Kurt Andersen

 4.2 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Neuland, Fantasyland und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kurt Andersen

Der amerikanische Journalist Kurt Andersen ist Mitbegründer des legendären Spy-Magazins. Er schreibt für The New Yorker und das Time Magazine und moderiert die in Amerika sehr populäre Radiosendung „Studio 360“. Andersen lebt mit seiner Frau und seinen Töchtern in New York. Die Zeit schrieb über ihn: »Kurt Andersen ist einer der einflussreichsten Kulturjournalisten der USA.«

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Kurt Andersen

Cover des Buches Neuland9783453407145

Neuland

 (7)
Erschienen am 07.03.2012
Cover des Buches Fantasyland9783442159680

Fantasyland

 (3)
Erschienen am 17.09.2018
Cover des Buches Turn of the Century0385335040

Turn of the Century

 (0)
Erschienen am 01.08.2000
Cover des Buches Reset9781400068982

Reset

 (0)
Erschienen am 28.07.2009
Cover des Buches True Believers9781400067206

True Believers

 (0)
Erschienen am 10.07.2012

Neue Rezensionen zu Kurt Andersen

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Rezension zu "Fantasyland" von Kurt Andersen

Das Buch lesen und die USA verstehen
People-abroadvor einem Jahr

Das Buch hat über 700 Seiten und durchleuchtet viele Bereiche: die Geschichte, die Politik, die Trends in den Jahrhunderten, die wirtschaftliche Entwicklung. 

Wobei es kein Sachbuch ist, nicht wie viele andere Bücher, trocken und voller Jahreszahlen, sondern lebendig geschrieben, nie langweilig, voller Leute und Ereignisse der geschichtlichen Epochen.  Die ersten Siedler, Goldrausch, Industrialisierung, die Weltkriege und die Sechziger, die Hippies, Disneyland, die Medienwelle in den Achtzigern, als die neuen Fernsehkanäle kamen und die Qualität der Informationen keine Rolle mehr spielte, sondern nur noch der Geldertrag.

Alles kann ich hier nicht auflisten, aber der Inhalt ist gut recherchiert und dazu ist das Buch noch sehr gut geschrieben. Oft schüttelt man vor Erstaunen den Kopf oder seufzt über die Amis. Nie langweilig, was eine Meisterleistung ist bei der immensen Seitenanzahl. 

Das Buch zeigt uns das Land der Freiheit. Aber nicht diese nach außen hin leuchtende Freiheit, sondern wie schon immer den Leuten die Meinungen zum Fressen vorgelegt wurde. Von Politikern, hinter denen dann Konzerne, Kirchen oder durchgeknallte Meinungen stehen. 

Vor allem von Freaks, die es schafften die anderen an der Nase herum zu führen: sei es die ersten Siedler, die die Erleuchteten und im Paradies auf Erden zu Hause sind. 

Sei es die vielen Freaks, die eine neue Religion gründen oder bestehende mit aktuellem Wahnsinn auffrischen. 

Sei es Freaks, die in Kontakt zu Außerirdischen, Toten, Heiligen, Dämonen getreten sind oder von denen besessen, entführt wurden. 

Diese Freaks schreiben dann ein Buch, geben Interviews im Fernsehen über das, was die Dämonen und Außerirdische mit uns böses vorhaben. Verschwörungen also, in denen sogar der Staat vom Bösen unterwandert ist, Politiker besessen sind, eben von Dämonen und Aliens. Es scheint, dass jeder denken und verkünden kann, was er will. Ein Land in dem jeder an seine Wahrheit glaubt. Ein Land in dem jeder Recht hat. Hauptsache man setzt sich durch und kann sich verteidigen.

An diesem Buch kommt man nicht vorbei, wenn man die Amis verstehen will. Das Buch ist beeindruckend, schockierend. 

Erschreckend ist dazu, wie viel nun schon auch in Deutschland davon abläuft im Fernsehen und Internet (upps … bekomme ich auch schon ein Verschwörungswahn à la USA !!)


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Rezension zu "Neuland" von Kurt Andersen

Rezension zu "Neuland" von Kurt Andersen
LiesaBvor 9 Jahren

Amerika im Jahr 1848. Ein junger Engländer will sein Glück in der Neuen Welt versuchen. Er hat seinen besten Freund bei einer Revolte in Paris verloren und nun hält ihn nichts mehr in der Alten Welt.
Mit einem Segelschiff landet er in New York an und ist sofort begeistert von der Dynamik der Stadt und dem ungezwungenen Miteinander der Amerikaner. Er lernt neue Freunde kennen und das Abenteuer treibt ihn durch das Land bis nach San Franzisko. Hier wurde Gold gefunden.
Kurt Andersen hat ein gewaltiges Werk geschaffen. Er nimmt uns mit in die Anfänge, die wilden Jahre von Amerika. Das macht er mit einer erstaunlichen Detailgenauigkeit. Das gesamte Werk ist Geschichtsunterricht pur. Der Schriftsteller hat unglaublich exakt recherchiert. Das macht das Buch sehr wertvoll.
Warum dann aber nur drei Sterne? Leider verliert das Werk auf Grund dieser Tateilverliebtheit an Biss. Mitunter verliert sich der Autor in Nebensächlichkeiten, die keine Spannung zulassen. Stellenweiser fühlte ich mich sogar gelangweilt.
Dieses Buch basiert auf Fakten, die mit einer Handlung untermalt ist. Die Protagonisten sind zwar gut herausgearbeitet und haben Charakter, die Gefühlswelt des Lesers wird aber leider so gut wie gar nicht angesprochen.
Fazit: Ich kann dieses Buch als Wissensquelle mit gutem Gewissen empfehlen. Ein wahres Lesevergnügen war es leider für mich nicht.

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Rezension zu "Neuland" von Kurt Andersen

Rezension zu "Neuland" von Kurt Andersen
malamudvor 9 Jahren

Kurt Andersen ist mit "Neuland" ein prächtiges Zeitmosaik gelungen, das uns über faszinierende Charaktere das Revolutionsjahr 1848 in Europa und den USA nahe bringt. Das Buch ist so spannend geschrieben, dass es trotz seiner 900 Seiten niemals eine Phase gibt, wo man es liegen lassen möchte. Im Gegenteil: die Schicksale der vier Hauptpersonen werden gekonnt verknüpft - es ist ein Vergnügen ihnen auf ihren Wegen zu folgen, auch wenn sich haarsträubende Dinge abspielen.
Andersen schafft es beeindruckend, den Zeitgeist dieser Jahre so real zu beschreiben als stecke man selbst mitten drin. Charles Darwin, Edgar Allen Poe und zahlreiche andere reale Personen treten wie selbstverständlich am Rande der Handlung auf. Darwin als furzender Gast bei einem Dinner von Benjamin Knowles geschäftstüchtigem Vater, der Benjamin den letzte Impetus gibt, seine Pläne nach Amerika auszuwandern, auch wirklich in die Tat umzusetzen. Poe als Vortragender in New York, der den Journalisten und Fotografen Timothy Skaggs mit seiner schrägen Weltsicht beeindruckt.
Doch es braucht diesen realen Aufputz gar nicht, um die Story in Gang zu halten. Dazu tragen neben Knowles und Skaggs die Geschwister Duff und Lucky Polling bei: Er ein Veteran des Mexico-Krieges, der von seinen siegreichen Truppen desertierte und zu den Gegnern überlief. Seine Schwester Polly eine Prostituierte, die von einer Karriere als Schauspielerin träumt. Ben verliebt sich bei seiner Ankunft in America in Polly und bald zieht es das ganze Quartett in den Westen - verfolgt von einem wahnsinnigen Korsen, der sich für den Sohn Napoleons hält und Ben für den Tod seines Bruders während der Revolutionstage in Paris verantwortlich macht.
Dieser Roman ist ein Meisterwerk für alle Zwecke: Er befriedigt die intellektuelle Neugier ebenso wie das Bedürfnis nach Spannung und romantischer Liebe. Und das – kunstvoll ins Deutsche übersetzt von Birgit Moosmüller - auf höchstem erzählerischen Niveau.

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