Kurt Krömer

 4,4 Sterne bei 378 Bewertungen

Lebenslauf

Kurt Krömer, geboren 1974 in Berlin (bürgerlich: Alexander Bojcan), ist einer der bekanntesten deutschen Komiker, Schauspieler und Autoren. Für seine TV-Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis. Seine Kultsendung „Chez Krömer“ erreichte ein Millionenpublikum und gilt als eines der mutigsten TV-Formate der letzten Jahre.Auch als Autor und Hörbuchsprecher begeistert Kurt Krömer:Sein autobiografisches Buch „Du darfst nicht alles glauben, was du denkst“, in dem er offen über seine Depression spricht, war über ein Jahr lang in den Top 20 der SPIEGEL-Bestsellerliste vertreten. Die von ihm selbst eingelesene Hörbuchausgabe, erschienen bei argon, zählt zu den meistgehörten des Landes und wurde mit einer Platin-Schallplatte für über 200.000 verkaufte Exemplare ausgezeichnet.Neben seinen Bühnenauftritten und TV-Projekten ist Kurt Krömer auch Host des Podcasts „Feelings“, der regelmäßig die Top-Positionen der Podcast-Charts belegt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Kurt Krömer

Cover des Buches Heute stimmt alles (ISBN: B08TX3RXYH)

Heute stimmt alles

(3)
Erschienen am 26.01.2021
Cover des Buches Na du alte Kackbratze (ISBN: B003D0HYVM)

Na du alte Kackbratze

(1)
Erschienen am 18.03.2010

Neue Rezensionen zu Kurt Krömer

Krömer mal ganz ernst

Alexander Bojcan alias Kurt Krömer führt jahrelang ein Leben, von dem er denkt es sei normal. Die Hochs und Tiefs, das viele (zer-)denken. Die tiefe Traurigkeit. Die Überforderung mit seinen Kindern.  Angst, Alkohol, Therapie. Und dann die Diagnose: schwere Depression. Es folgt die Klinik, wieder Angst, und nochmal Klinik und dann kann Kurt wieder am Leben teilhaben.

Kurt Krömer kennen wir als Spaßvogel. Von Bühnen, aus dem TV. Immer einen lockeren Spruch parat. Dahinter steckt ein Mann, der seine Depression überhaupt nicht erkennt. Er  denkt er sei schlecht drauf, er kriegt das ein oder andere nicht hin. Bis es immer schlimmer wird. Irgendwann ist Schluss und Kurt muss handeln.

In seinem Buch "Du darfst nicht alles glauben, was du denkst" verarbeitet Kurt Krömer das Erlebte. Er lässt uns ein Stück in sein Leben blicken und möchte aufklären. Denn die Depression hat sein Leben lange bestimmt. Dabei gibt es ihn noch, den kritischen Kurt, den lustigen Kurt und Alexander, den Familienvater, der eigentlich nur alles richtig machen will mit seinen Kindern.

Und obwohl ich selten Sachbücher lese und noch seltener Bücher von Prominenten, Kurts Buch wollte ich lesen, denn es macht Mut, es baut Ängste ab und des klärt auf - und das nicht nur über die Privatperson Bojcan, sondern über eine Krankheit, die allgegenwärtig ist. 

Kurzum: Lesenswert.


Cover des Buches Du darfst nicht alles glauben, was du denkst (ISBN: 9783462005226)
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Rezension zu "Du darfst nicht alles glauben, was du denkst" von Kurt Krömer

crazy_bookgirl
Jahreshighlight

6⭐️


Als junger depressiver Mensch, hat mich dieses Buch zu tiefst berührt. An einigen Stellen hat es mich zum Nachdenken an anderen zum Weinen und an wieder anderen zum schmunzeln gebracht. 


Kurt Krömer hat es geschafft, seine Geschichte mit so viel Gefühl, Tiefe und vor allem Ehrlichkeit zu verpacken, wie ich es selten erlebt habe. Dabei hat er es geschafft einen so fühlen zu lassen, als würde man gerade ein Audio von einem guten Freund anhören- ohne irgendwas zu beschönigen, aber trotzdem Hoffnungsschenkend. 


Eine ganz große Empfehlung und definitiv ein Jahreshighlight.

Manchmal ist die Welt...

... schwarz und weiß und die Welt verliert ihre Farben. Zumindest scheint es so, wenn die Depression zuschlägt und die eigene Wahrnehmung so sehr verfälscht, dass die niedergeschlagene und verzweifelte Innenweilt sich auf das Außen überträgt.

Kurt Krömer, einer der bekanntesten Komiker Deutschlands, nutzt seine Stimme und erzählt seine eigene Geschichte: Sein Kampf raus einer jahrelangen Depression über eine verzweifelte Ärzteodyssee bis hin zur ersehnten Heilung. Im Vordergrund steht dabei sein Wunsch, sich nicht länger zu verstecken und Mut zu machen, gegen die Dämonen dieser tiefgreifenden Krankheit zu kämpfen.

Tief beeindruckt hat mich seine Ehrlichkeit und sein Mut, seine verletzliche Seite zu zeigen und von weniger glanzvollen Auftritten als denen auf der Bühne zu berichten. Er beginnt mit seiner Alkoholsucht und seinem Entzug, der Therapie danach und der anschließenden Erkenntnis, dass eine Depression seinen Blick verschleiert. Schnell ist er bereit, auch gegen diese Krankheit zu kämpfen, will gesund werden und für seine vier Kinder, die er allein erzieht, der Vater sein, den er ihnen wünscht.

Seine Schilderungen eines anstrengenden und entbehrungsreichen Alltags vollgepackt mit privaten und beruflichen Verpflichtungen und Terminen dürften vielen bekannt vorkommen und ebenso der Wunsch, sich manchmal einfach nur zu verkriechen und Ruhe zu haben. Wenn dieses aber zum Dauerzustand wird und die kleinsten alltäglichen Aufgaben zum fast unüberwindbaren Hindernis werden, sollten Alarmglocken schrillen. Sich diesem zu stellen und sich Hilfe zu suchen, ist Teil einer großen Stärke und einmal mehr habe ich verstanden, dass dieses eben genau das ist: Eigene innere Stärke, die Stolz auf sich hervorrufen darf und ein erster Schritt auf dem richtigen Weg ist.

Trotz der tiefen Täler, durch die Krömer gegangen ist, war seine Kunst immer ein Ventil. Eine kurze Möglichkeit, alles – auch die Depression – hinter sich zu lassen und den Moment des kreativen Aktes zu (er)leben und genießen. Er ist in der Hinsicht privilegiert, wie er selbst erklärt, auch wenn die Depression nach dem Auftritt sofort wieder zugeschlagen hat.

Er hat es geschafft: Nach Klinikaufenthalten, die ihn haben loslassen lassen und die ihn aus den Tälern geholt haben ebenso wie seine Therapiesitzungen, kann er sein Leben wieder genießen, nimmt die Farben und Nuancen einer bunten Welt wieder wahr.

Vielen Dank für diese ehrliche und mutige Schilderung, für das Gefühl, dass so viele erleben dürfen, mit ihrer Krankheit und der Suche nach Hilfe nicht allein zu sein. Für den Zuspruch, sich eben diese zu holen, sich Gleichgesinnten zu öffnen und anzuvertrauen und das Brechen eines Tabus, dass es leider immer noch ist!

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