Kurt Kusenberg Zwist unter Zauberern

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Inhaltsangabe zu „Zwist unter Zauberern“ von Kurt Kusenberg

Kurt Kusenberg verkörpert den Typus des magischen Erzählers, der mit seinen Geschichten das Phantastische aus dem Alltäglichen hervorzaubert. Er ist ein herausragender Meister der -kleinen Form-, den es wiederzuentdecken gilt.

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  • Mit Magie und Phantasie

    Zwist unter Zauberern

    Sabine17

    01. March 2014 um 23:07

    Das Buch enthält Erzählungen, die Kurt Kusenberg ziwschen 1940 und 1983 verfasst hat. Die Erzählungen bewegen sich im phantastischen/magischen Bereich und sind alle sehr kunstvoll von Kusenberg in wohlgewählte Worte gefasst worden. Einige der Geschichten haben mich tatsächlich verzaubert. Andere ließen mich allerdings etwas irritiert zurück. Man merkt beim Leser, dass Kusenberg auch Lektor und Kunstkenner ist. Eine Rezension zu schreiben, fiel mir nicht leicht, denn ich konnte schlecht in Worte fassen, wie ich das Buch erlebt habe. Eines ist aber sicher: jede Geschichte regte mich zum Nachdenken an und meine Phantasie lief auf Hochtouren. Oft habe ich mich noch langer hinterher mit dem Sinn oder "Un"sinn der jeweiligen Erzählung beschäftigt.

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  • Rezension zu "Zwist unter Zauberern" von Kurt Kusenberg

    Zwist unter Zauberern

    parden

    08. October 2012 um 21:53

    MAGISCHE BAGATELLEN... Dieser Jubiläumsband stellt eine Auswahl der Erzählungen Kurt Kusenbergs vor, die zwischen 1940 und 1983 entstanden. Seines Zeichens Redakteur, Kritiker, Essayist, Lektor sowie Herausgeber der "rowolther monographien", schrieb Kurt Kusenberg immer wieder auch selbst. Dabei verlegte er sich auf Kurzgeschichten und meinte hierzu: "Mein Ehrgeiz war seit jeher das Konzentrat, an dem nichts mehr zu kürzen ist, es sei denn, man streicht auch es und unterlässt das Schreiben" (1970). Seine Kindheit war begleitet von Märchen, Fabeln und Erzählungen, aus deren Fundus Kusenberg bis zum Schluss schöpfte. Und so handeln auch seine Geschichten von Verzauberungen und Verwandlungen, die den Leser aus der Realität heraus in eine Traum- und Spiellandschaft treten lässt. Magische Abläufe werden kunstvoll mit der Wirklichkeit verwoben, das Phantastische aus dem Alltäglichen hervorgezaubert. Manche der Geschichten lassen subtile Zwischentöne erahnen, leise Kritik am menschlichen Verhalten oder gesellschaftlichen Entwicklungen. Vielfach jedoch scheinen die Erzählungen jedes Sinnes zu entbehren, und Kusenberg meint hierzu selbst: "Dass die Leute in meinen Erzählungen unbedingt einen Sinn finden wollen, belustigt mich sehr. Warum gerade dort? Sie finden sich damit ab, dass die Politik sinnlos betrieben wird, dass unsinnige Verordnungen erscheinen, ja, dass ihr Leben nicht viel Sinn hat. Warum sollen dann meine Geschichten Sinn haben? Vor allem: sie wollen es ja ausdrücklich nicht, sie wollen den Unsinn, weil ihr Verfasser der Ansicht ist, dass der Unsinn auf den Menschen eine heilende und erlösende Wirkung ausübt." (S. 237) An den Sprachstil muss man sich zunächst gewöhnen. Altertümlich anmutend wie z.B. bei Hermann Hesse, sind Satzkonstruktionen wie Wortwahl zunächst ungewohnt. Hat man sich aber eingelesen, sind die Geschichten durchaus gefällig zu genießen. Etwas Bosheit aber auch viel Gutmütigkeit kommen in dieser Jubiläumsanthologie zum Tragen. Das leidige Thema Alkohol, das offensichtlich ein Problem des Schriftstellers darstellte, findet ebenfalls immer wieder Einzug in die kleinen Geschichten. Dabei lässt Kusenberg aber auch ein gehöriges Maß an Selbstironie erkennen, was ihn in meinen Augen sympathisch erscheinen lässt. Einen Punkt Abzug erteile ich dem Buch aufgrund des ungemein schwülstigen Vorworts von Peter Rühmkorf. Ich kann es nicht leiden, wenn der Autor eines solchen Vorwortes anscheinend beweisen muss, mindestens so artistisch mit Worten umgehen zu können wie der Verfasser des eigentlichen Werkes. Das krampfhafte Bemühen Rühmkorfs zu demonstrieren, dass er Kusenberg literarisch in nichts nachsteht ist einfach nur anstrengend zu lesen und in meinen Augen daher auch nicht gelungen. Viel mehr Einblick in Leben und Werk des Autoren gibt Kusenberg selbst - wie immer in kurzen und knappen Worten - und ist m.E. viel stimmiger als das Vorwort. Insgesamt ein interessanter Exkurs in den Bereich der Literatur, der sich häppchenweise genossen durchaus empfehlen lässt...

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