Kurt Krömer , Tankred Lerch Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 17 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 3 Rezensionen
(2)
(9)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will“ von Kurt Krömer

Kennen Sie dieses Gefühl von schwebender Unwirklichkeit zwischen Aufwachen und Augenaufschlagen? Man wacht auf und hat das Gefühl, dass man irgendwo in Usbekistan in einem klimatisierten Container in einem Militärcamp auf einem Flughafen aufgewacht ist und nach dem Frühstück nach Afghanistan fliegen wird? Dann lacht man kurz, denkt sich: Was bist du für ein Schwachkopf! Und dann schlägt man die Augen auf, um zu sehen, dass man irgendwo in Usbekistan in einem klimatisierten Container in einem Militärcamp auf einem Flughafen aufgewacht ist und nach dem Frühstück nach Afghanistan fliegen wird! Und genau dort ist Kurt Krömer auf Einladung der dort stationierten Bundeswehrsoldaten gewesen, in einer der gefährlichsten Krisenregionen der Welt. Später folgte noch eine zweite Reise nach Kabul, um das Leben der Einwohner dieser geschundenen Stadt kennenzulernen. Zusammen mit Tankred Lerch hat Kurt Krömer einen ganz unerwarteten, atemberaubenden Reisebericht über Afghanistan geschrieben, der weit über das Bild hinausgeht, das wir aus den Medien gewohnt sind.

Ausgerechnet Kurt Krömer? Gerade Kurt Krömer! Berührend und nachdenklich. Gelungen.

— MiSS_SPEECHLESS
MiSS_SPEECHLESS

Stöbern in Sachbuch

Homo Deus

Der Autor spannt einen Rahmen von der Vergangenheit bis in die Zukunft. Sein Menschenbild ist gewöhnungsbedürftig.

mabuerele

Hygge! Das neue Wohnglück

Ein inspirierendes Buch, mit vielen Tipps, Interviews, und noch mehr Bildern, die das skandinavische Wohlfühlflair wiederspiegeln

Kinderbuchkiste

Spring in eine Pfütze

Ich muss sagen, ich war positiv überrascht und freue mich nun jeden Tag auf eine neue & kreative Aufgabe.

NeySceatcher

Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss

Kurzweilige, aber amüsante Lektüre über das Leben mit einem Kleinkind - auf jeden Fall lesenswert.

miah

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

Wut ist ein Geschenk

Tolles Buch

Pat82

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Gut gemeint - mehr leider nicht

    Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will
    rkuehne

    rkuehne

    08. December 2015 um 22:18

    Ich bin nicht so der Sachbuch-Leser, ziehe den Roman vor und auch Krömers Afghanistan-Bericht hab ich nur gelesen, weil ich ihn geschenkt bekommen hab. Was passiert, wenn ein Komiker in ein Kriegsgebiet fährt und danach plötzlich über Weltpolitik schreibt. Es geht schief. Krömer ist zwar oft sehr ernst, verlässt aber dennoch seine Rolle nicht und trotz aller Versuche mit Warmherzigkeit und Menschlichkeit, die er definitiv zeigt, gelingt ihm der Spagat nicht. Kurzum, es gibt mit Sicherheit dutzende bessere Bücher über die Lage und die Menschen in Afghanistan. Dennoch gibt Krömer dem Land und den Afghanen ein Gesicht, eines, was ich ohne sein Buch vielleicht nicht verinnerlicht hätte und somit verpufft sein Ansinnen auch nicht ganz im Leeren. Kurzum, es wäre viel mehr drin gewesen, aber die Absicht und das Buch alleine, sind auch schon ein mutiger, wichtiger Schritt. Eine Weiterempfehlung ist das nicht, aber wer das Buch eh im Regal stehen hat, kann ruhig mal einen Blick rein und raus aus seiner Komfortzone werfen.

    Mehr
  • Ein Ausflug, der mir (leider) nicht im Gedächtnis bleiben wird

    Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will
    Caillean79

    Caillean79

    30. March 2014 um 18:11

    Kennen Sie das, wenn man sich lange drauf freut, ein bestimmtes Buch zu lesen, weil der Titel so anders klingt und der Klappentext so interessant? Mir ging es mit diesem Buch so. Und dann hält man das Buch endlich in der Hand und denkt – was, so dünn??? Nun ja, 176 Seiten muss ja nicht „wenig“ sein – es kommt ja auf den Inhalt an. Aber wenn der sich dann auch noch zu einem – aus meiner Sicht übergebührenden – Teil auf den Werdegang des Autors konzentriert, ist man doch ein wenig enttäuscht. Also ich war jedenfalls ein wenig enttäuscht. Ich hatte mir mehr erhofft, von dem „Ausflug nach wohin eigentlich keiner will“. Sicherlich, es war interessant zu erfahren wie es in den Bundeswehrlagern Mazar el Sharif und Kabul zugeht. Es waren dabei eher die Details, die mich verblüfft haben, aber leider nicht der Reisebericht als solches. Schade. Ich hatte ein wenig das Gefühl, so ganz ist Kurt Krömer eben doch nicht in seinem Element, wenn er nicht Witze reißen kann… Dass das bei so einem Thema nicht geht, ist ihm klar und deshalb hat er sich auch zurückgehalten. Gute Entscheidung. Man merkt dem Buch auch grundsätzlich an, dass die beiden hier beschriebenen Reisen (einmal auf Einladung der Bundeswehr und einmal ins "zivile" Kabul) dem Autor nahe ging. Und trotzdem sprang der Funke bei mir eben nicht über. Im Gedächtnis bleiben wird mir das Buch sicherlich nicht. Schade eigentlich. Noch kurz etwas zu den Fotos im Buch: Vielleicht liegt das am Druck oder am Papier oder daran, dass alles „nur“ schwarz-weiß ist… aber die sehen irgendwie sehr unprofessionell aus. Oder ist das Absicht? Dafür, dass die Reisegruppe auf den zwei Reisen nach Kabul jeweils Profi-Fotografen dabei hatte, war ich auch hier vom Ergebnis enttäuscht.

    Mehr
  • Ein lustiger Mensch mal ganz ernst.

    Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will
    fraeuleinbuecherwald

    fraeuleinbuecherwald

    08. March 2014 um 14:32

    Zu Besuch in Afghanistan.  Dort wohin eigentlich keiner will. Krömer schon. Auch wenn er sich nichtwirklich ein Bild davon machen kann, was ihn erwarten wird. Aber wer kann das schon. Aber von vorne: Der bekannte Berliner Comedian und Satiriker Kurt Krömerbekommt eine Anfrage von der Bundeswehr. Truppenbespaßung in Afghanistan. Kann man ja mal machen, denkt Krömer, der zwischenzeitlich sogar mal untergetaucht war, um nicht verpflichtet werden zu können und fliegt mit einem Kamerateam, einem Journalisten der ZEIT und seiner Managerin nach Afghanistan. Und nach dieser ersten Reise sogar einige Zeit später noch ein zweites Mal auf eigene Faust. Ich hatte zugegebenermaßen etwas Respekt vor diesem Buch. Auf der einen Seite, weil ich dachte, es würde ein Werbebuch für die Bundeswehr und den deutschen Militäreinsatz werden. Auf der anderen Seite, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass Krömer wirklich ein differenziertes Buch über so ein sensibles Thema schreiben kann. Bei allen Auftritten, die ich bisher von ihm gesehen habe, bestand sein Comedy- Programm stets darin, das Publikum zu beleidigen. Wahlweise seine Gäste in der Sendung. Lustig ist zwar oft gut, aber bei diesem Thema konnte ich mir einfach nicht vorstellen, ob lustig funktionieren würde. Lange Rede, kurzer Sinn: das Buch hat mich wirklich überrascht! Es ist sachlich, mit einer Prise Humor, sehr ehrlich und deutlich. Ich hatte nicht das Gefühl, dass überdramatisiert oder beschönigt wird. Allerdings bekommt man auch keine besonders interessanten Informationen, die abseits der Nachrichten wandeln. Reines Google- Wissen gepaart mit persönlichen Erfahrungen lassen in diesem Fall aber durchaus ein gutes Buch entstehen! Dies ist kein Enthüllungswerk – diesen Anspruch verfolgt Krömer aber auch nicht. Politische Positionierung ist hier kein Thema, lediglich das persönliche Interesse lässt ihn dieses Land bereisen. Und das ist in dem Buch „Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will“ kurzweilig und interessant dargestellt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ein Buch, dass es sich lohnt zu lesen, aber keines, das das Rad neu erfindet. Schön sind auch die Einschübe aus der Reportage des mitgereisten ZEIT-Redakteurs, der die Dinge nochmal erfrischend anders zu berichten weiß und als Außenstehender auch mal Krömers Verhalten beschreibt – ebenso wie umgekehrt übrigens. Das lässt das Buch auf jeden Fall aufleben und unterstreicht die persönlichen Erfahrungen und ganz subjektiven Eindrücke der beiden. Und von meiner Seite auf jeden Fall Hochachtung an Krömer, der mit unglaublicher Gelassenheit diese Reise antritt. Die Eier dazu muss man erstmal haben.

    Mehr