Kristine Bilkau

 4.4 Sterne bei 200 Bewertungen
Autorin von Die Glücklichen, Eine Liebe, in Gedanken und weiteren Büchern.
Kristine Bilkau

Lebenslauf von Kristine Bilkau

Was braucht man, um glücklich zu sein? Dieser Frage geht die deutsche Autorin Kristine Bilkau in ihrem 2015 erschienenen Debütroman „Die Glücklichen“ nach. Isabell und Georg sind mit ihrem Leben zufrieden. Es könnte natürlich immer noch besser laufen, doch eigentlich fehlt es ihnen an nichts. Doch dann nimmt das Unglück seinen Lauf. Beide verlieren ihre Jobs und auch privat kämpfen sie um den Erhalt ihrer kleinen Familie. Trotz aller Anstrengungen drohen die beiden zu scheitern. Doch was bedeutet es, zu scheitern? Wann ist man wirklich gescheitert und wie kann man auch in unbeständigen, schwierigen Zeiten glücklich sein? Das Buch wird mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, beispielsweise dem Franz-Tumler-Preis, und in mehrere Sprachen übersetzt. Wie ihre Protagonisten lebt auch die Autorin in Hamburg. Dort ist sie 1974 geboren und aufgewachsen. Sie studiert in Hamburg und New Orleans Geschichte. Bilkau nimmt an verschiedenen Wettbewerben teil, wird 2008 Finalistin des Literaturwettbewerbs Open Mike in Berlin und erhält mehrere Stipendien. 2013 ist sie Teilnehmerin der Bayerischen Akademie des Schreibens des Münchener Literaturhauses. Heute lebt Kristine Bilkau mit ihrer Familie in Hamburg.

Alle Bücher von Kristine Bilkau

Die Glücklichen

Die Glücklichen

 (105)
Erschienen am 10.04.2018
Eine Liebe, in Gedanken

Eine Liebe, in Gedanken

 (95)
Erschienen am 12.03.2018
Geschmeidig, brutal, snobistisch und sexy

Geschmeidig, brutal, snobistisch und sexy

 (0)
Erschienen am 14.05.2012

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Neue Rezensionen zu Kristine Bilkau

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Rezension zu "Eine Liebe, in Gedanken" von Kristine Bilkau

Der verstorbenen Mutter noch einmal nah sein...
Caro_Lesemausvor 3 Monaten

Hamburg, 1964. Antonia und Edgar scheinen wie füreinander gemacht. Sie teilen den Traum von einer Zukunft fern von ihrer Herkunft. Im Krieg geboren und mit Härte und Verdrängung aufgewachsen, wollen die Welt kennenlernen, anders leben und lieben als ihre Eltern. Edgar ergreift die Chance, für eine Außenhandelsfirma ein Büro in Hongkong aufzubauen. Toni soll folgen, sobald er Fuß gefasst hat. Nach einem Jahr der Vertröstungen löst Toni die Verlobung. Sie will nicht mehr warten und hoffen, sondern endlich weiterleben.
Tonis und Edgars Leben entwickeln sich auseinander, doch der Trennungsschmerz zieht sich wie ein roter Faden durch beide Biographien. Toni lebt in dem Konflikt zwischen ihren Idealen von Freiheit und Unabhängigkeit und dem Wunsch, sich zu binden, um Edgar zu vergessen. Fünfzig Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter fragt sich Tonis Tochter: War ihre Mutter gescheitert oder lebte sie, wie sie es sich gewünscht hat: selbstbestimmt und frei? Wer war dieser Mann, den sie nie vergessen konnte? Die Tochter will ihm begegnen, ein einziges Mal.

Erzählt wird einerseits aus der Perspektive von Toni in Form von Rückblenden in die 60er Jahre in der 3. Person und andererseits aus der Ich-Perspektive ihrer Tochter in der Gegenwart. Die Sprache ist poetisch, bildhaft und insgesamt sehr ansprechend. Gewöhnen musste ich mich zunächst an die häufig verschachtelten Sätze mit sehr vielen Kommata. Das behinderte teilweise den Lesefluss, weil so viele Details in mehreren Nebensätzen untergebracht wurden. Man kann sich gut in die Nachkriegsgeneration hineinversetzen und bekommt ein Gefühl für die gesellschaftlichen Gepflogenheiten der 60er Jahre. In die Gefühle und Gedanken der Tochter in der Gegenwart konnte ich mich dagegen nicht so ganz einfühlen. Aber das mag auch an der besonderen Situation der gerade verstorbenen Mutter liegen, der sie offenbar sehr nahe gestanden hat. 
Es geht um die Liebe, aber auch um Enttäuschungen, um große Hoffnungen und den Ausbruch aus gesellschaftlichen Zwängen der Zeit. Bezogen auf die 60er Jahre ist Toni eine eher ungewöhnliche Frau, die sich nicht scheut, große Träume zu haben. Trotz der Skepsis ihrer Umgebung bleibt sie hoffnungsvoll und gibt ihr sicheres Leben auf. Ich konnte mich gut in sie hineindenken, habe ihre Handlungsweise nachvollziehen können und fieberte trotz des Klappentextes und der eingestreuten Hinweise auf andere Ehemänner mit ihr und der Liebe zu ihrem Edgar, wenn ich auch seine Anziehungskraft anhand des Textes nicht ganz verstehen konnte. Mit ihm als männlichen Protagonisten wurde ich nicht wirklich warm. Sein Verhalten leuchtet nicht ein, es ergibt keinen Sinn und schlussendlich liefert der Roman auch keine Antwort darauf. Wie auch Toni diese Antworten verwehrt blieben - letztlich ist es nicht Ziel des Romans, diese zu geben. Stattdessen kann man selbst überlegen, wie weit man an Tonis Stelle gegangen wäre, wie lange man das Ganze mitgemacht hätte und ob ihr weiteres Leben wirklich so sehr davon geprägt wurde oder ob es auch mit einer evtl. nur kurzfristigen Zukunft mit Edgar so verlaufen wäre. Denn trotz der Romantik und des offenbar lebenslangen Bedauerns hat auch Toni ihre Geheimnisse und scheint sich nicht völlig auf Edgar einlassen zu können bzw. sich ihm anvertrauen zu können. 

Fazit:
Sprachlich habe ich es gern gelesen, von der Geschichte selbst hatte ich mir dann doch etwas mehr versprochen. Letztlich ist das Ansinnen des Textes aber nicht die vollständige Aufklärung der Liebesgeschichte. Es sind vielmehr die Botschaften, die einen selbst zum Nachdenken anregen und reflektieren lassen, wie man selbst wohl gehandelt hätte, die dieses Buch neben der Sprache besonders machen (und damit habe ich nun auch einen ähnlich verschachtelten Satz produziert, wobei einige von Frau Bilkau dennoch weitaus komplexer sind).

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Rezension zu "Die Glücklichen" von Kristine Bilkau

Eine bewegende Geschichte
-nicole-vor 4 Monaten

Zukunftsängste…

Isabell und Georg sind ein glückliches Paar. Sie leben in einer schönen Wohnung und sind vor gut einem Jahr Eltern des kleinen Matti geworden. Doch mit der Geburt ihres Sohnes steigt bei Isabell zunehmend die Verunsicherung – sie ist Cellistin und als sie nach der Babypause zu ersten Mal wieder im Orchester spielt, stellt sie beunruhigendes fest. Zudem stehen die Chancen auf eine Vertragsverlängerung schlecht. Auch für Georg gibt es eine schockierende Nachricht: Er verliert seine Anstellung bei der Zeitung. Zu allem Überfluss liegt noch eine Mieterhöhung im Briefkasten – plötzlich scheint das sich stetig verändernde Wohnviertel unnahbar. Die schwierige Situation verlangt von Georg und Isabell als Paar einiges ab – sie treiben sich gegenseitig in die Enge. Zerbricht ihre einst so glückliche kleine Familie an der aktuellen Lage?

„Noch einmal sieht sie genau hin, zwingt sich, nichts Düsteres erkennen zu wollen oder auch nur flüchtig an etwas Düsteres zu denken. Das ist Georgs Gesicht im Halbdunkel, mehr nicht.“ – Seite 126, eBook

Dieser Roman schildert atmosphärisch dicht die Situation einer jungen Familie, deren Existenz durch Jobverlust plötzlich auf der Kippe steht. In ihrer Wohnung haben sie sich einen Wohlfühlort geschaffen – Isabell genießt die Zeit mit ihrem Sohn Matti. Doch die Verunsicherung nimmt von Tag zu Tag zu – und somit auch die Anspannung, was sich auch auf ihren Beruf auswirkt. Plötzlich droht alles zu zerbrechen…
Die Autorin schreibt sehr detailreich und klar und gibt so einen Einblick in das Leben von Georg und Isabell. Dabei wechselt sie zwischen den beiden Blickwinkeln. So erfährt man, wie unterschiedlich Georg und Isabell manche Momente wahrnehmen und wiederum ihre ganz eigenen Sorgen oft mit sich selbst ausmachen. Die Geschichte ist leise, aber auf eigene Art sehr bewegend, weil das scheinbar so sorglose Leben plötzlich zu zerbrechen droht. Der Ton ist sehr gut getroffen. Einzig am Ende hätte ich mir gerne noch ein paar Antworten mehr gewünscht.

„In dem weißen, schmal geschnittenen Hemd und der gut sitzenden dunklen Hose, den Trench über den Arm gelegt, die alte, wunderschön zerschrammte Ledertasche umgehängt, sieht er aus, als müsse man sich um seine Zukunft keine Sorgen machen, er wirkt nicht wie jemand, der die Minuten und Stunden zu Hause sortiert und verschiebt wie eine unübersichtliche Menge an Puzzleteilen.“ – Seite 142, eBook

Mein Fazit: Eine ruhige und bewegende Geschichte über den Alltag einer junge Familie, dessen Leben sich durch Jobverlust und Zukunftsängste plötzlich ändert. Atmosphärisch dicht beschreibt die Autorin das Leben der Familie, jeweils abwechselnd aus der Sicht von Isabell und Georg. Die jeweiligen Ängste, Sorgen und auch Wünsche werden sehr detailreich geschildert – genau das gibt diesem Roman eine Besonderheit. Gleichzeitig regt es auch zum Nachdenken an. Das Buch ist sehr gut geschrieben und lesenswert.

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Rezension zu "Eine Liebe, in Gedanken" von Kristine Bilkau

„Wer hat mich gefunden?“
Helena89vor 5 Monaten

Nach dem Tod ihrer Mutter lässt die Tochter das Leben Antonias Revue passieren. Vor allem die ganz große Liebe zu Edgar – den Grundstein für ihr späteres Leben. Zwei geschiedene Ehen, viele Umzüge, eine Tochter, die sich stets nach Beständigkeit gesehnt hat. Und sie sehnte sich „nach Toni und Edgar, nach ihrem Glück, nach ihrer gemeinsamen Zukunft, die es einmal gegeben hatte. Nach den beiden Menschen, die Toni und Edgar gewesen waren. Ich wünschte mir, diese Zeit der beiden von irgendwoher zurückholen zu können und meiner Mutter zurückgeben zu können. Wie ein verloren geglaubtes Schmuckstück, das immer vermisst und nie vergessen worden war. Hier, das habe ich für dich gefunden, es gehört dir.“ 

Die Tochter, die für den Leser namenlos bleibt, löst den ehemaligen Haushalt ihrer Mutter auf. Dabei stößt sie auf Spuren, die sie das Leben Antonias zusammen mit ihren eigenen Erinnerungsstücken aufleben und verarbeiten lassen. „[Ich] räumte [...] den Bücherschrank aus, nahm dieses Gebäude aus Gedanken und Erinnerungen, aus den vielen kleinen Indizien gelebter Momente auseinander.“ Dabei stößt sie „auf ein kleines Buch mit einem violetten, abgenutzten Umschlag [...] übersät mit Markierungen: "Fast ganz die Deine"; es war der innere Monolog einer jungen, lungenkranken Französin, die einige Zeit in einem Sanatorium verbringen musste, die dort einen Brief erhielt, von dem Mann, den sie liebte, den sie heiraten wollte, der ihr nun mitteilte, er würde sich von ihr trennen.“ Er ist Spiegel für Antonias eigene Gedanken und Gefühle: "Es ist zu Ende; Man hat nichts mehr zu erwarten und bleibt doch noch endlos so stehen, wohl wissend, daß nichts mehr kommen wird ... Nun haben Sie meinem Herzen so lange die bedingungslose Liebe abverlangt ... Sie sind fort, doch ich finde mich wieder und bin weniger allein als in jenen Tagen, da ich Sie suchte." 

Neben Marcelle Sauvageots "Fast ganz die Deine" findet die Tochter einen Kunstband über die finnische Malerin Helene Schjerfbeck, zu der sie gerade als Innenarchitektin eine Ausstellung entwirft: „Eine Achtzehnjährige, die 1880 als junge Malerin mit einem Stipendium von Helsinki eine lange Reise mit Schiff und Bahn unternahm, um nach Paris zu kommen [...], die sich verliebte und doch nicht glücklich wurde. Die später in Finnland blieb [...] Die ihr Leben lang aus den Jahren in Frankreich und England schöpfte, »ich begehre große, tiefe und wunderbare Dinge«, den Satz hatte ich gelesen und notiert. Sie malte Bilder von jungen Frauen mit eigenwilligem Anmut.“ Die Tochter stellt einen Vergleich zwischen ihrer Mutter und der Malerin auf, die ein unstetes, selbstbestimmtes, einsames Leben führte. "Ich möchte an meiner Straße am Fenster sitzen und glauben, dass jeder, der vorbeigeht, ein Leben hat, glücklich oder unglücklich, aber tief." „Und dann war meine Mutter es, die [...] zurückblickte auf ihr eigenes Leben, die sich bis zum Schluss von niemandem ihre Liebe hatte abwerten lassen, ihre angeblich so unheilbare, zwecklose, vergebliche und verschwendete Liebe.“ 

Die intertextuellen Bezüge zu Marcelle Sauvageots "Fast ganz die Deine" und den zitierten Aussagen der Malerin Helene Schjerfbeck verleihen dem Roman eine weitere, tiefe Dimension, die die Lebensgeschichte Antonias in eine universelle, zeit- und raumlose Lesart rücken. Der Roman „Eine Liebe, in Gedanken“ erzählt eine berührende, fesselnde Geschichte – einnehmend geschrieben in leichter poetischer Sprache ohne falsche Sentimentalitäten. Und er ist wie das Leben selbst – mit offen bleibenden Fragen, ohne eindeutige Antworten. Denn nicht die explizite Antwortfindung ist das entscheidende, es geht vielmehr darum, wie bestimmte Entscheidungen das Leben und die Persönlichkeit verändern können.

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Gespräche aus der Community

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 „Wer Kopfweh hat, nimmt Pyramidon. Wer an Magendrücken leidet, schluckt doppeltkohlensaures Natron." Aber was tun bei Einsamkeit? Bei Trauer? Bei Liebeskummer? "Was nützen dem, dessen Ehe zerbricht, lauwarme Umschläge? Was soll er mit einem Heizkissen anfangen?", hat Erich Kästner einmal gefragt. Was stattdessen hilft? Lesen, sagt er.

Mit diesem Einstieg wurde bei SPIEGEL Online heute gefragt: Welche Bücher lindern Liebesschmerz? ( https://bit.ly/2QvXosG)
Empfohlen wurden u.a. das Buch der Soziologin Eva Illouz „Warum Liebe weh tut" und mein Roman „Eine Liebe, in Gedanken". Außer, dass ich mich darüber gefreut habe, hat mich die Geschichte inspiriert darüber nachzudenken, welche Bücher mir selbst geholfen haben. Und es würde mich sehr interessieren, welche Romane Euch dazu einfallen, Euch getröstet und gestärkt haben.

Hier meine Liste (work in progress):
1. Marcelle Sauvageot: "Fast ganz die Deine", Nagel & Kimche
2. Lena Andersson: "Widerrechtliche Inbesitznahme", Luchterhand
3. Patrick Modiano: "Der Horizont", Hanser
4. Lot Vekemans: "Ein Brautkleid aus Warschau", Wallstein
5. Erich Fried: "Es ist, was es ist", Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte, Wagenbach

Und vor einigen Tagen ist "Süßer  Ernst" von A.L. Kennedy erschienen über Liebe in ihrer unvollkommenen, beschädigten, traurig-komischen Form, auf das ich sehr gespannt bin.
Zum Thema

Isabell und Georg sind ein Paar. Ein glückliches. Wenn die Cellistin Isabell spätabends von ihren Auftritten mit dem Orchester nach Hause geht oder der Journalist Georg von seinem Dienst in der Redaktion auf dem Heimweg ist, schauen sie in die Fenster fremder Wohnungen, dringen mit ihren Blicken in die hellen Räume ein. Regalwände voller Bücher, stilvolle Deckenlampen, die bunten Vorhänge der Kinderzimmer. Signale gesicherter Existenzen, die ihnen ein wohliges Gefühl geben. Das eigene Leben in den fremden Wohnungen erkennen. Doch das Gefühl verliert sich.

Nach der Geburt von Sohn Matti erweist sich für Isabell die Rückkehr ins Orchester als schwierig: Während des Solos zittern ihre Hände, nicht nur am ersten Abend, sondern auch an den folgenden. Ihr Engagement steht auf der Kippe. Ohnehin ist unklar, ob die befristeten Verträge der Musiker verlängert werden. In Georgs Redaktion bestätigen sich die Gerüchte, der Verlag würde die Zeitung verkaufen und die Belegschaft verkleinern. Währenddessen wird ihr Haus saniert. Im Treppenhaus hängt jetzt ein Kronleuchter, im Briefkasten liegt eine Mieterhöhung. Für die jungen Eltern beginnt ein leiser sozialer Abstieg.

Georg flüchtet sich beim Surfen in Immobilienportalen in alternative Lebensmodelle und spielt mit Aussteigerfantasien.

„Alles, was er wollte, war sein Herz zu erleichtern. Ein überschaubares Leben führen. Wie er sich danach sehnte. Ja, es war kleinkariert. Sollte es doch.“


Isabell dagegen sehnt sich nach Verbundenheit mit ihrem vertrauten Viertel und seinen Menschen, und hängt an der Wohnung, in der sie seit langem lebt.

„Sie kann ihren Krimskrams in Kartons verstauen, aber nicht die Zeit, die sie in diesen Räumen gelebt hat, die Zeit bleibt dort, sie hat sich in die Wände eingeschrieben.“

Gegenseitig treiben die beiden sich mit ihren Ängsten und Ansprüchen in die Enge, bis das Gefüge ihrer kleinen Familie zu zerbrechen droht.



„Zu viel Information, zu viele Wahlmöglichkeiten, zu viel Konkurrenz. Zu viel Unsicherheit. Zu viele Verpflichtungen gleichzeitig", schrieb DIE WELT über die heute 30- bis 40jährigen, die "Generation Zuviel".

bit.ly/1zfuj8x    

DIE ZEIT hat eine interessante Umfrage zu dem Thema gemacht, wie die Generation 30+ sich an den Anforderungen und Unsicherheiten des Arbeitsmarktes aufreibt – und wie sich das auf ihre Lebensentwürfe auswirkt.

http://www.zeit.de/karriere/2015-05/generation-y-mythos-leiharbeit-befristetung-unbezahlt-praktika


Meine Figuren zählen zu dieser Generation – und womöglich erkennen sich auch manche Leserinnen darin wieder.

###YOUTUBE-ID=Jm2TAPhUj_4###

Gern würde ich die Diskussion mit euch vertiefen und lade deshalb herzlich zu einer Leserunde ein. Macht mit und bewerbt euch!

20 Bücher warten hier auf den Versand.



Wer teilnehmen möchte, beantwortet einfach folgende Frage:

Was wünscht ihr euch für die nachfolgenden Generationen, die heutigen Kinder und Jugendlichen?




Ich freu mich auf eure Beiträge!

Bewerbungsschluss ist der 3. Juni 2015.



Herzlich,

Kristine Bilkau




Ihr Lieben,

vielen, vielen Dank für die großartigen Zuschriften!

Eure Gedanken über die Zukunft waren so schön zu lesen! Und so zahlreich, spannend und vielseitig, dass ich mich nur mit schwerem Herzen auf 20 Gewinner beschränken konnte. Ich habe dabei möglichst vielfältige Meinungen und Schwerpunkte (Leben mit großen Kindern, mit kleinen Kindern, ohne Kinder, vor dem Berufseinstieg, nach dem Berufseinstieg, und viele Varianten mehr) versucht zu berücksichtigen. Aber nochmal: Es fiel mir wirklich schwer auszuwählen!!!

Nun freue mich auf die Leserunde und lade nochmal ausdrücklich JEDEN ein, an der Diskussion teilzunehmen.


Die 20 Gewinner sind:

Leselea

Hannelore259

LibriHolly

freiegedanken

Ginevra

seschat

kruemelhino

Cellissima

Simi159

Barbara62

Maritzel

Kerstin2505

buecherwurm1310

Sarafinchen

Sweet-little-angel

StSchWHV

Pocci

Liseron

Larischen

kleinegrauewolke


Achso, wichtig: Alle Gewinnerinnen schicken mir bitte per PM ihre Adressen für die Zusendung der Bücher.

Zur Leserunde
Da mir die Leserunde zu meinem Debütroman „Die Glücklichen" vor drei Jahren große Freude gemacht hat, möchte ich mit meinem zweiten Roman „Eine Liebe, in Gedanken" wieder zu einer Runde einladen.

Nach dem Tod scheint ein Mensch in seinem Wesen und Dasein für die Anderen auf neue Weise sichtbar zu werden. Stille kehrt ein, der Alltag weicht zurück, die Konturen dieses vergangenen Lebens treten hervor.
 Die Erzählerin nimmt Abschied von ihrer verstorbenen Mutter Antonia. Sie ordnet den kleinen Nachlass aus Büchern, Notizen, Briefen und Fotos. Sie fragt sich: Wer war meine Mutter als junge Frau. Welche Hoffnungen und Träume hatte sie? Mit welchen Herausforderungen und Grenzen hatte sie damals zu kämpfen, Anfang/Mitte der Sechziger Jahre?

Aus einer Suche nach Antworten wird eine gedankliche Reise in die Vergangenheit: Hamburg, 1964. Antonia und Edgar verlieben sich und scheinen wie füreinander gemacht. Sie teilen den Traum von einer Zukunft fern von ihrer Herkunft. Im Krieg geboren, wollen sie die Welt kennenlernen, wollen anders leben und lieben als ihre Eltern. In Tonis kleinem Zimmer trinken sie Cocktails und hören Jazz. Mit Edgars altem VW fahren sie abends durch die Stadt und stellen sich ein Leben im Ausland vor. Doch aus dieser gemeinsamen Zukunft wird nichts. Der Trennungsschmerz wird sich wie ein roter Faden durch Tonis Leben ziehen.

Fünfzig Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter fragt sich Tonis Tochter: War ihre Mutter gescheitert oder lebte sie, wie sie es sich gewünscht hatte: selbstbestimmt und frei? Und wer war dieser Mann, den sie nie vergessen konnte? Die Tochter will ihm begegnen, ein einziges Mal.

„Ich wollte Edgar Janssen dazu bringen, sich an meine Mutter zu erinnern, an seine und ihre gemeinsame Zeit. Ich sehnte mich nach Toni und Edgar, nach ihrem Glück, nach ihrer gemeinsamen Zukunft, die es einmal gegeben hatte. Nach den beiden Menschen, die Toni und Edgar gewesen waren.“
(Eine Liebe, in Gedanken, S. 25)


Tonis erwachsene Tochter ist eine pragmatische Frau, Architektin für Kunstausstellungen, verheiratet, Mutter eines achtzehnjährigen Mädchens, das bald ins Ausland gehen wird.  Während sie den Nachlass ihrer Mutter ordnet und auf die Begegnung mit Edgar wartet, bereitet sie eine Ausstellung mit Bildern der finnischen Malerin Helene Schjerfbeck vor, die Ende des 19. Jahrhundert als junge Frau nach Paris ging, doch den größten Teil ihres Lebens allein, abgeschieden in Finnland lebte und dort höchst Moderen Bilder malte.

„Ich möchte an meiner Straße am Fenster sitzen und glauben, dass jeder, der vorbeigeht, ein Leben lebt, glücklich oder unglücklich, aber tief.“

Helene Schjerfbecks Worte klingen, als hätte die Malerin Antonia damit gemeint. Die Arbeit an der Ausstellung wird für die Erzählerin zu einer besonderen Aufgabe, denn das Leben ihrer Mutter spiegelt sich im Leben der Malerin, in ihren Sehnsüchten und in ihrer Unabhängigkeit.

Für mich warf der Roman folgende Fragen auf:

Wie gut können wir unsere Eltern, die meistens so selbstverständlich und vertraut an unsere Seite sind, je wirklich kennen?

Wann lässt sich eine Liebe als erfüllt betrachten? Nur, wenn sie jahrzehntelang real gelebt wurde? Oder auch, wenn sie allein in Form von Gedanken und Erinnerungen geblieben ist?

Und wie ist es mit den Fragen, die nach dem Tod eines Menschen auftauchen, die man noch so gern gestellt hätte? Sind es versäumte Fragen? Oder lassen sie sich womöglich erst in der Abwesenheit dieses Menschen stellen, dann, wenn es zu spät scheint?

Gern würde ich die Diskussion mit euch beginnen und vertiefen. Deshalb lade ich herzlich zu einer Leserunde ein. Macht mit und bewerbt euch!

25 Bücher warten auf den Versand!

Wer teilnehmen möchte, beantwortet folgende Frage:

Was wünscht ihr euch für das Miteinander von erwachsenen Kindern und ihren Eltern? Aus der Sicht der Kinder? Oder aus der Sicht der Eltern?

Kleiner Nachtrag: Wenn euch die Frage zu privat oder aber zu schwer zu beantworten ist, dann schreibt einfach, warum euch das Buch interessiert. Es soll ja nicht komplizierter sein als es müsste!


Ich freue mich auf eure Beiträge!
Bewerbungsschluss ist der 3. Juni 2018.

Herzlich,
Kristine Bilkau


Wer abschließend noch eine Zusammenfassung sehen möchte:###YOUTUBE-ID=kzwKyih6HL8###



Oder einen Eindruck von meinen Tagen auf der Leipziger Buchmesse bekommen möchte:###YOUTUBE-ID=P9mgc8AVj6o###



Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

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