Kurt Flasch

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Das philosophische Denken im Mittelalter

Das philosophische Denken im Mittelalter

 (3)
Erschienen am 01.03.2011
Nicolaus Cusanus

Nicolaus Cusanus

 (2)
Erschienen am 19.09.2007
Der Teufel und seine Engel

Der Teufel und seine Engel

 (2)
Erschienen am 12.01.2016
Einladung, Dante zu lesen

Einladung, Dante zu lesen

 (1)
Erschienen am 23.04.2015

Neue Rezensionen zu Kurt Flasch

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Rezension zu "Der Teufel und seine Engel" von Kurt Flasch

Vielfach Interessant und weitgehend spannend zu lesen
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Vielfach Interessant und weitgehend spannend zu lesen

Das Kurt Flasch mit einem gewissen „trockenen“ Humor an die Figur des Satan, Beelzeebub, Teufel herangeht, das zeigt im Ansatz bereits der Untertitel, „Eine neue Biographie“. Und, im Wortspiel, dann wiederum ist doch der wissenschaftliche Ernst dahinter erkennbar, denn es ist tatsächlich eine umfassende Biographie dieser „gefallenen“ Engelsgestalt und deren Geschichte durch die Zeiten hindurch.

Eine Geschichte, die aufs Engste, in Nähe und Distanz, in Angst und moderner Nicht-Beachtung des Teufels mit der menschlichen Kultur verbunden ist, im Westen wie im Osten, im Abendland wie im Morgenland (wo der Teufel, wie so vieles Grundsätzliche der Welt-Religionen, seine Herkunft findet).

Allerdings,, schon das eine interessante Information, nicht in den Anfängen der Bibel, sondern erst späterhin, in den apokalyptischen Überlieferungen des Neuen Testamentes ganz deutlich, vorher „angedacht“ in späteren Schriften und Auslegungen der jüdischen Überlieferung.

Auch wenn Lucifer oder Satan hier und da bereits Erwähnung finden mag, dieser „Verführer“, dieses „bösartige Dämon“, dieser „Weltenvernichter“ und „Seelenverderber“, der entfaltet seine eigentliche, bedrohliche, schreckliche, furchteinflößende Seite als Gegenteil alles „Guten und Edlen“ wohl tatsächlich erst im „dunklen Mittelalter“, in der Fortführung der neutestamentlich begründeten Tradition des „Gegenspielers Gottes“.

„Im älteren Judentum und im Islam blieb seine Selbstständigkeit beschränkt Christen waren es, die ihn erhoben zum mächtigen Gegenspieler Gottes. Er war im neuen Testament der Hauptfeind ihres Gottes, aber war ihm verdammt ähnlich“. So kam Satan auch als „Engel des Lichtes“, wie Paulus beschreibt. Die „Unähnlichkeit“ zwischen dem „Lichtwesen Gott“ und dem gehörten „Dämon“ Teufel, dies hat sich im Kern im Lauf vieler Jahrhunderte immer mehr entfaltet und ausgeprägt. Eine Entwicklungsgeschichte, der Kurt Flasch systematisch und philosophisch nachgeht, für die er Quellen und Brüche, Veränderungen und die allmähliche verblassende Macht des Teufels in der Moderne nach der Aufklärung nachvollzieht.

Mit einem Schwerpunkt natürlich auf der „Hoch-Zeit“ dieser bedrängenden Figur im Mittelalter bis in die frühe Neuzeit hinein. Wobei aber auch die Literatur (allen voran der „Faust“) nicht zu kurz kommt.

„Besessenheit und Hexerei waren die sichtbarsten Wirkungen Satans, beileibe nicht die einzigen. Er drohte und ängstigte, er gab auch zu denken. Wer war er? Wie stark konnte er werden?“.

Basierend auf der Deutung des Origines vom „gefallenen Engel“, der seitdem auf Rache gegen Gott sind und um Seelen ringt, vollzieht sich eine Machtgeschichte, eine Angstgeschichte sondergleichen, in der Satan als massives Druckmittel der Angst die „Hauptrolle“ zugesprochen bekommen wird.

„Jeder, sei es Mensch oder reiner Geist, werde zum Satan, wenn er sich gegen die Tugenden entscheidet“. Womit die ständige Gefährdung des Menschen bereits früh gesetzt wird und im weiteren Verlauf der Geschichte nur mehr und mehr eine differenzierte, abstoßende, „leibhaftige“ Gestalt in der religiösen Kulturgeschichte erhält.

Das bis in die Gegenwart hinein theologisch Gott und Teufel eng gedacht werden (was im Alltagsglauben kaum mehr eine breite, gewichtige Rolle spielt), führt für Flasch letztendlich zur einzig logischen Folgerung: Gott und Teufel zusammen erst ergeben das Bild des „Herren der Welt“ und „vermutlich muss Gott fahren lassen, wer Satan wirklich loswerden will“.

Eine steile These, die nicht unbedingt geteilt werden muss, ein sachgerechtes Werk, dass die „Sache mit Satan“ differenziert und fundiert vor die Augen des Lesers führt, wenn auch in Teilen doch sehr theoretisch und abstrakt manchen literarischen Darlegungen und kulturgeschichtlichen Vorstellungen nachgehend.

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Rezension zu "Der Teufel und seine Engel" von Kurt Flasch

'Wieso ist er interessant, auch wenn er gar nicht existiert?'
sabatayn76vor 3 Jahren

Inhalt:
Kurt Flasch erzählt in seinem Buch 'Der Teufel und seine Engel' von den Namen und der Herkunft des Teufels, vom Teufel in der Philosophie, im Alten und im Neuen Testament, vom Wandel der Vorstellung von Teufel und Hölle über die Jahrhunderte hinweg, vom Hexenhammer und der Inquisition sowie vom Verlust der Bedeutung und der Macht des Teufels in der Neuzeit.

Mein Eindruck:
Ich bin Atheistin, interessiere mich aber schon seit jeher für verschiedene Religionen und damit auch für den Glaube an den Teufel.

Ich empfand das Buch als sehr lehrreich und detailliert, jedoch als wenig unterhaltsam geschrieben. Kurt Flaschs Schreibstil ist sachlich, nüchtern und meiner Meinung nach oft ein bisschen trocken, so dass ich die Lektüre weniger fesselnd fand als erwartet. Vielleicht hatte ich die falschen Vorstellungen vom Buch, denn ich habe auf eine stärkere Gewichtung auf Legenden oder den Teufel in der Literatur gehofft. Somit hat mir auch der Abschnitt über Goethes Faust am besten gefallen. Die Mehrheit des Buches befasst sich mit der Erwähnung des Teufels im Alten und Neuen Testament und in philosophischen Abhandlungen, was ich zwar teilweise spannend, aber insgesamt viel zu detailliert und theoretisch fand.

Mein Resümee:
Das Buch kann viel Wissen vermitteln, ist aber sehr sachlich und nüchtern geschrieben, wodurch es weniger unterhaltsam als gehofft ist. Aus diesem Grunde eignet es sich meiner Meinung nach weniger gut für interessierte Laien (wie mich), sondern eher für diejenigen, die bereits eine theologische oder philosophische Vorbildung haben oder sich besonders für Theologie und Philosophie interessieren.

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Camposolensiss avatar

Rezension zu "Nikolaus von Kues in seiner Zeit" von Kurt Flasch

Rezension zu "Nikolaus von Kues in seiner Zeit" von Kurt Flasch
Camposolensisvor 11 Jahren

Der Essay vermittelt einen guten Eindruck von der Entwicklung der philosophischen Vorstellungen und Lehren von Cusanus. Als Lebensbeschreibung eher lückenhaft und unspektakulär.

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