Kurt Drawert Prag ist eine Erfindung Kafkas

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Inhaltsangabe zu „Prag ist eine Erfindung Kafkas“ von Kurt Drawert

Dieser Band versammelt Essays und Rezensionen, Nachrufe und Kommentare von Kurt Drawert aus den Jahren 1990-2014. Zusammen genommen zeigen sie nicht nur den weit gespannten Horizont eines der wichtigsten zeitgenössischen deutschsprachigen Autoren, sie erzählen auch ein Stück der Literaturgeschichte des ausgehenden 20. Jahrhunderts in Deutschland. Im Zentrum stehen Besprechungen zu Prosa und Lyrik, mit einem besonderen Augenmerk auf die Entwicklungen in
der deutschsprachigen Lyrik. Es finden sich Texte zu Oskar Loerke und Peter Huchel, zu Sarah Kirsch und Adolf Endler, Fritz J. Raddatz, Michael Krüger bis hin zu Gerhard Falkner und Ulf Stolterfoht, den Werken Cees Nootebooms und Tomas Tranströmers. Die große Welle der Furore machenden jungen Dichter aus dem Umfeld der Anthologien 'Lyrik von Jetzt I' (und II) nach 2000 hat Drawert nicht nur als Rezensent
und Leser, sondern auch als langjähriges Mitglied der Jury des Léonce-und-Lena Preises, dem bedeutendsten Lyrikpreis Deutschlands für junge Dichter, begleitet. Ihnen ist ein eigener
Schwerpunkt im Buch gewidmet. Würdigungen von u.a. Siegfried Unseld, Karl Krolow, Heinz
Czechowski und Günter Kunert runden den Band ab.

“Zarte Paradoxie (.) Drawerts Fragen sind grundsätzlicher Natur.” Volker Hage, DER SPIEGEL

“Im Geschwätz-Meer des alltäglichen Kulturbetriebs eine Insel für alle Kunst-Seligen, die noch Freude haben am Nachsinnen über das Geheimnis der Wörter.” Fritz J. Raddatz, DIE WELT

Kurt Drawert (*1956) lebt als freier Schriftsteller und Leiter der Textwerkstatt in Darmstadt. Er wuchs in Borgsdorf und Hohen Neuendorf bei Berlin sowie ab 1967 in Dresden auf. Von 1982 bis 1985 studierte er am Leipziger Literaturinstitut. Zahlreiche Auslandsreisen, u. a. nach Australien, Brasilien und Russland. Zu seinen Auszeichnungen gehören u.a. der Léonce und Lena Preis, der Uwe Johnson Preis, der Ingeborg Bachmann Preis, der Rainer Malkowski Preis, die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung und der Werner Bergengruen Preis. Zahlreiche Stipendien, darunter für die Villa Massimo in Rom, die Villa Decius in Krakau und das New York Stipendium des Deutschen Literaturfonds. Zuletzt erschienen: 'Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte. Roman' (2008), 'Idylle, rückwärts. Gesammelte Gedichte' (2011) und 'Schreiben. Vom Leben der Texte' (2012) im CH Beck Verlag.
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