Kurt E. Becker widmet sich in seinem Buch einer fast vergessenen, aber heute relevanteren denn je Persönlichkeit: Max Himmelheber (1904–2000). Der Erfinder der Spanplatte war weit mehr als nur ein erfolgreicher Unternehmer. Er war Jagdflieger, Philosoph, Publizist und vor allem ein Pionier der Kreislaufwirtschaft, noch bevor es diesen Begriff überhaupt gab. Becker zeichnet das Bild eines Mannes nach, der Technik und Natur nicht als Gegensätze sah, sondern sein Handeln auf ein ethisch-philosophisches Fundament stellte – die „Ökosophie“.:
Dieses Buch ist kein klassisches Sachbuch und auch keine reine Biografie, sondern ein tiefgründiger Essay in einer wunderbar luziden Sprache. Es hat mich fasziniert, wie aktuell Himmelhebers Denken bereits in den 70er-Jahren war – besonders das im Buch behandelte „Bussauer Manifest“ wirkt heute fast prophetisch.
Himmelheber wird hier als „Archetyp des modernen Menschen“ vorgestellt: Ein Unternehmer, der Verantwortung für Ressourcen übernahm, den Fortschritt skeptisch hinterfragte und am Ende sein Imperium sogar seinen Mitarbeitern schenkte. Becker gelingt es hervorragend, die geistige Tiefe dieses Mannes aus der Vergessenheit zu holen.:
Ein absolutes Muss für alle, die sich für Nachhaltigkeit, Wirtschaftsethik und Philosophie interessieren. Das Buch regt dazu an, den Begriff „Fortschritt“ neu zu definieren und zeigt, dass eine Umkehr zu einer achtsameren Lebensweise möglich ist. Ein inspirierendes Porträt eines echten Wegbereiters!
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