde und fünf Jahre später unter genauso mysteriösen Umständen verstarb. Bekannt wurde er nicht nur durch die Erbprinztheorie; sondern besonders seine frühkindliche Lebensgeschichte, geprägt von Reizarmut, steht in der Psychologie als Paradebeispiel für Hospitalismus und findet sich namentlich auch im „Kaspar-Hauser-Syndrom“ wieder. Ein wenig scheint diese Geschcihte „aus der Mode“ gekommen zu sein; als letzte mir bekannte Bearbeitung dieses Themas fällt mir da nur Reinhard Meys Lied ein. Kristien Dieltiens geht mit ihrem Buch aber wesentlich weiter und läßt den Leser in die Zeit eintauchen, beleuchtet den Zeitgeist: Weltansichten, Brauchtum, Heiligenverehrung und Auslegung von Omen sowie Sprüchen, die Rolle der Frau... und erzählt so über Kaspar Hausers Leben in einem großartig aufgearbeiteten Kontext, stimmig und spannend. Gerade diese vielen Details lassen die Vergangenheit so lebendig und nachempfindbar werden.Besonders gut gefallen mir auch die reduzierten und im Dunklen gehaltenen Illustrationen, die im Einklang stehen mit Kaspar Hausers Eindrücken als Kellerkind.Fazit: großartig erzählt, spannend bis zum Schluß – und das nicht nur für Jugendliche!

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  • Die Geschichte des Kaspar Hausers

    Kellerkind

    jasimaus123

    06. August 2016 um 13:54

    In diesem Buch geht es um die Geschichte zweier Jungen. Auf der einen Seite haben wir Michael, dem das schwere Leben schon in die Wiege gelegt wurde da er eine Hasenscharte hat und die Leute sich aufgrund seines Aussehens von ihm abwenden. Einzig seine Mutter bleibt immer an seiner Seite und kümmert sich um ihn. Es geht Michael also nicht schlecht - vorerst. Denn seit Vater ist verstorben und seine Mutter verheiratet sich mit einem, ebenfalls verwitweten Mann, der ein Tyran ist. Er ist es der Michael das letzte nimmt das ihn glücklich macht: seine Mutter. Der zweite Junge ist Kaspar Hauser. Ein Großteil seiner Geschichte besteht aus Tagebucheinträgen, die Isolde liest. Diese Einträge sind alles was man über seine Vergangenheit weiß. Dieser Junge soll den "echten Kaspar Hauser" darstellen, den es wirklich gegeben hat. Dazu aber gleich mehr. Mein Interesse für dieses Buch wurde geweckt als ich den Klappentext gelesen habe. Von Kaspar Hauser habe ich zuvor noch nichts gehört und den Namen gleich mal gegoogelt. Falls er euch auch kein Begriff ist, seht ihr nun was Wikipedia über ihn zu sagen hat: " Kaspar Hauser wurde in der Biedermeierzeit als „rätselhafter Findling“ bekannt.Hauser tauchte am 26. Mai 1828 in Nürnberg als etwa 16-jähriger, geistig anscheinend zurückgebliebener und wenig redender Jugendlicher auf. Seine späteren Aussagen, er sei, solange er denken könne, bei Wasser und Brot immer ganz allein in einem dunklen Raum gefangen gehalten worden, erregten internationales Aufsehen. (...)Ein zeitgenössisches Gerücht kolportierte, Hauser sei der 1812 geborene Erbprinz von Baden. In der geschichtswissenschaftlichen Literatur gilt diese „Prinzenlegende“ auf Grund später publizierter Dokumente und Augenzeugenberichte über den Tod des Prinzen als widerlegt. " [ Quelle: Wikipedia ] Im Nachwort schreibt die Autorin dann, dass sie mit diesem Buch ihre eigene Wahrheit über Kaspar Hauser erzählen wollte. Die Idee sich diesem "Phänomen" anzunehmen, finde ich sehr interessant und genauso würde ich auch das Buch beschreiben: interessant. Die Geschichte des Michaels war komplett erfunden, dabei gefielen mir seine Kapitel sogar etwas besser als die von Kaspar. Michaels Leidensweg zu verfolgen, hat mich wirklich sehr mitgenommen da er ein herzensguter Junge war. Besonders seine Liebe zur Mutter hat mich berührt und die Autorin hat es immer geschafft die richtigen Worte zu finden um sein Leiden zu beschreiben. Generell merkt man beim Lesen, wie sorgsam die Autorin die Worte gewählt hat und wie vorsichtig sie damit umgeht. Während des Lesens sind mir immer wieder ein paar ganz besonders schöne Sätze ins Auge gesprungen, die ich gleich zwei- oder dreimal gelesen habe weil sie mir so gut gefallen haben. Bei der Geschichte an Kaspar hat sie sich zwar an den historischen Rahmen gehalten, der bekannt ist aber auch vieles hinzugedichtet. Besonders was sein Innenleben angeht. Die Idee mit Tagebucheinträgen finde ich sehr gelungen, da man so einen viel besseren Einblick in seine Gedanken bekommt und in die Vergangenheit blicken kann. Sehr gerne mochte ich auch Isolde, die zu einer Art Schwester für den Findling wurde. Sie war es auch, die ihn zum Schreiben ermutigt hatte. Generell kann man sagen, dass die Charaktere sehr fein ausbearbeitet wurden und man als Leser ihnen sehr nahe kommt. Mich hat das Lesen sowohl unterhalten, als auch bewegt.~ FAZIT ~ Die Geschichte des Kaspar Hausers, dem Findling der behauptet der Erbprinz von Baden zu sein, wird durchleuchtet und auf ihre ganz besondere Art und Weise erzählt. Mit Wortgewandtheit und vielen Emotionen schreibt die Autorin Kriestien Dieltiens eine Geschichte, die einen so schnell nicht wieder loslässt.

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