Kristina Schilke

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Kristina SchilkeElefanten treffen
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Elefanten treffen
Elefanten treffen
 (3)
Erschienen am 01.03.2016

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Rezension zu "Elefanten treffen" von Kristina Schilke

Leider musste ich das Buch abbrechen
BlueSunsetvor 3 Jahren

Dieses Buch ist eine Sammlung von Erzählungen der Debütautorin Kristina Schilke. In ihren Geschichten beschreibt sie verschiedene Schicksale, die alle ungewöhnlicher, aber immer schwerer Natur sind. 


Meine Meinung 

Nach vier Erzählungen, also 79 Seiten, habe ich dieses Buch abgebrochen. Um euch meine Entscheidung zu erklären, muss ich eine Trennung des Buches in  Inhaltund  Sprache vornehmen. 

Die  Sprache, die Kristina Schilke benutzt, ist sehr poetisch und bildhaft. Sie ist sehr angenehm zu lesen und mir hat ihr Schreibstil sehr gut gefallen. Ich denke, dass die Autorin großes Potential hat und ich hoffe, sie kann mich mit einem anderen Werk eventuell mehr ansprechen.  

Warum also habe ich das Buch abgebrochen? 

Schuld daran ist der  Inhalt. Zwar ist er weder banal, noch uninteressant, doch einfach nicht mein Fall. Die Geschichten sind teilweise deprimierend, schockierend oder einfach schwer zu ertragen. So jedenfalls ging es mir mit den vier Erzählungen, die ich gelesen habe. Es sind schwere Schicksale, die die Protagonisten erleiden, die für mich weit außerhalb meiner Komfortzone liegen. Im Klappentext des Verlages steht  „[…] in diesen Geschichten spiegelt sich die ganze Welt in ihrer Schönheit und Widersprüchlichkeit, sie sind wahr.“ Ich zweifle nicht daran, dass die Erzählungen wahre Schicksale beschreiben, doch sie sind alles andere als schön - sie sind belastend. 
Hätte Kristina Schilke sich eines dieser Schicksale ausgesucht und daraus eine Geschichte entwickelt, die einen Roman alleine gefüllt hätte, dann wäre es mir wohl nicht so schwer gefallen, das Buch zu lesen. Doch diese Ansammlung an schweren Geschichten, hat meine Stimmung sehr runtergezogen und ich hatte dadurch keinen Spaß am Lesen. 

Meine Enttäuschung über das Buch rührt auch zum Teil daher, dass ich mit den falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin. Durch den Klappentext dachte ich, dass ich Geschichten geboten bekomme, die skurill und außergewöhnlich sind. Geschichten, die die wahre Welt in ihrer Einzigartigkeit und ihrem Anderssein darstellen. Ich denke, dass diese Beschreibung mir ein vollkommen falsches Bild des Inhalts vermittelt hat. 

Fazit 

Es tat mir fast schon leid, das Buch abbrechen zu müssen, da ich den Schreibstil der Autorin sehr mag. Doch als auch nach der vierten Geschichte klar war, dass es wohl die ganze Zeit so weitergeht, habe ich für mich den Schlussstrich gezogen. Ich bin gespannt, ob Kristina Schilke weitere Bücher veröffentlichen wird und dann vielleicht ein Roman schreibt, der mehr in mein Interessengebiet fällt. 

Ob das Buch etwas für euch ist oder nicht, könnt ihr wahrscheinlich am besten entscheiden, wenn ihr eine der Geschichten zum Test lest.  

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Girdies avatar

Rezension zu "Elefanten treffen" von Kristina Schilke

Abwechslungsreiche, unerwartete Erzählungen aus dem Alltag in einem bayrischen Kurort
Girdievor 3 Jahren

Kristina Schilkes Erzählungen „Elefanten treffen“ führt den Leser in den kleinen niederbayrischen Kurort Waldesreuth. Die aus Russland stammende Autorin zog im Alter von 8 Jahren mit ihren Eltern in den Bayrischen Wald. Bis zum Beginn ihres Studiums blieb sie dort wohnen. In ihren sehr unterschiedlichen Geschichten spiegeln sich die Erfahrungen aus diese Zeit wieder. Das Cover des Buchs reduziert sich auf die Elemente Schrift, Häuser und Bäume vor einem hellen Hintergrund. So wird mit wenig Aufwand ein ganzes Dorf vor den Augen des Lesers geschaffen. Das Buch nimmt ihn in den insgesamt 13 Erzählungen mit in den Süden Deutschlands. Titelgebend war eine kurze Begebenheit in der ersten Geschichte bei der die Protagonistin an einem Treffen für Motorradfahrer im Bayrischen Wald, dem sogenannten Elefantentreffen, teilnimmt, dem mehr als nur eine regionale Bedeutung zukommt.

Typischerweise kennt „man“ sich in dem fiktiven bayrischen Dorf. So trifft der Leser im Laufe der Geschichten immer wieder auf bereits bekannte Figuren, die letztlich die Klammer zwischen den Erzählungen bilden. Jede Schilderung fokussiert auf eine Person ganz unterschiedlichen Alters, männlich oder weiblich, jede erzählt aus der Ich-Perspektive. Zeitlich gesehen sind die Geschichten nicht in einer Reihenfolge. Aus den Überschriften lassen sich keine Rückschlüsse auf den Inhalt des jeweiligen Themas schließen, erst beim Lesen lässt sich ein Zusammenhang erkennen.

Die Charaktere, die Kristina Schilke schafft sind bunt und schillernd. Rund um sie baut sie eine unvergleichbare Geschichte auf. Sie ist eine gute Beobachterin die gerne genauer hinsieht, sozusagen näher heranzoomt und detailliert schildert, aber sich vor der Auseinandersetzung ihrer Figuren mit dem Skurrilen und Ungewöhnlichen scheut. Das ist auch gar nicht nötig, denn allein mit ihrem Hinschauen legt sie den Finger in die Wunde und zerrt das Außerordentliche ans Tageslicht. Sprachlich spinnt sie die Storys in alltäglichen Kleinigkeiten bis zum äußersten aus. Ihre Geschichten sind zum Ende hin offen und lassen genug Spielraum für die eigene Fantasie. Mühelos gelingt ihr der Wechsel zwischen einer männlichen und weiblichen Perspektive.

Abwechslungsreich und vielfältig sind die Erzählungen gestaltet. Sie bilden die kleine Welt der Autorin in ihrer Jugend ab, zeigen wie unterschiedlich sich für die Dorfbewohner Alltag darstellen kann und wie kleine Ereignisse große Veränderungen hervorrufen können. Insgesamt gesehen ein gelungenes Debüt.

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