Kristof Magnusson

 4 Sterne bei 594 Bewertungen
Autor von Die Reise ans Ende der Geschichte, Das war ich nicht und weiteren Büchern.
Autorenbild von Kristof Magnusson (©Smilla Dankert Fotografie)

Lebenslauf

Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, machte eine Ausbildung zum Kirchen musiker, arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er lebt als Autor und Übersetzer aus dem Isländischen in Berlin. Seine Komödie »Männerhort« lief an über 30 Theatern im In- und Ausland, unter anderem in Berlin mit Christoph Maria Herbst und Bastian Pastewka. Sein Debütroman »Zuhause« (Kunstmann 2005) wurde 2006 mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet.

Neue Bücher

Cover des Buches Ein Mann der Kunst (Sonderausgabe Ein Buch für die Stadt Köln 2026) (ISBN: 9783442498857)

Ein Mann der Kunst (Sonderausgabe Ein Buch für die Stadt Köln 2026)

Erscheint am 16.09.2026 als Taschenbuch bei Goldmann.
Cover des Buches Apokalypse Miau / In bester Lage (ISBN: 9783886614448)

Apokalypse Miau / In bester Lage

Erscheint am 28.09.2026 als Buch bei Verlag der Autoren.

Alle Bücher von Kristof Magnusson

Cover des Buches Das war ich nicht (ISBN: 9783888976667)

Das war ich nicht

(167)
Erschienen am 15.11.2012
Cover des Buches Die Reise ans Ende der Geschichte (ISBN: 9783608966688)

Die Reise ans Ende der Geschichte

(168)
Erschienen am 14.02.2026
Cover des Buches Ein Mann der Kunst (ISBN: 9783956143823)

Ein Mann der Kunst

(91)
Erschienen am 12.08.2020
Cover des Buches Arztroman (ISBN: 9783442483013)

Arztroman

(56)
Erschienen am 15.02.2016
Cover des Buches Gebrauchsanweisung für Island (ISBN: 9783492277792)

Gebrauchsanweisung für Island

(49)
Erschienen am 03.05.2024
Cover des Buches Zuhause (ISBN: 9783888978326)

Zuhause

(39)
Erschienen am 15.12.2012
Cover des Buches Dänen lügen nicht (ISBN: 9783492259163)

Dänen lügen nicht

(12)
Erschienen am 01.02.2012
Cover des Buches Männerhort (ISBN: 9783886612864)

Männerhort

(2)
Erschienen am 01.12.2005

Videos

Neue Rezensionen zu Kristof Magnusson

Cover des Buches Ein Mann der Kunst (ISBN: 9783956143823)
Fries avatar

Rezension zu "Ein Mann der Kunst" von Kristof Magnusson

Frie
Ein Ausflug an den Rhein - mit Kunst und Kommerz

Ingeborg ist Vorstandsmitglied im Förderverein des Frankfurter Museums Wendevogel. Als sich die Möglichkeit für einen Neubau ergibt, ist die Begeisterung groß – allerdings muss der Förderverein dafür selbst 500.000 Euro aufbringen. Der neue Gebäudeteil soll dem Werk eines einzigen Künstlers gewidmet werden: dem berühmten KD Pratz.
Der lebt zurückgezogen auf einer Burg am Rhein, hat sich weitgehend aus dem Kunstbetrieb verabschiedet und gilt nicht gerade als umgänglich. Trotzdem macht sich eine Delegation des Fördervereins auf den Weg zu ihm. Mit dabei ist auch Ingeborgs Sohn Constantin Marx. Was als Besuch bei einem verehrten Künstler beginnt, entwickelt sich zunehmend anders als erwartet.
Kristof Magnusson nimmt in Ein Mann der Kunst den Kulturbetrieb genüsslich auf die Schippe. In den teilweise herrlich komischen Dialogen geht es um den Wert von Kunst, um Geld und gesellschaftliches Ansehen, aber auch um die Frage, warum Menschen überhaupt am Kulturbetrieb teilnehmen. Besonders schön fand ich, wie schnell dabei die sorgfältig gepflegten Vorstellungen der Besucher über Kunst und Künstler ins Wanken geraten.
Magnussons Sprache ist leicht und sehr gut lesbar, seine Figuren konnte ich mir sofort vorstellen, und einige Dialoge haben mich wirklich amüsiert.

Gegen Ende war mir die Geschichte allerdings etwas zu viel des Guten. Dass sich zwischen dem zurückgezogen lebenden Künstler und dem jüngeren Constantin plötzlich eine besondere Nähe entwickelt, konnte ich noch hinnehmen. Weniger überzeugt hat mich, wie bereitwillig KD Pratz schließlich sogar sein eigenes Werk beschädigt, um das Spiel des Kunstbetriebs weiterzutreiben – und damit ausgerechnet das Gegenteil dessen erreicht, was er beabsichtigt. Zusammen mit dem spektakulären, viral gehenden Finale war mir das eine Wendung zu viel.
So habe ich das Buch gern gelesen und mich über viele der Dialoge amüsiert, ohne dass es bei mir nachhaltig Eindruck hinterlassen hat. Ein zweites Mal werde ich es vermutlich nicht lesen – was ich fast ein bisschen schade finde, denn allein den Einband würde ich gerne noch öfter aus dem Regal ziehen.
Von mir gibt es knappe vier Sterne.

Cover des Buches Die Reise ans Ende der Geschichte (ISBN: 9783608966688)
M

Rezension zu "Die Reise ans Ende der Geschichte" von Kristof Magnusson

M.Lehmann-Pape
Naive Hoffnungen, bitteres Leben und hintersinnige Verwicklungen

Es war die Zeit, in der die Welt wie aufgeatmet wirkte. Natürlich gab es Probleme. Wie immer. Und hier und da wirtschaftliche Schwächen. Und hohe Kosten, den „eisernen Vorhang“ möglichst gut zu überwinden (was in Gänze im Rückblick nicht wirklich gelang).

 

Aber doch Optimismus allenthalben.

Der kalte Krieg Geschichte, die ehemalige Sowjetunion im Trudeln und sich neu finden, erfinden müssen. Die Mauer niedergerissen. Die Hasardeure umgehend für „gute Geschäfte“ (natürlich nur für und in die eigene Tasche) im östlichen „Eldorado“ unterwegs.

 

Frieden. Ein friedlich herbeigeführter Friede. Der vermeintliche Sieg des Kapitalismus für eine nun Schritt für Schritt „schöne neue Welt“.

 

Eine Zeit, in der Jakob Dreiser, Literat und Künstler, Höhen erlebt. Sein Oeuvre wird gefeiert, vor allem in Rom und auch auf hohem, diplomatischem Parkett ist er ein gern gesehener Gast.

 

Aber schon der Beginn des Romans zeigt, manches in der Hoffnung auf nun nur noch gute Zeiten trügt von Beginn an.

Dieter Germeshausen, Spion (nicht nur für eine Seite), „merkte nicht sofort, dass man ihn vergiftet hatte….ihm wurde vielleicht ein kleines bisschen wärmer, als er gewohnt war“.

Was ihm 1995 in Kasachstan an der Hotelbar als Schicksal ereilt. Wo er, nicht unbedingt zufällig, er kann sich nur nicht recht erinnern, mit jenem Jakob Dreiser zusammensitzt.

 

Er, der „Held, der Pechvogel, der biedere Beamte, der unbekannte Spion“.

 

Da aber Magnusson mit viel Humor, einer Mischung aus stiller, wunderbarer Heiterkeit bis hin zur handfesten Komödie erzählt, ist in diesem Moment vielleicht noch nicht aller Tage Abend. Auch nicht für den Spion und Doppelagenten Germeshausen.

Der hektisch daran denkt und arbeitet, wie er aus dem Schlamassel, der sich vor ihm auftürmt, mit Hilfe des Dichters wohl herauskommen könnte.

 

Der, wer konnte das denn ahnen, mit echter Begeisterung und Hingabe, aber nicht mit sonderlich viel Geschick, die Welt der Spione als Abenteuer des Lebens angeht.

 

Eine gemeinsame Geschichte bis hin zu jenem Militärgelände und jenem Vizadmiral, die den Rahmen für das Finale des Romans bereitstellen. Ein Ende, das wie ein Anfang daherkommt und doch viel Geschichte bereits erlebt hat.

An deren Ausgang Francesca, Italienerin, Fremdsprachenlehrerin. Und mit gewissen Kontakten versehen, sehr mitwirken wird. 

 

Wobei die Geschichte selbst vielleicht gar nicht so wichtig ist für das Erleben dieses Romans.

Die fein gezeichneten Figuren, die präzise Authentizität der Zeit, die auch in den Personen wirkt. 

Der Roman hätte allerdings allgemein mehr Tempo und, tatsächlich, mehr Action verdient gehabt, um ihn zu einem echten Pageturner zu gestalten. 

So bleibt er zwar mit Stil bestens erzählt, es ist nicht einfach, im Ablauf der Ereignissen die Spannung aufrechtzuerhalten.

 

Dennoch eine lesenswerte Lektüre.

Cover des Buches Die Reise ans Ende der Geschichte (ISBN: 9783608966688)
walliliests avatar

Rezension zu "Die Reise ans Ende der Geschichte" von Kristof Magnusson

walliliest
Diplomatenflair

Dieter Germeshausen, 55, BND-Agent, mürrisch, hasst Small-Talk und fühlt sich in seinem Spionagetalent verkannt. Er ist nach 27 Berufsjahren quasi auf dem Abstellgleis gelandet und arbeitet offiziell für die UN in Rom. Inoffiziell plant er sein Verschwinden. Wir schreiben das Jahr 1995 und der Kalte Krieg und somit die alte Weltordnung ist Geschichte. Früher gab es Ost gegen West, Germeshausen mischte auf beiden Seiten mit. Jetzt hat er Angst, dass er als Doppelagent enttarnt wird. Dem will er zuvor kommen. Und dafür braucht er einen wortgewandten, kulturbeflissenen Mitarbeiter, der ihm hilft. Jakob Dreiser scheint der perfekte Kandidat zu sein. Dichter, weltoffen, ein begnadeter Kommunikator, erst 25 Jahre alt und Russisch sprechend.
Auf der Gartenparty der russischen Botschaft in Rom werden die beiden einander vorgestellt. Jakob Dreiser findet sein Party- und Jetsetleben zwar angenehm, spannend ist es aber nicht. Als Mitarbeiter von Germeshausen winkt Jakob Dreiser ein aufregendes Agentenleben, das ihn von Rom nach Kasachstan, Deutschland und schließlich nach Sankt Petersburg führt. Das Ende des Romans hat mich überrascht. Hat Jakob Dreiser wirklich die Aufgabe erfüllt, für die er rekrutiert wurde oder wurde hier ein viel größeres Ding gedreht und er war die Marionette?

Meinung:
Ich hatte großen Spaß an diesem Abenteuerroman und an den teilweise überzeichneten Hauptfiguren Dieter Germeshausen, Jakob Dreiser, Francesca Aquatone und Dominique Fishbowl. Ich fühlte mich beim Lesen der Gartenparty-Szene zurückversetzt zu meinem Botschaftspraktikum während meines Politikstudiums. Da gab es auch etliche Empfänge in der Botschaft und Veranstaltungen im Goethe-Institut, bei denen ich mich am Small-Talk mit wortgewandten DiplomatInnen versucht habe. Und hinter der geheimen Tür ohne Türschild saßen die BND-Beamten :-).
Spannend fand ich bei Kristof Magnussons Roman die
Entwicklung der Geschichte und der Charaktere. Ich hatte ein vorgefertigtes Bild über den BND-Beamten Dieter Germeshausen im Kopf und musste feststellen, dass der Autor ihn doch vielschichtiger gezeichnet hat als ich dachte.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der etwas mit Spionageromanen, dem Kalten Krieg und Diplomatenflair anfangen kann.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Die Reise ans Ende der Geschichte
abas avatar
aba

Anfang der 90er Jahre scheint es mit dem Weltfrieden einigermaßen zu klappen, sogar Russland macht dabei mit. Nur einer ist alles andere als glücklich mit diesem Verlauf der Geschichte: Dieter Germeshausen, Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent. Jetzt muss er sich etwas überlegen, um ungeschoren davonzukommen. Dafür braucht er den jungen Dichter Jakob Dreiser, der gerade mit seinem Werk Furore macht. "Die Reise ans Ende der Geschichte" von Kristof Magnusson, unser neuer Titel im Literatursalon, ist eine wunderbare und unvergleichliche Verwechslungskomödie. Neugierig geworden?

1.628 BeiträgeVerlosung beendet
abas avatar
aba



LovelyBooks lädt im neuen Jahr zu spannenden Challenges ein.
Und auf euch warten tolle Gewinne.

Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist auch dabei!

Liest du gerne Bücher mit Niveau?
Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.

15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2014 bis 31.12.2014  lesen.
Es gelten alle Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.
Auch Neuauflagen von Klassikern.

Die Regeln:

  1. Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an.
  2. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts.
  3. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein.
  4. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind.
  5. Jeder kann Bücher für die Challenge vorschlagen. Wenn wir uns uneinig sind, ob sie das Prädikat "anspruchsvoll" erfüllen, können wir darüber hier im Thread diskutieren.

Nimmst du die Herausforderung an?

Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2014 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.
Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.


Fragen und/oder Vorschläge sind jederzeit willkommen.

Ich freue mich auf viele Anmeldungen!

Teilnehmer:

-tina-
19angelika63
AddictedToBooks
anushka
Arizona
Birkhenne
bookgirl
britta70
Buchrättin
Corsicana
Curin
czytelniczka73
Daniliesing
darklittledancer
die_moni
Dreamworx
Eskarina*
eskimo81
freiegedanken
Ginevra
Gruenente
Harlequin
Heldin-mit-Happy-End
IraWira
Kari
kleinechaotin
kvel
lesebiene27
LibriHolly
Lilly1912
Literatur
mabuerele
Machi
mecedora
MissPrufrock
Mone80
nscho-tschi
Nyoko
Penelope1
rumble-bee
Scheherazade
Schneckchen
schokoloko29
Schreibschnegel
serpina
Simi159
sofie
sommerlese
sursulapitschi
TheBookWorm
TochterAlice
Veggie88
vielleser18
Wortwelten
Zum Thema
2.048 Beiträge
Daniliesings avatar
Daniliesing
In unserem Island-Spezial gab es jetzt schon viele Aktionen rund um die isländische Literatur. Doch die Möglichkeit, sich mit einem Autor und Übersetzer jener Literatur auszutauschen, gab es bisher noch nicht. Deshalb freuen wir uns sehr, dass Kristof Magnusson heute für eine Fragerunde zur Verfügung steht. Er wurde 1976 in Hamburg geboren und kam nach Zwischenstationen als Kirchenmusiker, Zivieldienstleistender in New York und Studien in Leipzig und Reykjavík zu seiner Arbeit als Autor und Übersetzer. Natürlich hat er sich besonders der isländischen Literatur verschrieben. Bisher hat er zwei Romane veröffentlicht: "Zuhause" und "Das war ich nicht". Im September ist bei S. Fischer das Buch "Islands Adel" erschienen, das Thórbergur Thórdarson geschrieben hat und von Kristof Magnusson übersetzt wurde. Es erscheint in einer ganzen Reihe an isländischer Literatur in den Fischer Verlagen. Und so viel darf schon mal verraten werden: wir verlosen heute 5 Exemplare des Buches! Sein letztes 'eigenes' Buch erschien im März dieses Jahres mit dem passenden Titel "Gebrauchsanweisung für Island". Stellt heute eure Fragen an Kristof Magnusson - zu seinem Leben als Autor und Übersetzer, seiner Beziehung zu Island und all den Dingen, die euch sonst noch interessieren. Er wird sie hier gern beantworten. Unter allen, die hier Fragen stellen, werden die 5 Bücher verlost. Wir wünschen eine spannende Fragerunde! ******************************************* Die Gewinner sind: Lunasonne, Themistokeles, Carriecat, Sophia!, simone_richter
Zum Thema
48 Beiträge

Zusätzliche Informationen

Kristof Magnusson wurde am 03. März 1976 in Hamburg (Deutschland) geboren.

Kristof Magnusson im Netz:

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

585 Bibliotheken

69 Merkzettel

4 Leser*innen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks