Möwengelächter

von Kristin Marja Baldursdottir 
3,9 Sterne bei37 Bewertungen
Möwengelächter
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (29):
Barbara62s avatar

Ein stimmungsvoller, atmosphärischer Islandroman mit Krimielementen und Humor.

Kritisch (2):
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Für mich ein absoluter Totalausfall, langweilig, ohne ersichtlichen roten Faden, öd.

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Inhaltsangabe zu "Möwengelächter"

Die Rückkehr der kapriziösen Freyja aus Amerika wirbelt die Welt eines kleinen isländischen Fischerdorfes gründlich durcheinander. Freyjas rote Lippen und ihre tolle Figur bringen das Gleichgewicht der Dorfbewohner erheblich ins Wanken. Auch die respektlose Agga ist ihrer fremden Tante gegenüber voreingenommen. Als dann ein Mord geschieht, sieht sie alle ihre Mutmaßungen bestätigt.

'Hinreißend amüsant!' Die Welt

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596192793
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:09.09.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein stimmungsvoller, atmosphärischer Islandroman mit Krimielementen und Humor.
    Ein isländisches Dorf wird aufgemischt

    Kristín Baldursdóttir, isländische Journalistin und Autorin, entführt uns in ihrem ersten Roman von 1995 in ein ärmliches isländisches Fischerdorf um 1950.

    Nach sieben Jahren in Amerika kehrt die junge Freyja als Witwe heim. Die Koffer voller Kleider und Kosmetika, ihre eisblauen Augen, ihre atemberaubende Figur und ihr märchenhaftes Haar bringen nicht nur ihre Familie, vor allem die pubertierende Agga, sondern den ganzen Ort und vor allem die Männer aus dem Gleichgewicht...

    Ein stimmungsvoller, atmosphärischer Islandroman mit Krimielementen und Humor, der auch verfilmt wurde.

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    tedescas avatar
    tedescavor 6 Jahren
    Rezension zu "Möwengelächter" von Kristin Marja Baldursdottir

    Mit "Die Eismalerin" und "Die Farben der Insel" hat sie zwei wirklich aussergewöhnliche Romane über das Leben von Frauen in Island geschrieben.

    "Möwengelächter" hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, auch wenn hier nicht so sehr in die Tiefe gegangen wird, weil die Geschichte aus dem Blickwinkel der 12-jährigen Agga erzählt wird, die natürlich jegliches Geschehen auf ihre kindliche Weise interpretiert und man so keinen Einblick in das tatsächliche Empfinden der Protagonisten erhält. Aber gerade das macht das Ganze auch so unterhaltsam.

    Einmal mehr steht im Mittelpunkt ein Haushalt voller Frauen, die so unterschiedlich sind, wie es nur geht. Die resolute Großmutter, die geheimnisvolle Freyja, die etwas zurückgebliebene Ninna, die kecke Dódó, die schrullige Kidda und mitten drin Agga, die sich sogar unter dem Sofa versteckt, nur damit ihr ja nichts entgeht. Besonders interessant ist das Leben von Freyja, und schon bald vermutet Agga das Schlimmste. Das aber keiner hören will, am wenigsten der verliebte Dorfpolizist.

    Das Leben in dem kleinen Dorf ist schwierig, dazu kommen die Wirtschaftskrise und die politischen Probleme, die alles zum Stillstand bringen und sogar das Weihnachtsfest gefährden. Trotzdem ist die Geschichte alles andere als trist, man muss beim Lesen immer wieder schmunzeln und erfährt gleichzeitig vieles über ein Land, mit dem man sich bisher vielleicht nicht so intensiv beschäftigt hat.

    Inhaltlich und sprachlich ist dieses Buch ein wirklich erfreuliches Leseerlebnis!

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    Wolfgang237s avatar
    Wolfgang237vor 6 Jahren
    Rezension zu "Möwengelächter" von Kristín Marja Baldursdóttir

    Ich habe eine Zeit lang gebraucht um mich an den Stil der Autorin gewöhnen. Danach habe ich Buch recht spannend gefunden. Gut hat mir gefallen, dass es ein heranwachsendes Kind ist, das die Vorfälle um eine isländische Frauen-WG beobachtet und erzählt.
    Nach Lektüre dieses Buches kann man sich das Leben in einem isländischen Fischerdorf besser vorstellen.
    Es ein ruhiges Buch ist, also nicht für Action- Fans geeignet und Lesern die einen politisch korrekten Schluss erwarten wird das überraschende Ende auch nicht gefallen.

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    Thailas avatar
    Thailavor 8 Jahren
    Rezension zu "Möwengelächter" von Kristin Marja Baldursdottir

    Island nach dem Zweiten Weltkrieg: Da Aggas Eltern früh gestorben sind, wird sie von ihren Großeltern aufgezogen. Ihr Großvater ist meistens auf See, und si sind es vor allem die weiblichen Verwandten, die im Haus ihrer Großeltern leben, die ihre Erziehung übernehmen. Als jedoch die entferne Verwandte Freyja aus Amerika zurückkommt, ist die Ruhe im Haushalt ihrer Großmutter dahin. Die Frauen sind von dem Luxus, den Freyja mitbringt, und von ihrem weltmänischen Auftreten, begeistert - Die Männer von ihrer zarten Figur und ihren langen, roten Haaren gerade zu überwältigt. Nur Agga empfindet Freyja von Anfang als "kalt wie eine Leiche". Reichlich merkwürdig kommt ihr das exzentrische Verhalten Freyjas vor und hegt bald einen schrecklichen Verdacht. Sie spioniert Freyja nach.

    Baldursdottir erzählt die Geschichte konsequent aus der Sicht der zwöfjährigen Agga. Die Gefahren einer kindlichen Perspektive - eine zu unkindliche Sprache und Gedankengänge, die einem Kind fremd wären - umschifft sie sorgfältig, mit der Konsequenz, dass die Sprache des Romans gelegentlich ein bißchen an ein Jugendbuch erinnern. Der Inhalt des Romans jedoch ist hochkomplex. Obwohl die Erzählerin Agga, Freyja hasst und mißtraut, kann man sich als Leser zwischen Abscheu und Verständnis kaum entscheiden. Erzählt wird hier die Geschichte einer jungen Frau, die offensichtlich schwere psychische Probleme hat, eine Frau, die jedoch nicht bereit ist, die rigiden Geschlechterrollen und die starre gesellschaftliche Hierarchie in den isländischen Provinz in den 50er Jahren einfach so hinzunehmen. Freyja stemmt sich gegen ihre Umwelt, ihre Mittel werden jedoch zunehmend exessiv und rücksichtlos gegenüber dieser Umwelt.

    Gepaart ist diese Erzählung mit einem kargen isländischen Setting, das einen guten Eindruck von einem Leben vermittelt, dass man sich mühsam von der Natur abbringt und ständig gegen sie behaupten muss.
    Schönes Buch!

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    Winterzaubers avatar
    Winterzaubervor 9 Jahren
    Rezension zu "Möwengelächter" von Kristin Marja Baldursdottir

    War richtig gut, für Leute, die einen spannenden blutigen Thriller erwarten, ist das wohl eher nichts. Mich hat vor allem das Leben um die Jahrhunderwende und das Leben in Island total interessiert - toll geschrieben.

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    Wurmlis avatar
    Wurmlivor 10 Jahren
    Rezension zu "Möwengelächter" von Kristin Marja Baldursdottir

    Vom Strümpfe waschen über Liebeskummer bis zu Mordfällen ist hier alles dabei. Die Lesemotivation ist sehr hoch. Das junge Mädchen Agga, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, ist so sympathisch, dass man es sofort ins Herz schließt, im Gegensatz zu Freyja, um die sich alles dreht, man lernt sie so richtig zu hassen ... Interessant außerdem, wie das Leben in den 50er Jahren auf Island war. Für mich als Island-Fan ein Top Roman.

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    Binea_Literatwos avatar
    Binea_Literatwovor 11 Jahren
    Rezension zu "Möwengelächter" von Kristin Marja Baldursdottir

    Keine dramatische Action oder fesselnde Spannung, dafür aber viel Gefühl und noch mehr Stimmung und Atmosphäre auf 350 Seiten -- das macht den Roman auf charmante Art äußerst lesens- und liebenswert.

    Es ist ein kleines isländisches Fischerdörfchen, wo Agga, zwölf Jahre alt, bei ihren Großeltern lebt, in einem Haus, "wo es höchstens Krach gibt, wenn die Sozialdemokraten die Wahlen" verlieren. Eines Tages kommt Tante Freya aus "Ämärrika" und die dörfliche Idylle hat schlagartig ein Ende. Die Frau mit den "eisblauen Augen" und der "Figur wie eine Coca-Cola-Flasche", die kein Fleisch isst und "kälter als eine Leiche" scheint, wirbelt den Ort komplett durcheinander -- besonders die männlichen Einwohner. Seltsame Dinge geschehen, mancher bezahlt mit dem Leben.

    In Island ist Kristin Marja Baldursdottir eine bekannte Journalistin, mit Möwengelächter erzielte sie einen Riesenerfolg; die Filmrechte sind bereits verkauft. Auch beim Lesen entstehen lebendige Eindrücke: Ärmlich ist das Leben in dem abgelegenen Dorf, wo Agga erwachsen wird und aus ihrer Sicht die Verführungen und Verwirrungen der lebenserfahrenen und sehr lebenslustigen Tante Freya miterlebt. Psychologisch feinfühlig, menschliche Schwächen im Kern treffend, schält die Autorin gesellschaftliche und familiäre Strukturen heraus, die angenehm kurzweilig sind. Das "hämische Gelächter der Möwen" ist da unausweichlich.

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    L
    Lesemanievor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein lockeres Lesevergnügen, das Meeresrauschen und Möwengelächter ins Ohr zaubert.
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    Elfenblumes avatar
    Elfenblumevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich ein absoluter Totalausfall, langweilig, ohne ersichtlichen roten Faden, öd.
    Thoras avatar
    Thora

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