Kristof Magnusson Zuhause

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Inhaltsangabe zu „Zuhause“ von Kristof Magnusson

Ein bezaubernder Populär-Roman aus Island

Auf Weihnachten in Reykjavik hat Larus Ludvigsson sich so richtig gefreut. Aber dann kommt alles anders. Kurz vor der Abreise macht sein Freund mit ihm Schluss, das isländische Einwohnermeldeamt erklärt ihn für tot, und Dagur, der sich in Larus verliebt hat, begeht Selbstmord. Dagur, der aus der einflussreichsten Familie Islands stammt, war einer mysteriösen Enthüllung über seine Vorfahren auf der Spur. Larus gelingt es, hinter das Geheimnis um Dagurs Familie zu kommen. Doch dabei wird er selbst mit seiner isländischen Herkunft auf eine Weise konfrontiert, die er sich nie hätte träumen lassen …

Ein wenig unausgegoren im Mittelteil, aber insgesamt eine sehr lesenswerte Reise zu den isländischen Wurzeln der Hauptfigur.

— Waldlaeuferin

Leicht zu lesen mit einigen schönen Sätzen und Stimmungen, dennoch finde ich die Geschichte nicht ganz ausgereift - das i-Tüpfelchen fehlte. Lesenswert ist es jedoch trotzdem.

— ada

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  • Turbulente Weihnachtstage in Reykjavik

    Zuhause

    Waldlaeuferin

    18. January 2016 um 13:16

    Der überwiegend in Norddeutschland aufgewachsene Lárus Lúðvígsson, frisch getrennt von seinem Freund Milan, reist über Weihnachten in seine zweite Heimat Reykjavik, um dort die Feiertage mit seiner langjährigen Freundin Matilda und deren Freund Svend zu verbringen. Schon von Beginn an steht die Reise unter einem schlechten Stern. Nicht nur, weil Matilda sich inzwischen von Svend getrennt hat, Lárus es im Gegenzug aber nicht fertig bringt, Matilda zu gestehen, dass er von Milan verlassen wurde, sondern auch, weil Lárus in seiner alten Heimat angekommen feststellen muss, dass seine in Island so wichtige "Personennummer" nicht mehr zu existieren scheint. Ist es ein dummer Computerfehler oder wurde er aus anderem Grund quasi für tot erklärt? Lárus stürzt sich ins Nachtleben und lernt Dagur kennen, dessen Wohnung ausgebrannt ist. Dagur ist ein komischer Kauz aus einer einflussreichen isländischen Familie. Er verliebt sich in Lárus, begeht jedoch kurze Zeit später Selbstmord und lässt Lárus mit einem Familiengeheimnis zurück. Ich habe vom gleichen Auto die "Gebrauchsanweisung für Island" mit großem Vergnügen gelesen. "Zuhause" wirkt insgesamt - vor allem im Mittelteil - etwas unausgegoren. Zum Ende nimmt die Geschichte dann wieder Fahrt auf. Die Auflösung kommt überraschend und ist spannend geschrieben.

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  • Rezension zu "Zuhause" von Kristof Magnusson

    Zuhause

    Samtpfote

    Klappentext: Auf Weihnachten in Reykjavik hat Larus Ludvigsson sich so richtig gefreut. Aber dann kommt alles anders. Kurz vor der Abreise macht sein Freund mit ihm Schluss, das isländische Einwohneramt erklärt ihn für tot, und Dagur, der sich in Larus verliebt hat, begeht Selbstmord. Offenbar war Dagur, der aus der einflussreichsten Familie Islands stammt, einer mysteriösen Enthüllung über seine Vorfahren auf der Spur. Larus gelingt es, hinter das Geheimnis um Dagurs Familie zu kommen. Doch dabei wird er selbst mit seiner isländischen Herkunft auf eine Weise konfrontiert, die er sich nie hätte träumen lassen... Zuhause ist ein Buch, welches mich immer sofort aus dem Alltag gerissen und in eine andere Welt versetzt hat. Und sogar als ich es nicht in den Händen hatte, beeinflusste es mich von früh bis spät. Als ich zum Beispiel durch die Stadt spazierte und den Vögeln zuhörte, wollte ich Larus, der urbane Vögel filmte und alles über die Vögel in Grossstädten wusste (und den ich immer neben mir wähnte), fragen, um welche Vögel über mir im Baum es sich handelte. Larus ist eine Figur, die man nicht unbedingt von Anfang an sympathisch findet, aber man interessiert sich für ihn. Will wissen, was er als nächstes erlebt und wie er damit umgeht. Welchen Menschen er begegnet und welche Träume er hat. Seine beste Freundin Matilda bleibt während der ganzen Geschichte eine zwiespältige Figur. Ihre Art, ihn zu verletzen und trotzdem auf ihn angewiesen zu sein verleiht ihrem Verhältnis eine Zerbrechlichkeit, die schmerzt. Generell wird nicht immer klar, auf welcher Seite die Figuren in Magnussons Roman stehen und trotzdem - oder genau deswegen - will man sie fassen und verstehen können. Was auch geschieht und wie schräg es auch immer kommen mag, Larus gibt nie auf und lebt sein Leben stoisch und mit einer Ergebenheit und Willenskraft, die mich staunen lässt. Nimmt er doch alles irgendwie als Fügung hin und er macht nicht einmal das Beste daraus, nein, er lässt es einfach geschehen und zieht alles irgendwie durch. Dies vielleicht auch als kleine Botschaft an uns. Vor allem aber als den Charakter, der diese Geschichte prägt und ausmacht und den wir irgendwie trotz allem mögen müssen. Der Roman ist bis zum Schluss spannend und unterhaltsam und von einer feinen Melancholie durchzogen. Auch wenn die Handlung manchmal ins Absurde wandert, nehmen wir den Akteuren ihre Geschichte ab und für mich wirkt dieses dichte Gewebe aus philosophischen Denkansätzen, trunkenen Stunden und freundschaftlichen Diskussionen wie eine gut komponierte Sinfonie aus Bildern. Ich denke, dass jede und jeder von uns sich in genau dieser Geschichte wiederfinden kann. Sei es als Larus, als ein Freund von ihm oder als ein Zuschauer, der gewisse Situationen und Personen aus dem Roman persönlich zu kennen scheint. Unbedingt lesen!

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  • Rezension zu "Zuhause" von Kristof Magnusson

    Zuhause

    Senfkorn

    11. August 2011 um 17:48

    Larus hat was gegen Weihnachten und Weihnachten hat was gegen Larus. Aber dieses Jahr soll es anders sein. Larus will mit seinem Freund in seine Heimat,nach Rekjavik,Island, zu seiner besten Freundin Matilda und deren Freund (den er für sie gefunden hat) und dort ein schönes, harmonisches Weihnachten verbringen. In Mathildas Wohnung fühlt er sich wohl, zuhause, behütet. Mathildas Gegenwart tut ihm gut. Nur hat wie gesagt Weihnachten auch was gegen Larus: Kurz vor der Abreise macht sein Freund mit ihm Schluss, Mathilda hat sich total verändert, ein Freund den er grad erst kennenlernt gesteht ihm seine Liebe und stirbt, er kann keine Filme ausleihen weil das Einwohnermeldeamt ihn für Tod erklärt hat. Und dann spielt auch noch die Geschichte Islands und Larus Herkunft eine Rolle. Ich hab mir dass Buch gekauft weil Island mich fasziniert. Anfangs fand ich dass es auch unterhaltsam, super geschrieben, die Geschichte über die Veränderungen die man im Leben zwangsläufig macht und was ist wenn es still steht fand ich total gut und lustig verpackt (ich hab teilweise wachnsinnig gelacht) aber das Ende, dass ich hier natürlich nicht verraten will, fand ich total, naja doof. Irgendwie hat es nicht gepasst, war für meine Geschmack einen Zacken zuviel. Kurz gesagt, umgehauen hats mich nicht, gefallen aber trotzdem ;)

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  • Rezension zu "Zuhause" von Kristof Magnusson

    Zuhause

    Clarabella

    17. January 2011 um 17:55

    Ein junger Mann kommt in der Adventszeit nach Hause - und das ist Reykjavik in Island. Mich als Island-Fan hat das Buch begeistert. Am Anfang gibt es zum Teil rasend komische Szenen, bei denen ich laut lachen musste, später wird es ernst, sehr ernst, und zugleich unglaublich spannend. Magnusson hat eine flotte, knappe Schreibe und vielfach sehr schöne Formulierungen. Er bringt dem Leser die Verlorenheit seiner Hauptfigur sehr nah.

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  • Rezension zu "Zuhause" von Kristof Magnusson

    Zuhause

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. May 2007 um 00:43

    Auf dieses wirklich geniale Buch stieß ich durch eine Rezension auf 1Live, was jedoch niemanden abschrecken sollte. Kristof Magnusson (von dem ich vorher noch nie was gehört habe) beschreibt in diesem Buch (autobiografisch?) mit wunderbar lockerem Schreibstil eine absolut haarsträubende, obwohl gleichsam lebensnahe Geschichte, die den Leser fesselt und die ganze Bandbreite von Gefühlen durchleben lässt. Auch wenn das Buch handlungstechnisch in der ersten Hälfte einfach so dahin plätschert, ist es ein wahres Vergnügen, es zu verschlingen. Das liegt vor allem an Magnussons grandiosem Gefühl für Situationskomik, seiner Beochbachtungsgabe und seinem hohen Menschenverständnis. Wenn Magnusson beschreibt, wie sein Romanheld Larus im Dunkeln in Lasagne tritt und dabei genaustens das Gefühl verdeutlicht, muss man laut Lachen. Es sind viele kleine Details in "Zuhause", die so skurril und gleichzeitig nicht unrealistisch geschrieben sind: z.B. wie Larus im völliger Umnebelung besoffen mit der Wange an einem neon-beleuchteten Kühlschrank runtergleitet und dabei Himmelsfantasien erspinnt oder die Beschreibung der mürrischen slowakischen Vulkanologin Jaroslawa (alleine diese Person ist schon zu geil ^^), die Salatblätter auf ihre Stullen "patscht, als wolle sie sie für etwas bestrafen". Die zweite Hälfte des Buches driftet etwas in die Krimirichtung ab, was die Spannung bis auf das Extremste steigert (spannender als alle Krimis der Wallander-Reihe zusammen, obwohl ich auch Henning Mankell sehr mag), aber dennoch überwiegt das komische und sentimentale der Geschichte. Magnusson beschreibt durch Larus Gefühlswert eine ganze (verlorene) Generation, die nicht wirklich weiß, was sie will und zwischen Impulsivität und Gleichgültigkeit hin und her pendelt. Des weiteren gibt Magnusson Einblick in die isländische Gesellschaft und Kultur, so dass auch einfach nur Islandfans durch dieses Buch auf ihre Kosten kommen.

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