Kristina Gehrmann

 4.6 Sterne bei 23 Bewertungen
Autorin von Im Eisland - Die Franklin-Expedition, Der Dschungel und weiteren Büchern.
Autorenbild von Kristina Gehrmann (©Kristina Gerhmann)

Lebenslauf von Kristina Gehrmann

Bewegende Geschichten in Bildern festgehalten: Kristina Gehrmann ist 1989 in Leverkusen geboren. Nach ihrem Abitur 2008 studiert sie an verschiedenen Hochschulen in Norwegen und Italien Malerei. 2015 veröffentlicht sie ihre erste Graphic Novel, „Im Eisland“, die sich mit den verschollenen Schiffen der Franklin-Expedition im Jahr 1845 beschäftigt. Für ihr Werk wird sie 2016 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Sachbuch ausgezeichnet. Zwei weitere Bände ergänzen die Trilogie und prägen Gehrmanns detaillierten und realistischen Zeichenstil, für den sie bekannt ist. Sie beschäftigt sich in ihren Werken vorzugsweise mit historischen oder fantastischen Themengebieten. Gehrmann lebt und arbeitet heute mit ihrem Ehemann in Hamburg.

Alle Bücher von Kristina Gehrmann

Cover des Buches Im Eisland - Die Franklin-Expedition (ISBN: 9783356019018)

Im Eisland - Die Franklin-Expedition

 (11)
Erschienen am 06.04.2017
Cover des Buches Im Eisland (ISBN: 9783356020243)

Im Eisland

 (4)
Erschienen am 24.11.2016
Cover des Buches Der Dschungel (ISBN: 9783551714381)

Der Dschungel

 (4)
Erschienen am 20.03.2018
Cover des Buches Im Eisland - Gefangen (ISBN: 9783356019940)

Im Eisland - Gefangen

 (3)
Erschienen am 06.04.2017
Cover des Buches Zeichnen als Beruf (ISBN: 9783750421837)

Zeichnen als Beruf

 (0)
Erschienen am 25.02.2020
Cover des Buches Bloody Mary (ISBN: 9783551793492)

Bloody Mary

 (0)
Erscheint am 02.03.2021

Neue Rezensionen zu Kristina Gehrmann

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Rezension zu "Im Eisland - Die Franklin-Expedition" von Kristina Gehrmann

Franklin-Expedition im Manga-Stil
Ambermoonvor einem Jahr

Frühjahr 1845: Unter dem Kommando von Sir John Franklin brechen zwei Schiffe der Royal Navy, die HMS Erebus und die HMS Terror, in die Arktis auf. Die auf drei Jahre angelegte Mission lautet: Sie sollen als Erste die legendäre Nordwestpassage vom Atlantik in den Pazifik durchsegeln. Die gesamte Mannschaft ist davon überzeugt, dass die ambitionierteste Expedition ihrer Zeit ein großer Erfolg wird. Schon bald erschüttert der erste Todesfall den Optimismus der Besatzung. Doch auf sie wartet ein noch viel größeres Desaster in der grenzenlosen, eiskalten Hölle... (Klappentext)

❄❄❄❄❄

"Also sind die Gerüchte wahr!
Die Offiziere und Seeleute der Franklin-Expeditino, Stellvertreter der Royal Navy ...
reduziert zum Kannibalismus!
Und was geschah mit ihren Schiffen, Erebus und Terror?
(S. 11)

So mancher hat schon von der Franklin-Expedition gehört. Die Expedition, welche tragisch endete und deren Ausgang noch immer nicht vollständig geklärt ist.
Viele Gerüchte und Mythen ranken sich um die im Frühjahr 1845 aufbrechende Polar-Forschungsreise, welche unter dem Kommando von Sir John Franklin stand. Ziel war es die Nordwestpassage erstmals vollständig zu durchsegeln, neue Wege und Inseln zu entdecken, diese kartografisch zu erfassen und gleichzeitig einen kürzeren Seeweg von Europa nach Asien zu finden.

Der Erfolg hätte zusätzlich auch Ruhm und Ehre für die britische Seemacht bedeutet, doch es endete trotz hervorragender Vorbereitungen in einer Katastrophe.
Trotz umfangreicher Rettungsaktionen blieben Mannschaft, wie auch die beiden Schiffe HMS Erebus und HMS Terror verschollen. Erst 2014 fand man das Wrack der HMS Erebus und die Überreste der HMS Terror wurden überhaupt erst 2016 entdeckt.

Kristina Gehrmann lässt in ihrer Graphic Novel-Reihe "Im Eisland" die Geschichte dieser Expedition lebendig werden und nimmt den Leser mit auf diese Reise, welche so tragisch endete. Im vorliegenden 1. Teil dieser Reihe steht vor allem der Aufbruch und die erste Überwinterung im arktischen Meer im Vordergrund. Man erlebt die Motivation der Mannschaft, erhält Einblick in die Ausstattung der Schiffe und deren Proviant, lernen die ein oder anderen Figuren kennen und erleben auch das erste tragische Ereignis.

"Das Meer ist voller Eisstücke, die durchs Wasser rauschen, nachdem sie mit lautem Donnern von Eisbergen gefallen sind.
Fast alle Männer sind am Ufer, sammeln Eiderenteneier, Muscheln, kuriose Pflanzen und Moose.
Le Vesconte und ich waren seit sechs Uhr morgens mit den magnetischen Messungen beschäftigt."
(S. 54)

Trotz interessanter Thematik, konnte mich die Autorin mit dieser Graphic Novel nicht abholen und mich somit auch nicht von der Reihe überzeugen.
Zum einen liegt es an der sprunghaften Erzählweise. Viele interessante Szenen werden nur kurz erwähnt, bzw. angerissen, während uninteressante Passagen, wie z.B. eine Theateraufführung, detailreich geschildert werden. Es wird also manches nur oberflächlich behandelt und es fehlt an Tiefe.

 Zum anderen bin ich von den Zeichnungen im Manga-Stil so gar nicht angetan. Während sich die Autorin bei den Hauptfiguren durchaus an Gemälden orientiert, bleiben alle weiteren Figuren blass und sehen sich leider auch zum Verwechseln ähnlich. Zudem bin ich prinzipiell kein Freund vom Manga-Zeichenstil, da bei diesem die Figuren eher niedlich wirklich. Dieser Stil passt daher, meiner Meinung nach, nicht zu dieser eher düsteren und tragischen historischen Geschichte. Dies mag aber durchaus an meinem persönlichen Geschmack, bzw. meiner Abneigung gegenüber Manga liegen.


">>...ich glaube nicht an die Theorie vom offenen Nordpolarmeer.
Ich möchte fast wetten, dort finden wir nichts als antikes Eis.<<
>>James, ich denke genau dasselbe wie Sie. Aber wir dürfen nichts unversucht lassen.
So lauten unsere Befehle.<<"
(S. 85)

Fazit:
Ich liebe es historische Romane zu lesen, welche gut recherchierte historische Ereignisse mit fiktiven Handlungen kombinieren. Umso neugieriger war ich auf diese Graphic Novel, die dies auch noch mit Illustrationen kombiniert und so einen historischen Comic bereit hält. Zudem war ich erfreut auch endlich einmal eine Graphic Novel einer weiblichen Illustratorin zu lesen, da Frauen sich in diesem Genre leider immer noch sehr schwer tun sich einen Namen zu machen, bzw. allgemein eher dünn gesät sind, vor allem im deutschsprachigen Bereich.
Leider konnte mich die Autorin und Illustratorin Kristina Gehrmann mit ihrem Graphic Novel-Debüt nicht überzeugen. Nicht nur das es hier an Tiefe fehlt, ich fand auch den Zeichenstil weder ansprechend, noch passend.
Letzteres ist jedoch auch durchaus Geschmackssache.

© Pink Anemone (inkl. Bilder, Leseprobe und Autoren-Info)


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Rezension zu "Der Dschungel" von Kristina Gehrmann

Eindringlich und atmosphärisch
LillianMcCarthyvor 2 Jahren

WARUM WOLLTE ICH ES LESEN? Kristina Gehrmanns zweite Graphic Novel ist eine künstlerische Adaption von Upton Sinclairs gleichnamigen Roman, der das Schicksal vieler Migrationsfamilien in Amerika Ende des 19. Jahrhunderts beschreibt. Ein sehr interessantes Thema und auch das Cover sah bereits mehr als toll aus.

HAT ES MEINE ERWARTUNGEN ERFÜLLT? Ich bin tatsächlich ohne Erwartungen, dafür aber mit ganz viel Vorfreude an das Buch gegangen. Deshalb kann ich zwar nicht davon sprechen, dass Erwartungen erfüllt wurden, ich hatte aber eine Menge Spaß und tolle Lesestunden.

WAS HAT MIR GUT GEFALLEN? Ich mochte wirklich alles an dem Buch! Der Zeichenstil – vollständig in schwarz-weiß gehalten – war passend und dennoch nicht öde. Die Geschichte mit ihrer historischen Genauigkeit und dem Schrecken war spannend, lehrreich und man wollte immer mehr lesen. Der Aufbau und die gesamte Gestaltung rissen den Leser sofort zurück ins 19. Jahrhundert und so war überall die Atmosphäre förmlich greifbar.

WAS HAT MICH GESTÖRT? Ich habe lange gebraucht, um mir Gedanken über diesen Punkt zu machen und kam zu dem Resultat, dass ich einfach nichts gefunden habe, was mich gestört hat. Der Dschungel ist eine durch und durch gelungene Graphic Novel.

FAZIT. Der Dschungel ist eine großartige Graphic Novel, die viel mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte. Kristina Gehrmann schafft es perfekt, die Atmosphäre und die Schrecken dieser Zeit einzufangen und schonungslos darzustellen. Man möchte gar nicht mehr aufhören, zu lesen. | ★★★★

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Rezension zu "Im Eisland - Die Franklin-Expedition" von Kristina Gehrmann

Allein in der Arktis
Rubinevor 3 Jahren

Die Trilogie "Im Eisland" beschäftigt sich mit der Franklin-Expedition im späten 19. Jahrhundert. Damals wollte der englische Kapitän Franklin mit den zwei Schiffen "Terror" und "Erebor" die Nordwestpassage durch die Arktis entdecken. Doch die Fahrt stand unter keinem guten Stern. Krankheiten, Hunger und das arktische Eis setzten der Mannschaft zu. 


Kristina Gehrmann hat mit dieser Graphic Novel ein sehr eindrückliches Bild der Reise gezeichnet. Es ist erschreckend, wie sich die Mannschaft im Laufe der Zeit verändert. Die Gesichter und Augen der Männer spiegeln das Elend wieder, dem sie ausgesetzt sind. Ich konnte mir die Kälte und den Verfall von Körper und Moral durch die Zeichnungen sehr gut vorstellen.


Auch die Erzählung konnte mich überzeugen. Die Geschichte ist durchweg spannend und nervenaufreibend. Toll fand ich auch die historischen Details im Anhang der Bände.


Die Trilogie besteht aus den drei Teilen "Die Franklin-Expedition", "Gefangen" und "Verschollen". Ich kann sie allen ans Herz legen, die Abenteuer mögen und vielleicht noch nie etwas von der Franklin-Expedition gehört haben. 

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