Krysia Sar

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Interview mit Krysia Sar

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

„Wie in frühen Jahren…Menschen, Orte, Zeiten“ ist mein Erstlingswerk, erschienen im August 2009 beim NORA-Verlag. Der Auslöser war der Wunsch meiner Tochter genaueres über ihre polnische Wurzel zu erfahren. Nicht, dass das Schreiben nicht in mir war. In allen Lebenssituationen, die ich verarbeiten musste, schrieb ich Tagebücher, die mir jetzt als Quelle große Dienste erwiesen haben. Ich erlaubte mir, dem Buch einige Auszüge davon mit beizulegen, Tagebücher, die mein Mann und ich gegen das Vergessen geschrieben haben, da legten wir uns einen Vorrat an Glück an, von dem sich in weniger glücklichen Zeiten immer wieder zehren lässt. Wir schrieben, weil wir nicht so richtig wussten, ob es uns gelingt, zusammen zu bleiben. Wir kamen immerhin aus zwei verschiedenen Ländern, die über diese Liaison nicht begeistert waren. Meine Tochter wollte ein Buch eher „genealogischer“ Art, da ich aber nicht in der Lage bin, Chroniken zu schreiben, entstand ein Roman, Belletristik, wie von der Deutschen Nationalbibliothek eingeordnet.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Mein Lieblingsautor ist seit mehreren Jahren John Irving.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Ideen für dieses und auch für mein nächstes Buch kommen aus dem Leben, aus Begegnungen mit Menschen an verschiedenen Orten und in verschiedenen Zeiten. Und diese gab in meinem Leben genug. Dazu gibt das Buch eine Auskunft und auch Rezensionen und Leserzuschriften, von denen einige unter „Krysia Sar“ leicht zu googeln sind.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Kontakt zu einigen meiner Leser halte ich durch Lesungen, Briefe und persönliche Treffen. Ich habe 16 Lesungen in Berlin allein gehabt, davon 5 in verschiedenen Kiezen, in den wir gewohnt haben. Es sind meistens sehr bewegende Momente, weil ich im Buch über mein Leben dort schreibe und viele finden sich selbst wieder. Oder erfahren Dinge, die sie anders (wenn ich in Westberlin lese) erlebt oder gelernt haben. Ich halte auch Lesungen in Polen vor Deutschstudenten und debattiere mit ihnen über die Emigration und die Möglichkeit einer Integration in einem fremden Land. Das Buch hat außerdem mich und meinen Mann wieder mit unseren Studienkollegen, die wir mitunter 30 Jahre nicht gesehen haben, zusammengebracht. Meine nächste Lesung (die dritte am gleichen Ort) findet am 27.01.2011 in „meiner“ Buchhandlung in meiner Straße statt.

Wann und was liest Du selbst?

Ich lese meistens abends und im Bett. Lese gerade „Last Night in Twisted River“. Wunderbar. Es wartet schon Jonathan Franzen „Freedom“ (die englischen Titel, weil ich arbeitsbedingt viele Jahre in den USA verbracht habe und im Original lese, was mir letztendlich hilft, die Sprache nicht zu verlernen) und Alexander Osang und … Die Liste ist lang, aber gegenwärtig muss ich mich konzentrieren, weil ich zum Ge- burtstag meines Sohnes etwas veröffentlichen möchte. .