Kurt Bracharz Der zweitbeste Koch

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Inhaltsangabe zu „Der zweitbeste Koch“ von Kurt Bracharz

Hunger ist bekanntlich der beste Koch. Der zweitbeste ist ein Chinese namens Wang Li. Das glaubt zumindest der Wiener Gourmetkritiker Xaver Ypp, weshalb er auch sehr verärgert ist, als es plötzlich heißt, Wang Li habe das Land verlassen. Und Ypp hat noch mehr Probleme: Sein Chef hält ihn schon lange für zu konservativ und drückt ihm zu allem Überfluss noch die Ausbildung eines pubertierenden Geschmacksgenies aufs Auge. Schlechte Karten für Ypp, der bald auch noch Opfer eines Überfalls wird: Als er die Probe eines ungewöhnlichen Stückchens Fleisch aus Wang Lis ehemaligem Restaurant untersuchen lassen will, beginnt die Angelegenheit vom Kuriosen ins Kriminelle abzugleiten und nimmt dabei immer rasanter Schussfahrt auf.
Nach seinen kultigen Erfolgskrimis in den 90er Jahren hat Kurt Bracharz sich mit seinem neuen Krimi viel Zeit gelassen - doch das Warten hat sich definitiv gelohnt: angenehm pikant, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Nervenkitzel und in typisch amerikanischer Krimimanier: hartgesotten.

Alles in allem ein anspruchsvoller Krimi der etwas anderen Art, der sehr unterhaltsam umgesetzt und nicht nur etwas für Gourmets ist.

— Bellexr

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  • Rezension zu "Der zweitbeste Koch" von Kurt Bracharz

    Der zweitbeste Koch

    traumwald

    14. January 2011 um 17:25

    DR. Ska heißt mit vollem Namen Ettore Italo Scarmigliato und seine Lieblingsmusik ist .....? Richtig, SKA! Er ist Chef der Redaktion "Lukull". Franz Knihomol ist ein sozial unauffälliger Spiegeltrinker und ist natürlich der Weinexperte in der Redaktion. Ante Zupan, ein Kenner der kulinarischen osteuropäischen Küche und - auch der Hauptprotagonist dieser verrückten Story: Xaver Ypp. Er betitelt seine Freunde und sich als HUSAREN die nicht als Volontäre, sondern direkt beim Herausgeber des "Lukulls" eingestiegen sind. Das sind sie: die drei gefürchtetsten Krieger und Gourmet-Kritiker aus Wien. :: In "Der zweitbeste Koch" geht es um eine höchst skurrile Geschichte, bei der der Leser schnell merkt, dass es sich nicht um einen typischen Kriminalroman handelt, wie man es eigentlich vermutet hätte. Mit purer Selbstironie prüft der ICH Erzähler Ypp die fernöstlichen Köstlichkeiten auf Herz und Nieren. An seiner Seite der unerfahrene Jungspund Quentin, der noch in die Kunst der kulinarischen Gerichte eingewiesen werden muss, um zum Feinschmecker zu werden. Nach einem Besuch im "Shanghai 1938" geschieht etwas, womit Xaver wohl nie gerechnet hätte. Jemand hat es auf seine Probe mit diesem einen undefinierbaren Stück Fleisch abgesehen und den armen Xaver, während seines Heimwegs kurzerhand überfallen. Der Journalist Ypp war wie von Sinnen! Was wird das wohl für ein pikantes Stück Fleisch gewesen sein? :: Meine Meinung: Ich bin keine Koryphäe der lukullischen Küche, aber das ist nicht der Grund warum mir dieser Roman nicht vollends zugesagt hat. Einzig und allein haben mir die originell schrulligen Charaktere gefallen, die mich hin und wieder zum Schmunzeln brachten. Der Plot war gut durchdacht und hätte durchaus das Potenzial gehabt, ein richtig guter Krimi zu werden. Der Krimi-Anteil war jedoch sehr dürftig. Amüsiert haben mich die Rückblenden aus Xavers Vergangenheit, aber das ist eben nicht alles. Ein pikant schrullenhafter Krimi, der keiner ist! :: Ich nehme es wie Johann Wolfgang von Goethe: >>Ironie ist das Körnchen Salz, dass das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht.<< :: Fazit: Ein Krimi der anderen Art! Wer den Wiener Humor mag, wird sich mit diesem Roman von Kurt Bracharz sehr gut unterhalten fühlen. Das Nordlicht sagt: "Ja dis is a Wiener Schmäh!" :: 2 Sterne von 5 Sterne . Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars geht mein Dank an den HAYMON Verlag.

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  • Rezension zu "Der zweitbeste Koch" von Kurt Bracharz

    Der zweitbeste Koch

    Klusi

    27. December 2010 um 22:46

    Wenn man davon ausgeht, dass Hunger der beste Koch ist, dann ist der Chinese Wang Li bestimmt der Zweitbeste. Dies ist jedenfalls die Meinung des Ich-Erzählers Xaver Ypp. Der in die Jahre gekommene Gourmetkritiker einer Feinschmeckerzeitschrift in Wien ist Spezialist, was asiatisches Essen angeht. Als er erfährt, dass Wang Li angeblich das Land verlassen haben soll, wird er misstrauisch und zieht sogar ein Verbrechen in Betracht. Nach einem Besuch des Restaurants, in dem Wang bisher gekocht hat, wird Ypp auf dem Heimweg überfallen, und wie sich herausstellt, haben die Angreifer lediglich an einer kleinen Fleischprobe Interesse, welche der Gastrokritiker bei sich hatte. Zu allem Überfluss muss er sich nebenbei um einen jugendlichen Praktikanten kümmern, der ein absolutes Geschmacksgenie ist. Durch ihn lernt Ypp die attraktive Eurasierin Zoe kennen, die eine etwas fragwürdige Rolle bei einer Tierschutzaktion spielt. Als dann auch noch ganz unverhofft sein Bruder mit ihm Kontakt aufnimmt, der beim Geheimdienst arbeitet, wird die Sache spannend, und Xaver entwickelt kriminalistisches Gespür. Ypp hält so ziemlich alles für möglich und schließt selbst Kanibalismus nicht aus. Kurt Bracharz tischt seinen Lesern eine unterhaltsame und kurzweilige Story auf, die neben spannenden Krimi-Elementen auch noch allerlei Kurioses zu bieten hat. Sein Protagonist Xaver Ypp erzählt gerade heraus und frisch von der Leber weg, gewürzt mit einer klugen Portion bissiger Ironie und deftigem Humor. Seine Ausführungen über die Feinschmeckerszene muten zum Teil sehr grotesk an. Er bringt faszinierende und manchmal schockierende Tatsachen zur Sprache und vermittelt so eine Bildung ganz anderer Art. Dabei geht er häufig ins Extrem und bewegt sich hart an der Ekel-Grenze. Manche der angesprochenen „kulinarischen Genüsse“ wirken unvorstellbar, aber bei näherer Betrachtung erweisen sie sich durchaus als real. Einige Ausführungen des Autors, die mir bisher völlig fremd waren, habe ich mit Hilfe diverser Nachschlagewerke und Suchmaschinen recherchiert und immer festgestellt, dass es sie wirklich gibt. Dieser Roman ist kein klassischer Krimi, er lässt sich schwer einordnen und schon gar nicht in eine Genre-Schublade stopfen. Viele verschiedene Handlungs-Elemente verschmelzen gekonnt zu einer spannenden und kurzweiligen Lektüre, bei der man sich im wahrsten Sinn des Wortes „köstlich“ amüsieren kann.

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  • Rezension zu "Der zweitbeste Koch" von Kurt Bracharz

    Der zweitbeste Koch

    Tialda

    22. December 2010 um 14:34

    x Autor: Kurt Bracharz x (Original-) Titel: Der zweitbeste Koch x Genre: Kriminalroman x Erscheinungsdatum: 09. September 2010 x 180 Seiten x Haymon Verlag x ISBN: 385218634X x Der erste Satz: Der Herausgeber hatte eine Überraschung angekündigt und die ängstlicheren Redakteure vermuteten, dass es sich um ihre Kündigung handeln könnte, aber ich dachte mir, dass einem solche Überraschungen eher unter vier Augen bereitet würden als in einer Versammlung aller Schreiber, die für das Magazin „Lukull“ arbeiteten. Klappentext: „Und Sie wollen hier eines dieser Restaurants wie in Kanada aufziehen, wo der Gast gefragt wird, ob er die Speisekarte braucht oder ob er gleich von der Roten Liste bestellen will?“ Kurt Bracharz erhitzt wieder die Gemüter der Krimileser – und das mit ordentlich scharfen Zutaten. Worum geht es? Xaver Ypp ist Wiener Gourmetkritiker des Magazins „Lukull“ und hat ganz deutlich einen Lieblingskoch – Wang Li. Deshalb ist er umso geknickter, als er erfährt, dass Wang Li angeblich das Land verlassen hat. Als er im gleichen Restaurant in seinem Essen ein Stückchen Fleisch findet, das er nicht identifizieren kann und dieses zur Analyse mitnimmt beginnt die Sache komisch zu werden – er wird auf dem Heimweg überfallen, seine Tasche wird geklaut und ein paar Straßen weiter wieder gefunden, allerdings ohne die Fleischprobe… Rezeption: Ich stand diesem Buch Anfangs etwas skeptisch gegenüber, da ich mir bei einem 180-Seiten-Werk nicht vorstellen konnte, dass darin eine gute Geschichte stehen kann. Aber nachdem ich anfing zu lesen, wurde ich erst einmal eines besseren belehrt. Ich mag die Art in der Kurt Bracharz schreibt, da sich immer wieder österreichische Ausdrücke im Buch finden lassen und er mit einem gewissen Humor schreibt, der mir sehr gefällt. Wie z.B. hier: „Ich fürchte ich muss aufbrechen. Hab noch zu tun. Du weißt ja, ich bin eine Nachteule.“ Wusste ich eigentlich nicht. Als er noch mein kleiner Bruder war, hatte ich ihn eher für einen Kuckuck in unserem Nest gehalten. Außerdem liest sich der Text fast wie von selbst, so flüssig wie er geschrieben ist und recherchiert wurde auch sehr gut. Man lernt auf diesen wenigen Seiten so einiges über Asien und darüber, was es für außergewöhnliche Gerichte gibt. Was mich allerdings sehr enttäuscht hat, war das Ende. Die ganze Geschichte baut sich eigentlich richtig toll auf und teilweise schimmert durch, dass das Stückchen Fleisch Menschenfleisch sein könnte – aber diese abgefahrene Idee wird leider nicht aufgenommen… Schade. Da hätte man echt eine tolle Geschichte draus spinnen können – gut schreiben kann der Autor nämlich. Fazit: Vielversprechender und richtig gut geschriebener Roman, dessen Potential leider nicht ganz ausgeschöpft wurde.

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  • Rezension zu "Der zweitbeste Koch" von Kurt Bracharz

    Der zweitbeste Koch

    pudelmuetze

    22. November 2010 um 17:37

    Meine Meinung: Es geht ja um einen verschwundenen Koch, den zweitbesten der Welt, das ist zumindest die Meinung von Xaver Ypp einen Gourmetkritiker und er wird unfreiwillig mit in die Sache hineingezogen. Wie genau, das verrate ich euch natürlich nicht. Das Buch ist selbst so geschrieben das ich es nur schwer aus der Hand legen konnte, ich habe es wirklich überall wo ich nur konnte in die Hand genommen, ich wollte einfach wissen wie es weiter geht. Das passiert mir momentan nicht allzu oft mit Büchern, viele sind zwar gut, aber nicht so gut das ich es nicht mehr aus der Hand legen mag und immer drauf schiele wann ich endlich ein paar Minuten habe und weiter lesen zu dürfen. Einen Minuspunkt habe ich aber leider doch. Am Anfang kam ich erst nicht so richtig rein. Mein Fazit: Aller Anfang ist schwer, aber hier mit Suchtfaktor gepaart sobald man erst mal drin ist ;)

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  • Rezension zu "Der zweitbeste Koch" von Kurt Bracharz

    Der zweitbeste Koch

    sarahsbuecherwelt

    14. November 2010 um 09:53

    Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, war mir der Autor dieses Werkes nicht bekannt. Auch wenn ich in meiner Lese-Laufbahn schon unzählige Kriminalromane gelesen habe, war von diesem recht bekannten Autoren noch nichts dabei. Der Klappentext ließ jedoch auf ein kulinarisches Erlebnis schließen. Als gelernte Gastronomin erfreue ich mich stets über solch kulinarische Highlights. Der Einstieg in diesen Krimi empfand ich als gewöhnungsbedürftig. Erwartet man doch von den ersten Seiten an in das Verbrechen involviert zu werden. In diesem Fall wird der Leser ausführlich mit dem Protagonisten Xaver Ypp bekannt gemacht. Dieser Charakter ist ein älterer Herr, der für eine Zeitung den Gastronomie-Teil schreibt. Zudem durfte ich als Leser seine Kollegen und den angehenden Nachwuchs-Star Quentin kennenlernen. Dieser soll von Xaver angelernt werden. Das geht natürlich am Besten in einem Gourmet-Tempel. Vor Ort stellt Xaver das abrupte Verschwinden des zweitbesten Kochs fest. Die Vermutungen von Xaver gehen von der Ermordung bis zum Kanibalismus. An dieser Stelle ging ich davon aus, dass ich nun endlich in den spannenden Verwicklungen über die Aufdeckung von Wang Li angekommen war. Die Ernüchterung folgte umgehend. Zwar befasst sich das Buch nach und nach mit der Aufklärung, beinhaltet jedoch zum größten Teil den kulinarischen Aspekt. Ich durfte Einblicke in Rätsel der hohen Mathematik erhalte, bekam die ungewöhnlichsten Speisekreationen vorgelegt und wurde mit Drogenerlebnissen, tödlichen Lebensmitteln und verdächtigen Käfigen im Zoo konfrontiert. Andere Krimis konzentrieren sich auf Spannung, hier befasst sich der Autor mit sehr ungewöhnlichen Nebensträngen. Diese sind in meinen Augen allerdings total unterhaltsam. Zwischenzeitlich war ich der kulinarischen Seite so fasziniert, dass ich ganz vergessen habe, dass es sich um einen Krimi handelt. Ich konnte etwas über die kulinarischen Eigenheiten in der fernöstlichen Küche erleben, die ich so nie erfahren hätte. Durch kleinere Überfälle, einen Bruder beim Geheimdienst oder den Tod seiner Frau, versucht Kurt Bracharz immer wieder daran zu erinnern, dass es eigentlich ein Kriminalroman ist. Zum Schluss wird dieser Aspekt immer deutlicher in den Vordergrund gestellt. Der Schluss näherte sich und wurde ruckartig und überraschend eingeleitet. Mit einer solchen Wendung hätte ich nur teilweise gerechnet. Dieser Höhepunkt voller Spannung dauerte nur kurz an, um danach wieder der kulinarischen Unterhaltung zu weichen. Der Autor schreibt nicht nur bildhaft, sondern herrlich erfrischend. Der Lesefluss wird an keinem Punkt unterbrochen oder gestört. Nachdem ich die anfänglichen Schwierigkeiten mit den Namen überwunden hat, empfand ich den Stil nur noch angenehm. Ich konnte mich in die verschiedenen Situation, Charaktere und Emotionen gut hineinversetzen und war nach den ersten Seiten bis zum Schluss gefesselt. Auch wenn ich persönlich dieses Buch nicht als eigentlichen Krimi bezeichnen würde, sondern eher kulinarische Unterhaltung mit Krimi-Einwurf, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ich habe diese Geschichte an einem Tag durchgelesen. Empfehlen kann ich dieses skurrile Werk jedem, der sich für die fernöstliche Küche interessiert. Diese wird in dieser Lektüre deutlich aufs Korn genommen. Leser sollten sich vor dem Kauf jedoch bewusst machen, dass der Kiminal-Anteil jedoch höchstens 20 Seiten in Anspruch nimmt und auf eine recht gewöhnungsbedürftige Art und Weise zum Ende kommt. ===Bewertung=== Mich hat „Der zweitbeste Koch“ königlich amüsiert, auch wenn ich enttäuscht war, dass es nicht wirklich in die Kategorie Kriminalroman fällt. Das Buch ist authentisch, lustig und voller unerwarteter Einfälle und Wendungen. Von mir bekommt das „kulinarische“ Krimi-Highlight vier Sterne. Abzug gibt es für die irreführende Einteilung.

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  • Rezension zu "Der zweitbeste Koch" von Kurt Bracharz

    Der zweitbeste Koch

    Buechersuechtig

    04. November 2010 um 10:14

    Die Geschichte... Hunger ist der beste Koch. Doch der zweitbeste Koch, das ist Wang Li - ein Spitzenkoch, der bereits 1 Monat verschwunden ist. Der Wiener Gourmetkritiker Xaver Ypp vom Magazin "Lukull" vermisst den Koch sehr, doch Xaver hat bald andere Sorgen. Bei einem Restaurantbesuch mit dem Grünschnabel Quentin (einem Genie in Sachen Gaumenfreuden, der ihm vom Chef aufs Auge gedrückt wurde) bekommt Xaver Fleisch zu kosten, das er nicht zuzuordnen weiß und so nimmt er eine Probe, die ihm kurz darauf entwendet wird. Was bzw. wer steckt hinter der ganzen Sache? Meine Meinung: Eigentlich habe ich mich auf einen Wiener Kriminalroman gefreut, doch es sollte anders kommen. Einen Krimi kann man "Der zweitbeste Koch" beim besten Willen nicht bezeichnen. Dennoch hat mich dieser Roman von Kurt Bracharz bestens unterhalten. Herrlich selbstironisch und mit einem Augenzwinkern nimmt Hauptfigur und Ich-Erzähler Xaver Ypp die Gastronomie und speziell die chinesische Küche aufs Korn. Als Restaurantkritiker beim Gourmentmagazin "Lukull" soll Xaver den Teenager Quentin in die Genüsse von Feinschmeckerlokalen einführen und bei einem Besuch des Chinarestaurants "Shanghai 1938" passiert es: Xaver bekommt ein Gericht mit einer undefinierbaren Fleischsorte vorgesetzt, nimmt eine Probe dieser und wird auf dem Heimweg überfallen. Was hat es mit der Fleischprobe auf sich? Und wo ist Wang Li, der Koch des Shanghai 1938 abgeblieben? Diese und andere Fragen lösen sich im Laufe der Handlung in Wohlgefallen auf... Protagonist Xaver Ypp (was für ein Name lol) ist sowohl eigenbrötlerisch und eigenwillig als auch ein alter Hase im Gourmetgeschäft und so schnell macht ihm keiner was vor. Dementsprechend begeistert ist der Reporter um die 60 natürlich, als ihm ein junger Hupfer namens Quentin vorgesetzt wird. Quentin spielt aber nur eine untergeordnete Rolle, ebenso wie die hübsche Studentin Zoe, die sie zu einem Essen begleitet oder Xavers Bruder Rudolf. Die Charaktere sind außergewöhnlich, schrullig, sehr originell und passen sich der Handlung wunderbar an. Als Österreicherin muss man den Handlungsort Wien einfach mögen, ebenso wie die eingestreuten Redewendungen und Begriffe im Dialekt. Und hier gibts, extra für euch, ein kulinarisches Wörterbuch auf Wienerisch. Ihr werds euch zerwuzeln... Und auch wenn "Der zweitbeste Koch" kein Krimi ist, so habe ich mich beim Lesen sehr amüsiert, dazu tragen auch die Rückblenden und interessante Antekdoten aus Xavers bewegter Vergangenheit bei. Außerdem werden dem Leser immer wieder obsukure Speisen aus der Asia-Küche serviert, die manchmal bis an die Grenze des guten Geschmacks gehen! Manchmal hat der Handlungsverlauf kleine Hänger und Xaver verliert langfristig sein eigentliches Ziel (die Fleischprobe und Wang Li) aus den Augen, aber die bizarre Geschichte und seine reizvolle Umsetzung wiegen wieder einiges auf. Der Schreibstil ist skurril und schrullig, ganz so wie die Hauptperson. Dazu passen auch der Titel und das schön gestaltete Cover. FAZIT: Bis auf die Tatsache, dass "Der zweitbeste Koch" vom Kriminalroman weit entfernt ist und mit einigen unnötigen Szenarien aufwartet, habe ich mich mit dem Wiener Schmäh köstlich unterhalten gefühlt. Für diesen lukullischen Ausflug in die asiatische Küche vergebe ich 4 (von 5) Punkte.

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  • Rezension zu "Der zweitbeste Koch" von Kurt Bracharz

    Der zweitbeste Koch

    Bellexr

    31. October 2010 um 18:41

    Lukullische Spannung . Der Wiener Gourmetkritiker Xaver Ypp rätselt. Wo ist der zweitbeste Koch der Welt geblieben? In seinem chinesischen Lieblingsrestaurant „Shanghai 1938“ ist Koch Wang-Li spurlos verschwunden und angeblich weiß niemand etwas über dessen Verbleib. Allerdings essen Chinesen ja bekanntlich so ziemlich alles und so hegt Xaver einen Verdacht, zumal er in seinem Gericht ein Stück Fleisch entdeckt, dessen Geschmack er so gar nicht kennt. Neugierig geworden packt er das verdächtige Stück in einem Zippbeutel. Als er auf dem Heimweg ist, wird er überfallen und seine Tasche gestohlen. Als sie kurz darauf wiedergefunden wird, ist der Tascheninhalt komplett, bis auf den Zippbeutel. Xavers Befürchtung scheint sich zu erhärten. . Herrlich erfrischend und mit einem guten Schuss Humor und Selbstironie lässt Kurt Bracharz seinen Protagonisten Xaver Ypp den Krimi selbst erzählen. Und da Xaver Ypp ein Gourmetkritiker ist und sich somit sein Leben zum größten Teil um neue, ausgefallene Gerichte dreht, erhält man auch noch einen hervorragenden Einblick in die asiatische Esskultur. Wobei es einem bei den einen oder anderen Zutaten schon ein wenig der Magen umdreht. Aber selbst Xaver gibt zu, dass bei so einigen Gerichten auch seine Schmerzgrenze erreicht wird. . Man kann jetzt nicht behaupten, dass der Krimi äußerst spannend ist, dies scheint aber auch gar nicht unbedingt das Ziel des Autors gewesen zu sein. Vielmehr mutet die Story ein wenig skurril an, ist sehr unterhaltsam und vor allem komplex angelegt. So entwickelt sich der Fall zum Schluss vollkommen anders als anfangs gedacht. Zwar kommt die Auflösung dann doch etwas plötzlich, ist jedoch logisch umgesetzt. . Seinen Protagonisten beschreibt der Autor hervorragend: Ein wenig eigenwillig, selbstkritisch und sturköpfig. So wird einem der ältere Herr fast augenblicklich sympathisch. Und auch die weiteren Personen sind recht eigenwillige Persönlichkeiten, die auch bei der Kürze des Krimis ausreichend und facettenreich beschrieben sind. . Alles in allem ein anspruchsvoller Krimi der etwas anderen Art, der sehr unterhaltsam umgesetzt und nicht nur etwas für Gourmets ist.

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  • Rezension zu "Der zweitbeste Koch" von Kurt Bracharz

    Der zweitbeste Koch

    Solifera

    25. October 2010 um 21:21

    Der beste Koch ist wohl der Hunger und der zweitbeste ein Chinese names Wang Li-Shui. Dieser war Chefkoch im Shanghai 1938, bis er auf rätselhafte Weise verschwunden ist. Wurde er am Ende im Restaurant ermordet und aufgegessen? Kannibalismus in Wien? Warum nicht, denkt sich der Ich-Erzähler und Protagonist Xaver Ypp. Als Gourmet und Mitarbeiter beim Feinschmecker-Magazin "Lukull" kennt er so einige fragwürdige und obskure Essensgewohnheiten, gerade der chinesischen Bevölkerung. Aber dieses Rätsel ist nicht seine einzige Sorge: Es soll den pubertierenden Quentin, den Supertaster mit dem phänomenalen Gedächtnis für Gerüche und Geschmackseindrücke, einen Lehrgang in Sachen ebenfalls zum Gourmet ausbilden. Und dann gibt es da noch Quentins Freundin Zoe, die bei einer Tierrechtsorganisation ist. Ein ungewöhnlicher Plot, der ohne Leichen und menschliches Blutvergießen auskommt. Ein ungewöhnlicher „Ermittler“, der den Fall nebenbei löst und dem Leser so einige Obskuritäten aus der Küche präsentiert, die man vielleicht lieber nicht probieren möchte. Krimi einmal anders, warum nicht? In jedem Fall lesenswert!

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  • Rezension zu "Der zweitbeste Koch" von Kurt Bracharz

    Der zweitbeste Koch

    kleinfriedelchen

    21. October 2010 um 16:25

    Xaver Ypp, Gourmetkritiker und Journalist für ein Feinschmecker-Magazin, ist nicht gerade begeistert, als er einen pubertierenden Burger- und Pommesliebhaber zum neuen Superkritiker ausbilden soll, weil dieser keinen Geschmack vergisst, den er je kennengelernt hat. Doch der Anweisung vom Chefredakteur kann sich Xaver leider nicht verweigern und führt den Teenie daher in die besten Restaurants der Stadt. Als er dabei auf ein Stückchen Fleisch trifft, dessen Geschmack nicht einmal das Geschmacksgenie erkennt, beginnt der eigenartige Kriminalfall. Xaver nimmt eine Probe zwecks Untersuchung mit, die ihm jedoch kurz darauf gestohlen wird. Was hat ihm die Restaurantküche da bloß auf den Teller getan? Und was hat das alles mit dem Verschwinden des Kochs Wang Li zu tun, dem zweitbesten Koch der Welt? Was anfangs wie ein kulinarischer Krimi wirkte, schlug irgendwann im Laufe des Buches in etwas anderes um. Plötzlich tauchen mächtige Milliardäre und eine Tierschutzorganisation in der Stadt auf, die dem Verlauf des Buches eine ganz andere Richtung geben als ursprünglich angenommen. Als richtigen Krimi würde ich das Buch allerdings eh nicht bezeichnen. Der eigentliche Inhalt der Geschichte scheint nämlich die chinesische Küche zu sein, in der ja bekanntlich alles gegessen wird, was kreucht und fleucht. So macht der Autor mit dem Leser einen amüsant makaberen Ausflug in die kulinarischen Abartigkeiten fremder Kulturen. Und das passt auch wunderbar zum kuriosen Fall, der doch schließlich mit einem kleinen Stückchen Fleisch startet. Leider war das Rätsel um dieses nicht sonderlich geheimnisvoll, wenn man vorher den kurzen Satz auf der Rückseite des Buchumschlages gelesen hat. So konnte man sich als Leser schon vieles denken. Doch das nahm dem Buch nichts vom Lesevergnügen, denn es unterhält den Leser nicht vordergründig mit dem Kriminalfall. Das Ende hat mir den Eindruck vom Buch dann doch etwas getrübt. Ich finde es immer sehr schade, wenn ein bis dato gutes Buch durch ein eher schwaches Ende runtergerissen wird. So ging es mir hier leider auch: die Auflösung des Krimifalls hatte letztendlich kaum noch etwas mit dem Fleischstückchen zu tun und es kam mir irgendwie banal vor, zu simpel, das Ganze wirkte konstruiert und erzwungen. Abgesehen davon bietet das Buch aber gute ungewöhnliche Unterhaltung für Feinschmecker und für Liebhaber unblutiger Spannungsgeschichten.

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  • Rezension zu "Der zweitbeste Koch" von Kurt Bracharz

    Der zweitbeste Koch

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. October 2010 um 19:45

    Wer auf ganz besondere Speisen steht, dem wird auf den 177 Seiten dieses Buches sicher ordentlich das Wasser im Mund zusammen laufen. Kurt Bracharz zeigt hier gekonnt, dass man keinen Thriller braucht, in dem einem das Blut um die Ohren spritzt und man nur so über Leichen stolpert um den den Leser richtig gut zu unterhalten und an das Buch zu fesseln. Auch wenn dies ein eher unkonventioneller Krimi ist, denn es gibt theoretisch weder einen Mord, noch einen Ermittler, so gibt das Verschwinden des ‚zweitbesten Kochs‘ in Wien dem ein oder anderen doch ein Rätsel auf. Es gibt also nicht mal wirklich einen Fall, bis auf das Verschwinden des Kochs, über das sich aber auch recht wenige so ihre Gedanken machen, bis dann plötzlich der Gourmetkritiker Xaver Ypp die Vermutung hegt, dass der Koch Opfer des Kannibalismus wurde und er soeben unglücklicherweise ein Teil von ihm zwischen seinen Zähnen hatte. Als er sich ein Stück des Fleisches in die Taschen steckt um dieses überprüfen zu lassen, wird er auch noch überfallen, und seine Tasche samt dem Fleischstück wird ihm entwendet. Und plötzlich überschlagen sich die Merkwürdigkeiten. Zuallererst hat mich bei diesem Buch das Cover angesprochen. Schon bevor ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich mir nur: "Hoffentlich gefällt mir auch der Inhalt." Das knallige Gelb mischt mein dunkles, düsteres Krimi/Thriller Regal sicher etwas auf und als Panda-Fan konnte ich dem niedlichen Bild auf dem Cover auch kaum widerstehen. Ich habe noch nie einen Krimi in der Hand gehabt, der so gut mit Nebensächlichem unterhalten hat, wie dieser. Der eigentliche ‚Kriminalfall‘ steht ziemlich weit im Hintergrund und wird nur auf zufällige Art und Weise gelöst, viel mehr im Vordergrund steht dagegen vor allem das Essen. So lernt man hier beim Lesen so einiges über die ungewöhnlichsten Speisen der Welt und auch Dinge wie die Mathematik (es wird ein interessantes Rätsel beschrieben) und die Architektur in Wien. Besonders über das „Zhongguo – Reich der Mitte“ erfährt man hier einiges. Der Schreibstil ist super und man benötigt keine große Spannung um am Buch zu bleiben, man fließt geradezu dahin und liest und liest und merkt dann plötzlich erst am Ende, dass es sich nicht nur um eine Erzählung über das Essen und die Architektur in Wien handelt, sondern auch noch einen Kriminalfall. Die verschiedenen Charaktere wurden kurz und völlig ausreichend für die 177 Seiten beschrieben. Nur auf den Ich-Erzähler Xaver wird etwas weiter eingegangen, in dem man nach und nach etwas aus seinem Leben und seiner Vergangenheit erfährt. Alle Personen wurden so beschrieben, dass man sich als Leser leicht und schnell eine reale Person darunter vorstellen kann. Alles in allem wird man mit diesem Buch wunderbar unterhalten und liest hat hiermit einen ganz besonderen Krimi, der auf eine sehr unkonventionelle Art und Weise gelöst wird.

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  • Rezension zu "Der zweitbeste Koch" von Kurt Bracharz

    Der zweitbeste Koch

    Sternenstaubfee

    16. October 2010 um 20:37

    Der beste Koch ist der Hunger, der zweitbeste Koch ist der Chinese Wang Li. Und genau der ist plötzlich verschwunden. Der Gourmet-Journalist Xaver Ypp ist darüber sehr verwundert. Und noch eine Überraschung steht ihm bevor: sein Bruder Rudolf taucht plötzlich wieder auf. Der arbeitet beim Geheimdienst... Haben die beiden Fälle miteinander zu tun? Dieser Kriminalroman ist wohl einer der wenigen, der auch ohne Leiche auskommt. Einen Mord sucht man hier vergebens, aber dafür bekommt der Leser allerhand Rätsel und Merkwürdigkeiten vor die Nase gesetzt. Der Krimi ist eher von der ruhigen Sorte, dafür anspruchsvoll, und er stimmt nachdenklich. Mir hat dieser Roman sehr gefallen; ich würde ohne Bedenken weitere Bücher von Kurt Bracharz lesen.

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  • Rezension zu "Der zweitbeste Koch" von Kurt Bracharz

    Der zweitbeste Koch

    sab-mz

    16. October 2010 um 15:22

    Der zweitbeste Koch,wer ist der erstbeste???Damit fängt alles an.Der beste Koch ist der Hunger. Xaver Ypp ist Gourmetkritiker für ein österreichisches Gourmetmagazin. Aber er ist nicht nur das,sondern auch in diesem Fall ein pfiffiger Privatdetektiv.Verwickelt in sehr spannende Fälle. Kurt Bracharz hat einen sehr "scharfen" Krimi geschrieben,der den Leser bis zur letzten Sekunde fesselt,wie es auch ein tolles Gericht kann. Da taucht Zoe auf,die gar nicht Xoe heisst,dann der zweitbeste Koch,der verschwindet.Ein Geheimdienstler,der der lange vermisste Bruder des Xaver ist.Rundum ein Gericht mit vielen scharfen Zutaten,pikant abgeschmeckt und sehr gut bekömmlich,wenn man die "schärferen" Krimis mag. Ich hoffe,dass es bald wieder einen Krimi dieses Autors gibt,diesen konnte ich kaum weglegen

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