Bruderlüge

von Kristina Ohlsson 
4,0 Sterne bei97 Bewertungen
Bruderlüge
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (76):
S

Spannend, faszinierend, unbedingt lesenswert!

Kritisch (7):
hannelore259s avatar

Auch wenn das Ende doch rund war, fand ich den Weg dorthin sehr holprig und verwirrend. Für mich kein Lesegenuss.

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Inhaltsangabe zu "Bruderlüge"

Wer Schwesterherz gelesen hat, darf Bruderlüge nicht verpassen!

Martin Benner ist dem Unterweltboss Lucifer auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und erhält den Auftrag, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Doch damit nicht genug: Irgendjemand scheint es darauf anzulegen, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer dahintersteckt. Als er von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte hineingeraten ist ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734106958
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:20.05.2019
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.06.2017 bei Random House Audio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Mirja103vor 2 Monaten
    Spannend aber auch etwas merkwürdig

    In Bruderlüge wird die Geschichte um Anwalt Martin Benner aus Schwesterherz fortgesetzt. Er versucht, die Hintergründe der Ereignisse zu ergründen - vor allem um wieder ein normales Leben führen zu können aber auch weil er die Wahrheit wissen will. Ich fand die Geschichte zwar sehr spannend aber die Auflösung dann doch etwas merkwürdig und unglaubwürdig. Im ersten Buch fragt man sich, warum immer mal wieder von Martins Vater die Rede ist. Das klärt sich in Bruderlüge, da er eigentlich der Auslöser für alles ist. Ich finde allerdings, dass die Reaktion und Handlungen des Bruders ziemlich übertrieben sind. Bei den Interviews hatte ich immer den Eindruck, dass die Geschichte noch nicht geklärt ist und sie zur Absicherung dienen. Natürlich haben Hinweise darin die Neugierde und Spannung immer neu entfacht. Ich hatte allerdings angenommen, dass es ein langes Interview sei, aber das ist wohl nicht der Fall, da in den letzten Interviewpassage alles aufgeklärt ist. Martin ist mir auch in diesem Band eher unsympathisch gewesen, da er aus meiner Sicht oft sehr egoistisch handelt.

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    kidcat283s avatar
    kidcat283vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: sehr spannend und krasse Auflösung
    sehr spannend und krasse Auflösung

    Martin Benner hat nun den Auftrag Lucifers Sohn Mio zu suchen, denn dann lässt er Belle und Lucy in Ruhe. Also macht er sich auf den Weg zu dem Kindergarten, aus dem Mio entführt wurde, um da nach Antworten zu suchen. Lucy unterstützt ihn dabei und steht ihm tatkräftig zur Seite.
    Es passieren wieder Morde, die Martin angehängt werden sollen und wo er sich schwer herausziehen lässt. Stück für Stück geht er den Spuren der Vergangenheit nach, bis ihn seine eigene einholt.

    Meine Meinung:

    Schwesterherz ist Band 1 der Reihe und ich muss ehrlich sagen, dass ich mich schon fast nicht mehr an alles erinnern konnte. Nur noch Bruchstücke waren da. Und da fand ich es total super, dass zu Beginn des Buches nochmal eine kurze Zusammenfassung von Schwesterherz gemacht wurde.

    Da nun ein neuer Auftrag im Vordergrund stand, fand ich es auch ziemlich leicht wieder in das Buch hineinzufinden. Inzwischen habe ich auch herausgefunden, dass Martin dunkelhäutig ist, adoptiert, Lucy weiß und Belle auch, da seine Adoptivschwester auch weiß ist.
    Irgendwie hatte ich diese Details im ersten Buch nicht so gut mitbekommen, da es auch richtig viele Informationen gab und viele Ereignisse passiert sind. Das kannte man nun im zweiten Band schon und hatte sich daran gewöhnt.

    Zwischendrin hat man immer wieder gerätselt wer hinter dem Komplott stecken könnte. Man hat einfach alle beiteiligten Personen des Romans verdächtigt. Die ganze Sache war so verstrickt, dass man einfach nur noch herausfinden wollte, was jetzt hinter allem steckt.

    Es war sehr spannend, sehr detailreich und ausführlich geschrieben. Die Autorin hat sehr viel Fantasie und Geschick in die Geschichte investiert. Ein richtiger Thriller mit allem drum und dran ist da entstanden.

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    Lesemietzes avatar
    Lesemietzevor 9 Monaten
    Merkwürdige Zufälle und ein absurdes Ende

    Martin Benner sitzt quasi in der Falle. Er soll für den Unterwelt Chef Lucifer seinen Sohn Mio ausfindig machen. Doch wo soll er anfangen, zumal man ihm selber zwei Morde anhängen will. Als Benners Vergangenheit ihn einholt, fragt er sich in wie weit es Zufall noch ist das er in diese Geschichte rein geraten ist.

    Bruderlüge schließt sich nahtlos an Schwesterherz an. Dadurch kann man direkt weiter lesen, denn man sollte nicht zu viel Zeit verstreichen lassen zwischen den beiden Bändern, da es keine Wiederholung der Ereignisse gibt.
    Leider konnte mich der Teil auch nicht so recht packen, es gibt einfach zu viele Zufälle. Ich hatte schon in band 1 eine Vermutung wer Lucifer ist, die stimmte erst nicht ganz aber ich war doch sehr nah dran.
    Diese ganzen Zufälle haben für mich die Geschichte immer weiter unglaubwürdiger gemacht und das Ende total absurd. Da hätte man was viel besseres raus machen können.
    Die Charaktere haben mir im Verlauf immer weniger Spass gemacht und gingen mir stellenweise auf die Nerven.
    Sehr schade, denn die Geschichte hatte potenzial.

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    Vuchas avatar
    Vuchavor einem Jahr
    Kurzmeinung: sehr spannend und verworren
    packend und spannend... mit Abstrichen

    Zum Inhalt:
    Bei "Bruderlüge" handelt es sich um die Fortsetzung von "Schwesterlüge"; einem sehr packenden Thriller von Kristina Ohlsson.Der Anwalt Martin Benner kämpft gegen und gleichzeitig für Lucifer, den Boss der Unterwelt. In seinem Auftrag soll er Mio, Lucifers Sohn ausfindig machen. Allerdings lässt Benner sich nicht ohne Weiteres auf diesen Deal ein sondern verfolgt auch weiter seine eigenen Ziele, und bringt dabei sich selbst und seine Nächsten immer wieder in Gefahr.
    Meine Meinung:

    Es scheint etwas ungewöhnlich, eine Story dieser Art auf zwei Bände aufzuteilen, da es sich bei "Schwesterherz" und "Bruderlüge" um eine fortlaufende Handlung und nicht um in sich selbst abgeschlossene Fälle handelt. Welches die Beweggründe der Autorin hinsichtlich dieser Entscheidung waren, konnte sich mir nicht ganz erschließen: reines Marketing, Schüren der Spannung und der Neugierde, ... ?!? Zumindest scheint die Rechnung aufzugehen.
    Ich muss allerdings gestehen, dass bei mir zwischen der Lektüre des ersten und des zweiten Bandes ein wenig Zeit vergangen ist. Aus diesem Grund wusste ich es sehr zu schätzen, dass zu Beginn von "Bruderlüge" die Handlung aus "Schwesterherz" noch einmal kurz umrissen wurde. 
    Gut gefallen hat mir auch die Tatsache, dass die einzelnen Kapitel jeweils mit einem Interview eingeleitet wurden, das Benner einer Journalisten gibt. Dieses Stilmittel schürt ebenfalls die Neugierde beim Leser, lässt einen Vermutungen aufstellen und einige Dinge noch einmal reflektieren.
    Dennoch gab es auch kleine Kritikpunkte: Die Auflösung des ganzen Falls wirkte auf mich etwas zu sehr konstruiert und ließ sich dennoch (auch aufgrund des Titels) zumindest teilweise schon erahnen.
    Generell mag ich auch Ermittler sehr gerne, die ihre Ecken und Kanten haben und nicht nur genau nach der Gesetzgebung handeln sondern auch mal rein nach Bauchgefühl und Menschenverstand. Trotzdem war Benners Handeln für mich nicht immer nachzuvollziehen, zumal er seine Mitmenschen immer wieder in Lebensgefahr bringt.
    Fazit:
    Sehr spannender Thriller, der jedoch sehr gut in einem einzelnen Buch hätte abgehandelt werden können und dessen Schluss ein bisschen überzogen wirkt.

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    Pippo121s avatar
    Pippo121vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Fesselnd, wenn auch zeitweise etwas eintönig aufgrund der einseitigen Erzählperspektive...
    Konnte mich nicht wirklich überzeugen ...

    Martin Benner befindet sich nach wie vor in seinem ganz persönlichen Albtraum. Der Unterweltboss „Luzifer“ setzt alles daran seine Existenz zu zerstören und Benner zu brechen. Um dies zu verhindern, muss Benner in dessen Auftrag nach Mio suchen und ihn übergeben. Ein schwieriges Unterfangen, da Benner immer wieder Steine in den Weg gelegt werden und er sich seiner eigenen, schwierigen Vergangenheit stellen muss…
     
    Meine Meinung:
    Nach „Schwesterherz“ folgt mit „Bruderlüge“ nun der zweite Teil dieser Geschichte. Unabhängig von der Handlung möchte ich betonen, dass ich es gar nicht schätze, dass hier zweimal kräftig an einer einzigen Geschichte verdient wurde. Der erste Teil war in meinen Augen nicht in sich abgeschlossen und für mich hatte dies doch den sehr üblen Nachgeschmack der Geldmacherei, frei nach dem Motto: „Warum mit dem Plot nur einmal Geld verdienen, wenn man auch zwei Mal zur Kasse bitten könnte?“. Ich habe deswegen in der Tat gezögert und wollte mir „Bruderlüge“ anfangs nicht kaufen. In meinen Augen waren dies nämlich keinesfalls Band 1 und Band 2 einer neuen Serie, sondern eine einzige Handlung die auf zwei Bücher aufgeteilt wurde. Ich mag solche plumpen Fortsetzungen schon bei Filmen nicht, aber bei Büchern finde ich es noch schlimmer. Schlussendlich siegte dann aber doch die Neugier, wohl wissend, dass ich mir einen dritten Aufguss dieser Geschichte sicherlich nicht mehr kaufen werde.

    Kristina Ohlsson ist eine Autorin, die ich sehr zu schätzen weiß, da sie mich auch schon mit anderen Büchern überzeugen konnte. Ihre Plots sind kurzweilig und sie weiß, wie man den Leser fesselt. Der Spannungsbogen ist wie immer gekonnt aufgebaut und führt dazu, dass man das Buch unbedingt weiterlesen will. Allerdings erschien mir vor allem der Schluss der Handlung ziemlich abstrus und konstruiert, fast so als hätte die Komplexität der Geschichte die Autorin am Ende ein bisschen überfordert. 

    Die Person Martin Benner erscheint mir sehr widersprüchlich. Draufgängerisch und machohaft auf der einen Seite, sehr unsicher und fast schon komplexiert auf der anderen Seite. Er ist nun wirklich nicht der sympathischste Artgenosse unter der Sonne, was in meinen Augen aber nicht der Störfaktor war. Allerdings fand ich seine Darstellung als einsamer Held, dem es schlussendlich im Alleingang gelingt die Welt vom großen, bösen Unbekannten zu befreien, ziemlich übertrieben und sie nervte mich zusehends im Verlauf der Handlung. Ich fand seine Beweggründe nicht immer nachvollziehbar und irgendwie kann ich seine Persönlichkeit nach wie vor nicht wirklich greifen. Er bleibt unnahbar und es fällt mir schwer, ihn als Protagonist zu akzeptieren. Ich bin es von Kristina Ohlsson einfach nicht gewohnt, dass ihr Protagonist derart blass bleibt.

    Ein weiterer Kritikpunkt ist meiner Ansicht nach die einseitige Erzählperspektive, vor allem bei einem derart schwachen Protagonisten wie Benner. Dem Leser entgeht dadurch ein differenzierterer Blick auf die handelnden Personen und das Geschehen gleitet recht schnell ins Eintönige. Die Figuren bleiben oberflächlich, denn man kann sich nicht wirklich in sie hineinversetzen und dies raubt dem Buch Tiefgründigkeit. Das finde ich sehr schade, da dieses einfach aber wirkungsvolle Stilmittel sich vor allem in Krimis und Thrillern immer wieder bewährt hat.
     
    Fazit:  
    Ich schreibe diese Rezi nun einige Zeit nachdem ich das Buch gelesen habe und bin gerade ziemlich überrascht, dass ich sofort nach der Lektüre 4 Sterne vergeben habe. Da war ich wohl noch im Spannungsbogen gefangen… Da ich Spontanität grundsätzlich zu schätzen weiß, werde ich daran auch nicht rütteln, auch wenn ich zugeben muss, dass diese Bewertung doch sehr gnädig war! ;)

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    jenvo82s avatar
    jenvo82vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Zu viele Baustellen, wilde Verfolgungsjagden und oberflächliche Charaktere. Flotter Schreibstil aber nur Durchschnittslektüre.
    Im Alleingang gegen Mr. Unbekannt

    „Aber das hier war so weit von der Normalität entfernt, dass man es dem Uneingeweihten nicht erklären konnte. Nichts war mehr, was es zu sein schien.“

     

    Inhalt


    Martin Benner, der eigentlich als Anwalt arbeitet ist mittlerweile ein Gejagter. Obwohl er seine Nichte wohlbehalten von einer Entführung zurückbekommen hat, steht vor ihm die schier unlösbare Aufgabe, den ebenfalls entführten Sohn seines Gegners aufzuspüren. Sollte ihm das nicht gelingen, dann ist das Mädchen erneut in Gefahr. Doch Banner findet eine Spur und stellt Parallelen zu seinem Leben fest, die Ursache, warum er ins Visier des unberechenbaren Lucifers geraten ist, scheint in seiner Vergangenheit zu liegen. Als Martin den Jungen Mio endlich aufspürt, wird ihm aber schlagartig klar, dass er das Opfer einer Verschwörung wurde, die ihn weit ins Abseits befördert hat. Lebend wird er möglicherweise nur dann aus der Sache herauskommen, wenn er alle Sozialkontakte kappt und sich dem Duell mit seinem Widersacher stellt, doch dazu müsste er herauszufinden, wer es ist und was ihm eigentlich zu Lasten gelegt wird …


    Meinung


    Von der schwedischen Kriminalautorin Kristina Ohlsson habe ich bereits ihren Debütroman „Aschenputtel“ gelesen, der mich nicht ganz überzeugen konnte aber auch nicht schlecht war. „Bruderlüge“ habe ich nun als zweites ihrer Bücher kennengelernt, doch auch hier wirkte die Handlung sehr aufgesetzt und damit auch konstruiert. Hinzu kommt zwar ein hohes Erzähltempo und eine kurzweilige Unterhaltung, doch das Gesamtkonzept weist zahlreiche Lücken auf und präsentiert sich als wenig einprägsam.

    Obwohl „Bruderlüge“ der zweite Band der Reihe um Martin Benner ist, kann man ihn auch problemlos isoliert lesen, die Berührungspunkte zum ersten Fall sind nicht so gravierend und das fehlende Insiderwissen habe ich ebenfalls nicht vermisst. Schwieriger wird es mit dem Hauptprotagonisten selbst, der einerseits wie ein vollkommen verstörter und verängstigter Mensch wirkt, und dann wieder voller Tatendrang allein gegen die Übermacht von Mr. Unbekannt auftritt. Irgendwo zwischen Choleriker und Draufgänger angesiedelt, führt er fragliche Beziehungen, die ihn dann wieder zum Typ einsamen Wolf machen. Dieses On-Off in der Hauptperson dieses Thrillers hat mich definitiv verstört. Und dann kommen da noch die vielen Opfer hinzu, die irgendwann die Lebenslinie von Martin Benner gekreuzt haben und nun konsequent ermordet werden, natürlich nicht von ihm, doch der Täter im Hintergrund ist auch nicht allein und seine Marionetten führen ein gar spektakuläres Affentheater auf. Inhaltlich fehlte es nicht nur an Stimmung und Hintergrundwissen, sondern vor allem an einer geradlinigen Erzählstruktur.

    Positiv hingegen ist mir das hohe Erzähltempo und damit einhergehend das hohe Spannungsniveau aufgefallen. Die Szenen könnte ich mir in einer Verfilmung fast noch besser vorstellen und auch der Text könnte gängig in ein Drehbuch umgeschrieben werden. Um sich die einzelnen Schauplätze vorstellen zu können und auch die Rückblenden besser vor Augen zu haben, würde mir hier das Bildmaterial definitiv weiterhelfen, vor allem weil ich nach dem Lesen das Gefühl habe, keine der Personen wirklich kennengelernt zu haben. Das finde ich ausgesprochen schade und es hinterlässt bei mir eine unzureichende Befriedigung.


    Fazit


    Ich vergebe 2,5 (aufgerundet 3) Lesesterne für diesen schnellen, kurzweiligen Unterhaltungsthriller mit einer scheinbar temporeichen Handlungsebene, der mir jedoch kaum im Gedächtnis bleiben wird. Es gab einfach zu wenig Bezugspunkte, zu viele ungenaue Beschreibungen, zu viele blasse Figuren und eine derart konstruierte Auflösung, die fast schon wieder humorvoll war, denn wer bitteschön verpasst schon den entscheidenden Moment seiner Hinrichtung auf so profane Weise?

     

    Kommentare: 4
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    Caillean79s avatar
    Caillean79vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Wendungen waren unvorhersehbar &spannend, es war auch toll geschrieben, aber es wirkte leider alles sehr konstruiert & unwahrscheinlich.
    Sehr konstruierte Auflösung

    Nach dem ersten Teil („Schwesterherz“) war ich noch recht euphorisch und hab gespannt auf den zweiten Band und damit Abschluss dieser Reihe gewartet. Jetzt ist meine Euphorie einer gewissen Unzufriedenheit gewichen.

    Nicht, weil das Buch nicht spannend gewesen wäre – nein, daran lag es überhaupt nicht, ich habe bis zum Schluss mitgefiebert. Aber die Auflösung dieses riesigen Berges an Verstrickungen, mafiaähnlichen Strukturen und ominösen Beziehungen wirkte auf mich sehr konstruiert und unnatürlich. Eben genau so, als hätte sich vorher jemand hingesetzt und einen komplizierten Plot entworfen, der möglichst viele Twists enthält. Wirklich lebensnah war davon aus meiner Sicht leider kaum was. Nun kann ich das aber hier nicht weiter ausbreiten, denn ich will potentiellen Lesern nicht zu viel verraten. Wer Fragen hat kann mir gern eine Mail schreiben ;)

    Am Schreibstil der Autorin gibt es nach wie vor nix zu meckern. Die Story war mitreißend erzählt und das Tempo rasant – definitiv ein Buch, über dem man „drüberbleibt“.

    Die Figur des Martin Benner hat mich allerdings nicht mehr ganz so überzeugt wie im ersten Teil. Da war noch viel mehr von dem rotzfrechen Anwalt zwischen den Zeilen zu lesen. Hier im zweiten Teil gings dann ans Eingemachte und Benner wurde vorsichtiger, reflektierter, ängstlicher. Vom Verlauf der Story her verständlich und logisch, fürs Lesevergnügen ein wenig schade.

    Ich weiß nun auch nicht so recht – soll ich die Benner-Bücher weiterempfehlen oder nicht? Wer rasante Thriller mit außergewöhnlichen Ideen mag und sich an der Lebensnähe eines Kriminalfalls nicht hochzieht, findet die Romane bestimmt super. Wem es wichtig ist, dass die Handlung lebensnah und nachvollziehbar ist, wird wohl – ähnlich wie ich - nicht  so zufrieden sein (insbesondere mit Band 2).

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    P
    PoldisHoerspielseitevor einem Jahr
    Bruderlüge (Martin Benner Band 2)

    Eigentlich wollte Martin Benner eine angebliche Mörderin rehabilitieren, doch in der Gewalt des Unterweltbosses Lucifer hat er nun komplett die Seiten gewechselt und sucht deren Sohn. Doch bei seiner Suche kommt er einem Geheimnis auf der Spur, und er beginnt zu ahnen, wie tief er mittlerweile in die Ereignisse verstrickt ist...

    Kristina Ohlsson hat die Geschichte um Martin Benner in zwei Bänden erzählt, doch nur zusammen können sie ihren vollen Reiz entfalten. In „Bruderlüge“ werden die Ereignisse aus „Schwesterherz“ dabei nahtlos fortgesetzt, man sollte sich also noch recht genau an die dortigen Ereignisse erinnern. Denn die Handlung ist ziemlich komplex und fordert die Aufmerksamkeit des Lesers, um alle Zusammenhänge erfassen zu können. Die Handlung entwickelt sich dabei auch schnell weiter, sodass kaum langwierige Passagen auftauchen, Ohlsson hat hier alles an die richtige Stelle gebracht. Auch die Charaktere kommen gut zur Geltung, wirken geheimnisvoll und undurchsichtig, was der Handlung viel zusätzlichen Reiz verleiht. Nie ist ganz klar, wem Martin trauen kann und wer ein falsches Spiel mit ihm treibt. Er selbst ist eben auch nicht der heldenhafte Strahlemann, sondern hat sogar mehr Ecken und Kanten als liebenswerte Eigenschaften, nur im Umgang mit seiner Nichte kommt sein weicher Kern zum Vorschein. Doch er entwickelt sich im Laufe dieses zweiten Bandes auch noch einmal weiter und kann noch weitere Seiten zeigen, lässt den Leser noch tiefer in seine Gedankenwelt einsteigen.

    Der Verlauf der Handlung selbst wirkt in Teilen leider doch etwas zu konstruiert. Gerade die beiden Morde, die Martin angehangen werden sollen, wirken dann doch weit hergeholt. Doch abgesehen davon entwickelt sich eine atmosphärisch sehr dichte und vielschichtige Handlung, deren Intensität sich immer weiter steigert und so wirklich spannende Momente entwickelt. Gerade das Finale ist dann sehr gekonnt erzählt und führt die aufgebauten Handlungsstränge sinnvoll zusammen, sodass sich ein gelungenes Gesamtbild ergibt.

    Wer mit „Schwesterherz“ nichts anfangen konnte, wird auch an „Bruderlüge“ keine Freude haben, zu ähnlich ist der Schreibstil. Ich mag diese exzentrische Hauptfigur sehr und kann wegen dem sehr gelungenen Plot jedoch auch über einige Schwächen hinwegsehen. Mir hat dieser Band gut gefallen, da alle offenen Stränge gekonnt zusammengehalten werden.

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    eulenmatzs avatar
    eulenmatzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Um Längen besser als der erste Teil! Sehr spannend, rasant und am Ende alles anders als gedacht.
    Grandioser zweiter Teil

    INHALT:
    Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt.

    MEINUNG:
    Bruderlüge ist der zweite Teil der Martin Benner Dilogie. Schwesterherz hatte ich bereits gelesen und fand es ganz in Ordnung. Allerdings macht es wenig Sinn, wenn man diesen zweiten Teil nicht liest, denn hier wird alles aufgeklärt. Bruderlüge hat mir um Längen besser gefallen.
    Der Einstieg in diesen Teil hat die Autorin sehr clever gemacht, denn es gibt am Anfang nochmals eine gut verpackte Zusammenfassung des ersten Teils. Auch wenn ich diesen vor nicht so langer Zeite gelesen habe, hatte ich nicht mehr jedes Detail parat, obwohl das wirklich ratsam ist. Dieser zweite Teil fordert den Leser enorm heraus. Man muss hier wirklich aufmerksam lesen und in der Lage sein Infos abzuspeichern, denn sie werden zu einem späteren Zeitpunkt nochmal wichtig. Trotz der Komplexität lässt es sich aber flüssig lesen und hält den Leser mit einem hohen Spanungsbogen immer am Ball. Im ersten Teil hatte ich noch kritisiert, dass es sehr viele Dialoge gibt. Hier ist das nicht mehr der Fall.

    Die Autorin streut extrem viele Spuren und ich hatte eigentlich selten den Eindruck, dass ich weiß wer der Täter ist und wo die Wahrheit liegt. Denn diese beiden entscheidenden Faktoren sind eben nicht so eindimensional wie bei manch anderen Thriller. Gegen Ende hatte ich eine Ahnung, aber es war dann doch noch etwas anders. Die Geschichte ist fast wie ein klassisches Drama. Ein Ereignis führt dazu, dass viele Menschen sterben und leiden müssen. Ein Ereignis, was sich erst am Ende offenbart.

    Martin Benner bleibt sich auch in diesem Teil selbst treu und wirft nicht plötzlich alles, was ihn ausmacht über Bord. Er ist sehr ist weiterhin sehr ich-bezogen, aber erkennt auch den Ernst der Lage. Jede Person, die er mit reinzieht oder die ihm etwas bedeutet, kann zu Schaden kommen. Martin Benner habe ich mir immer als Idris Elba in der Serie „Luther“ vorgestellt. Sollte diese Dilogie mal verfilmt werden, wäre er meine erste Wahl. ;-)

    FAZIT:
    Mit diesem zweiten und abschließenden Teil hat Kristina Ohlsson einen hochkomplexen Thriller geschaffen, der seines Gleichen sucht und den Leser herausfordert. Martin Benner kann man mögen, muss man aber nicht.
    Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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    P
    pipi1904vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schwesterherz und Bruderlüge = fulminanter Thriller
    Gänsehautfeeling

    Nachdem ich den ersten Teil "Schwesterherz" innerhalb weniger Stunden fertig gelesen hatte, war ich natürlich drauf und dran den zweiten Teil in die Hände zu bekommen.

    Der zweite Teil hat mich umso weniger enttäuscht, ich war von Anfang an mitten in der Geschichte drinnen und rätselte bis zum Schluss wer den nun der besagte Lucifer nun sei.  Ich wurde aber nicht enttäuscht, denn das Ende war wirklich wirklich gut - vielleicht etwas dramatisch an den Haaren herbeigezogen, aber heutzutage auch nicht wirklich undenkbar.

    Bin seitdem ein großer Fan von schwedischen Autoren :)

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    TanjaMaFis avatar

    Schweden hat einen neuen Ermittler!

    Hochspannung, Nervenkitzel und Gänsehaut erwarten dich, wenn Anwalt Martin Benner seine Ermittlungen aufnimmt. Egal, ob in Schweden oder Texas, Krimifans kommen garantiert auf ihre Kosten!



    In unserer großen Tandem-Leserunde kannst du direkt zwei Fälle aus der Feder der schwedischen Erfolgsautorin Kristina Ohlsson entdecken, denn wir lesen gemeinsam Band 1 "Schwesterherz" und Band 2 "Bruderlüge"!

    Mehr zu "Schwesterherz"
    Wer war Sara Texas? Kaltblütige Serienmörderin oder unschuldiges Opfer? Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein, und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an …

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    Martin Benners brisanter Fall um Sara Texas geht weiter! Welche Geheimnisse und Wendungen euch erwarten, erfahrt ihr in "Bruderlüge". 

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    Mehr zur Autorin
    Kristina Ohlsson wurde 1979 in schwedischen Kristianstad in Skåne geboren. Heute lebt und schreibt die Schriftstellerin jedoch in Stockholm. Sie studierte Staatswissenschaft und war nach ihrem Abschluss im Außenministerium, bei der militärischen Hochschule und der schwedischen Sicherheitspolizei SÄPO tätig. Ihre Kriminalromane sind weltweit erfolgreich.

    Gemeinsam mit Limes vergeben wir 25 Buchpakete bestehend aus "Schwesterherz" und "Bruderlüge" unter allen, die sich bis zum 25.05.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* bewerben und folgende Frage beantworten.

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