Kristof Magnusson

 4 Sterne bei 693 Bewertungen
Autor von Das war ich nicht, Ein Mann der Kunst und weiteren Büchern.
Autorenbild von Kristof Magnusson (© Verlag Antje Kunstmann)

Lebenslauf

Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, machte eine Ausbildung zum Kirchen musiker, arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er lebt als Autor und Übersetzer aus dem Isländischen in Berlin. Seine Komödie »Männerhort« lief an über 30 Theatern im In- und Ausland, unter anderem in Berlin mit Christoph Maria Herbst und Bastian Pastewka. Sein Debütroman »Zuhause« (Kunstmann 2005) wurde 2006 mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet.

Neue Bücher

Cover des Buches Wand des Schweigens (ISBN: 9783404193073)

Wand des Schweigens

 (23)
Erscheint am 30.08.2024 als Taschenbuch bei Lübbe. Es ist der 4. Band der Reihe "Kommissar Konrad".
Cover des Buches Gebrauchsanweisung für Island (ISBN: 9783492277792)

Gebrauchsanweisung für Island

 (49)
Neu erschienen am 03.05.2024 als Taschenbuch bei Piper.

Alle Bücher von Kristof Magnusson

Cover des Buches Das war ich nicht (ISBN: 9783888976667)

Das war ich nicht

 (166)
Erschienen am 15.11.2012
Cover des Buches Ein Mann der Kunst (ISBN: 9783956143823)

Ein Mann der Kunst

 (86)
Erschienen am 12.08.2020
Cover des Buches Arztroman (ISBN: 9783442483013)

Arztroman

 (55)
Erschienen am 15.02.2016
Cover des Buches Gebrauchsanweisung für Island (ISBN: 9783492277792)

Gebrauchsanweisung für Island

 (49)
Erschienen am 03.05.2024
Cover des Buches Zuhause (ISBN: 9783888978326)

Zuhause

 (39)
Erschienen am 15.12.2012
Cover des Buches Dänen lügen nicht (ISBN: 9783492259163)

Dänen lügen nicht

 (12)
Erschienen am 01.02.2012
Cover des Buches Männerhort (ISBN: 9783886612864)

Männerhort

 (2)
Erschienen am 01.12.2005

Videos

Neue Rezensionen zu Kristof Magnusson

Cover des Buches Versöhnung und Groll (ISBN: 9783442752522)
wandablues avatar

Rezension zu "Versöhnung und Groll" von Einar Kárason

Isländische Frühgeschichte
wandabluevor 14 Tagen

„Versöhnung und Groll“ ist der zweite Band einer kurzen Islandsaga von anno dunnemal, Mitte 13. Jahrhundert, sagt der Klappentext und ohne Klappentext hätte ich es nicht gewusst. Man hätte sich am Norwegerkönig orientieren können. Aber norwegische Geschichte stand nicht auf meinem Stundenplan.

Ohne den Vorgänger „Feindesland“ zu kennen, schwimmt man als Leser in der großen weiten kalten See isländischer Hartschädel und Vorkommnissen verloren herum. Zwar werden die Vorgänge in Band 1 durchaus erwähnt, man hat aber keine Vorstellung davon, warum sich die Isländer die Köpfe einhauen und reichlich Blut verspritzen. Überhaupt bekommt man den Eindruck, dass in Vorzeiten die isländischen Führer äußerst impulsiv handelten, wenn nicht kopflos. Schau ich in der Jetztzeit nach Westen (USA), siehts dort allerdings nicht anders aus (Juli 2024). Man könnte also sagen, der Roman sei zeitlos. Der Mensch ist, was er ist: dumm, unbesonnen und narzistisch, dies gilt insbesondere für den männlichen Teil der Menschheit.
Davon abgesehen ist die Art und Weise wie der Autor, Einar Kárason, die Frühzeit isländischer Geschichte präsentiert, kurzweilig. Kurze Kapitel geben Einblick in die Innenwelt der Beteiligten. Isländische Namen sind freilich nicht angenehm zu lesen und der Autor betreibt aufwendiges Namedropping. Außerdem ist es mir schwergefallen zu unterscheiden, wann der Autor ironisch sein wollte (immer?) und wann etwas ernst gemeint war (nie?).
Um einen Einblick in Islands Frühgeschichte zu bekommen ist „Versöhnung und Groll“ nicht unbedingt geeignet. Wahrscheinlich weiß man kaum etwas darüber. Es geht irgendwie um Norwegen und die Kirche, um Unabhängigkeit und Macht und um Beleidigtsein, also um Ehre. Männerzeug. Am Schluss sind alle tot und man sinnt auf Rache. Wie immer. 

Fazit: Ich hoffe, die Isländer können sich mit ihrer blutigen Geschichte irgendwie arrangieren und versöhnen, ich kanns nicht. Krieg per se ist idiotisch. Ihn zu glorifizieren in Romanen oder zu verharmlosen - ist es auch.

Kategorie: SubLeiche. Historischer Roman
Auszeichnung: Isländischer Literaturpreis
Verlag, btb 2008

Cover des Buches Gebrauchsanweisung für Island (ISBN: 9783492277792)
sabatayn76s avatar

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Island" von Kristof Magnusson

'ein Land der gelebten Unmöglichkeiten'
sabatayn76vor einem Monat

‚Island ist also ein Land, das es eigentlich nicht geben dürfte, besiedelt von einem Volk, das längst hätte evakuiert werden sollen. Und ein Land der gelebten Unmöglichkeiten ist Island auch bis heute geblieben. Die Natur greift so unmittelbar in das Alltagsleben ein, wie wir Mitteleuropäer es nur selten erleben.‘ (Seite 11)

Kristof Magnusson erzählt in seiner ‚Gebrauchsanweisung für Island‘ von Geologie und Besiedelung, heißen Quellen und Edda, Regeln und Freiheit, Blauer Lagune und Icelandair, Vulkanen und Aschewolken, Erdbeben und Katastrophenalarm, Wandern und Hubschrauberflügen, Reichtum und Finanzkrise, Politik und Geschichte, Natur und Gefahr, Wetter und Verkehrsmitteln, Whale Watching und Walfang, Industrialisierung und Natur, Tourismus und Klimawandel, Literatur und Sprache, Þingvellir und Þingvallavatn, Halldór Laxness und Einar Kárason, Reykjavík und dem ‚echten‘ Island, Namensgebung und Internet, Fußball und Islandpferden, Hammelhoden und Gammelhai, Wasabi und Alkohol.

Ich habe schon sehr viele Gebrauchsanweisungen gelesen und möchte schon eine halbe Ewigkeit nach Island reisen. Diese Gebrauchsanweisung gehört zu meinen Lieblingsgebrauchsanweisungen, macht schon auf den ersten Seiten Lust auf Island, ließ mich mit etwas anderen Augen auf den Inselstaat blicken und hat mir große Island-Sehnsucht beschert.

Magnusson ist ein toller Erzähler, das Buch macht durchweg Spaß und vermittelt viele Informationen über Island. Dabei ist es ebenso stimmungsvoll wie amüsant, bringt einem dieses spektakuläre Land und seine Bewohner näher.

Cover des Buches Wand des Schweigens (ISBN: 9783785728246)
Annabell95s avatar

Rezension zu "Wand des Schweigens" von Arnaldur Indriðason

Sklett in der Wand
Annabell95vor 5 Monaten

Das Verbrechen konnte nie aufgeklärt werden und die ermordete Frau konnte nie gefunden werden. Jahre später löst sich nun ein Sklett aus der Mauer im Keller eines Wohnhauses im Reykjavíker Stadtzentrum. Dem pensionierten Kommissar Konráð wird klar, dass es etwas mit dem Mord an seinem Vater zu tun haben könnte und beginnt erneut in dem Fall zu ermitteln. Er kommt allerdings selbst in Bedrängnis durch die Kollegen der Kripo Reykjavík, die vermuten, dass Konráð etwas verschweigt, was schon längst zur Aufklärung des Verbrechens hätte führen können. 

"Wand des Schweigens" ist Band 4 der Reihe mit dem pensionierten Kommissar Konráð. Die Vorgänger sollten hier schon bekannt sein, da Konráð immer noch in seinem persönlichem Fall, den Mord an seinen Vater, ermittelt.

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen Handlungssträngen erzählt. Das Erzähltempo ist hier gleichbleibend langsam, sodass es hier eher ein ruhiger Krimi, aber dennoch spannend ist. 

Der Kriminalfall um das Sklett in der Wand und die Aufklärung darüber rückt allerdings mehr in den Hintergrund. Es ist ein sehr verstrickter und komplexer Fall. Man muss sich beim Lesen sehr stark konzentrieren, um nicht den Faden zu verlieren. Die Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit fand ich etwas verwirrend. An der Stelle hätte ich mir gewünscht, dass es irgendwie kenntlich gemacht worden wäre, in welcher Zeit man sich gerade befindet.

Kommissar Konráð ist mir schon aus den Vorgängerbänden bekannt gewesen. Er ist ein Eigenbrötler, schon pensioniert, aber mischt sich trotzdem immer noch überall ein. Mir fällt es immer noch schwer eine Bindung zu ihm aufzubauen, da er schwer greifbar ist durch sein Handeln und Tun. Seine Charaktereigenschaften und Gefühle kommen hier nicht recht zur Geltung.

Mein Fazit:
Ein bisschen verwirrend durch die Zeitsprünge und eine sehr komplexe Handlung, wo man sich stark konzentrieren muss. Trotzdem eine spannende Fortsetzung mit offenem Ende.

Gespräche aus der Community

Guten Morgen Kristof. Ich hätte gerne mal gewusst, ob "Das war ich nicht" von Anfang an mit drei Hauptfiguren geplant war, oder ob sich da eventuell einer als ursprünglich geplante Nebenfigur eingeschlichen hat.
Zum Thema
2 Beiträge
MacBaylies avatar
Letzter Beitrag von  MacBaylievor 14 Jahren
Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Hallo Kristof, welche der drei Figuren ist dein "Liebling"? Und wieso der Titel "Das war ich nicht"? lg Tati :-)
Zum Thema
3 Beiträge
buchrattes avatar
Letzter Beitrag von  buchrattevor 14 Jahren
Meine Lieblingsfigur war Jasper. Weil sich einfach so naiv in die Klemme bringt und es dabei eigentlich gut gemeint hat. Und auch als alles quasi verloren war, hat er trotzdem noch nach vorne geblickt und hat den Kopf nicht in den Sand gesteckt. :-)
Ich steige jetzt gleich in den Zug, hoffentlich wird´s nicht zu voll, wegen Sonntag und so. Melde mich später nochmal. Vielen Dank schonmal für die vielen Fragen! Bis denn, Kristof
Zum Thema
2 Beiträge
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 14 Jahren
kaki

Zusätzliche Informationen

Kristof Magnusson wurde am 03. März 1976 in Hamburg (Deutschland) geboren.

Kristof Magnusson im Netz:

Community-Statistik

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auf 128 Merkzettel

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