Kristine Bilkau

 4,3 Sterne bei 302 Bewertungen
Autorin von Die Glücklichen, Eine Liebe, in Gedanken und weiteren Büchern.
Autorenbild von Kristine Bilkau (©Luchterhand Literaturverlag)

Lebenslauf von Kristine Bilkau

Was braucht man, um glücklich zu sein? Dieser Frage geht die deutsche Autorin Kristine Bilkau in ihrem 2015 erschienenen Debütroman „Die Glücklichen“ nach. Isabell und Georg sind mit ihrem Leben zufrieden. Es könnte natürlich immer noch besser laufen, doch eigentlich fehlt es ihnen an nichts. Doch dann nimmt das Unglück seinen Lauf. Beide verlieren ihre Jobs und auch privat kämpfen sie um den Erhalt ihrer kleinen Familie. Trotz aller Anstrengungen drohen die beiden zu scheitern. Doch was bedeutet es, zu scheitern? Wann ist man wirklich gescheitert und wie kann man auch in unbeständigen, schwierigen Zeiten glücklich sein? Das Buch wird mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, beispielsweise dem Franz-Tumler-Preis, und in mehrere Sprachen übersetzt. Wie ihre Protagonisten lebt auch die Autorin in Hamburg. Dort ist sie 1974 geboren und aufgewachsen. Sie studiert in Hamburg und New Orleans Geschichte. Bilkau nimmt an verschiedenen Wettbewerben teil, wird 2008 Finalistin des Literaturwettbewerbs Open Mike in Berlin und erhält mehrere Stipendien. 2013 ist sie Teilnehmerin der Bayerischen Akademie des Schreibens des Münchener Literaturhauses. Heute lebt Kristine Bilkau mit ihrer Familie in Hamburg.

Alle Bücher von Kristine Bilkau

Cover des Buches Die Glücklichen (ISBN: 9783442717101)

Die Glücklichen

 (120)
Erschienen am 10.04.2018
Cover des Buches Eine Liebe, in Gedanken (ISBN: 9783442719778)

Eine Liebe, in Gedanken

 (107)
Erschienen am 13.04.2021
Cover des Buches Nebenan (ISBN: 9783630875194)

Nebenan

 (70)
Erschienen am 08.03.2022
Cover des Buches Wasserzeiten (ISBN: 9783716028193)

Wasserzeiten

 (0)
Erscheint am 16.03.2023
Cover des Buches Nebenan (ISBN: 9783844546088)

Nebenan

 (4)
Erschienen am 08.03.2022
Cover des Buches Nebenan (ISBN: B09TW94GJY)

Nebenan

 (1)
Erschienen am 08.03.2022

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Neue Rezensionen zu Kristine Bilkau

Cover des Buches Nebenan (ISBN: 9783630875194)
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Rezension zu "Nebenan" von Kristine Bilkau

Kristine Bilkau - Nebenan
esmerabellevor 3 Stunden

Gut ein halbes Jahr ist es her, dass Julia mit ihrem Partner aus der Stadt in einen kleinen Ort gezogen ist, wo sie in der langsam sterbenden Innenstadt einen Keramikladen betreibt. Anschluss hat sie noch nicht in dem Maße gefunden, wie sie sich vorgestellt hatte, aber viel mehr belastet sie ihre Sehnsucht nach einem eigenen Kind. Zu lange, so scheint es, hat sie diesen Wunsch hinter ihrem Berufsleben zurückgestellt, und jetzt fressen die Kosten für Injektionen und künstliche Befruchtung die finanziellen Rücklagen auf, nagt jeder Misserfolg an der Hoffnung.
 Und dann ist da noch das Haus nebenan, dessen Briefkasten überquillt und dessen Bewohner spurlos verschwunden zu sein scheinen.


Astrid befindet sich an einem ganz anderen Punkt ihres Lebens. Die Kinder sind schon lange aus dem Haus, und jetzt, mit Anfang 60, denkt Astrid langsam darüber nach, ihre Arztpraxis abzugeben und in den Ruhestand zu gehen. Seit einiger Zeit erhält sie beunruhigende anonyme Briefe, in denen sie beschimpft und bedroht wird. Sorgen macht sie sich auch um ihre Tante Elsa, die altersbedingt immer mehr abbaut.
Und dann ist da noch das Haus auf der anderen Straßenseite, dessen Briefkasten überquillt und dessen Bewohner spurlos verschwunden zu sein scheinen.

„Nebenan“ ist mein erster Roman von Kristine Bilkau und hat mich gleich zu ihrem Fan gemacht. Sie schafft es, wie es scheint ohne Mühe, eine ganz eigene Atmosphäre zu schaffen, die mich an nichts, was ich bisher gelesen habe, erinnert. Eine Atmosphäre, die so vielschichtig ist, dass man noch lange nach Beendigung der Lektüre die einzelnen Ebenen durchwandern und erforschen kann. Dieses Buch ist wie ein sorgfältig komponiertes Gemälde, in dem jedes Detail perfekt eingefügt ist. Besonders fasziniert hat mich, wie Julias und Astrids Leben sich jenseits der Wahrnehmung der beiden Frauen immer weiter verweben. Wie ein Netz entsteht, stabil und fragil zugleich.

 Was mich anfangs etwas gestört hat, ist, dass Bilkau die einschneidenden Ereignisse oft ausspart. Als Leser erfahren wir vorher, was bald ansteht, aber dann überspringen wir Tage, Wochen oder Monate. Zuerst hat mich diese Vorgehensweise verwundert und frustriert, aber dann wurde mir klar, dass gerade dadurch die ruhige, etwas zerbrechliche Stimmung des Buches erschaffen und aufrechterhalten wird. Was wir als Leser mitbekommen, ist das, was bleibt, wenn sich die Emotionen kristallisiert haben. Das, was das Leben letztendlich wirklich ausmacht und gestaltet.


Ich habe, wie wohl jeder, gewisse Lesevorlieben. Werden diese nicht erfüllt, hat das betreffende Buch im Prinzip bei mir schon verloren. Anders hier. Wo ich lange geglaubt habe, dass diese oder jene Entwicklung über mein Wohlwollen und mein Endurteil entscheiden würde, habe ich im Verlauf der Geschichte festgestellt, dass ich bereit war, der Autorin und ihren Protagonistinnen zu folgen, wohin auch immer es gehen sollte. Ein weiteres Indiz dafür, wie überzeugend Handlung und Figuren sind, ohne aber dem Leser den Raum für eine eigene Beziehung zu dem Roman abzuschneiden. 


„Nebenan“ hat seinen Platz auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2022 eindeutig verdient. Dieser Roman hat es geschafft, mich für Themen zu sensibilisieren und zu interessieren, die ich eher nicht auf meiner Liste habe. Ein kleiner, nur auf den ersten Blick unscheinbarer Juwel und ein Kandidat für meine Top Ten 2022. Eindeutige Leseempfehlung!

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Cover des Buches Nebenan (ISBN: 9783630875194)

Rezension zu "Nebenan" von Kristine Bilkau

Sehnsüchte und Einsamkeiten
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Tagen

Im Zentrum dieser leisen Geschichte stehen zwei Frauen, die beide auf verschiedene Art in einer Zeit des persönlichen Umbruchs leben. Astrid erfährt angesichts des am Horizont drohenden Ruhestands einen Wegfall alter Gewissheiten und erhält anonyme Drohbriefe, Julia wünscht sich ein Kind, doch diese Sehnsucht bleibt trotz In-vitro-Fertilisation unerfüllt. Diese Brüche im Lebensentwurf stehen nicht im leeren Raum, die Gesellschaft ist jedoch weniger Trost als vielmehr Brennglas der empfundenen Unzulänglichkeiten. Und so zieht eine jede sich eher zurück ins Private, als nach echter Verbundenheit und Gemeinschaft zu streben.


Ja, es geht viel um das Nebeneinander, das Miteinander – aber vor allem um den Mangel daran.


Nicht von ungefähr gibt es eine ganz reale Leerstelle im Dorf: Eine Familie ist spurlos verschwunden, anscheinend über Nacht, Personifizierung der sozialen Verkümmerung. Sorgen wir uns überhaupt um unsere Nachbarn, gibt es eine Gemeinschaft, die noch etwas bedeutet? Inwiefern ersetzen wir menschliche Kontakte mit sinnentleerten Konstrukten wie Social Media? Leere, immer wieder Leere, der Roman findet viele Bilder und Worte dafür, im Großen wie im Kleinen, ohne plump offensichtlich zu werden. Klimawandel, Kleinstadtsterben, Kinderwunsch, die Geschichte wandert in ruhigem Erzählduktus durch die Themen.


Julia kann sich nicht losreißen von den Instagram-Accounts, die eine heile heteronormative Welt voller niedlicher Kinder und strahlender Übermütter vorgaukeln, obwohl sie sich der Künstlichkeit bewusst ist. Sie tröstet sich damit, sie quält sich damit, und das eine lässt sich vom anderen nicht mehr trennen. Astrid dagegen wird durch die anonyme Post eine echte Auseinandersetzung mit dem Gegenüber verwehrt, und damit auch jede Möglichkeit der Verteidigung. Und das hat etwas sehr Gewaltsames an sich, bewusst dosiert. Im Zeitalter des Ghostings kann die Verweigerung persönlicher Kommunikation passive Nachlässigkeit sein, aber auch eine Form der Aggression.


Neben den beiden Protagonistinnen betreten auch andere Charaktere die Bühne, rücken für kurze Zeit diesen oder jenen Aspekt der ins Wanken geratenen Zwischenmenschlichkeit ins Zentrum. Wer bin ich? Wie behaupte ich meine Individualität und bewahre mir gleichzeitig einen Sinn für Gemeinschaft?


Der Roman lässt das immer wieder anklingen, mit klugem Feingefühl, gibt aber keine Lösungen vor. Das kippt mehrfach um ins still Bedrohliche, ohne dass »Nebenan« jemals auf Effekthascherei zurückgreift. Kristine Bilkau erzählt in einer Sprache der leisen, schlichten Töne, die sowohl Problematik als auch Potential der angesprochenen Themen auf den Punkt bringt – allerdings verzichtet sie darauf, jedes davon auszuerzählen, sie ist eine Meisterung der beredten Andeutung.


Über das Ende können Leser:innen sich sicher streiten, denn die Autorin zieht diese Unverbindlichkeit konsquent durch bis zur letzten Seite: jegliche Antworten, die sie liefert, werfen letztlich weitere Fragen auf.

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Cover des Buches Nebenan (ISBN: 9783630875194)
wandablues avatar

Rezension zu "Nebenan" von Kristine Bilkau

Zeitgenössische Probleme - lose aneinander gereiht
wandabluevor 6 Tagen

Der Roman „Nebenan“ beschäftigt sich zunächst mit Problemen der Kleinstadt. Leerstand aufgrund hoher Mieten im Zentrum, Landflucht. Dieser Thematik wäre ich gerne gefolgt. Wären da nicht so viele andere Themen nebenher mit eingeflossen. Selbstverständlich die Plastikverschmutzung. Umweltschutz muss. Unerfüllter Kinderwunsch und Hormonbehandlung ist ein weiterer Themenbereich. Wir hören die Klagen der Protagonistin Julia, um die vierzig, über das Unverständnis männlicher Ärzte, und das Unverständnis ihres Partners, der zwar behauptet, mit ihr auch ohne Kinder glücklich sein zu können und Hormonbehandlung ist halt teuer, deshalb könne man auch wieder damit aufhören, sagt er, aber kann sie dem Kerl trauen, der vielleicht nach 15 Jahren mit einer anderen, einer Jüngeren doch noch ein Kind zeugt? Sie sitzt in der Falle. Die Gedanken Julias zum unerfüllten Kinderwunsch nehmen einen breiten Raum ein, gehen dann aber doch nicht in die Tiefe und bleiben irgendwo stecken. Und wollten wir nicht über das Sterben von Kleinstadt und Landflucht lesen? Oder schreiben? 

 Unerfüllter Kinderwunsch wäre einen eigenen Roman wert gewesen. Es gibt dazu tatsächlich eine Menge zu sagen, zum Beispiel, dass man nicht alles im Leben beeinflussen kann und dass menschliche Machbarkeit eine Grenze hat; oder dass keine Ehe einen Garantieschein besitzt; oder dass man auch dann ein erfülltes Leben haben kann, wenn man sich nicht reproduziert; und überhaupt. Aber davon lesen wir leider nichts weiter. Weil man dann in die Tiefe hätte gehen müssen und Kleinstadt überhaupt keine Rolle spielte. 

Und auch sonst nichts. Nichts spielt wirklich eine Rolle. Themen, tauchen auf, versuchen zu zünden, aber bevor die Lunte den Sprengstoff erreicht, wird sie ausgetreten. „Nebenan“ könnte sehr wohl auch „Nebenher“ heißen. Oder „Perlenschnur unbehandelter Thematiken“. 

Eine zweite Protagonistin stellt das Problem des Ärztemangels in den Raum und lässt es dort unbeachtet stehen. Die Doktorin Astrid ist sechzig und macht sich allmählich Gedanken über einen Nachfolger. Dabei hätte ich sie gerne begleitet. Aber sie kümmert sich dann doch lieber um Elsa, ihre betagte Tante, die sich allmählich aufs Sterben vorbereitet und ihr Haus ausräumt, Möbel verkauft, verschenkt, nur noch ein Stockwerk ihres Hauses nützt. Lebensende. Abschied. Trauerarbeit, die der Nochlebende leisten muss. Wieder eine Thematik, bei der ich mitgegangen wäre. Jedoch 

muss ich weiter und mich mit Astrid ihrer Nachbarin zuwenden, von der sie sich entfremdet hat, weil deren Sohn ein Tierquäler ist. Spannend. Wieder ein bewegendes Thema. Eltern, die erkennen müssen, dass ihre Nachkommen keineswegs nette, liebe Kinder sind, sondern Monster. Äh, sind sie das? Zwar gibt es ein Gespräch zwischen Astrid und ihrer Nachbarin über die Angelegenheit, die einzige Szene, die ich richtig gut finde, aber erschöpfend behandelt wird auch diese Sache nicht. Und dergleichen mehr. Nirgendwo gibt es einen Schwerpunkt. Jedes Thema ist gleichgewichtig.
Der angerissenen Themenbereiche ist kein Ende. Und nirgendwo darf man als Leser verweilen und sich adäquat auseinandersetzen. Nehme ich zur Kenntnis. Haken. Nehme ich zur Kenntnis. Haken. Dann lese ich doch lieber Zeitung. Dort steht das nämlich alles drin. Mit Hintergrund. Und im Detail. 

Fazit: Eine lose Aneinanderreihung zeitgemäßer Problematiken. Mehr Aufzählung als Roman. 

Frage: wie kommt dieser Roman auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises? Vermutung: die Jury wird wohl keine Zeitungen abonniert haben und musste durch „Nebenan“ erst auf Stand gebracht werden. 

Kategorie: Roman.
Verlag: Luchterhand, 2022
Auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2022

Kommentare: 2
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Gespräche aus der Community

Herzlich willkommen zu unserer inklusiven Challenge für aktuelle Gegenwartsliteratur mit Niveau! 

Wenn euch anspruchsvolle Neuerscheinungen begeistern und ihr euch gerne mit anderen Buchverrückten darüber austauscht, seid ihr hier goldrichtig.

Unser Hauptanliegen ist ein barrierefreier Zugang zur Literatur über verschiedene Medien und die geteilte Freude am Lesen.

Aktuelles: 

Zum Abschluss unserer Challenge möchten wir gerne unseren eigenen Community Award ausrufen und unseren Lieblingsroman des Jahres wählen. Ich bin sehr gespannt, welcher das wird.

Hier findet ihr jetzt die Shortlist.

Schickt mir bitte bis Sonntag, den 18.12., eine PN mit euren drei Favoriten aus der Shortlist. Dann haben wir unseren Challenge-Siegertitel. 


Und die Challenge für 2023 gibt es auch schon!

https://www.lovelybooks.de/autor/LovelyBooks/LovelyBooks-Spezial-1287744138-w/leserunde/7422478752/7422483083/


Vom    01.01.2022    bis    31.12.2022    möchten    wir    15    anspruchsvolle    Romane    lesen   . 

Anspruchsvolle Romane? Gemeint sind Bücher der Gegenwartsliteratur, die in diesem Jahr erschienen sind oder noch erscheinen werden und die an diesen Beitrag angehängt sind. Auch Neuauflagen von Klassikern zählen dazu. 

Falls ihr Vorschläge zu interessanten Neuerscheinungen habt, könnt ihr diese gerne im entsprechenden Unterthema einreichen. Habt jedoch bitte Verständnis, dass nicht jedes Buch in die Liste aufgenommen werden kann.

Da es uns wichtig ist, dass die Challenge so barrierefrei wie möglich ist, könnt ihr die Bücher als Printexemplar, E-Book, ungekürztes Hörbuch oder auch in der Originalsprache/in einer anderen Sprache lesen. Denn was in dieser Challenge zählt ist der Inhalt, nicht die Form des Mediums. 

Kommen wir nun zu den Regeln:

Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. 

Der Einstieg oder Ausstieg ist jederzeit möglich. Du verpflichtest dich zu nichts. 

Schreibe zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei Lovelybooks. Anschließend verlinkst du jede der Rezensionen für diese Challenge in einem einzigen Beitrag im Unterthema "Eure Sammelbeiträge". Das wird dein Sammelbeitrag für alle deine Challenge-Rezensionen sein. 

Es gelten die Bücher, die in der unten angehängten Liste zu finden sind (wir füllen gerade auf! ;D ).

Unter allen Teilnehmenden, die 15 Romane mit Niveau in der Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 lesen und rezensieren, wird ein liebevoll ausgewähltes Buchpaket verlost!

Das Minimum für den Lostopf sind also 15 rezensiere Bücher. Ihr seid Viellesende und habt die 15 Bücher schnell geschafft? Wunderbar! Auch für euch haben wir uns etwas überlegt: Pro 5 gelesene und rezensiere Bücher mehr gibt es 1 Extra-Los für euch! 

(d.h. mit 20 Büchern bekommt ihr 2 Lose, mit 25 Büchern 3 Lose usw.) 

Wichtige zusätzliche Hinweise: Eure Rezensionen müssen nicht lang sein. Sie sollten euren Leseeindruck wiedergeben, eine bloße Inhaltsangabe reicht nicht, eine größere Analyse des Buches muss es aber auch nicht sein. Wir wünschen uns eine etwas ausführlichere Kurzmeinung. 

Für die Verlosung des Buchpaketes werden nur Rezensionen zu den hier angehängten Büchern berücksichtigt.

Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: Wir wünschen euch viel Freude beim Lesen, Hören, Diskutieren, Staunen und Entdecken. Auf ein schönes Bücherjahr 2022! 

Eure SEVEN


Links zu euren Sammelbeiträgen:

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Aischa

angioletta

Anna625

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736 Beiträge
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Letzter Beitrag von  nonostarvor 2 Tagen

:D Ja das dachte ich mir auch. ^^

 „Wer Kopfweh hat, nimmt Pyramidon. Wer an Magendrücken leidet, schluckt doppeltkohlensaures Natron." Aber was tun bei Einsamkeit? Bei Trauer? Bei Liebeskummer? "Was nützen dem, dessen Ehe zerbricht, lauwarme Umschläge? Was soll er mit einem Heizkissen anfangen?", hat Erich Kästner einmal gefragt. Was stattdessen hilft? Lesen, sagt er.

Mit diesem Einstieg wurde bei SPIEGEL Online heute gefragt: Welche Bücher lindern Liebesschmerz? ( https://bit.ly/2QvXosG)
Empfohlen wurden u.a. das Buch der Soziologin Eva Illouz „Warum Liebe weh tut" und mein Roman „Eine Liebe, in Gedanken". Außer, dass ich mich darüber gefreut habe, hat mich die Geschichte inspiriert darüber nachzudenken, welche Bücher mir selbst geholfen haben. Und es würde mich sehr interessieren, welche Romane Euch dazu einfallen, Euch getröstet und gestärkt haben.

Hier meine Liste (work in progress):
1. Marcelle Sauvageot: "Fast ganz die Deine", Nagel & Kimche
2. Lena Andersson: "Widerrechtliche Inbesitznahme", Luchterhand
3. Patrick Modiano: "Der Horizont", Hanser
4. Lot Vekemans: "Ein Brautkleid aus Warschau", Wallstein
5. Erich Fried: "Es ist, was es ist", Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte, Wagenbach

Und vor einigen Tagen ist "Süßer  Ernst" von A.L. Kennedy erschienen über Liebe in ihrer unvollkommenen, beschädigten, traurig-komischen Form, auf das ich sehr gespannt bin.
4 Beiträge
Kristine_Bilkaus avatar
Letzter Beitrag von  Kristine_Bilkauvor 4 Jahren
Gerade lese ich "Mein Jahr der Ruhe und Entspannung" über eine emotional erschöpfte New Yorkerin, die sich mit Schlaftabletten eine Art Winterschlaf beschert. Auch ganz gut für Rückzugszeiten geeignet (edit: also, der Roman, nicht die Strategie mit den Tabletten : ). Allerdings ist der Text keine Ablenkung vom Thema, im Gegenteil. Große Empfehlung! Teilweise sehr böse, schnippisch und auf den Punkt geschrieben, wenn es um den Blick auf unsere Gegenwart und Beziehungen geht.
Zum Thema

Isabell und Georg sind ein Paar. Ein glückliches. Wenn die Cellistin Isabell spätabends von ihren Auftritten mit dem Orchester nach Hause geht oder der Journalist Georg von seinem Dienst in der Redaktion auf dem Heimweg ist, schauen sie in die Fenster fremder Wohnungen, dringen mit ihren Blicken in die hellen Räume ein. Regalwände voller Bücher, stilvolle Deckenlampen, die bunten Vorhänge der Kinderzimmer. Signale gesicherter Existenzen, die ihnen ein wohliges Gefühl geben. Das eigene Leben in den fremden Wohnungen erkennen. Doch das Gefühl verliert sich.

Nach der Geburt von Sohn Matti erweist sich für Isabell die Rückkehr ins Orchester als schwierig: Während des Solos zittern ihre Hände, nicht nur am ersten Abend, sondern auch an den folgenden. Ihr Engagement steht auf der Kippe. Ohnehin ist unklar, ob die befristeten Verträge der Musiker verlängert werden. In Georgs Redaktion bestätigen sich die Gerüchte, der Verlag würde die Zeitung verkaufen und die Belegschaft verkleinern. Währenddessen wird ihr Haus saniert. Im Treppenhaus hängt jetzt ein Kronleuchter, im Briefkasten liegt eine Mieterhöhung. Für die jungen Eltern beginnt ein leiser sozialer Abstieg.

Georg flüchtet sich beim Surfen in Immobilienportalen in alternative Lebensmodelle und spielt mit Aussteigerfantasien.

„Alles, was er wollte, war sein Herz zu erleichtern. Ein überschaubares Leben führen. Wie er sich danach sehnte. Ja, es war kleinkariert. Sollte es doch.“


Isabell dagegen sehnt sich nach Verbundenheit mit ihrem vertrauten Viertel und seinen Menschen, und hängt an der Wohnung, in der sie seit langem lebt.

„Sie kann ihren Krimskrams in Kartons verstauen, aber nicht die Zeit, die sie in diesen Räumen gelebt hat, die Zeit bleibt dort, sie hat sich in die Wände eingeschrieben.“

Gegenseitig treiben die beiden sich mit ihren Ängsten und Ansprüchen in die Enge, bis das Gefüge ihrer kleinen Familie zu zerbrechen droht.



„Zu viel Information, zu viele Wahlmöglichkeiten, zu viel Konkurrenz. Zu viel Unsicherheit. Zu viele Verpflichtungen gleichzeitig", schrieb DIE WELT über die heute 30- bis 40jährigen, die "Generation Zuviel".

bit.ly/1zfuj8x    

DIE ZEIT hat eine interessante Umfrage zu dem Thema gemacht, wie die Generation 30+ sich an den Anforderungen und Unsicherheiten des Arbeitsmarktes aufreibt – und wie sich das auf ihre Lebensentwürfe auswirkt.

http://www.zeit.de/karriere/2015-05/generation-y-mythos-leiharbeit-befristetung-unbezahlt-praktika


Meine Figuren zählen zu dieser Generation – und womöglich erkennen sich auch manche Leserinnen darin wieder.

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Gern würde ich die Diskussion mit euch vertiefen und lade deshalb herzlich zu einer Leserunde ein. Macht mit und bewerbt euch!

20 Bücher warten hier auf den Versand.



Wer teilnehmen möchte, beantwortet einfach folgende Frage:

Was wünscht ihr euch für die nachfolgenden Generationen, die heutigen Kinder und Jugendlichen?




Ich freu mich auf eure Beiträge!

Bewerbungsschluss ist der 3. Juni 2015.



Herzlich,

Kristine Bilkau




Ihr Lieben,

vielen, vielen Dank für die großartigen Zuschriften!

Eure Gedanken über die Zukunft waren so schön zu lesen! Und so zahlreich, spannend und vielseitig, dass ich mich nur mit schwerem Herzen auf 20 Gewinner beschränken konnte. Ich habe dabei möglichst vielfältige Meinungen und Schwerpunkte (Leben mit großen Kindern, mit kleinen Kindern, ohne Kinder, vor dem Berufseinstieg, nach dem Berufseinstieg, und viele Varianten mehr) versucht zu berücksichtigen. Aber nochmal: Es fiel mir wirklich schwer auszuwählen!!!

Nun freue mich auf die Leserunde und lade nochmal ausdrücklich JEDEN ein, an der Diskussion teilzunehmen.


Die 20 Gewinner sind:

Leselea

Hannelore259

LibriHolly

freiegedanken

Ginevra

seschat

kruemelhino

Cellissima

Simi159

Barbara62

Maritzel

Kerstin2505

buecherwurm1310

Sarafinchen

Sweet-little-angel

StSchWHV

Pocci

Liseron

Larischen

kleinegrauewolke


Achso, wichtig: Alle Gewinnerinnen schicken mir bitte per PM ihre Adressen für die Zusendung der Bücher.

481 BeiträgeVerlosung beendet
Kristine_Bilkaus avatar
Letzter Beitrag von  Kristine_Bilkauvor 4 Jahren
Liebe Leute auch aus dieser Runde, ich habe heute (zum ersten Mal) ein Thema erstellt, und zwar zur Frage: Welche Bücher lindern Liebeskummer? Ich wäre gespannt auf eure Empfehlungen und Leseerfahrungen. Liebe Grüße! https://www.lovelybooks.de/thema/Die-besten-Bücher-bei-Liebeskummer-1816602653/

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