Kurosch Yazdi Junkies wie wir

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Inhaltsangabe zu „Junkies wie wir“ von Kurosch Yazdi

Spielen. Shoppen. Internet: In uns allen steckt ein Junkie, auch wenn wir das nicht immer wahrhaben wollen. Je nach persönlicher Prägung ist er stärker oder schwächer. Kurosch Yazdi, Chef der Suchtabteilung der Nervenklinik Wagner-Jauregg in Linz, zeigt, was den Junkie in uns weckt, wie er funktioniert und wie Konzerne unsere Verhaltenssüchte und die unserer Kinder nutzen und sie zur ganz normalen Kulturpraxis erklären. Ein Buch über dunkle Seiten in jedem von uns, über eine Generation junger Menschen, die als manipulierbare 24/7-Konsumenten den Tritt verlieren und über das Muster, das hinter jeder Sucht steckt: der Wunsch nach Beziehung.

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— thursdaynext

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  • "Junkies wie wir" - Kurosch Yazdi - „Sucht ist kein Randgruppenphänomen.“

    Junkies wie wir

    thursdaynext

    "Junkies wie wir" ist ein SACHBUCH und nicht, wie hier bei LB geschehen, fälschlicherweise bei Biographien einzuordnen. Der Autor Kurosch Yazdi ist Leiter der Suchtabteilung der Landes Nervenklinik in Linz, Facharzt für Psychatrie und Psychotherapeutische Medizin mit Spezialisierung auf den Schwerpunkt Verhaltenssüchte wie z.B. Online -Sucht, Spielsucht ..... Dies ist sein erstes Buch, das für ein Sachbuch aber dennoch leicht lesbar und verständlich ist, auch dank des gut strukturierten Aufbaus. Ein gesellschaftlich sehr wichtiges Buch. Das Denkanstösse gibt und auch das zunehmende Unwohlsein etlicher Individuen in unserer medienverseuchten Gesellschaft direkt aus- u. anspricht. Im ersten Kapitel beginnt es mit einer Einführung zum "Junkie - Gen" in uns allen. Wir alle wollen gerne den Glücksrausch, das Dopamin, das ist legitim. erst wenn es Ersatz für Beziehung wird, und hier fällt es besonders den Verhaltenssüchtigen die prinzipiell nichts illegales konsumieren schwer die Gefährlichkeit ihres Tuns zu durchschauen und sich Hilfe zu holen oder helfen zu lassen, wird es gefährlich. Zumal diese speziellen Süchte von der Umwelt auch noch belohnt werden. Hier eine Grenze zu „normalen“ und abhägigem Verhälten zu ziehen ist nicht immer einfach. Erfordert Selbstreflexion. Besonders gefährdet sind daher Kinder und Jugendliche deren geistig/ emotionale Reifung behindert und beeinträchtigt wird. Mit Zustimmung der Gesellschaft. Die nichts dagegen unternimmt, sondern lächelnd danebensteht. Weil unsere Kinder vonseiten der Werbung und Elektronikindustrie bereits in sehr jungen Jahren den elektronischen Babysittermedien ausgesetzt werden. Aber nicht alle Suchtproblem sind einfach den Konzernen zuzuschieben. Beispielhaft sind hier auch die Erwachsenen. Sie leben das Verhalten vor. Darüber muss man sich bewusst sein und bereit sein mögliches eigenes Suchtverhalten genauer zu untersuchen und sich damit auseinanderzusetzen. Facebook, und andere soziale Netzwerke, ja auch ein Leseforum wie Lb fällt darunter, What´s App, Online Games, Konsolenspiele, in "Junkies wie wir" sind die Auswirkungen nachzulesen, auch anhand etlicher bedrückender Fallbeispiele. Besonders Eltern sind in der Verantwortung. Beeindruckend anschaulich schildert Kurosch Yazdi dies in seinem Horrorszenario 2030. Er denkt sich die heutige Entwicklung kosequent weiter im Kapitel über die Suchtfamilie in der Suchtgesellschaft. Bedrückend realistische Zukunftsfiktion. greifbar nahe vom heutigen Standpunkt aus. da wünschte man sich fast den kompletten Stromausfall, wenn dessen Kollateralschäden nicht so katastrophal verheerend wären. Im letzten Kapitel erscheinen wissenschaftlich Studieauszüge, die belegen wie man mit dem in jedem Menschen vorhandenen Suchtpotential im zunehmend medienverseuchten Zeitalter d umgehen und entkommen kann. „Wir können nichts für unsere Suchtdisposition – sie ist Teil unseres organischen Aufbaus.“ „Sucht ist kein Randgruppenphänomen.“ „Sucht ist ein ökonomisches Konzept von dem die Wirtschaft kurzfristig massiv profitiert.“ Uneingeschränkte Leseempfehlung ! Vielleicht könnte man damit beginnen bei Konzerten und anderen Events live und geistig voll anwesend teilzunehmen und diese selbst, real live zu erleben statt die Digi Kamera im Smartphone in die Höhe zu halten, angestrengt draufzustarren blitzlichternd miese Aufnahmen, die später zum größten Teil sowieso gelöscht werden zu machen und den Hauptakt zu verpassen oder in Winzform im kleinen rechteckigen Bildausschnitt zu sehen. Die rezischreiberin wäre dankbar. ;)

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    doceten

    27. September 2013 um 12:03
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