Kristina Ohlsson Sterntaler

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Inhaltsangabe zu „Sterntaler“ von Kristina Ohlsson

Manche Geheimnisse sind so grausam, dass sie einen verstummen lassen … Seit vielen Jahren hat die einst gefeierte Kinderbuchautorin Thea Aldrin mit niemandem mehr gesprochen. Doch jeden Samstag schickt ihr ein Fremder einen Strauß Blumen und eine Karte, auf der ein einziges Wort steht: Danke. Dann besucht eine Studentin sie im Pflegeheim – und verschwindet kurz danach spurlos. Zwei Jahre später wird die Leiche der jungen Frau in einem Waldstück in Midsommarkransen gefunden. Daneben: eine weitere Leiche, die schon deutlich länger tief in der Erde liegt. Und schließlich: eine dritte. Welches Geheimnis verschweigt die stumme Autorin?

Für mich nur ein mittelmäßiger Krimi. Mir fehlte die Spannung. Frau Ohlsson konnte mich mit der Geschichte nicht fesseln

— Norell

Fesselnd, spannend - ich hab es nie gerne aus der Hand gelegt.

— Schaefche85

Sehr spannend!

— MaiPie80

Der Schreibstil und der Aufbau der Bücher wird immer besser. Dennoch gibt es Verbesserungspotential. 3 Sterne!

— Miia

Spannender Thriller, der einen nicht mehr loslässt und immer wieder vor Rätsel stellt!

— Sleepintheuniverse

Toller Spannungsbogen mit einer außergewöhnlichen Handlung!

— Pippo121

wieder richtig gut zu lesen, eine lesenswerte Reihe, teilweise sehr dramatisch

— SteffiFeffi

sehr spannender und interessaner Thriller/Krimi. Hab ich in einen Rutsch durchgelesen. top!

— rainybooks

Sehr gutes Buch, spannen bis zum Schluss, zwar etwas verwirrend am Anfang .

— Missi1984

Spannend bis zum Schluss

— Kelo24

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  • Fredrika Bergmann - Sterntaler (Kristina Ohlsson)

    Sterntaler

    PoldisHoerspielseite

    09. December 2016 um 09:46

    ie Leiche der jungen Frau wird eher zufällig gefunden, seit zwei Jahren im Wald verscharrt. Dennoch gelingt die Identifikation sehr schnell, denn Alex Recht erinnert sich an das außergewöhnliche Piercing, das das Merkmal der vermissten jungen Frau war, deren Verschwinden nie aufgeklärt werden konnte. Doch das ist nicht der einzige Mord, den das Team um Fredrika Bergmann aufklären muss, und alle Spuren führen zu einer Kinderbuchautorin, die seit 30 Jahren kein Wort mehr gesprochen hat...In ihrer Reihe um die toughe Ermittlerin Fredrika Bergmann ist die Autorin Kristina Ohlsson mit „Sterntaler“ schon beim dritten Band angekommen und lässt diesen wieder in eine ganz andere Richtung laufen als die Vorgänger – das allerdings auf eine sehr spannende Art. Denn immer wieder stellt sie ihren Lesern Fallen, führt sie in eine neue Richtung, nur um später einen Gegenbeweis hervorzuzaubern. Nie weiß man, woran man ist, lange ist unklar, wohin sich die Geschichte entwickeln wird. Klar ist nur, dass die stumme Autorin eine wichtige Rolle spielt, die seit Jahren in einem Pflegeheim wohnt, auch um sie ranken sich einige Geheimnisse. Dynamisch wechselt Ohlsson zwischen den einzelnen Erzählebenen, lässt kryptische Szenenfragmente einfließen, die erst später einen Sinn ergeben, und fügt so alles zu einem rätselhaften Kontrukt zusammen, das am Ende überraschend elegant aufgelöst wird. Sicherlich gibt es dabei auch die eine oder andere Ungereimtheit, und auch die Figuren handeln nicht immer vollkommen plausibel, doch insgesamt sind diese sehr stimmig geraten. Dabei sind auch viele Momente aus dem Privatleben des Ermittlerteams eingebaut, allen voran natürlich von Fredrika, die als junge Mutter noch einmal andere Facetten von sich zeigen kann und mit der Doppelrolle als Ermittlerin und Mutter erst einmal klar kommen muss.Der Sprachstil von Ohlsson ist wieder sehr prägnant und bildreich, sodass die Ereignisse sehr gut zur Geltung kommen. Die Wortwahl ist stimmig und vielseitig, die Personen werden sehr genau beschrieben, sodass man direkt ein Bild vor dem inneren Auge bekommt. Und so ergeben sich auch schnell Sympathien und Antipathien, man fiebert mit den Charakteren mit und ist gespannt auf die nächsten Schritte.„Sterntaler“ ist mit seinen geheimnisvollen Hintergründen von Anfang an sehr fesselnd gelungen. Ohlsson baut eine dichte und packende Szenerie auf, wechselt schnell zwischen den einzelnen Szenen hin und her und lässt auch das Privatleben der Ermittler nicht außen vor. Insgesamt ist ihr der Roman sehr stimmig und temporeich gelungen, zumal die Auflösung gleich mehrere interessante Kniffe enthält.

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  • Der bisher beste Band aus dieser Serie

    Sterntaler

    Ritja

    04. December 2016 um 12:19

    Nachdem ich von dem zweiten Band etwas enttäuscht war, hat mich diesmal Kristina Ohlsson wieder eingefangen. Der dritte Band ist aus meiner Sicht ihr bisher bestes Buch. Die Geschichte hat alles, was ein Leser sich von einem Thriller wünscht. Viele zwielichtige Charaktere, die nach außen hin, die Wirtschaft und die Bildung darstellen, aber im Inneren Geheimnisse haben, die schwarz wie die Nacht sind. Es gibt viele persönliche Krisen und traurige Momente für die Ermittlergruppe sowie Ermittlungen, die sehr emotional und nicht immer regelkonform durchgeführt werden. Es gibt Morde, die ganz frisch sind und Morde, die Jahrzehnte zurückliegen. Und dazwischen sitzt eine Frau und schweigt.  Spannend bis zum Schluß, immer wieder werden Wendungen und Sackgassen, die den Frust der Ermittler hochhalten, neue Informationen, die schockieren und die Objektivität verlieren lassen, eingebaut. Die Charaktere dürfen sich weiterentwickeln und noch mehr von sich zeigen.  Das Buch endet wieder mit einigen offenen Fragen (das kann die Autorin gut), so dass man direkt den nächsten Band starten möchte, um zu erfahren, was als nächstes geschieht.

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  • Spannung um eine stumme Autorin

    Sterntaler

    Schaefche85

    01. October 2016 um 13:30

    Die Kinderbuchautorin Thea Aldrin hat seit Jahrzehnten kein Wort mehr gesprochen. Ihre Umwelt hat sich daran gewöhnt, zumal sie inzwischen in einem Pflegeheim lebt. Dort ist sie nach einigen schrecklichen Ereignissen in ihrem Leben eingezogen und lebt seitdem recht zurückgezogen. Abgesehen davon, dass sie jeden Samstag einen Blumenstrauß bekommt, zu dem eine Karte gehört, auf der "Danke steht". Einmal hat eine Studentin sie besucht, doch kurz danach wurde sie ermordet und zwei Jahre später im Wald vergraben wieder gefunden - womit das Team um Alex Recht und Fredrika Bergman einen neuen Fall zu lösen haben. Doch es ist von Anfang an ein Fall, in dem es viele Verdächtige und Theorien gibt, so dass das Team kaum hinterher kommt. Als dann noch eine zweite Leiche und mit der Zeit eine dritte auftaucht, wird die Sache auf der einen Seite verzwickter, auf der anderen Seite werden manche Zusammenhänge mit den Identifizierungen der anderen Leichen erst wirklich deutlich. Das war wieder ein Krimi von Kristina Ohlsson, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Langsam bekomme ich bei jedem weiteren Buch von ihr Angst, dass sie doch irgendwann mal nachlässt, aber bisher hat sie mich nicht enttäuscht. Dazu kommt, dass ihre Bücher sich eh schon sehr flüssig lesen, aber auch von Anfang an eine Grundspannung da ist, die sich steigert und die auch während der Recherchen und Ermittlungen nicht verloren geht. Auch in "Sterntaler" spielt das Privatleben der Ermittler eine Rolle, insbesondere das von Fredrika, Peder und Alex, allerdings verwebt sich das so mit dem Fall, dass es nur bedingt als Privatleben auffällt. Es ist eher so, dass man merkt, wie schwierig es im Polizeialltag werden kann, Beruf und Privates zu trennen bzw. warum bestimmte Regelungen und Gesetze wichtig sind. Aus den Privatangelegenheiten ergibt sich letzten Endes auch ein Cliffhanger (finde ich zumindest), weil so einiges offen bleibt, was das Leben auf dem Revier durchaus beeinflussen könnte. Es macht übrigens Sinn, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, gerade hier wurde auch auf die beiden Vorgänger Bezug genommen, was man zwar auch so verstehen kann, wo ich mir aber vorstellen könnte, dass es umgekehrt nach "Sterntaler" nur noch bedingt Spaß macht, "Aschenputtel" und "Tausendschön" zu lesen. Fazit: Eine klare Empfehlung für alle Fans von skandinavischen Krimis - lasst euch nicht davon abschrecken, dass es eine Reihe ist! Reihenfolge: 1. Aschenputtel 2. Tausendschön 3. Sterntaler 4. Himmelschlüssel 5. Papierjunge

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    • 11
  • Langsam entwickelt sich der Schreibstil der Autorin

    Sterntaler

    Miia

    16. September 2016 um 09:39

    Achtung! 3. Teil einer Reihe! Inhalt:  Seit vielen Jahren hat die einst gefeierte Kinderbuchautorin Thea Aldrin mit niemandem mehr gesprochen. Doch jeden Samstag schickt ihr ein Fremder einen Strauß Blumen und eine Karte, auf der ein einziges Wort steht: Danke. Dann besucht eine Studentin sie im Pflegeheim – und verschwindet kurz danach spurlos. Zwei Jahre später wird die Leiche der jungen Frau in einem Waldstück in Midsommarkransen gefunden. Daneben: eine weitere Leiche, die schon deutlich länger tief in der Erde liegt. Und schließlich: eine dritte. Welches Geheimnis verschweigt die stumme Autorin? Meine Meinung:  Es handelt sich hier um den dritten Teil der Reihe rund um die Ermittlerin Fredrika Bergman und ihre Kollegen. Diesmal geht es um einen neuen Fall. Ein verschwundenes Mädchen wird tot aufgefunden und alle Spuren führen zu einer schweigenden Autorin. Auch die Handlungsstränge im privaten Leben der Ermittler gehen weiter. Man merkt, dass die Autorin immer sicherer beim Schreiben wird. Ihr Schreibstil wird klarer und der Aufbau der Bücher besser. In diesem Band beispielsweise zeigt sie uns zwischendurch Ausschnitte aus Verhören. Dabei werden die Ermittler selbst verhört und wir bekommen kleine Einblicke, was am Ende des Buches geschehen wird. Dadurch bekommt die Geschichte viel mehr Dynamik, was mir im zweiten Band ja so sehr gefehlt hatte. Dennoch gibt es auch immer noch Verbesserungspotential. Einerseits gibt es immer noch sehr langatmige Stellen. Meiner Meinung nach verbringen die Ermittler viel zu viel Zeit im Büro um zu reden oder um nachzudenken. Dadurch fehlt immer ein bisschen Action und der Geschichte wird die Spannung genommen. Des Weiteren merkt man, dass die Autorin sich wirklich emotionalen Situationen entzieht. Ja, am Ende des Buches passiert etwas, was sehr actionreich ist und auch Emotionen mit sich bringt, aber richtig traurige oder auch richtige emotionale Situationen, wie der Tod von Alex Frau oder die Geburt von Fredrikas Kind überspringt sie einfach von einem Band zum nächsten. Man hat das Gefühl, dass sie sich in spannenden, actionreichen Szenen wohl fühlt, aber sich der Herausforderung entzieht richtige dramatische Szenen zu schreiben. Bin gespannt, ob sie sich da in den nächsten Bänden etwas mehr traut :) Fazit:  Die Entwicklung der Autorin ist klar zu sehen. In diesem Band wird ihr Schreibstil deutlicher und der Aufbau des Buches ist viel besser und viel dynamischer. Dennoch besteht Verbesserungspotential, da man das Gefühl hat, dass die Autorin sich an richtige dramatische Szenen noch nicht ran traut. Dieses Buch bekommt 3 Sterne von mir, einfach weil es besser aufgebaut und spannender ist als der zweite Teil. Ich hoffe aber, dass die Autorin noch eine stärkere Entwicklung durchmacht und mich noch mehr in Band 4 oder 5 überzeugen kann.

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  • Super Thriller mit viel Spannung!

    Sterntaler

    Sleepintheuniverse

    03. July 2016 um 19:12

    Cover: Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das Buch zunächst nur deshalb angeschaut habe, weil es ein sehr schönes Titelbild hat. Die Schmetterlinge erinnern mich daran, wie ich im Kindergarten immer selbst solche Bilder fabriziert habe. Farbe aufs Papier klatschen und zusammenfalten. Die feinen Äste, die sich um die Schmetterlinge herum verzweigen, sind noch ein weiteres Highlight des Buches.   Inhalt: Seit vielen Jahren hat die einst gefeierte Kinderbuchautorin Thea Aldrin mit niemandem mehr gesprochen. Doch jeden Samstag schickt ihr ein Fremder einen Strauß Blumen und eine Karte auf der nur ein einziges Wort steht: Danke. Dann besucht eine Studentin sie im Pflegeheim - und verschwindet kurz darauf spurlos. Zwei Jahre später wird die Leiche der junge Frau in einem Waldstück gefunden. Daneben: eine weitere Leiche, die schon deutlich länger tief in der Erde liegt. Und schließlich: eine dritte. Welches Geheimnis verschweigt die stumme Autorin?   Meine Meinung: Zuerst zu den Charakteren. Ich fand alle Hauptcharaktere sehr sympathisch und habe mit ihnen mitgefühlt. Sie alle waren sehr realistisch beschrieben, wodurch man am Ende des Buches das Gefühl hat, dass man sie schon richtig gut kennt. Ich konnte die Handlungen der Protagonisten durch das ganze Buch hindurch nachvollziehen. Das Einzige, was mich an den Personen in dieser Geschichte gestört hat, waren die Namen, die schwer auszusprechen wären, wenn ich sie denn aussprechen müsste. Muss ich ja glücklicherweise nicht! ;) Die Namen kommen wahrscheinlich aus dem Schwedischen, weshalb sie für mich fremd sind und mich immer wieder ein bisschen verwirrt haben.   Die Details der Geschichte haben sich durch das Buch hindurch immer mehr zusammengefügt, bis am Ende alles aufgeklärt war. Immer wieder wurde ich von "Aha-Momenten" erfasst, wenn wieder etwas erklärt oder herausgefunden wurde. Die Ermittlungen der Polizei, bei denen viele zu den Protagonisten gehören, waren sehr authentisch dargestellt.   Außerdem war ein häufiger Perspektivenwechsel zwischen den Protagonisten vorhanden. Manchmal wurde aus der Sicht der Ermittler geschrieben. Dann wieder aus der Perspektive der Verdächtigen und völlig Außenstehender. Dadurch hat man immer wieder andere Sichtweisen mitbekommen und ändert immer wieder die Meinung zu den Personen. "Ich mag dich. Ich mag dich nicht. Ich mag dich. ...". ;) Wenn aus der Sicht der Kinderbuchautorin Thea Aldrin erzählt wurde, wurde man immer wieder vor Rätsel gestellt. Durch ihre Gedanken wusste man manchmal etwas mehr als die Polizei, jedoch nicht genug um sicher weitere Aspekte des Mordfalls festzustellen. Man wurde sozusagen grübelnd zurückgelassen. :)   Fazit: Das Buch ist für jeden etwas, der gerne liest wie spannende Mordfälle aufgedeckt werden, und den es auch nicht stört wenn man hin und wieder grübeln muss. Alles in einem war es ein tolles Buch und ich freue mich darauf auch die anderen Bücher der Reihe zu lesen! Von mir gibt es 4 Sterne!

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  • Spannend, spannender, Kristina Ohlsson

    Sterntaler

    Pippo121

    19. June 2016 um 20:08

    Die Leiche der jungen Studentin Rebecca Trolle wird zwei Jahre nach ihrem mysteriösen Verschwinden entdeckt. Sofort übernimmt Alex Recht die Ermittlung und setzt sein gesamtes Team auf diesen Fall an. Obwohl es rasch sehr interessante Spuren gibt, tappen die erfahrenen Ermittler zusehends im Dunkeln. Immer neue Ermittlungsstränge tun sich auf, doch alle Tatverdächtigen scheinen nach und nach ausgeschlossen werden zu können. Nur eine Person taucht immer wieder auf: die verstummte Kinderbuchautorin Thea Aldrin. Welches Geheimnis schützt sie so vehement? Wird es den Polizisten, die allesamt mit privaten Dramen zu kämpfen haben, gelingen, den Täter zu fassen? Wie immer beeindruckt Kristina Ohlsson mit ihrem brillanten Schreibstil: fesselnd, präzise und sehr einnehmend. Der Spannungsbogen des Buches ist perfekt aufgebaut und lässt nichts zu wünschen übrig. Der recht blutige Prolog lässt den Leser sofort aufhorchen und auch während der Lektüre bleibt die Handlung überaus packend. Besonders gut fand ich die Idee, den ganzen Fall rückblickend zu erzählen. Der Thriller beginnt mit einem Verhörprotokoll, denn das Team um Alex Recht muss einem internen Ermittlungsausschuss Rede und Antwort stehen. Schnell wird klar, dass Peder Rydhs Bruder Jimmy dem Täter zum Opfer gefallen ist und die internen Ermittler nun ihrerseits Peder auf dem Kieker haben. Durch diese Verhöre ist man als Leser dem eigentlichen Geschehen immer einen Schritt voraus. Man kann erahnen, welche Richtung der Fall nehmen wird, ohne jedoch wirklich über ausreichendes Wissen zu verfügen, brauchbare Hypothesen zu entwickeln. Bis zum Schluss war mir das Motiv der Verbrechen ein Rätsel und die Auflösung überraschte mich. Dennoch bleibt der ganze Plot überzeugend und wirkt auch nicht übertrieben. Die komplexe Handlung ist zu jedem Zeitpunkt wohl durchdacht und ich konnte ihr problemlos folgen. Die Ermittler sind sehr menschlich und durch ihre anschauliche Darstellung fühlt man sich ihnen sehr verbunden. Peder scheint endlich wieder zur Ruhe gekommen zu sein, doch dann wirft der Mord an seinem Bruder ihn selbstverständlich wieder aus der Bahn. Frederika geht in ihrer Mutterrolle auf, jedoch wird Spencer von einer Studentin der Vergewaltigung bezichtigt. Die Ermittlung gegen Spencer nimmt einen ziemlich großen Raum ein, was ich auch durchaus nachvollziehen kann. Darüber hinaus taucht Spencer auch immer wieder als Randfigur in dem Fall Rebecca Trolle auf, was die Ermittlungen erheblich verkompliziert. Ich hätte mir nur gewünscht, dass näher erläutert werden würde, warum Spencer schlussendlich doch nicht angeklagt wird. Während des gesamten Buches sah es für ihn eher schlecht aus und ich habe mitgefiebert, wie er die Studentin der Lüge überführen würde. Leider wurde dies dann gar nicht mehr thematisiert, sondern nur noch im Epilog erklärt, dass keine Klage erhoben wurde.  Dieser Thriller hat mich voll überzeugt und ich kann ihn wärmstens empfehlen.

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  • Sehr Spannent

    Sterntaler

    Missi1984

    05. November 2015 um 14:58

    Sehr gutes Buch, konnte es kaum aus der Hand nehmen, zwar der verwirrend am Anfang , aber dann..... Top

  • Sehr guter Krimi

    Sterntaler

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. September 2015 um 11:04

    Zuerst ein großes "danke schön" an die Illustratorin für diesen wunderschönen Umschlag. Ein anthrazitfarbener Hintergrund, auf dem ein leuchtendes grünes Kleid hervorsticht, das sowohl zum Lesezeichen als auch zum gebundenes Cover des Buches passt. Einfach wunderschön! Der deutsche Verlag präsentiert diesen Roman als einen Thriller. Für mich handelt es sich hier eher um einen Kriminalroman, da die Spannung sich im ganzen Buch in Grenzen hält. Der Grund hierfür ist wahrscheinlich die Form der Erzählung, die zwischen dem Ablauf der Ermittlung über den Mord der jungen Frau und dem Verhör der involvierten Polizisten abwechselt, welches den Zweck hat, die grauen Zonen dieser Ermittlung im Nachhinein aufzuklären. Einige Fakten werden während des Verhörs verraten, was jeglichen Überraschungseffekt verhindert. Wenn man nun davon ausgeht, dass es sich um einen Krimi handelt, ist die Ermittlung gut geführt, man spürt das Engagement der Polizisten, sowie deren Überforderung. Sie sind mit den Ereignissen im Bezug auf die Ermittlung überfordert aber auch mit den privaten Problemen, der jeder mit sich schleppt. Im Großen und Ganzen war das eine sehr gute Lektüre aber ich habe das Gefühl, dass ich keine tiefen Erinnerungen daran behalten werde.

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  • Die Studienarbeit

    Sterntaler

    walli007

    12. July 2015 um 09:32

    Zwei Jahre schon war die Studentin Rebecca Trolle verschwunden und nun hat der Hund eines Spaziergängers eine Leiche aufgestöbert. An einer Kleinigkeit erkennt Alex Recht sofort, dass er die vermisste Studentin vor sich hat, was von der Obduktion auch bestätigt wird. Wer kann einen Grund gehabt haben, die junge Frau zu töten. Hat möglicherweise der junge Mann etwas damit zu tun, der sich auf ihre Bekanntschaft mehr einbildete als Rebecca offensichtlich darin sah. Frederika  Bergman hat nach der Geburt ihrer Tochter noch nicht wieder begonnen zu arbeiten, doch als ihr Freund den Vorschlag macht, in Elternzeit zu gehen, nimmt sie dankbar an. Und so ermittelt Alex Recht gemeinsam mit seinem Team in einem Fall, der für die Ermittler persönlich sehr aufreibend zu werden scheint. Verschiedene Handlungsstränge, die zunächst keinen Zusammenhang zu haben scheinen, werden zu einem verzwickten Fall verwoben, der für die Ermittler an die Substanz geht. Alex trauert noch um seine verstorbene Frau, für Frederika bringt der Wiedereinstieg in den Job doch eine große Veränderung, sie hätte nie gedacht, wie sie ihre Tochter vermisst und Peder hat sein Tief auf gerade erst überwunden und sich mit seiner Frau ausgesöhnt. Nach und nach ergeben kleinste Hinweise ein Bild, mit dem so niemand gerechnet hat. Der Fall wird für die Ermittler zur Tortur. Zunächst fragt man sich, was passiert hier eigentlich. Etwas ziellos erscheinen die Nachforschungen der Polizisten. Auch scheint die professionelle aber mitfühlende Distanz zu Opfer und Angehörigen nicht immer gewahrt. Doch nach und nach lädt der Roman immer mehr zum Miträtseln ein, was mag nur geschehen sein, ein junges Mädchen auf einer heren Mission so grausam ausgebremst. Man erlebt mit wie sich die losen Fäden langsam zu einem Ganzen verknüpfen und die Spannung steigt. Sehr schön wird hierbei letztlich die Balance gehalten zwischen sachlich genauen Untersuchungen und persönlicher Betroffenheit. Packend bis auf den letzten Widerhaken.

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  • Sterntaler - gar nicht märchenhaft

    Sterntaler

    DieTina2012

    05. July 2015 um 14:33

    Die Studentin Rebecca Trolle wird tot aufgefunden - 2 Jahre nachdem sie spurlos verschwunden ist.  Alle Spuren führen immer wieder zu Kinderbuchautorin Thea Aldrin, die vor 30 Jahren ihren Expartner ermordet haben soll und seit dem nicht mehr spricht. Fredrika Bergmann tappt im Nebel immer weiterer Leichen, die auftauchen, dem Zusammenhang mit dem Filmclub Sterntaler und Theas Schweigen. Spannender Thriller, der erst nach und nach enthüllt, wie alle Stränge zusammenhängen. Alles kann logisch und realistisch erklärt werden, aber als Leser kann man nicht alle Wendungen voraussehen und kann bis zum Ende überrascht werden.

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  • Sterntaler von Kristina Ohlsson

    Sterntaler

    typisch-mona

    21. May 2015 um 09:09

    Zum Inhalt: In einem Pflegeheim lebt die Kinderbuchautorin Thea Aldrin. Jeden Samstag bekommt sie von einem Fremden einen Strauß Blumen und eine Karte mit dem Wort "Danke" zugeschickt. Das Besondere seit vielen Jahren hat Thea kein Wort mehr gesprochen. Eines Tages bekommt Thea Aldrin Besuch von einer Studentin. Kurz darauf verschwindet die Studentin. Zwei Jahre später wird ihre Leiche gefunden, daneben eine weitere, noch viel ältere Leiche...  Eigene Meinung: Was für ein brillanter Thriller! Von Anfang an war ich gefesselt und so konnte ich das Buch kaum zu Seite legen. So schnell habe ich 544 Seiten bestimmt noch nie zu Ende gelesen.  Von der ersten Seite an ist Hochspannung vorhanden (es beginnt mit einem grauenhaften Prolog). Im Verlauf der Handlung treten immer wieder überraschende Wendungen auf, Verdächtige tauchen auf, werden verworfen, um dann wieder in den Fokus der Ermittlungen zu rücken. Am Ende der Kapitel gibt es zudem einen Auszug aus einem internen Verhör, bei dem die Ermittler als Zeugen vernommen werden und dadurch beim Leser noch mehr Verwirrung stiften. Neben dieser gut durchdachten und komplexen Handlung überzeugen auch die sehr überzeugend und lebhaft beschrieben Charaktere. Diese sind sehr facettenreich und lassen sich sehr gut bildlich vorstellen. Zudem agieren sie nachvollziehbar ebenso wie die wohldurchdachten Handlungsstränge. Die Autorin hat hier einen guten Weg gefunden, um die bekannten Charaktere einzuführen, sodass Neuleser (dieses Buch ist der dritte Fall für Ermittlerin Fredrika Bergman) gut informiert werden, Serienkenner diese Einführungen aber nicht als Längen empfinden.  Obwohl es viele Personen und Handlungsstränge gibt, ist es kein Problem, dem Geschehen sowie dem Fall zu folgen. Mit ein Grund dafür ist der packende, nachdenkliche und einnehmende Schreibstil von Kristina Ohlsson.  Und wieder einmal habe ich mich bis kurz vor Schluss auf viele Irrwege führen lassen. Oft war ich der Meinung alles durchschaut zu haben, wurde jedes Mal eines besseren belehrt und auf eine neue Fährten gelockt. Kristina Ohlsson gelingt es in "Sterntaler" aufs neue einen undurchschaubaren Thriller zu schreiben.  Fazit: 5 von 5 Sternen für einen hochspannenden und authentischen Thriller. Eine absolute Lese-Empfehlung von mir!

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  • Die Vergangenheit lässt sich nicht totschweigen

    Sterntaler

    Betsy

    09. May 2015 um 02:30

    Die Leiche einer vor 2 Jahren verschwundenen Studentin, die zerstückelt und vergraben gefunden wird, eine des Mordes an ihrem Mann verurteilte Kinderbuchautorin, die mittlerweile ihr Dasein in einem Altenheim zubringt und seit ihrer Verurteilung kein Wort mehr gesprochen hat, ihr verschwundener Sohn, der nie gefunden wurde, ein brutaler Film der weitere Fragen aufwirft, verworrene Beziehungskisten und die privaten Befindlichkeiten der Ermittler bilden die Zutaten für diese spannende und ereignisreiche Geschichte.Dies ist bereits der 3. Band um die Sonderermittlungsgruppe um Alexander Recht. Man muss die vorherigen Bände nicht unbedingt gelesen haben, denn der Fall ist in sich abgeschlossen und man erfährt genügend über die Hauptpersonen um mitzukommen. (Natürlich ist man dann doch neugierig mehr über die Vorgeschichte der jeweiligen Personen zu erfahren.)Obwohl ich diesen Thriller doch mehr als Krimi sehe, fand ich die Geschichte sehr gelungen und spannend. Schon der Einstieg, der mit einer kurzen Szene aus der Vergangenheit beginnt, lässt einen als Leser erwartungsvoll weiterlesen. Dazwischen gibt es mehrere kurze Vernehmungsprotokolle mit den ermittelnden Beamten, die zu den Vorgängen des Falles befragt werden und man erfährt, das dieser eigentlich bereits Vergangenheit ist und doch im weiteren Verlauf so geschildert wird, als würde alles gerade in der Gegenwart passieren.Der Fall entwickelt sich stetig weiter und wird durch die verschiedenen privaten Situationen der Ermittler und den damit verbundenen Entscheidungen eben jener stark beeinflusst. Gerade diese persönliche Involvierung macht einen großen Teil der Geschichte aus und zeigt, dass auch Polizisten nur Menschen sind und nicht immer richtig handeln, wenn sie emotional beteiligt sind. Keiner von ihnen ist Fehlerfrei und das bringt die Autorin sehr gut rüber. Die Handlung wartet mit vielen Personen auf, die alle ihre Geheimnisse haben und fast schon schicksalshaft miteinander verbunden sind. Dazu kommt, dass die Geschichte ohne allzu großes Blutvergießen auskommt und es dennoch schafft, abwechslungsreich und kurzweilig zu bleiben, da die Handlung nicht nur aus der Sichtweise einer Person erzählt wird, sondern von mehreren, sodass man einen guten Einblick in die einzelnen Figuren bekommt.Fazit: Gelungener Einstieg und durch die kurzen Kapitel sehr schnell zu lesen. Ein Fall der die Ermittler beruflich und privat fordert. Eine Handlung die weit in die Vergangenheit eintaucht und interessantes zutage fördert. Sehr spannend und auch emotional, besonders da die Geschehnisse in der Gegenwart beschrieben werden, aber eigentlich schon passiert sind und der Leser bereits vorweg erfährt, dass einiges bei den Ermittlungen außer Kontrolle geriet.

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  • Ein gewohnt, packender Thriller - Lesenswert

    Sterntaler

    knuddelbacke

    01. March 2015 um 08:30

    Die Autorin Kristina Ohlsson konnte mich schon mit Ihren Vorgänger-Thrillern um den Kommissar Alex Recht begeistern. Daher war meine Freude groß als ich "Sterntaler" zum Geburtstag geschenkt bekam. Wenn man wie in meinem Fall so angetan von einer Buch-Serie ist, wird es natürlich immer schwieriger als Autorin mit den Nachfolgebüchern den Ansprüchen der Leser gerecht zu werden. Nach dem Fund einer Leiche in einem Waldstück stellt sich für das Ermittlerteam um Alex Recht sehr schnell heraus, bei wem es sich um die brutal getötete und anschließend im Wald vergrabene Leiche handelt: die vor 2 Jahren verschwundene Studentin Rebecca Trolle. Nach kurzen Recherchen wird klar, dass der grausame Mord mit dem Thema Ihrer Seminararbeit zusammenhängen muss: das Leben der umstrittenen Kinderbuchautorin Thea Aldin, die für den Mord an Ihrem Lebensgefährten verurteilt wurde und seit Jahren als stumme Bewohnerin in einem Altenpflegeheim lebt, wo sie kein Wort mehr gesprochen hat. Kristina Ohlsson ist in dem dritten Band der Alex Recht-Serie ein spannungsgeladener Thriller gelungen, der eine komplexe und vielschichtige Handlung zu bieten hat, der mehrere Jahrzehnte umfasst. Die teilweise weit zurückliegenden Morde, mit denen das Ermittler-Team konfrontiert wird, führen dazu, dass nicht nur die Ermittler lange im Dunkeln tappen und viel Zeit auf Recherchearbeit verwendet wird um die einzelnen Ermittlungsergebnisse miteinander zu verknüpfen, sondern auch der Leser hat lange Zeit nur den Hauch einer Ahnung welch düsteres Geheimnis die Kinderbuchautorin Thea Aldin umgibt, die Dreh-und Angelpunkt der grausamen Morde zu sein scheint.Mit Ihrem Plot konnte mich die Autorin von Beginn an fesseln. Erst zum Schluss hin, ca.100 Seiten vor Ende des Buches, hatte ich eine Vermutung wie die einzelnen Morde miteinander zusammen hängen.Leser, die bereits wie ich die ersten beiden Bände gelesen haben (was auf keinen Fall ein Muss für das Lesen des dritten Bandes ist), werden über die Entwicklung bei einigen bereits bekannten Charakteren überrascht sein. Alex Recht beispielsweise, gerade frischer Witwer kämpft mit seinem Gewissen, weil er sich so kurz nach dem Tod seiner geliebten Frau bereits wieder zum anderen Geschlecht hingezogen fühlt. Es scheint sich eine neue Liebe zu entwickeln. Während sein Kollege Peder an seiner Ehe arbeitet und seinen zweiten Frühling mit seiner Frau erlebt, ahnen weder er noch Alex, dass die gemeinsamen Ermittlungen an den Leichenfunden im Wald für einen von beiden in einer  persönlichen Tragödie enden werden.Kristina Ohlsson gelingt es gekonnt die Mordermittlungen mit dem persönlichen Hintergrund der Charaktere zu verbinden und gibt den Buch damit eine eigene,unvergleichliche Note.Denn wer bereits die ersten beiden Bände gelesen hat freut sich vor allem auf die bereits bekannten und sympathischen Charaktere und fiebert gespannt mit deren Weiterentwicklung mit. Zumindest mir ist es so ergangen. Mein Fazit: Mit der Fortsetzung ist der Autorin ein packender Thriller gelungen, der den Leser in die Abgründe menschlichen Handelns blicken lässt. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Mordermittlungen und die persönlichen Background der Charaktere macht die Bücher um den Ermittler Alex Recht so besonders.

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  • Spannung und quer denken!

    Sterntaler

    Malibu

    23. February 2015 um 12:33

    Kann man einfachso aufhören zu sprechen, obwohl man es nicht verlernt hat? Verleitet einen nicht doch etwas dazu, den Mund aufzumachen? Die Autorin Thea Aldrin im Roman "Sterntaler" hat genau das getan, aufgehört zu sprechen. Es sind viele Verbrechen geschehen um sie herum und auch sie wurde wegen Mordes angeklagt und noch schlimmere Vergehen werden ihr angehängt... Es sind viele Jahre vergangen seit die Kinderbuchautorin Thea Aldrin ihren Erfolg gefeiert hatte. Dieser wurde jäh unterbrochen, als sie des Mordes an ihrem Mann angeklagt wurde und auch ihr Sohn ist verschwunden, welchen sie scheinbar auch ermordet haben sollte. Thea sitzt im Pflegeheim und hat das Sprechen aufgegeben, doch jeden Samstag erhält sie Blumen mit einem Zettel daran, auf welchem "Danke" steht. Eine junge Studentin besucht sie im Pflegeheim und wird kurz darauf ermordet und zerstückelt in einem Waldstück gefunden. Und auch eine weitere Leiche, die Jahrzehnte da liegt, wird gefunden. Was für Geheimnisse gibt es um die stumme Autorin? Die Polizei ermittelt und tappt ewig lange im Dunkeln... Der Roman an sich fängt schon sehr spannend an. Die Autorin entführt den Leser in eine grauenvolle Geschichte der Morde und Verzwickungen, Geheimnisse und derbe Situationen. Die Polizei, allen voran Alex und Fredrika sind ratlos und haben auch dazu noch ihre eigenen Probleme. Die Personen sind alle gut gezeichnet, man hat sie direkt vor Augen, auch die stumme Thea. Dennoch hat die Autorin derart viele Personen eingebaut, dass es anfangs etwas schwierig ist, diese zuzuordnen. Die ganze Zeit fragt sich der Leser selbst, kann Thea sprechen oder wirklich nicht - und wieso überhaupt schweigt sie, anstatt das alles aufzuklären? Wie in jedem Roman gibt es auch hier eine Nervensäge von Polizisten, der an einem Fall hängengeblieben ist und nicht aufhören mag, darin zu ermitteln, obwohl er abgeschlossen wurde und er keine Befugnis mehr dazu hat. Dieser ist auch Fredrika und Co. ein Dorn im Auge. Die Situation spitzt sich immer mehr zu, als auch plötzlich Fredrikas Lebensgefährte zum Kreise der Verdächtigen gehört, auch hier erhöht sich die Spannung immens. Die Fäden sind so gezogen, dass man ständig quer denkt und überhaupt nicht darauf kommt, wer denn nun hier der Bösewicht ist. Die Autorin hat gekonnt so viele Situationen geschaffen, dass es einem unmöglich ist, gleich zu erkennen, wer hier die Fäden zieht. Erst nach und nach erschafft sich einem im Kopf ein Bild, welches zu erkennen gibt, wie das alles zusammenhängen mag. Ein grandioses Werk, das einen in die tiefsten Abgründe der Macht entführt und einen zum Nachdenken anregt während des Lesens, man ist ständig gefangen und kann eigentlich kaum aufhören zu lesen. Empfehlenswert an die Krimifans unter uns!

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  • *+* Sehr überzeugend *+*

    Sterntaler

    Irve

    Liebe Lesefreunde, . als ich den Rückentext dieses Thrillers las, war mir klar, dass er ein klares Must-Have für mich war! Diese 5 Sätze warfen mehr Fragen in mir auf als mir lieb war….was sollte ich also anders tun als dieses Buch zu lesen? . Ich startete voller thrilleriger Vorfreude und stoppte recht schnell. Nein, nein, nicht, weil mir das Buch wider Erwarten nicht gefiel, sondern weil es mir zu gut gefiel. Es war mir zu spannend, richtig gruselig! Ich möchte jetzt keine Einzelheiten verraten – spoilern finde ich fies – aber sowohl der Prolog als auch das erste Kapitel überzeugten mich eindrucksvoll, „Sterntaler“ entweder im Hellen zu lesen, oder wenn ich nicht abends alleine auf der Lesecouch saß. .  Ganz grob geht es darum, dass nach und nach einige Leichen sowie verschiedene Gegenstände ausgegraben wurden. Deren Zusammenhang brachte große Verwirrung in die Reihen der Ermittler und eigentlich wusste man auch gar nicht, ob es überhaupt einen solchen Zusammenhang gab. . Jeder Tote zieht andere Kreise, andere Verdächtige nach sich. Teils gab es personelle Schnittmengen, teils aber auch nicht. Diese Schnittmengen verwirrten erneut, da sie äußerst unwahrscheinlich und nicht herleitbar erschienen. So suchte man ein Bindeglied, eine Person, eine Begebenheit, irgendwas, nur um aus verschiedenen Fällen ganz sicher einen großen machen zu können. . Aber gab es ein solches Bindeglied? Und wenn ja, würde man es finden, um die Theorien der Ermittler zu stützen? . Ich war begeistert!  Viele Dunstkreise, einige Überschneidungen, bei denen ich wiegesagt lange im Dunkeln tappte, ob und wie sie miteinander verwoben waren. Eine mysteriöse Person, die über alles erhaben schien, ich aber lange nicht wusste, ob sie es auch wirklich war oder sie sich nur selbst schützen wollte. Ein Beweisstück, von dem man bis kurz vor Schluss nicht weiß, ob es überhaupt echt ist…. Das Fadenspiel dieses Thrillers bestand aus Fransengarn, deren Fäden sich immer wieder ineinander verhakten, die sich nach der geduldigen und klugen Ermittlungsarbeit aber zum Schluss doch entwirren ließen! . Das Verwirrspiel um die Verdächtigen, ihre möglichen Motive, die eventuellen Zusammenhänge der Fälle begeisterten mich sehr. Das besondere I-Tüpfelchen war jedoch, dass Privatleben und Arbeit eines der Protagonisten sehr übel miteinander verwoben wurden….. . Die Charaktere sind sehr überzeugend gelungen. „Sterntaler“ ist der dritte Fall der Ermittlerin Fredrika. Vor dem Lesen wusste ich nicht, dass ich (mal wider) mitten in eine Serie geraten war, während des Lesens merkte ich auch nichts davon. Die Autorin hat ein gutes Maß gefunden, um die bekannten Charaktere einzuführen, sodass sich Neuleser gut informiert fühlen, Kenner der Serie aber keine Längen empfinden dürften. . Ich mochte sie fast alle…Fredrika und ihre Familie, aber auch den größten Teil ihrer Kollegen und viele andere der Darsteller. Die Charaktere, die mir nicht so nahe standen, waren auch gut herausgearbeitet und authentisch geschnitzt. . Normalerweise mag ich entweder Roman mit viel Privatem lesen ODER einen Thriller. Kristina Ohlsson ist eine großartige Verwebung beider Parts gelungen, die mich uneingeschränkt überzeugt hat. . In diesem Thriller ist Leben drin, ganz viel! Viele der Protagonisten konnte ich mir bildlich vorstellen, viele Szenen liefen ruckelfrei in meinem Kopfkino ab, was nicht zuletzt an dem sehr flüssigen Schreibstil Kristina Ohlssons lag. . Obwohl ich es mit vielen Kreisen und entsprechend vielen Personen zu tun bekam, hatte ich nie Probleme, diesem großartigen Fall zu folgen! .  Und…..bis kurz vor Schluss war ich übelst auf dem Holzweg….zum Glück! . Ich möchte mehr lesen über die Ermittlerin Fredrika, ihr Team, ihr Privatleben, möchte auch wissen, wie es mit ihren Kollegen weitergeht….und auf die Fälle, die sie zu lösen hat, bin ich schon ganz hibbelkribbelig :-) . Infos zum Buch: „Sterntaler“ von Kristina Ohlsson ist im Oktober 2013 unter der ISBN-Nr. 978-3-8090-2617-4 im Limes-Verlag erschienen. Es umfasst 544 Seiten und ist auch als Taschenbuch, Hörbuch und eBook erhältich. Quelle: Randomhouse . Inhalt: Manche Geheimnisse sind so grausam, dass sie einen verstummen lassen … Seit vielen Jahren hat die einst gefeierte Kinderbuchautorin Thea Aldrin mit niemandem mehr gesprochen. Doch jeden Samstag schickt ihr ein Fremder einen Strauß Blumen und eine Karte, auf der ein einziges Wort steht: Danke. Dann besucht eine Studentin sie im Pflegeheim – und verschwindet kurz danach spurlos. Zwei Jahre später wird die Leiche der jungen Frau in einem Waldstück in Midsommarkransen gefunden. Daneben: eine weitere Leiche, die schon deutlich länger tief in der Erde liegt. Und schließlich: eine dritte. Welches Geheimnis verschweigt die stumme Autorin? “Die schwedische Kriminalautorin, die nach ‚Aschenputtel‘ und ‚Tausendschön‘ nun mit ‚Sterntaler‘ den Grusel neu erfunden hat.” dpa-Meldung (u.a. auf Focus.de) (20.11.2013)

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    Arun

    16. February 2015 um 10:00
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