Kristina Lohfeldt , Florian Stitz Too Bad To Be God

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Inhaltsangabe zu „Too Bad To Be God“ von Kristina Lohfeldt

Ein Mann, der als Mistkäfer aufwacht. Gab es das nicht schon mal? Nein. Zumindest nicht in Dingenskirchen, ein Ort, der die Außenwelt hartnäckig ignoriert und der trotzdem fortschrittlich ist. Denn welcher Ort kann sonst für sich behaupten, eine GHS, eine Gotthochschule zu haben? Dingenskirchen hat eine. Und da geben sich nicht nur höhere Entitäten die Klinke in die Hand, sondern auch in Mistkäfer verwandelte Apotheker, also Pillendreher, die sich als heiliger Skarabäus verstehen.

An der GHS ist eben alles möglich, denn selbst Götter brauchen heutzutage ein gutes Coaching und Marketing, wo doch die Gläubigen sich selbst immer mehr als „Götter“ aufspielen. Was ist wichtig in der modernen Welt? Sind Menschenopfer noch in? Verstehen Gläubige oder Gläubige in spe überhaupt noch was alte Grundvokabeln waren?

Das 10-teilige Kursprogramm ist vielfältig, bunt und ein wenig skurril – so wie die Götter und ihre Dozenten, die sich in den Räumen und auf den Fluren des neuehrwürdigen Gebäudes tummeln.

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  • Rezension zu "Too Bad To Be God" von Kristina Lohfeldt

    Too Bad To Be God

    Wir-Lesen

    16. August 2012 um 11:07

    Dieses Buch ist außergewöhnlich und doch reiht es sich ein in die Tradition der verrückten, lustigen, satirischen und metatextuellen „funny Fantasy“ von Terry Pratchett und Jasper Fforde (vielleicht merkt man auch dein bisschen den Einfluss von Walter Moers). Beim Lesen des Buches spürt man, dass es mit viel Schreibfreude entstanden ist. Die Autorin liebt Wortspielereien, Abschweifungen und Assoziationsketten, sie spielt mit Wissen und kulturellen Referenzen, das sieht man schon an ihrer Vorliebe für Fußnoten, vor denen in diesem Buch am Anfang gewarnt wird. Worum geht es? Die Antwort ist so einfach wie schwierig: es geht eigentlich um alles, das Universum, die Götter, die Menschen und den ganzen Rest. Mehr ist hier mehr. Die meisten Religionen, Mythologien und Glaubensrichtungen (insofern ich das beurteilen kann) kommen durch Vertreter zu Wort und jeder hat natürlich die Wahrheit gepachtet. Das führt zu philosophischen Disputen und humorvollen Situationen unter den „Schülern“ der GHS. So gibt es auch keine „Handlung“ im konservativen Sinne sondern viele Episoden, die unter der Schirmherrschaft von 10 Unterthemen (Lektionen) zusammengefasst wurden. Da müssen sich dann zum Beispiel Göttinnen mit der Emanzipation und gängigen Frauenbildern auseinandersetzen oder als göttliche Regisseure dem Leben mehr Dramatik nach Vorbild des Theaters verschaffen. Natürlich haben die Götter auch mal „Wandertag“ und machen Ausflüge, die unter dem Etikett Studienreise stehen und allerlei skurrile Situationen hervorrufen. Auch tierische Vertreter aus Mythos und Religionsgeschichte kommen als „Tiergötter“ zu ihrer Lektion und „Herr Pille“, der als Mistkäfer hofft ein Dasein als heiliger Skarabäus zu erreichen, führt als roter Faden durch die Handlung. Ich muss sagen ich bin schon ein wenig durcheinandergekommen: wer spricht jetzt hier, von welcher mythologischen Figur, von welcher Religion ist jetzt die Rede? Gut dass ich mein „Lexikon antiker Mythen und Gestalten“ beim Lesen griffbereit hatte, auch ein Religionskompendium hätte sicher nicht geschadet. Aber auch wenn man nicht alles versteht: es wird ja fast alles erklärt und in einen (höheren) Zusammenhang gebracht, schließlich geht es ja hier darum das bunte Treiben ähm also ich meine den Unterricht an einer Gotteshochschule zu illustrieren: alles pädagogisch wertvoll – für Götter und Leser gleichermaßen. Die Autorin stellt schon ganz am Anfang klar dass hier nicht moralisiert oder die eine Religion gegen die andere ausgespielt werden soll. Auch über Gläubige wird sich nicht lustig gemacht – im Gegenteil! Die allgemeine Botschaft, wenn denn eine solche unter all der Kakophonie der sakrosankt-allmächtigen Stimmen überhaupt herauszuhören ist: ein bisschen mehr Toleranz bitte und: Menschlichkeit – im Guten Sinne des Wortes (dass Menschen nicht immer menschlich sind kommt durchaus im Buch zum Tragen). Zu guter Letzt: Humor, der einschließt sich selbst nicht ganz so ernst zu nehmen. Ein bisschen mehr von diesen drei Tugenden täte uns allen gut, ob wir jetzt Gott oder Mensch sind. Fazit: Derjenige der intertextuelle und metakulturelle Querverweise liebt wird dieses Buch lieben. Es ist ein Sammelsurium an mythologisch-religiösen Referenzen mit dem Zweck beim Leser die Lachmuskeln und das Gehirn in Einklang zu bringen. Und über allem steht natürlich die Frage: „Und was glauben Sie, meine Damen und Herren?“ (S. 292) Zauberergast aus dem Team von Wir Lesen

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  • Rezension zu "Too Bad To Be God" von Kristina Lohfeldt

    Too Bad To Be God

    Simkin

    23. July 2012 um 15:29

    „Too Bad to be God“ von Kristina Lohfeldt enthält zusammenhängende Kurzgeschichten, welche sich der Konfrontation des (überholten) Göttlichen mit dem (überdreht) Menschlichen der Gegenwart auseinander setzen. Leider schießt der überbordende Humor der Autorin teilweise etwas über das Ziel hinaus und ein roter Faden ist auch nicht immer erkennbar. Dennoch erhalten Liebhaber satirischer Fantasy hier einiges an spannender und unterhaltsamer Lektüre zu einem angemessenen Preis. Ganze Rezension unter: http://www.janetts-meinung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1868

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