Kurt Bartsch Fanny Holzbein

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Inhaltsangabe zu „Fanny Holzbein“ von Kurt Bartsch

"Der Untergang der Stadt war beschlossene Sache." Mit diesem Satz beginnt der Roman Fanny Holzbein, der Roman über ein Mädchen, das eigentlich Fanny Salbei heißt, und der vom März 1945 bis Winter 1947 in Berlin spielt. An Fannys Seite ihre Freundin Charlotte - etwas älter als sie - eine treue Seele, der einzige Mensch, den sie noch hat. Und vier Jungen aus der Nachbarschaft, Spielgefährten von einst, die zu Kindersoldaten geworden sind, die wild entschlossen das verteidigen, was Ehre und Treue ihnen gebietet: das Vaterland, die Mädchen, die Illusion.§§Mit einer poetisch verdichteten Härte und einem fast filmischen Erinnerungsvermögen erzählt Kurt Bartsch in einer Mischung aus rasantem Tempo und retardierender Langsamkeit Geschichten über Ereignisse aus den letzten Tagen des Krieges und der Zeit danach, die sich taghell in ihn eingebrannt haben: Ein großartiger Überlebensroman über eine verlorene Generation, die das Lieben nicht verlernen will.

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  • Rezension zu "Fanny Holzbein" von Kurt Bartsch

    Fanny Holzbein

    PrinzessinMurks

    08. March 2010 um 22:12

    Ein Buch, dass ich mir wegen des Covers gekauft habe - und wegen des dazu in seltsamer Beziehung stehenden Titels. Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch hält, was die Gestaltung verspricht. *** Sprachlich ausgefeilt wird die Geschichte von Fanny erzählt - im fast besiegten Berlin. Die Figuren sind liebevoll ausgearbeitet. Jede von ihnen mit Geschichte und Gesicht. Selbst die kleinste Nebenfigur hat Profil. Mal lakonisch, mal erotisch, mal sachlich, mal emotionsgeladen, mal mit schnellen Schnitten, mal endlos ins Detail gehend. Ein Buch, das man gelesen haben darf. Trotz des Themas, das es zu "einem von vielen" macht, ist das Buch berührend einzigartig. Trotz des Krieges schön, trotz der Trauer glücklich. - Die Ästhetik eines wunderschönen Mädchens mit weggebombtem Bein, einer federleichten Tänzerin zwischen Tod und Blut.

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  • Rezension zu "Fanny Holzbein" von Kurt Bartsch

    Fanny Holzbein

    Simone Keil

    20. November 2009 um 13:44

    Das ist eins der Bücher, das man erst wieder weglegt, wenn man es zu Ende gelesen hat. Kurt Bartsch erzählt eine berührende Geschichte, ohne rührselig zu werden. Die Schreibweise wechselt von klaren, knappen Beschreibungen zu poetischen Bildern, von rasantem Tempo zu verdichteter Langsamkeit. Ein wirklich großartiger Roman, bewegend und fantastisch geschrieben. Absolut empfehlenswert.

  • Rezension zu "Fanny Holzbein" von Kurt Bartsch

    Fanny Holzbein

    Maggi

    14. September 2009 um 00:39

    Ein erschütterndes Buch über das Kriegsende in der Reichshauptstadt Berlin und die Zeit danach. Die 13-jährige Fanny und ihre Herzensfreundin Charlotte schlagen sich mehr oder weniger allein durch das zerstörte Berlin und erleben die täglichen Grausamkeiten dieser Zeit. Die Alltäglichkeit des Leids, der Verzweiflung, des Mordes, der Vergewaltigung, des Hungers. In einer äußerst fähigen Sprache, in knappen, schnörkellosen Sätzen berichtet Kurt Bartsch von dieser brutalen Zeit, in der es jedem Einzelnen nur noch ums nackte Überleben ging. Er berichtet von Fliegerarlarm, der Ernüchterung der Menschen und davon, wie man sich das wenige Schöne erhalten möchte, ja muss. Fanny und Charlotte, die Jahre zu früh erwachsen sein mussten, eh nicht mehr wie Kinder denken können - zu viel gesehen, zu viel gehört, zu viel erlebt, zu viel ertragen - flüchten sich in eine erotisch angehauchte Freundschaft. Sie trösten sich, trocknen sich die Tränen, sind immer füreinander da. Die Erotik hat teils sehr irritierend auf mich gewirkt, ist jedoch im Text weder unverständlich, noch unmoralisch dargestellt. Zwei Kind-Frauen, die eng zusammen halten und allen Widrigkeiten trotzen und sich Gutes tun wollen, für einen kurzen Moment vergessen, was um sie herum geschieht. Ein Buch das mit Sicherheit nicht schön genannt werden kann, aber gerade deswegen diese Zeit so gut und realistisch wieder gibt. Ein Buch das bewegt, erschüttert, Ein Buch das nachklingt!

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