Kristine Bilkau Die Glücklichen

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Inhaltsangabe zu „Die Glücklichen“ von Kristine Bilkau

Ein großes Generationsporträt unserer Zeit
Isabell und Georg sind ein Paar. Ein glückliches. Wenn die Cellistin Isabell spätabends von ihren Auftritten mit dem Orchester nach Hause geht oder der Journalist Georg von seinem Dienst in der Redaktion auf dem Heimweg ist, schauen sie oft in die Fenster fremder Wohnungen, dringen mit ihren Blicken in die hellen Räume ein. Bei abendlichen Spaziergängen werden sie zu Voyeuren. Regalwände voller Bücher, stilvolle Deckenlampen, die bunten Vorhänge der Kinderzimmer. Signale gesicherter Existenzen, die ihnen ein wohliges Gefühl geben. Das eigene Leben in den fremden Wohnungen erkennen. Doch das Gefühl verliert sich. Mit der Geburt ihres Sohnes wächst nicht nur ihr Glück, sondern auch der Druck und die Verunsicherung. Für Isabell erweist sich die Rückkehr in ihren Beruf als schwierig: Während des Solos zittern ihre Hände, nicht nur am ersten Abend, sondern auch an den folgenden. Gleichzeitig verdichten sich in Georgs Redaktion die Gerüchte, der Verlag würde die Zeitung verkaufen. Währenddessen wird ihr Haus saniert. Im Treppenhaus hängt jetzt ein Kronleuchter, im Briefkasten liegt eine Mieterhöhung. Für die jungen Eltern beginnt damit ein leiser sozialer Abstieg. Isabell und Georg beginnen mit einem Mal zu zweifeln, zu rechnen, zu vergleichen. Jeder für sich. Je schwieriger ihr Alltag wird, desto mehr verunsichert sie, was sie sehen. Die gesicherten Existenzen mit ihren geschmackvollen Wandfarben sagen jetzt: Wir können, ihr nicht. Was vertraut und selbstverständlich schien – die Cafés, Läden, der Park, die Spielplätze mit jungen Eltern –, wirkt auf einmal unzugänglich. Gegenseitig treiben sich Isabell und Georg immer mehr in die Enge, bis das Gefüge ihrer kleinen Familie zu zerbrechen droht. Kristine Bilkau zeichnet in ihrem Debütroman »Die Glücklichen« das präzise Bild einer nervösen Generation, überreizt von dem Anspruch, ein Leben ohne Niederlagen zu führen, die sich davor fürchtet, aus dem Paradies vertrieben zu werden.

In seiner Authentizität ein unheimlich nahe gehendes und gleichzeitig gesellschaftskritisches Werk! Liest sich super!

— Vilja2013

Schön geschrieben, aber so deprimierend mit einem versöhnlichen Schluss. Ich hätte das Buch fast weggelegt, bin froh,es nicht getan zu haben

— naninka

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    Die Glücklichen

    steffchen3010

    Georg, Isabell und Matti: Eine Kleinfamilie wie aus dem Bilderbuch. In ihrer reizenden Altbauwohnung in Hamburg leben sie ein glückliches Leben. Das Viertel mit seinen bonbonfarbigen Häuserfassaden, gusseisernen Geländern und von Blumen übersäten Balkonen spiegelt ihre Lebensfreude wieder. Aus den Ladengeschäften und Cafés ihrer Straße dringen lebendige Gesprächsfetzen an ihr Fenster, werden Teil ihrer Gespräche am Frühstückstisch. Es ist ein unbekümmertes Leben, das ihnen steht wie ein schickes Accessoire. “Die Arbeit ist geprägt von dem Wort Defizit, das Produkt sei defizitär, mindestens zweimal im Jahr erklärt ihnen das jemand aus dem Management, und es klingt dann, als wären sie eine Horde Kinder, die dankbar sein sollte, dass sie noch jemand mit Müh und Not durchfüttert.” Zitat, Seite 69 Georg ist Redakteur bei einer Tageszeitung. Er überarbeitet Texte, verwaltet Projektpläne und porträtiert manchmal auch das Leben von Aussteigern auf dem Land. Kein Riesenjob, aber immerhin einer, der ihnen ein gutes Leben finanziert. Schließlich steht es ihnen gut. Doch die Zeitung muss sparen. Es werden Stellen abgebaut und irgendwann muss auch Georg daran glauben. Es kommt zur Kündigung. Er bezieht Arbeitslosengeld. Es fühlt sich an wie Geld auf Bewährung. „Sie spielte wie unter einer Glasglocke. Jeder konnte ihr dabei zusehen. Sie hatte den Klang verloren, und die Leichtigkeit.“ Zitat, Seite 18 Isabell ist Cellistin. Sie spielt im Orchestergraben eines Musicals. Es ist nicht die Karriere im Symphonieorchester, von der sie einst träumte, aber immerhin verhilft es ihnen zu den wöchentlichen Einkäufen im Feinkostladen und den Besuchen in den teuren Bio-Cafés ihrer Stadt. Nach der Babypause steigt sie rasch wieder in den Job ein, aus Angst auf der Strecke zu bleiben. Und spielt. Doch ihre Melodien haben an Leichtigkeit verloren. Die Hände beginnen zu zittern. Der Druck ist zu groß. Sie lässt sich krankschreiben. Wird gekündigt. Die innere Unruhe wächst unaufhaltsam. Als “die Glücklichen” arbeitslos aufeinander treffen, beginnt die Mauer der Unbeschwertheit zu bröckeln. Unsicherheit und Selbstzweifel gesellen sich zu ihnen. Plötzlich ist ihr Alltag nicht mehr von Lachen und Freude, sondern vielmehr von Kummer und Schuldzuweisungen geprägt. Ein täglicher Kampf um ein harmonisches Miteinander beginnt, lässt Georg und Isabell Stück für Stück voneinander entfernen. Irgendwann müssen sie ihrem Scheitern ins Gesicht blicken. Einem Scheitern, an das sie nie denken wollten. “Es ist wie eine Probe. Sie werden etwas herausfinden. Über sich als Paar, als Familie. Oder irrt er sich? Radiert er mit all diesen Maßnahmen den Alltag aus? Höhlt ihn aus, um die Fassade zu retten? Wenn er das wüsste. Er braucht eine klare Richtung, eine Zukunft. Er will endlich wissen, wohin, ohne dieses Gefühl der Enge in der Brust, und wenn, und wenn, und wenn.” Zitat, Seite 200 “Die Straßen ihres Viertels sind nichts für Versager, die Nacht schärft die Konturen dieser Wirklichkeit, das Herz klopft hart gegen die Brust, bereit zur Flucht, und sie sehnt sich nach Schlaf, vereint mit Matti (…), so möchte sie einschlafen und nicht mehr zurückkommen in diese Wirklichkeit. (…) Sie zieht die Knie an den Körper und rutscht näher an den Atem ihres Kindes; verwerflich ist diese Sehnsucht, gemeinsam unterzugehen.” Zitat, Seite 256 Der Leistungsdruck in unserer Gesellschaft steigt stetig. Täglich werden wir mit Veränderungen konfrontiert, die unausweichlich scheinen. Mehr Leistung für weniger Geld ist die Devise. Einsparungen sind Gang und Gebe. Im Gegensatz dazu verändern sich die Lebensgewohnheiten der Menschen. Man strebt nach mehr, will sich fortan noch gesünder ernähren und nachhaltiger leben. Lebensmittel vom Discounter scheinen ausschließlich für die Mittelklasse, wer dazu gehören will braucht Bio-Obst von Demeter, hochpreisige Energieshakes und Steak vom argentinischen Weiderind. Mit jedem neuen Firmensitz, jedem Ladengeschäft und jeder Grünanlage verändert sich das Stadtbild. Ein Wandel vollzieht sich. Lässt die Viertel szeniger werden und die Mieten steigen. Reißt uns ein großes Loch ins Portemonnai und lässt unsere Unbeschwertheit verpuffen. Mit erschreckender Präzision führt uns Kristine Pilkau diese Veränderung vor Augen. In ihrem Debütroman “Die Glücklichen” zeichnet sie das Bild einer nervösen Generation, unserer Generation. Sie entscheidet sich dabei für die Sicht aus einer jungen Familie, wie wir sie alle in unserer Nachbarschaft finden. Hier heißen sie Georg und Isabell, aber eigentlich könnten sie auch jeden anderen Namen tragen. Es sind Menschen wie du und ich. So nimmt sich Bilkau zwei jungen Eltern an, die völlig unerwartet ihre Stellung in der Gesellschaft verlieren. Die verzweifeln und plötzlich alles in Frage stellen, die auseinander triften anstatt zusammenzuhalten. Georg und Isabell werden zu Einzelkämpfern, können sich nicht mehr in die Augen sehen. Die Angst zu scheitern ist allgegenwärtig. "Auf dem Heimweg schaut er wieder in die Fenster der anderen, dringt mit seinem Blick in ihre hellen Räum ein. Früher haben er und Isabell das oft gemeinsam gemacht. Zusammen schauten sie in fremde Zimmer. Bei abendlichen Spaziergängen wurden sie zu Voyeuren. Regalwände voller Bücher, geschmackvoller Deckenlampen, moderne, offene Küchen, die bunten Vorhänge der Kinderzimmer. Signale gesicherter Existenzen, die ihnen immer ein wohliges Gefühl gaben. Das eigene Leben in den fremden Wohnungen erkennen. Inzwischen sagen alle dasselbe: Wir können, du nicht." Zitat, Seite 200/201 Mutig und schamlos setzt sich Bilkau in ihrem Debüt mit existenziellen Fragen auseinander: Wie definiert man Glück? Ab wann gilt man als gescheitert? Wie bewahren wir unser Ansehen in der Gesellschaft? Mit ihrem Blick hinter die glitzernde Fassade bohrt sie in offene Wunden. Ganz bewusst hält sie uns den Spiegel vor Augen. Scheint uns darin bestärken zu wollen, unserem Stil treu zu bleiben und uns keinen Stempel aufdrücken zu lassen. Wir sollten glücklich sein, wenn wir es wollen und nicht, wenn wir es müssen.

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    • 2

    franzzi

    03. June 2016 um 08:35
  • Mit einer wunderschönen Sprache mitten aus dem Leben

    Die Glücklichen

    gsimak

    19. March 2016 um 05:28

    Zum InhaltKristine Bilkau hat einen Roman geschaffen, in dem ich mich das eine oder andere Mal wieder gefunden habe. Auch ich spaziere mit meinem Mann abends und schaue für mein Leben gerne in die Fenster von anderen Leuten. Wenn ich dann auch noch Regalwände sehe, vollgepackt mit Bücher, dann sind mir diese Menschen, obwohl ich sie nicht kenne, sympathisch. Isabell und Georg führen ein Leben, wie es in unserer Zeit nicht ungewöhnlich ist. Existenzangst ist für viele Menschen kein Fremdwort; zumal sie oft nicht unbegründet ist. Zitternde Hände machen der Cellistin Isabell das Leben schwer. Sie traut sich mit niemanden darüber reden. Frisst ihre Ängste in sich hinein, was das Ganze noch schlimmer macht. Denkt, ihr Problem rührt von einem schmerzenden Arm. Denkt ihre Schulter ist schuld. Nur ja nicht das Kind beim Namen nennen! Nachdem Georg seinen Job verloren hat, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Georg versucht mit der Situation positiv umzugehen. Bringt seinen Sohn Matti in den Kindergarten, während Isabell zur Rhea geht.Während Georg sich gut vorstellen kann, mit weniger Geld auf dem Land ein neues Leben zu beginnen, klammert Isabell an alten Gewohnheiten. Sie will nicht akzeptieren, dass ihnen nicht mehr so viel Geld zur Verfügung steht. Differenzen sind vorprogrammiert.Meine MeinungIsabell fand ich oftmals ziemlich zickig und verwöhnt. Ich hatte das Gefühl, sie schob Georg gerne den schwarzen Peter zu. Das Thema Geld schob sie auf die Seite und gab mehr aus, als der momentanen Situation zuträglich war. Sie hatten einfach zu wenig miteinander geredet. Ihre Gefühle für sich behalten. Man kann ja verstehen, dass Jobverlust ein Drama ist. Beide konnten sich jedoch nicht damit abfinden, eventuell einen anderen Job anzunehmen. Vor allem Georg wollte nicht unter Wert arbeiten. In der heutigen Zeit nicht unbedingt die richtige Einstellung. Gut fand ich, dass Georg sehr bemüht war, dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen; eventuell einen gänzlich neuen Anfang zu wagen. Georg fiel auch der Verlust von Luxusartikel nicht so schwer.Ihrem Sohn ließen sie sehr viel Liebe und Zuwendung zukommen. Die Ängste von Isabell und Georg waren für mich nachvollziehbar. Vor einem sozialen Abstieg haben Millionen Menschen Angst.Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, und bringt die Problematik unserer Zeit nüchtern auf den Punkt. Bei einer Situation konnte ich zu 100% mitfühlen!ACHTUNG!!!!SPOILER!!!!Georg musste die Wohnung seiner Mutter ausräumen. Er brachte es nicht übers Herz, Möbel usw. in einen Container zu schmeißen. Diese Situation ist mir nicht unbekannt und hat mich beim Lesen voll gepackt. Auch Georg wollte lieber sehen, wenn die Besitztümer seiner Mutter auf andere Menschen übergingen. SPOILER ENDE!!!FazitDas Buch "Die Glücklichen" ist mitten aus dem Leben gegriffen. Isabells und Georgs Fühlen und Denken spielt sich in Millionen von Köpfen ab. Jeder Mensch kann sich in diesem Buch wiederfinden. Dazu muss man nicht arbeitslos sein. Die Autorin greift mehrere Alltagsprobleme auf. Vom lästigen Verwandschaftsbesuch bis zur Renovierung des Hauses ist so ziemlich alles dabei. In dieser Geschichte werden eigene Emotionen wachgerüttelt.Ob mir das Ende gefallen hat? JA!Meine Gedanken als ich das Buch beendet hatte: >> Glück ist, wenn ich es trotz Krisen immer noch verspüre."Der Schreibstil der Autorin hat Erkennungswert. Ich gratuliere Kristine Bilkau zu ihrem Debüt. Danke für die tollen Lesestunden.5 Sterne

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  • Ein Paar entfremdet sich

    Die Glücklichen

    Maerchenbuch

    26. February 2016 um 17:01

    In dem Gesellschaftsroman “Die Glücklichen”, erzählt uns die Autorin Kristine Bilkau, die Geschichte des jungen Ehepaares Isabell und Georg, die mit ihrem kleinen Sohn Matti, ein vermeintlich zufriedenes Leben in einer deutschen Großstadt führen. Isabell ist Cellistin und arbeitet im Orchestergraben eines Musicaltheaters. Georg verdient sein Geld als Journalist einer Tageszeitung und so kann sich das Pärchen einen relativ hohen Lebensstandard leisten. Eine großzügige Altbauwohnung, Biolebensmittel, Besuche in schicken Cafés und Einkäufe in teuren Boutiquen, prägen ihren Alltag. Doch als Isabells Hände plötzlich zu zittern beginnen und die junge Frau das Problem nicht in den Griff bekommt, bestätigt sich ihre Vorahnung und sie verliert ihren Job als Musikerin. Auch Georgs Stelle wird wegrationalisiert und so müssen die beiden versuchen, sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Während Georg nach Lösungen sucht und überlegt mit seiner Familie aufs Land zu ziehen um Geld zu sparen, will Isabell nicht auf ihr wohlsituiertes Leben verzichten und kauft weiterhin in Delikatessenläden ein. Die Spannungen zwischen Isabell und Georg wachsen stetig, stumme Vorwürfe und Schweigen schleichen sich in die Beziehung und die Probleme werden verdrängt, in der Hoffnung, dass alles wieder so wird, wie es einmal war. Die depressive Stimmung verschärft sich, bis Isabell schließlich durch einen Schicksalsschlag aus ihrer Lethargie gerissen wird. Trotz der minimalistischen Handlung, konnte mich die Autorin bereits nach wenigen Seiten, mit ihrer äußerst realistischen Geschichte begeistern, denn sie hat es geschafft, eine überzeugende Studie dieser privilegierten aber ängstlichen Generation zu zeichnen. Die Situation des Ehepaares, ihre Ansprüche und ihre Sorgen, werden so glaubhaft geschildert, dass man sofort in das Leben der beiden jungen Menschen eintauchen kann. Wir begleiten ein gewöhnliches Paar, das seine finanzielle Sicherheit verliert und in ein Gefühlschaos aus Existenzängsten stürzt. Der Leser kann miterleben, wie sich vor allem Isabell zunehmend verändert. Während das Geld immer knapper wird, werden die gegenseitigen Vorwürfe immer größer und die junge Frau wird immer reizbarer. Auch ihr Hass gegen die sparsame und hilfsbedürftige Schwiegermutter steigt. Mit der Zeit konnte ich Isabells egoistisches Handeln allerdings nicht mehr nachvollziehen. Die junge Frau wurde mir immer unsympathischer, denn ich empfang ihr Verhalten als anstrengend und selbstgerecht. Anstatt zueinander zu stehen und miteinander zu reden, ist jeder mit seiner eigenen Person beschäftigt, was schließlich zu einer Zerreißprobe für die Beziehung wird. Der Leser wird während der Geschichte, immer wieder dazu gebracht, über das eigene Leben nachzudenken und ich habe mich mehrmals gefragt, in welchem Maße mich äußere Umstände und materielle Verluste beeinflussen würden. Das Leben unterliegt permanenten Veränderungen und obwohl man sich diesen Umstand nicht jeden Tag bedrohlich vor Augen halten sollte, wäre es ratsam, sein Glück in kleinen Dingen zu suchen, fernab von Geld und sozialem Status. Genau diese Botschaft hätte ich den beiden Protagonisten sehr gerne vermittelt und sie wachgerüttelt. Der Roman lebt aber nicht nur von vielen Gedankenstößen und klugen Formulierungen, sondern auch von einem großartigen und klaren Schreibstil, denn das Buch ist sprachlich sehr ansprechend gestaltet. Die Autorin erzählt jeweils ein Kapitel aus Isabells und eines aus Georgs Sicht und so bleibt die Geschichte lebendig und die beiden Perspektiven ermöglichen einen noch intensiveren Einblick in die Gefühlswelten. Vom Ende des Romans war ich überrascht und ein wenige enttäuscht, denn ich hatte andere Erwartung an den Ausgang der Geschichte. Somit blieb für mich leider die Fragen offen: Werden die beiden wohl irgendwann erkennen, dass sie trotz Höhen und Tiefen im Leben, „die Glücklichen“ sind?

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  • was ist Glück

    Die Glücklichen

    Gwenliest

    Wer kennt sie nicht, die jungen Paare in den Großstädten, beide Partner haben ein gutes Einkommen und einen hohen Lebensstandard was Nahrungsmittel (natürlich nur Bio), Kleidung, Wohnung, Restaurantbesuche, Wellnessurlaub anbelangt, so ein Paar sind Isabell und Georg. Das Paar lebt in Hamburg, sie ist Cellistin in einem Musical Orchester, er Journalist und alles ist gerade zu perfekt. Als der gemeinsame Sohn Matti gesund auf die Welt kommt und sich prächtig entwickelt, ist das die Krönung des vollkommenen Glücks… was passiert aber wenn in einer solchen „heilen Welt“ Probleme auftreten und die "schützende Hülle" um die Familie immer mehr Risse bekommt (und wir reden hier nicht von Schiksalsschlägen wie Unfällen, Krankheit etc.) … Der Wiedereinstieg in den Job gelingt Isabell nicht so leicht wie erwartet und der Druck den sie sich auferlegt eine perfekte Mutter, Ehefrau und Cellistin zu sein wächst ihr nach und nach über den Kopf, mit dem Ergebnis die Hände fangen an zittern, ihre Karriere ist in Gefahr und sie beginnt die Augen vor den Problemen zu verschließen. Auf der anderen Seite ist da Georg. Die Gerüchte um einen Verkauf und Entlassungen bei Georgs Zeitung werden immer lauter und er versucht mit den Sorgen und der Angst umzugehen, dass er vielleicht seine Familie bald nicht mehr ernähren kann. Dann ist da noch seine alleinstehende Mutter, die auch immer älter wird und seine Hilfe benötigt…. Wie verhalten sich die beiden Protagonisten in dieser angespannten Situation… Frust, Resignation, Übersprunghandlungen, Wut, Verdrängung…. Schweigen… „Zusammen zu scheitern ist schlimmer als allein. Wer allein ist, wird nicht beobachtet muss keine Haltung bewahren, muss sich nicht als Ursache für das nächstbeste Problem fühlen, und die Frage, wer recht oder unrecht hat, ist auch nicht mehr wichtig.“ (Zitat aus Die Glücklichen) Kristine Bilkau lässt uns teilhaben an ihrer „Sozialstudie“ über diese Hamburger Kleinfamilie. Schauplatz könnte aber genauso gut Berlin, München oder jede andere Großstadt in der heutigen Zeit sein…. Junge Familien die nach den Mottos "was kostet die Welt" und "alles ist möglich" leben. Die aber nach und nach immer deutlicher den Druck spüren, nicht nur der Gesellschaft und der Wirtschaft sondern auch seitens des Partners. Wie funktionieren solche Partnerschaften wenn Schwierigkeiten auftreten. Wir erleben nicht jede Situation, der die beiden Ehepartner ausgesetzt sind, aber das braucht man auch nicht um die Stimmung, die Ängste, Wünsche, Erwartungen mitzuerleben. Der Perspektivenwechsel von Isabell zu Georg und zurück vermittelt dem Leser ein durchaus rundes, umfassendes Bild des Beziehungsalltags der Beiden stellvertretend für den der heutigen Generation 30+. Obwohl der Roman Die Glücklichen sprachlich sehr nüchtern, präzise, analytisch ist, stoßen immer wieder kleine philosophische, poetische Funken durch. Es ist ein sehr eindringliches Buch in dem sich der Leser manchmal oder sogar oft wiederfindet, was seine eigenen Verhaltensmuster und Lebensanschauung anbelangt. Kristine Bilkau trifft den Ton der heutigen Zeit punktgenau. Mich haben der Roman und seine „Helden“ sehr aufgewühlt, vielleicht eben weil man so intensiv involviert ist, Parallelen zum eigenen Leben entdeckt und einem der Spiegel vorgehalten wird. Ich werde noch lange darüber nachdenken und kann Die Glücklichen jedem empfehlen, der offen ist für eine Geschichte, die nicht die perfekte Idylle des Familienlebens vorgaukelt, sondern die alltäglichen kleinen und großen Probleme der heutigen Generation 30+ in der Großstadt beim Namen nennt, die einfach nur glücklich sein will. Das wahre Glück zu erkennen, ist in der heutigen Zeit allerdings manchmal gar nicht so einfach, denn die Erwartungshaltung ist hoch, aber wenn man genau hinsieht findet man es schon ... :)

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    • 3
  • Leblose Schilderung eines Alltags eines frustrierten Ehepaars

    Die Glücklichen

    schnaeppchenjaegerin

    06. January 2016 um 17:54

    Isabell und Georg sind ungefähr Mitte 30 bis Anfang 40, verheiratet und haben den kleinen Sohn Matti. Sie leben in einer Altbauwohnung in einer Großstadt, in der Isabell schon mit ihrer Mutter wohnte. Nach der Elternzeit geht sie nun wieder ihrer Arbeit als Cellistin bei einem Musical nach, in den Abendstunden kümmert sich Journalist Georg um Matti. Isabell ist der Wiedereinstieg in die Arbeitswelt nicht bekommen. Sie zittert und hat Angst Cello zu spielen. Sie lässt sich zunächst krankschreiben und geht wegen Schulterschmerzen zur Physiotherapie. Sie verliert ihre Anstellung und erhält ALG 1. Zur selben Zeit wird auch Georg aufgrund Rationalisierungen bei der Zeitung arbeitslos. Bereits schon zuvor unzufrieden mit der Welt, hängen beide nun völlig frustriert in der Wohnung aufeinander. Georg träumt vom Aussteigen, einem Leben auf dem Land, als Selbstversorger durch den Anbau von Obst und Gemüse. Isabell ahnt nichts von diesem Traum und könnte sich ein Leben außerhalb der Stadt nicht vorstellen. Sie lässt sich Obst und Gemüse lieber mit der Biokiste liefern und kauft Lebensmittel im Feinkostladen, für Matti Biowäsche und für sich ein überteuertes Abendkleid, das sie ohne Auftritte als Cellistin ohnehin nicht benötigt. Das Buch schildert den traurigen Alltag eines Ehepaars, das sich nichts zu sagen hat und nicht aus seiner Lethargie herauskommt. Vielleicht sollten sie glücklich sein - bis zum Verlust beider Jobs war objektiv betrachtet auch alles in Ordnung. Aufgrund der guten Kritiken hatte ich mir viel mehr von dem Roman versprochen. Ich fand jedoch nicht nur die Handlung belanglos, weil einfach nicht viel passierte und das Leben der beiden derart vor sich hinplätscherte, dass man ihnen am liebsten in den Hintern getreten hätte. Auch der Schreibstil der Autorin war für mich zu leblos, fast dokumentarisch, was vielleicht zur Handlung passt, aber für mich einfach kein Lesevergnügen darstellt, so dass ich die "nur" 300 Seiten für mich dahingezogen haben.

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Rezension zu "Die Glücklichen" von Kristine Bilkau

    Die Glücklichen

    aba

    28. November 2015 um 19:51

    Ganz normale Leute Was geschieht hinter den stilvollen Hamburger Fassaden? Leben die Leute da auch so, wie wir es uns vorstellen? Erfolgreich, ohne Geldsorgen, immer am Puls der Zeit gehend? Sind sie überhaupt glücklicher als das Durchschnittsindividuum? Offensichtlich nicht. Oder nicht immer. Zumindest bei Isabell und Georg, miteinander verheiratet und hinter einer dieser Hamburger Fassaden wohnhaft, könnte man davon ausgehen, dass das Glücklichsein nicht das herrschende Gefühl ist. Isabell und Georg sind die Hauptakteure in "Die Glücklichen", dem Debütoman von Kristine Bilkau. Eigentlich geht es hier um ganz normale Menschen mit ganz normalen Existenzängsten. Was für viele Normalität ist, erleben Isabell und Georg zum ersten Mal im Laufe ihres gemeinsamen Ehelebens. Erfolg und finanzielle Sicherheit können Eintagsfliegen sein. Jeder weiß, dass verschiedene Menschen auch sehr unterschiedlich auf Veränderungen reagieren können. Besonders eindeutig wird dies in Krisensituationen. Und ich glaube, Kristine Bilkau ist es sehr gut gelungen, am Beispiel eines jungen Ehepaares, zu zeigen, wie der drohende gesellschaftliche Abstieg komplett unterschiedliche Verhaltensmuster in zwei Menschen, die sich sehr nah stehen, hervorruft. Zu Beginn der Lektüre fand ich es ein bisschen schwierig, die Handlung zu verfolgen. Auch wenn der Schreibstil mir zusagte und die lakonische Stimmung gut zu der ganzen Konstellation passte, empfand ich diverse Passagen als monoton und einige Szenen als etwas belanglos. Zum Glück hat sich dies mit fortschreitender Geschichte geändert, mein Interesse wuchs, ich konnte Isabell und Georg verstehen und auch wenn ich immer wieder dachte, dass ich in ihrer Situation wahrscheinlich anders reagieren und handeln würde - wobei ich zugeben muss, dass ich mir nicht ganz sicher bin -, fand ich ihr Handeln nachvollziehbar und einfach normal. Am besten hat mir definitiv gefallen, wie die Autorin es geschafft hat, deutlich zu vermitteln, wie die Reaktionen auf eine Lebenskrise zwischen einem Mann und einer Frau innerhalb einer Ehe divergieren können, und wie diese Divergenz eine Familie zerstören kann, und wie unerwartete Ereignisse trauriger Natur eine heilende Wirkung erzielen können. Das ist einfach so im echten Leben. Denn Isabell und Georg sind ganz normale Leute. Und in der Darstellung dieser Normalität liegt aus meiner Sicht die große Stärke dieses Romans.

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  • Eine sehr urbane Geschichte

    Die Glücklichen

    trivia_brain

    08. November 2015 um 23:15

    Georg und Isabell leben mit ihrem kleinen Sohn Matti in einer Altbau-Wohnung in einem gentrifizierten Viertel in einer deutschen Großstadt. Beide sind in sog. “Kreativ”-Berufen tätig: Georg ist Journalist bei einer Tageszeitung,  Isabell ist nach der Elternzeit wieder als Cellistin tätig ist. Doch ihre heile Welt bekommt Stück für Stück tiefe Risse: Zuerst setzt bei Isabell die “Zitterhand” ein, die sie zwingt ihre Arbeit nicht länger ausüben zu können. Und auch Georg verliert kurze Zeit später wegen der anhaltenden Zeitungs-Flaute seinen Job. Die lähmende Angst vor dem sozialen Abstieg sitzt beiden im Nacken, doch jeder scheint mit der neuen Situation anders umzugehen: Georg studiert heimlich Immobilien-Anzeigen und träumt insgeheim von einem Leben auf dem Land. Isabell sucht Trost beim Shoppen. Was folgt ist eine Auseinandersetzung mit ihrem bisherigen Leben, der eigenen Erwartungshaltung und der, die von außen projiziert wird. Dabei stehen zwei Fragen im Vordergrund: Was ist wirklich wichtig? Was macht eine solche Situation aus einem Paar, das bis vor kurzem anscheinend alles gehabt hat, und nun damit konfrontiert wird, dass das Leben anders verläuft, als geplant. Eine ausführlichere Review des Buches kann man hier lesen.

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  • Die Glücklichen?

    Die Glücklichen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ob man ein Paar als glücklich bezeichnet, kommt eigentlich auf die Perspektive an, unter der man es sieht. In diesem Fall hier allerdings passte das „Glücks-Klischee“ absolut. Isabell, Georg und Sohn Matti besaßen eine großzügige, helle Altbauwohnung in einem eleganten, beliebten Stadtviertel, wo die Jungen, Privilegierten mit ihren Familien ihr wohlsituiertes Leben führten. Sie hatten Zugang zu Allem, was gut und teuer war, von der Selbstverständlichkeit erlesener Weine und Delikatessen bis zum Bummel durch exquisite Boutiquen, Cafés und Trendläden. Nach Beendigung der Babypause konnte Isabell zurückkehren in ihren Beruf als Cellistin. Vielleicht war die Abendanstellung im Orchester eines Musicaltheaters nicht der absolute Traumjob für sie, aber Matti hatte einen Platz im Kindergarten, und was der Haushalt als Einsatz erforderlich machte, konnte sie sich mit Georg teilen, der als Journalist einer Tageszeitung freie Mitarbeits-Zeiten hatte. Es schien alles wunderbar geregelt bis auf plötzlich auftretende, kleinere Unstimmigkeiten..... denn mehr war es doch eigentlich nicht, dieses Zittern der Hände, die Angst zu versagen und das aufflammende Lampenfieber, das sie häufig vor Beginn der Vorstellung packte. Vielleicht waren die Anforderungen, die das Leben an sie stellte, zu hoch, war die doppelte oder gar dreifache Pflicht für Beruf, Mann und Kind doch nicht so spurlos zu bewältigen. Die Symptome kamen schleichend wie ein lautloser Feind. Sich einander zu offenbaren schien keine Option, das heil anmutende Gefüge sollte nicht verletzt werden, zumal auch Georg betroffen war als seine Zeitung ihm in der allgemein herrschenden Krise keine berufliche Sicherheit mehr bot und damit das finanzielle Fundament ins Wanken geriet. Krampfhaft versuchte man auf beiden Seiten das Sterben von Zukunftsträumen zu verhindern und sich an Irrealem festzuhalten. Halt aneinander zu finden, Sicherheit zu spüren, die aus Gemeinsamkeit entsteht, schien nicht möglich, weil beide Menschen erkannten, dass ihr Verhältnis zerbrechlich geworden war, als sie ihr unbeschwertes Leben aufgeben mussten und damit ihr vermeintlicher Anspruch auf Sicherheit erlosch. Kristine Bilkau hat ein sehr intensives, kluges Buch geschrieben, dessen Gedanken und Bilder nach dem Lesen noch lange verweilen und Ersatz für die ein wenig minimalistische Handlung sind. Sie taucht facettenreich ein in unsere Zeit, in die Situation eines sozialen Standes, spricht über dessen Erwartungen, Ansprüche und Forderungen ebenso wie über alle Ängste, Einsamkeiten und Sehnsüchte. Die Autorin vermittelt mit klaren, gefühlvollen Worten den authentischen Verlauf einer Verunsicherung, der ebenso gut jeder Lesende zum Opfer fallen könnte, und die wortreiche Sprache, die über Längen ohne wörtliche Rede auskommt, hält für mich die Bindung des Lesers zum Protagonisten auf besondere Art gleichzeitig eng als auch neutral, sodass man nicht einmal ihre Namen gebrauchen müsste, wenn es nicht des Erkennens bedurft hätte. Ein interessantes, vielschichtiges Debüt.

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    • 2
  • die Glücklichen?

    Die Glücklichen

    VirginiaE

    14. October 2015 um 12:39

    Wer ist wirklich glücklich mit seinem Leben? Isabell und Georg sind es definitiv nicht! Im Buch begleitet man Isabell und Georg durch ihren Alltag. Die beiden sind Eltern eines kleinen Jungen namens Matti. Beide gehören zur "oberen Mittelschicht" und sind dementsprechend wohl situiert. Isabell ist Cellistin in einem Hamburger Musical und Georg arbeitet für eine große Zeitung / Verlagskette. Bis jetzt! Denn die Handlugn setzt zu dem Zeitpunkt ein, als die aufgebauten Lebensumstände der beiden anfangen zu zerbrechen. Isabell bekommt während ihrer Auftritte Panikattacken und sieht sich nicht mehr im Stande als Cellistin zu arbeiten zudem fühlt sie sich mehr und mehr mit ihrem Sohn und ihrem Partner überfordert. Ihre Sorgen kann sie allerdings nicht mit Georg teilen, da dieser selbst beruflich vor dem Aus steht. Die Zeitung kürzen die Stellen, darunter auch die von Georg. Doch statt sich um eine neue Anstellung zu bemühen, pflegt er lieber seine Träume vom perfekten Reetdachhaus an der Nordsee. Ähnlich Isabell, die nicht wahrhaben will, dass ihre täglichen Gewohnheiten zur Belastung ihrer Ehe und ihres Kontos werden. Sie kann sich nicht abfinden mit der Tatsache, nicht mehr im Feinkostladen einkaufen gehen zu können oder den jährlichen Urlaub nicht im Wellness Hotel zu verbringen. Beide schauen unbeteiligt zu wie ihr Leben immer wieter in einer Spirale nach unten gezogen wird. Manchmal hatte ich das Bedürfnis den beiden zuzurufen, sie mögen endlich ihr Leben in die Hand nehmen. Doch erst der Tod von Georgs Mutter rüttelt die beiden wach... Mein Fazit: Das Buch geht mir nicht weit genug. Es treibt die Ereignisse nicht drastisch genug voran um die Protagonisten die Konsequenzen ihres Nichts-tuns tragen zu lassen. An manchen Stellen konnte ich mich mit den beiden identifizieren und ihre Ängste und Sorgen nachvollziehen. Niemand gibt gerne auf, was für ihn selbstverständlich ist. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, gleichzeitg hat mich aber die unfassbare Ignoranz der beiden hinsichtlich der fortschreitenden Ereignisse schockiert. Trotzdem vergebe ich nur 3 Rezi Sternchen für die Thematik und die unermütliche Gelassenheit, mit der die Handlung erzählt wird. Denn die Frage, die durch den Titel aufgebracht wird, bleibt ungelöst.

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  • Das Leben, wenn es nicht nach Wunsch verläuft

    Die Glücklichen

    taigala

    20. September 2015 um 14:49

    Sie sind ein Paar, haben ein Kind. Und plötzlich häufen sich die (finanziellen und beruflichen) Probleme. Natürlich wirkt sich das mit der Zeit auf das Miteinander aus, auch wenn beide versuchen, genau dies zu umgehen.
    Eine sehr gute Charakterstudie von Menschen die nicht so können, wie sie wollen.
    Ich habe es sehr gern gelesen, fand den Schluss sehr gut!

  • Milieustudie Großstadt

    Die Glücklichen

    wandablue

    Milieustudie Großstadt. Viel Einfühlungsvermögen stellt Kerstin Bilkau mit ihrem ersten Roman unter Beweis. Isabell und Georg, ein erfolgreiches Paar, er Journalist, etwas älter, sie Cellistin, ein erstes Kind hat sich eingestellt, erleben, im Leben kommt es anders als man denkt. Wie geht man damit um? Ist man vorbereitet? Und kann das Leben weitergehen? Offensichtlich ist das Paar nicht vorbereitet auf die Unwägbarkeiten des Lebens und das, obwohl sie nicht mit goldenen Löffeln im Mund zur Welt kamen, sondern beide aus einem kleinbürgerlichen Elternhaus stammen. Der Roman hält stimmungsmäßig eine sanfte Melancholie, ohne in die Depression abzugleiten. Und obwohl er sehr detailreich, eher aufzählend als beschreibend und dialogarm gestaltet ist, gelingt es der Autorin, dem Leser die Innenwelt ihrer Protagonisten eindrücklich zu vermitteln. Nicht, dass ich immer Verständnis für sie gehabt hätte ...! Gegen Ende gibt es einen leicht positiven Anstieg in der Atmosphäre. „Die Glücklichen“ von Kerstin Bilkau darf man getrost als äusserst gelungenes Debüt betrachten. Stilistisch wie inhaltlich hat mir die Milieustudie über ein aufgestiegenes Paar der besseren Schichten sehr gut gefallen. Allerdings gibt es einen kleinen Haken: je länger ich las, desto mehr versank ich in der Stagnation der sowie so schon spärlichen Handlung. So entstand die Impression, dass letztlich doch zu viel Zeit auf Bewusstwerdung, Warten und Denken verwandt wurde. Wenigstens gegen Ende hätte ich mir mehr Bewegung gewünscht. Fazit: Alles in allem eine einfühlsame Beobachtung gesellschaftlicher Erwartungen und Enttäuschungen der besseren Schichten in der Großstadt. Kategorie: Moderne Literatur Verlag: Luchterhand, 2015

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    • 3
  • Die Glücklichen?

    Die Glücklichen

    Sikal

    01. September 2015 um 20:30

    Isabell und Georg haben gerade eine Familie gegründet, ihr Sohn Matti genießt die Zeit mit seinen Eltern. Sie genießen ihr Glück, Georg verdient gut als Journalist und Isabell beginnt nach der Babypause wieder als Cellistin in einem Musicaltheater. Der Lebensstandard ist relativ hoch – tolle Wohnung, Biolebensmittel und lässige Klamotten prägen ihren Alltag. Doch plötzlich beginnen Isabells Hände zu zittern während sie spielt, Georgs Job ist gefährdet und - was bleibt? Der Status soll gehalten werden, das Ansehen aufrecht bleiben. Sie versuchen mit der Situation umzugehen – jeder auf seine Weise, aber sie finden keinen gemeinsamen Lösungsansatz. Während das Geld knapp wird, wird der stille Vorwurf alltäglich und schleicht sich in ihre Beziehung. Sie schweigen und verdrängen die aktuelle Situation, warten darauf, dass dieses Verhängnis vorüber zieht und danach alles weitergeht wie es vorher war. Paare wie Isabell und Georg (Alter ca. 35+) gibt es zuhauf, nicht nur in Hamburg, sondern auch in Paris, Wien oder sonst wo. Der Druck, den man sich auferlegt indem alles perfekt ablaufen soll, ist enorm – perfekte Mutter/Vater, perfekter Job, gesunde Kinder, Haus oder Wohnung und nicht zu vergessen Wellness und Schiurlaub. Mit Krankheit, pflegebedürftigen Eltern, wirtschaftlichen Problemen oder Burnout will man sich nicht konfrontiert sehen. Zu schnell wird der Verliererstatus vergeben, dabei muss doch das Gesicht gewahrt und der Schein aufrecht bleiben. Kristine Bilkau gelingt es ein Gesellschaftsbild zu zeichnen. Während die Szenen wechseln zwischen Isabells und Georgs Sicht, findet man sich zum Teil selbst, denkt über die eigenen Erwartungen, Ängste, Bedürfnisse nach und erkennt Parallelen zum eigenen Weltbild. Sind die eigenen Ansprüche an das Leben passend? Die Autorin beschreibt mit viel Empathie die Geschichte rund um Isabell und Georg, die Versteinerung, die Träume und die Angst. Lange denkt man noch im Anschluss über das Leben der beiden Protagonisten nach – und bestimmt auch über sein eigenes. „Mit der Zeit reifen Momente zu etwas heran, erst dann kristallisiert sich heraus, das war es, das Glück“ Ein besonderes Lesehighlight in diesem Jahr!

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  • Was man braucht

    Die Glücklichen

    kleinegrauewolke

    Von auβen gesehen sind Georg und Isabell ein beneidenswertes Paar. Sie haben interessante Berufe, einen niedlichen kleinen Sohn, eine schöne Wohnung in einem angesagten Viertel. Auch ihre Ehe scheint glücklich zu sein – schlieβlich gibt es da diese romantische Kennenlerngeschichte am Flohmarktstand. Doch als sich erste Wolken am blauen Himmel zeigen, weil es Isabell nach der Babypause nicht gelingt, wieder in ihren Beruf einzusteigen, wird schnell sichtbar, dass das Gewebe dieser Partnerschaft dünner ist, als es den Anschein hatte, und die beiden möglicherweise nicht tragen wird. Statt Gemeinsamkeit ist dort plötzlich ein Gegeneinander, ein Voreinanderverschweigen. Als dann auch noch Georg seinen Arbeitsplatz verliert, das Geld knapp und der Verbleib in der gut situierten bürgerlichen Welt fraglich wird, kommt es zur Krise. „Die Glücklichen“ bietet reichlich Stoff zum Nachdenken und zum Diskutieren. Was ist letzten Endes wirklich wichtig? Was braucht es, um glücklich zu sein? Dazu trägt sicher bei, dass keiner der Protagonisten schwarz oder weiβ gezeichnet ist, man die Positionen beider zumindest streckenweise nachvollziehen kann, keiner wirklich „schuld“ ist. „Die Glücklichen“ ist ein Roman, den man schnell zu Ende liest, weil man wissen will, wie er ausgeht – der dann aber lange im Gedächtnis bleibt.

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    • 3
  • Ein Paar, das am Realitätsverlust und dem gegenseitigen Unverständnis fast zerbricht

    Die Glücklichen

    Gruenente

    Isabell und Georg sind eigentlich ganz glücklich.  Sie haben Traumjobs. Isabell ist Cellistin, georg Journalist und einen kleinen, gesunden Jungen. Isabell hat nach der Babypause auch ein neues Engagement, zwar „nur“ bei einem Musical, aber es geht darum, wieder als Musikerin Fuß zu fassen. Sie wohnen in einer wunderschönen Altbauwohnung, haben Freunde, alles ist super. Da fängt Isabell an zu zittern. Beim Cellospielen. Sie kommt mit ihrem Leben nicht klar, redet nicht darüber. Der Druck, der durch Erziehung, Beruf, Gesellschaft, auf sie ausgeübt wird, ist irgendwie zu viel für sie. Der Schlafmangel, der Drang von allem nur das Beste zu haben: ihren eigenen Anforderungen an sich selbst ist sie nicht mehr gewachsen. Georg weiß nicht was in ihr vorgeht, sie redet ja nicht darüber. Dafür hat er eigene Sorgen. Die Zeitung wird umstrukturiert. Kann er seinen Job behalten? Der erste Teil spiegelt ein noch recht zufriedenes Leben, es wird aber auch schon klar, dass das nicht selbstverständlich ist, immer auf der Kippe steht. Im zweiten Teil des Buches ist es dann gekippt. Wie die beiden mit ihrem eigenen Versagen umgehen, die Augen vor der Realität verschließen und ewig lange nicht wirklich miteinander reden ist sehr eindringlich beschrieben. Die Autorin wechselt oft die Perspektive, und schafft es dabei immer unparteiisch zu bleiben. Ein tolles Bild eines Paares, das an den eigenen Ansprüchen zu scheitern droht.

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