Kristof Magnusson Das war ich nicht

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Inhaltsangabe zu „Das war ich nicht“ von Kristof Magnusson

Liebe, Freundschaft und das Leben in Zeiten fallender Kurse Ein junger Banker auf dem Sprung zur großen Karriere. Eine Übersetzerin auf der Flucht vor dem Spießertum. Ein international gefeierter Schriftsteller mit Schreibblockade und Altersangst. Drei Menschen, die durch Zufall in eine abenteuerliche Abhängigkeit geraten. Denn nichts läuft, wie es soll: Die große Karriere führt zur Pleite einer ganzen Bank, der große Traum vom neuen Leben scheitert am fehlenden Kleingeld, und der große Roman an seinem Autor. Und wenn da nicht die Liebe wäre, die dem Leben eine andere, unvermutete Wendung gibt, wer weiß, ob sich ein Ausweg finden würde ...

Unterkühlt und skurril - ein moderner, recht merkwürdiger Roman

— Callso

Die Leben von drei Menschen, die sich verkalkuliert haben, verzahnen sich miteinander. Herrlich durchgeknallt und lebensnah.

— Buchstabenliebhaberin

Ein hinreißender und kluger Roman - über den Verlust von Illusionen und den Abschied von der Unbeschwertheit des Lebens.

— SandraFreise

Vielleicht genial, vielleicht daneben - aber auf jeden Fall lesenswert!

— nikaniema

Nett, unterhaltsam und ganz witzig. Leichte Sommerlektüre über die Einsamkeit, Literatur und Bankerwahnsinn

— thursdaynext

Ein Buch zum in die Charaktere verlieben!

— CoCo_79

Der Autor ist ein Meister im Fädenspinnen. So wie er die Geschicke von Henry, Jasper und Meike verknüpft, das ist schon verdammt gut!

— Queenelyza

Tolles Buch, das ich gerade immer wieder empfehle, auch wenn mich alle skeptisch angucken, wenn sie sich das Buch ansehen. Das Äußere schreckt irgendwie viele ab. Ich habe es begeistert gelesen, nur der Schluss hat mich nicht ganz überzeugt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

verschlungen, vom schreibstil einnehemend, aber nicht herausragend, aber die verknüpfung der details sind einfach formidabel!

— radieschen

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  • Drei Schicksale in Chicago - Pleiten, Pech und Pannen

    Das war ich nicht

    Callso

    31. August 2016 um 13:53

    Kristof Magnusson hat einen recht merkwürdigen Roman geschrieben. Er berichtet über eine Welt, in der die einzige Wärme vom Kamin oder von Computern ausgeht, so unterkühlt wir d in dem Werk agiert. Alle anderen Charaktere, Beziehungen und Freunde sind kalt, unterkühlt und enorm emotionslos. So sammeln die drei Hauptpersonen zahlreiche Minuspunkte und erreichen  Sympathiewerte nahe der Nullgrenze.Schade, weil die Grundidee der Geschichte sehr vielversprechend ist. Drei Protagonisten, die im Laufe der Geschichte nahe der Verzweiflung sind. Eine Übersetzerin, die frisch getrennt ist und da sie ohne Auftrag dasteht auch mitellos ist. Da ist ein eigentlich erfolgreicher Autor, der seit einem Jahr keine Zeile mehr geschrieben hat. Und es gibt mit Jasper einen Börsenhändler, der zwischen Genie und Wahnsinn handelt, mit größeren Beträgen handelt, ehe er riesige Beträge der Firma aufs riskante Spiel setzt. Die drei Personen treffen in Chicago aufeinander. Im hektischen Alltag kreuzen sich deren Wege, doch bei allen deei Personen ist deutlich mehr Schein als Sein.Autor Magnusson hat die Charaktere sehr nüchtern, sachlich und wenig sympathisch dargestellt. Insofern hält sich das Zittern und Bangen in Grenzen, aber auch in Nebenschauplätzen wie in der Bank, im Cafe oder im Freundeskreis gibt es kaum wirklich menschliche Züge. Keine beschriebene Person, die freundlich oder empathisch agiert. Sehr merkwürdig. Insofern ließ mich das Buch auch sehr kalt. Sicherlich lässt sich die skurrile Story ganz gut lesen, wie realistisch das Treiben ist, darf jeder selber entscheiden. Ach ja: Der Buchtitel "Das war ich nicht" passt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Klingt für mich deutlich mehr nach einem Kinderbuch. Auch dem Buchcover kann ich nur sehr wenig abgewinnen.

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  • Voll verkalkuliert

    Das war ich nicht

    Buchstabenliebhaberin

    24. July 2016 um 19:55

    Dieses Buch war mir ein Vergnügen. Ich habe mich sofort in alle drei Protagonisten hineinversetzen können (und wollen!) und mitgefiebert. Die spießermüde Übersetzerin Meike, die aus der Pärchenhölle in eine baufällige Hütte am Deich flüchtet - alleine. Rechnet sie doch mit einem dicken Scheck für ihre nächste große Übersetzung ihres Idols Henry. Henry, berühmter Schriftsteller mit streng geheimer Schreibblockade, der vor der Abgabe seines groß angekündigten neuen Buchs flüchtet - dass er noch nicht mal angefangen hat. Und der unscheinbare Banker Jasper, kleiner Fisch im Finanzhaifischbecken, der sich grenzenlos überschätzt und um Kopf, Kragen und Millionen zockt - und sich in die unwillige Meike verliebt. Als diese in Chicago aufkreuzt, um den verschütt gegangenen Henry aufzuspüren.Alle drei reiten sich richtig tief ins Guano, und man will ihnen zurufen: Nein, das kannst du nicht machen, dreh um, mach das nicht! Das kann nicht gut gehen, das kann nicht klappen. Doch Meikes Hartnäckigkeit und Jaspers Kamikaze mit anschließendem völlig bekloppten Rachefeldzug wenden sich zum Guten und auch Henry ist das Glück hold. Wie sich die Leben der drei Menschen verzahnen, ist unglaublich. Keiner wäre ohne die anderen beiden heil da raus gekommen.Irgendwie ist die Geschichte ziemlich durchgeknallt, und doch realistisch. Gestalten wie sie laufen massenweise durchs Leben, mit genau diesen Gedanken und Gefühlen. Und obwohl ich kein Fan von Happy ends bin, gefällt mir dieses hier richtig gut, und ich würde mir wünschen, dass es sich im Leben öfter so wie in dieser Geschichte fügen würde!Großer Lesespaß mit Tiefgang, sympathischen Protagonisten und Bezug zum Zeitgeist!

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    • 3
  • Bist du noch verplant oder schon verlebt?

    Das war ich nicht

    SandraFreise

    30. April 2016 um 16:49

    Einen Buchtipp in einer ganz besonderen Buchhandlung zu bekommen, hat für mich ja immer einen gewissen Zauber.Und ein bisschen aufgeregter als sonst, fange ich dann an, dieses Buch zu lesen. Denn wenn man so wunderbare Stunden mit dem Inhaber und seinen Stammkunden verbracht hat und am Ende um einen Buchtipp bittet, darf man durchaus etwas gespannter sein als sonst. In diesem Fall war ein Treffer schon sehr wahrscheinlich, denn ich habe noch nie in meinem Leben eine Buchhandlung gesehen, in der ich so viele Bücher hab stehen sehen, die ich zu meinen absoluten Favoriten zählen würde. Und nun wieder: Bingo, Büchers Best. „Bis Anfang dreißig ist es einfach, normal zu sein. Alle Probleme kann man unter postadoleszenten Überspanntheiten verbuchen und sich bei jeder Krise damit beruhigen, dass irgendwann alles anders sein wird. Besser. Dann kommt das Alter in dem einem die jugendliche Verzweiflung nicht mehr steht. Wer unter dreißig ist und viel trinkt, ist ein Partytyp, jenseits der dreißig ist man Alkoholiker; aus sympathisch verplant wird schnell verlebt. Jenseits der dreißig entscheidet sich, ob der Mensch, der man geworden ist, für die nächsten fünfzig Jahre taugt.“ - Meike Drei Protagonisten erzählen die Geschichte ihres Scheiterns, die jeweils auf absurde und amüsante Weise miteinander verwoben sind. Meike, die Übersetzerin, die ihrem amerikanischem Bestsellerautor Henry hinterher jagt, damit sie endlich wieder Arbeit und einen Job hat. Der aber, aufgrund einer massiven Schreibblockade, doch nicht den schon lange von der gesamten Literaturwelt erwarteten Jahrhundertroman schreiben kann. Und Jasper, der Banker, der alles total vermasselt. Ein hinreißender und kluger Roman - über den Verlust von Illusionen und den Abschied von der Unbeschwertheit des Lebens.Merke: Kristof Magnusson auf Facebook liken und schauen, was der Gute sonst noch so geschrieben hat.

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  • Wie ein Comic?

    Das war ich nicht

    nikaniema

    02. March 2016 um 14:16

    "Das war ich nicht" ist das erste Buch von Kristof Magnusson, dass ich gelesen habe. Mein Interesse weckte die Tatsache, dass sich der Roman mit der Finanzkrise befassen sollte. Ich wollte durch die Lektüre tatsächlich mehr über die Finanzwelt erfahren, da die Ökonomie für mich so etwas wie eine schwarze, undurchsichtige Magie ist und die Literatur erschien mit als das beste Medium, sich dieser Magie zu nähern. Diesbezüglich wurden zwar meine Erwartungen enttäuscht, aber das Buch hat mich dennoch in seinen Bahn gezogen. Die drei Protagonisten Jasper, Meike und Henry werden von dem Autor hin und her geschoben, als ob es um das berüchtigte Hütchenspiel ginge. Das Tempo der Züge steigt im Laufe der Zeit immer mehr, bis dem Leser fast schwindelig wird, aber eben nur fast. Wie es scheint, will der Autor den Leser nicht betrügen und wenn auch die drei Hütchen ständig ihre Positionen wechseln, kann man dem Wechselspiel doch folgen. Soll diese gauklerhafte Wirbelei bloß eine harmlose Unterhaltung sein? Jasper ist ein Banker - aber in einer relativ untergeordneten Position, Meike ist eine relativ junge Übersetzerin, die sich aus dem sogenannten natürlichen Lauf des Lebens stehlen will und Henry ist ein relativ alter Mann, der in eine Sackgasse rein gelaufen ist, weil er zu angeberisch war. Sie begegnen sich mehr oder weniger zufällig. Zu einem Dreiergespann werden sie erst, als sie durch das Schicksal hoch und runter geschlagen werden, als ob die Menschenwelt ein Meer aus Schlagsahne wäre, die man zu einem wackeligen Berg aufschlagen kann. Der Titel sagt dazu "Das war ich nicht". Wer spricht die Behauptung aus? Auf jeden Fall keiner der Dreien, denn jeder von denen ist stolz darauf, der Fadenzieher gewesen zu sein. Allerdings der Fadenzieher für das Happy End. Der Titel mutet aber an, als ob nach einem Schuldigen gesucht wäre, die drei Protagonisten jedoch sind eben auf das Happy End fixiert und die Frage nach der "Schuld" keimt in keinem von ihnen auf. Soll es also der Autor selbst sein? Oder möchte der Titel darauf hinweisen, dass sich der Verantwortliche in einer allgemeinen Unbestimmtheit verliert? Wird es tatsächlich nach einem Verantwortlichen gesucht? Ist denn überhaupt etwas Furchtbares passiert? Die Hauptakteure sind in dem Roman sehr knapp beschrieben. Sie ähneln den Comicfiguren, die bekanntlicher Weise mit wenigen prägnanten Strichen erschaffen werden. Auch das Tempo der Geschichte erinnert stark an eine schnelle Abfolge der Bilder im einen Aktion reichen Comic und das Ende ist - wie in den meisten Comicheften - überraschend und dennoch ausnahmsweise gut. Genau das ist für mich der Punkt: warum ist der Roman so spaßig und mutet wie ein Comic an? Ich habe den Eindruck, dass hier etwas ins lächerliche gezogen werden sollte. Ich bin mir aber nicht sicher was. Sollen wir zu der Einsicht geführt werden, dass die Finanzkrise bloß ein Trugbild einer Katastrophe ist? Oder sollen wir "Alle" angeklagt werden dafür, dass wir uns immer nur für das eigene Happy End interessieren und blind für das Grauen der lauernden Bestie bleiben? Wenn es das erste sein sollte, wäre das Benutzen der Comicform vielleicht sogar genial. Im zweiten Fall wohl eher etwas daneben.   

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  • Das Leben in Zeiten fallender Kurse und alternder Literaturpäpste

    Das war ich nicht

    awogfli

    Das ist so ein Roman, der vordergründig durch die Geschichte völlig unprätentiös daherkommt, die ohne Schnörkel ganz alltäglich und leise beginnt….. Die Schicksale dreier Menschen, die unter normalen Umständen nie persönlich etwas miteinander zu tun hätten, ein alternder berühmter amerikanischer Autor mit Schreibblockade, seine deutsche Übersetzerin und ein deutscher Börsenmakler, der in Chicago arbeitet, werden derart gekonnt miteinander verknüpft, dass es eine Freude ist. Alle drei verhalten sich plötzlich ganz anders als bisher und ändern ihr Leben abrupt und rigoros, was zwangsläufig zuerst kleine Kalamitäten verursacht und letztendlich in einem totalen persönlichen Chaos mündet. Der Autor webt zudem im Roman ein komplexes, spannendes, witziges Dreiecks-Beziehungsgeflecht, in dem sich die handelnden Personen auch noch gegenseitig massiv ins Leben pfuschen. Normalerweise mag ich es ja gar nicht, wenn beispielsweise in einem Thriller die Handlungsstränge so angeordnet sind, dass Kommissar Zufall den Plot massiv beeinflusst. In dieser Geschichte werden die Zufälle derart inflationär und auch selbstkritisch augenzwinkernd eingesetzt, dass es eine Freude ist, dem Autor dabei zuzusehen, was er sich jetzt wieder gegen alle Wahrscheinlichkeiten einfallen lässt. Irgendwie funktioniert die Story so perfekt wie das Raumschiff mit Unwahrscheinlichkeitsantrieb in Douglas Adams Hitchhikers Guide to the Galaxy. Die humorigen Verirrungen, Verwirrungen und Katastrophen schwellen stetig an und gipfeln in einem desaströsen, gleichzeitig erfolgreichen Finale, Börsencrash, Pulitzerpreis und jede Menge Opfer als Kollateralschaden inkludiert (die haben es ohnehin verdient). Die liebevolle Figurenkonzeption der zockenden geldgeilen Aktienhändler und der eitlen Fatzken des Literaturbetriebs mit Gesellschaftskritik als Zusatzbonus verleihen der Geschichte weiters eine gehörige Portion Ironie. Auch der Wortwitz ist nicht schreiend komisch à la Schenkelklopfmentalität angelegt, sondern subtil und mit feiner Klinge geführt. “Also kippte ich mit den Jungs ein paar Guinness. Sie redeten über Handys, Heimkinos und Sportwagen, denen Sie das Recht auf einen komplizierten Charakter zubilligten. Im Gegensatz zu Frauen.” Ein paar klitzekleine Kritikpunkte gäbe es noch, da der Start in die Story etwas mehr Tempo verdient hätte und weil die allerletzte Szene mit Regine viel besser hätte sein können – das ist einfach kein würdiger Abschluss für so ein witziges Buch. Ansonsten kann ich nur ein Fazit aussprechen: Eine positive Überraschung und absolute Leseempfehlung.

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    • 3
  • Bester Klappentext ever!

    Das war ich nicht

    BuchBarbie

    01. April 2014 um 22:11

    "Ein junger Banker, auf dem Sprung zur großen Karriere. Eine Literaturübersetzerin, auf der Flucht vor dem schön eingerichteten Leben mit Weinklimaschrank und Salzmühle mit Peugeotmahlwerk. Ein international gefeierter Schriftsteller mit Schreibblockade und Altersangst. Drei Menschen, die sich unversehens in abenteuerlicher Abhängigkeit befinden. Wie konnte es dazu kommen? Eine Bank, ein Leben ist schnell ruiniert. Das ist das Erschreckende, aber auch das Komische an diesem Roman, der mit großer Leichtigkeit von unheimlichen Zeiten erzählt." Magnusson schreibt locker und leicht, ohne oberflächlich zu werden. Spannend, witzig, berührend. Erinnert mich ein bisschen an "Zusammen ist man weniger allein". 

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  • Das war ich nicht

    Das war ich nicht

    HeikeM

    22. April 2013 um 13:26

    Meike ist Übersetzerin. Sie verlässt ihren Partner, ihr Leben ist ihr zu weichgespült, sie nimmt den Notausgang. In Nordfriesland kauft sie sich ein ziemlich heruntergekommenes Häuschen direkt hinter dem Deich. Dort will sie auf den neuen Roman von Henry LaMarck warten, den sie übersetzen soll. Als ihre Finanzen zur Neige gehen, reist sie kurz entschlossen von ihrem letzten Geld nach Chicago, um das Manuskript persönlich abzuholen Anlässlich des 60. Geburtstags von Henry LaMarck hat sein Verlag in Chicago eine Überraschungsparty ausgerichtet. Von allen Seiten wird er auf den erwarteten Roman angesprochen, der den 11. September zum Thema haben soll. Schon wird er mit dem Pulitzerpreis in Verbindung gebracht, den er bereits einmal erhielt. Aber er hat noch nicht einmal damit begonnen, er wird wohl auch nie damit beginnen. Deshalb verlässt er die Party durch die Hintertür und taucht ab. Jasper Lüdemann, ein junger Banker, der es von Bochum bis nach Chicago geschafft hat, wurde nach Jahren im Back-Office-Bereich einer großen Investmentbank in den Tradersaal befördert. Nun will er zeigen, was er kann. Hilfsbereit übernimmt er einen kleinen Verlust, den ein Kollege bei einem Geschäft erwirtschaftet hat und will ihn ausgleichen. Damit bringt er einen Stein ins Rollen, der als Lawine endet. In Chicago trifft Meike Jasper, Jasper trifft Henry und auch Meike und Henry treffen sich und im Folgenden werden die Abhängigkeiten geschildert, die die Drei miteinander verbinden. Auf diesen Roman wurde ich durch einen Wirtschaftstalk im TV aufmerksam, ein recht ungewöhnlicher Ort für Literaturtipps. Aber ich wurde nicht enttäuscht. Noch nie habe ich einen Roman gelesen, der die Börse mit ihren Finanztransaktionen und -manipulationen so allgemeinverständlich erklärt und dabei noch sehr unterhaltsam ist. Die Story ist intelligent konstruiert und spannend geschrieben. Die drei die Handlung bestimmenden Charaktere, die sich in gewissen gegenseitigen Abhängigkeiten befinden, sind recht einfach gehalten. Aber genau das macht den Reiz dieses Romans aus. Sie sind in ihrem Tun berechenbar und so hat der Leser keine Probleme , sich in die Protagonisten hinein zu versetzen. In nicht zu langen Kapiteln erzählen die drei Hauptdarsteller, andere Personen sind wirklich nur Randfiguren, abwechselnd in der Ich-Form ihre Sicht der Ereignisse und lassen den Leser so an ihrem Denken und Handeln teilhaben. Dadurch kommt es mitunter zu Überschneidungen, um die persönliche Sichtweise zu unterstreichen. So beschreibt der Autor auf sehr anschauliche Weise den Mikrokosmos seiner Helden. Dabei sind manche Szenen schon fast Slapsticks, andere lassen den Laien staunen, was an der Börse alles möglich ist. Humor und Ernst haben sich in diesem Roman im rechten Maß gefunden und geben eine wunderbare Paarung ab. Die finanzwirtschaftlichen Schilderungen zeugen davon, dass der Autor intensiv recherchiert hat. Inhaltlich korrekt und trotzdem amüsant zu lesen, haben besonders diese Szenen mich vom Können des Autors überzeugt. Mein Fazit: "Das war ich nicht" ist eine gelungene Mischung aus Wirtschaftskrimi und Komödie. An keiner Stelle trocken oder langweilig, sondern stets spritzig witzig und gut zu lesen. Voller Sachverstand, erklärt Kristof Magnusson in seinem Roman ganz nebenbei die Hintergründe der Wirtschafts- und Finanzkrise. Dieses Buch empfehle ich gern weiter

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  • Rezension zu "Das war ich nicht" von Kristof Magnusson

    Das war ich nicht

    WinfriedStanzick

    19. September 2012 um 15:21

    Der Münchner Schriftsteller Kristof Magnusson ist nicht nur ein großartiger Übersetzer (zuletzt das geniale Buch von Hallgrimur Helgason, Zehn Tipps, das Morden zu beenden und endlich mit dem Abwasch zu beginnen, Klett-Cotta 2010), sondern auch seine eigenen Bücher mausern sich langsam zu wirklich großer Literatur. Die Finanzkrise seit 2008 hat in der Zwischenzeit einige literarische Be- und Verarbeitungen erfahren. Der vorliegende Roman "Das war ich nicht" ist meines Erachtens der bisher beste unter ihnen. Er erzählt von drei Menschen, deren Leben durch Zufall in eine abenteuerliche Abhängigkeit gerät. Da ist zunächst Meike aus Hamburg. Sie ist Übersetzerin und wartet sehnsüchtig auf das neue Manuskript eines amerikanischen Bestsellerautors, dessen Bücher sie seit einiger Zeit übersetzen darf. Im Vorgriff auf die zu erwartenden Tantiemen hat sie sich ein Haus im Grünen gekauft. Aber das Manuskript taucht nicht auf und sie begibt sich mit ihren letzten Rücklagen auf die Suche nach ihm. Der hingegen, Henry La Marck, leidet unter einer Schreibstörung und hat von dem Roman, den der Verlag schon als den Schlüsselroman zum 11. September 2001 ankündigt und bewirbt, noch keine einzige Zeile geschrieben und hat sich in einem Hotel in Chicago versteckt. Dort in diesem Hotel in Chicago findet Meike ihren Autor. Sie begegnet aber auch Jasper Lüdemann, einem deutschen, seit einigen Jahren in Chicago als Banker arbeitenden Mann, Anfang dreißig, der ganz für seine lange ersehnte Tätigkeit im Händlersaal einer großen Chicagoer Investmentbank aufgeht, nachdem er jahrelang nur im Backoffice arbeiten durfte. Er lebt ausschließlich für seine Arbeit, denn zwischen dreißig und vierzig muss man brennen" wie er, ähnlich wie Tausende seiner Kollegen sagt. Die genaue Beschreibung dieser spekulativen Arbeit, die Japser in den Ruin zu treiben droht, ist eines der vielen Kunststücke, die Magnusson in diesem unterhaltsamen Roman gelungen sind. Er lässt seine drei Figuren abwechselnd in der Ich-Form erzählen und alle miteinander erleben sie, wie ihnen ihr jeweiliges Leben zu entgleiten droht. Magnusson führt die drei behutsam zueinander, indem er die jeweiligen Geschichten immer mehr verknüpft zu einem Roman, der eine gelungene Mischung darstellt zwischen Finanzkrimi, Komödie und Alltagswelt. Ein ganz hervorragendes Buch.

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  • Rezension zu "Das war ich nicht" von Kristof Magnusson

    Das war ich nicht

    OliviaTheren

    18. July 2012 um 14:10

    Ein Buch was ich las, als ich gerade kein anderes zur Hand hatte - und ein Buch, welches mich sehr positiv überraschte. Dies hier ist eine Kurzrezension. Eine knappe Kundgebung meiner Meinung, also. Kristof Magnusson erzählt aus drei verschiedenen Perspektiven (wie im Klappentext erwähnt). Jeder der Charaktere schafft es, den Leser für sich einzunehmen, obwohl sie anfangs über die jeweils anderen nicht immer schöne Sachen denken. Der Schreibstil ist perfekt an die aktuelle Sichtweise angepasst, sodass man, wenn er nicht schon durch Kapitel gekennzeichnet wäre, den Personenwechsel auch so sehr gut hätte nachvollziehen können. Der Humor dieses Buches ist nach meinem Geschmack und brachte mich oft zum Schmunzeln. Die Handlung führt durch viele Irrungen und Verwirrungen, die die Charaktere am Ende auf seltsame Weise miteinander vereint. Dies ist dem Autor großartig gelungen. Auch wenn das Buch vom Äußeren her nicht so ansprechend ist, ist der Inhalt umso unterhaltsamer. Das Ende fand ich jedoch ein bisschen schnell und es war nicht ganz so wie ich es mir gewünscht hätte... doch trotzdem: Eine perfekte Lektüre für entspannte Tage!

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  • Rezension zu "Das war ich nicht" von Kristof Magnusson

    Das war ich nicht

    sven_bachmann

    03. July 2012 um 15:05

    Ich habe das Buch nicht nur gelesen, sondern verschlungen. Ein Börsenhändler verzockt sich, eine Übersetzerin sucht den Autor ihres Schaffens und alle drei geraten in den Sog gallopierender Börsenkurse. In dessen Folge werden sie zu einem Team.

  • Rezension zu "Das war ich nicht" von Kristof Magnusson

    Das war ich nicht

    sabatayn76

    23. April 2012 um 15:52

    'Ich war draußen.' Inhalt: In 'Das war ich nicht' erzählt Kristof Magnusson von drei Personen, die auf den allerersten Blick nichts miteinander zu tun haben, doch deren Weg sich schließlich kreuzt: Jasper Lüdemann arbeitet bei Rutherford & Gold, der größten Bank in Chicago, wird zu einer Schulung nach London geschickt und ist danach von der Idee besessen, dass er seinen Job verlieren wird. Meike Urbanski hat sich gerade von ihrem Freund und ihrem Leben in Hamburg getrennt und zieht aufs Land. Dort wartet sie tagtäglich auf Post von ihrem Chef, denn sie soll einen Roman vom Englischen ins Deutsche übersetzen. Doch die erwartete Post bleibt aus, und Meike sitzt frierend und einsam in ihrem neuen Zuhause und fragt sich, wie sie die erste Rate für ihr Haus bezahlen soll. Henry LaMarck ist ein gefeierter Autor, wird gerade zum zweiten Mal für den Pulitzerpreis nominiert und hat eine Schreibblockade. Die Überraschungsparty anlässlich seines 60. Geburtstags verlässt er heimlich, checkt in einem Hotel ein und bereitet sich langsam auf seinen Ruhestand vor. Mein Eindruck: 'Das war ich nicht' hat mich sehr begeistert. Der Roman lässt sich sehr flüssig lesen, ist in einfacher Sprache geschrieben, ohne simpel zu sein. Die einzelnen Episoden sind abwechslungsreich und unterhaltsam, der häufige Perspektivenwechsel lockert das Buch sehr auf und sorgt dafür, dass es immer spannend bleibt. Auch der bissige Humor und die Einblicke in das Finanzwesen haben mir sehr gut gefallen. Hier sind vor allem die gründliche Recherchearbeit des Autors und seine Fähigkeit, komplexe Ereignisse verständlich zu beschreiben, hervorzuheben. Die Protagonisten wurden sehr überzeugend und lebensnah charakterisiert, die Beziehungen zueinander sind komplex und für den Leser gut nachvollziehbar. Mein Resümee: Ein Roman über die Auswirkung von kleinen Ereignissen auf das eigene Leben und das Leben anderer. Unterhaltsam, spannend, amüsant.

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  • Rezension zu "Das war ich nicht" von Kristof Magnusson

    Das war ich nicht

    goldfisch

    28. December 2011 um 09:28

    Jasper arbeitet bei Rutherford & Gold, dem Backoffice entronnen, darf er im Kundenauftrag mit Geld jonglieren und spekulieren.Meike ist völlig überschuldet. Sie ist aus dem Hamburger Schanzenviertel geflohen, hat ihren Freund verlassen und lebt nun im flachen Dithmarschen.Das Leben dort ist allerdings nicht sehr idyllisch.Meike mangelt es an Geld, welches sie mit dem Übersetzen des amerikanischen Autors Henry LaMarck verdient. Henry hat allerdings eine Schreibblockade und verliebt sich Hals über Kopf in Jasper, dessen Foto er in einer Chicagoer Zeitung sieht. Henry will Jasper treffen. Jasper hilft einem Kollegen aus der Patsche und nun beginnt das große "Zocken" mit virtuellem Geld. Meike fliegt nach Chicago, sie will La Marck davon überzeugen, sein Buch endlich zu beenden, damit sie mit der Übersetztung starten kann. Drei Menschen,drei Blickwinkel. Ein gelungenes Buch, welches nicht nur erklärt, wie man eine Bank ruiniert, sondern auch Zeit für das Nachdenken und die Liebe läßt. Lesenswert!

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  • Rezension zu "Das war ich nicht" von Kristof Magnusson

    Das war ich nicht

    leserin

    15. November 2011 um 21:21

    Ich habe es gern gelesen.

  • Rezension zu "Das war ich nicht" von Kristof Magnusson

    Das war ich nicht

    LESE-ESEL

    21. September 2011 um 11:16

    Das Buch erzählt eine fiktive Geschichte aus der Gegenwart: Drei Menschen - ein erfolgreicher Banker, eine Übersetzerin, die zu Kurzschlussreaktionen neigt und ein alternder Buchautor – treffen mehr oder weniger durch Zufall in Chicago aufeinander. Erzählt wird jeweils aus der Sicht der drei Personen, wodurch Missverständnisse und das falsche Einschätzen von Situationen für den Leser, nicht aber für die handelnden Personen im Buch erkennbar werden. . Magnusson spricht die Sprache seiner Figuren: Man fühlt mit dem magenkranken, atemlos agierenden Finanztrader ebenso mit, wie mit dem sich versteckenden Buchautor, der Angst vor dem alt werden hat oder der kleinen Übersetzerin, die nach einem überstürztem Hauskauf Pleite ist, wenn der Buchautor nicht endlich seine Schreibblockade überwindet… . Die Story liest sich gut, bleibt immer spannend und bietet am Ende unverhoffte Wendungen. Für dieses Lesevergnügen gibt’s vier Punkte.

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  • Rezension zu "Das war ich nicht" von Kristof Magnusson

    Das war ich nicht

    BuecherDanny

    05. February 2011 um 18:05

    Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen!!! Die Protagonisten Jasper, der junge Banker, Henry LaMarck, der weltberühmte Autor und seine deutsche Übersetzerin Meike Urbanski sind mir richtig ans Herz gewachsen. Jasper arbeitet bei einer großen Bank in Chicago und will auf der Karriereleiter weit nach oben. Henry LaMarck hat seinen Lesern einen Jahrhundertroman versprochen, leidet jedoch an einer Schreibblockade und versteckt sich in einem Hotel. Meike ist aus ihrem früheren Spießerleben aus Hamburg auf das Land geflüchtet und wartet auf das Manuskript von Henry LaMarck - sie braucht dringend Geld. Im Laufe des Romans verflechten sich die Schicksale der Protagonisten miteinander. Der Roman ist spannend und humorvoll geschrieben. Unbedingt lesen!!!

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