Kurt Palka

 4.1 Sterne bei 9 Bewertungen

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Das Geheimnis der Pianistin

Das Geheimnis der Pianistin

 (9)
Erschienen am 11.11.2016

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Rezension zu "Das Geheimnis der Pianistin" von Kurt Palka

Eine fesselnde Lebensgeschichte
c-m-mondsteinvor 3 Monaten

Das Geheimnis der Pianistin ist eine fesselnde Geschichte, in der es um Verrat, Misstrauen und innere Stärke geht. Kurt Palka hat einen klaren und ansprechenden Schreibstil und schafft es sehr schnell, den Leser in seine Geschichte hineinzuziehen. Gut recherchiert zeichnet er das Bild der Pianistin und Klavierbauerin. Er schafft einen empfindsamen und doch starken Charakter und lässt die Protagonisten in den verschiedenen Zeiten sehr lebendig werden. Eine berührende Geschichte mit viel Herz für die Musik und den Klavierbau verfasst.

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Rezension zu "Das Geheimnis der Pianistin" von Kurt Palka

Eine Story über eine starke Frau....
lievke14vor 10 Monaten

Kanada in den Dreißigerjahren: Hélène Giroux ist Französin, eine begnadete Musikerin und stammt aus einer Familie von Klavierbauern. Mehr wissen die Bewohner des Örtchens Saint Homais nicht über die neue Pianistin und Chorleiterin ihrer Gemeinde. Bis die Polizei auftaucht und Hélène wegen Mordverdachts unter Hausarrest stellt….

Erzählt wird die Geschichte einer eigenwilligen Frau, die im Verlaufe ihres Lebens viele Schicksalsschläge einstecken musste, aber aufgrund ihrer Stärke immer wieder einen Weg aus dem Dilemma gefunden hat.

Die Story beginnt mit Helene’s Ankunft im kanadischen Saint Homais, wo sie sehr schnell eine Beschäftigung als Pianistin in der örtlichen Kirche erhält. Schon bald hat sich ihr außergewöhnliches Talent herumgesprochen und die Leute kommen in Scharen zu den Gottesdiensten, um ihrem Klavierspiel zu lauschen. Auch der Gemeindechor erfährt einen beträchtlichen Aufschwung, als Helene diesen als Leiterin übernimmt.

Doch schon nach kurzer Zeit ziehen dunkle Wolken auf. Helene wird des Mordes angeklagt…. Denn in Helenes Vergangenheit gibt es ein Geheimnis, das ihr nunmehr zum Verhängnis wird?

In Rückblenden erzählt Helene ihre dramatische Geschichte. Dabei begleiten wir sie als junge Klavierbauerin und Pianistin in der Vorkriegszeit und während des ersten Weltkrieges. Viele Verluste und Entbehrungen zeichnen ihr Leben. Doch sie scheut kein Wagnis und keine Anstrengungen, um ihr Leben zu meistern.

Hauptaugenmerk liegt natürlich auf Helene, eine unglaublich starke und eigenwillige Persönlichkeit. Sie verkörpert die elegante Dame von Welt als auch die robuste Frau, die sich in jeder Situation behaupten kann.

Vielfach kreuzt ihr Weg den des smarten Nathan Homewood, der sie in jungen Jahren begehrt hat. Ihrer ablehnenden Haltung zum Trotz kehrt er immer wieder in ihr Leben zurück und wirbelt dieses kräftig durcheinander.

Die vielen kleinen Nebencharaktere sind liebevoll und zum Teil etwas eigenwillig dargestellt....hervorzuheben sind insbesondere Father William, der kantige David Chandler und die herzensgute Mildred.

Ein wenig Durchhaltevermögen braucht es aber schon für dieses Büchlein. Obwohl das Leben von Helene durchaus interessant und außergewöhnlich ist, plätschert die Geschichte auf weite Strecken so vor sich hin. Grund dafür ist der sehr nüchterne Erzählstil des Autors.

Die Gerichtsverhandlung macht die Geschichte letztendlich rund und bringt Licht ins Dunkel.

Dennoch hätte ich mir einen kleinen Spannungsbogen gewünscht, der den Leser zu einem konstanten Lesen anregt.

Alles in allem ist das Buch aber durchaus lesenswert.



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Rezension zu "Das Geheimnis der Pianistin" von Kurt Palka

Das Geheimnis der Pianistin
bookblossomvor 2 Jahren

Erster Satz: Auf der letzten Strecke durch den Küstenwald standen die Bäume so dicht, dass kaum Licht hindurchdrang.
 
Kurt Palka erzählt in seinem historischen Roman die aufregende Lebensgeschichte von Hélène Giroux. Beleuchtet werden verschiedene Zeitebenen, die eine handelt von Hélènes Gegenwart in den 30er Jahren, die andere von ihrer Vergangenheit und den Ereignissen, welche sie in das kanadische Küstenörtchen Saint Homais getrieben haben. Kleines Manko im Buch ist, dass die Rückblenden nicht gekennzeichnet wurden und sich der Leser selbst einen Reim darauf machen muss, in welcher Zeit er sich gerade befindet. Hélènes fesselnder Geschichte tut dies aber keinen Abbruch. Obwohl erst gegen Ende richtige Plotspannung aufkommt, wurde es mir niemals langweilig und ich hieß jegliche Informationen, die der Autor in den Raum warf, mit Freude willkommen. Es war spannend an der Seite der Bewohner von Saint Homais um die Geheimnisse Hélènes zu rätseln. Lange tappte ich im Dunkeln, bis schließlich alle Fäden miteinander verwoben waren und am Schluss rund zusammenliefen.

Hélènes Kindheit erzählt großteils von ihrer Liebe zur Musik und dem Klavierbau. Durch die noch sehr jugendliche, aufgeweckte Protagonistin wirkte dieser Lebensabschnitt umso interessanter und bunter auf mich. Hélènes dunkelste Kapitel folgen bald darauf und handeln von Einsamkeit und Krieg und ganz besonders von den Schwierigkeiten danach. Einige Entscheidungen der Protagonistin zur damaligen Zeit konnte ich nicht nachvollziehen. Dadurch erlebte ich als Leser aber durchaus wie Verzweiflung und Geldsorgen Menschen in ausweglose Situationen katapultieren können.

Wer Glück hatte, konnte einen Blick auf sie am Flügel erhaschen. Hinten in der Kirche und beim Westportal, überall tuschelten sie miteinander, Fremde mit Fremden. "Ist sie das?", fragten sie. "Die soll einen Mann getötet haben?"
 
All die erlebten Geschehnisse formen  Hélènes Wesen und in den 30er Jahren angekommen, hat der Leser eine in sich gekehrte, vornehme Dame vor sich. Trotz ihrer Zurückhaltung wird sie von den Bürgern in Saint Homais mit offenen Armen empfangen. Einige sind ihr sehr zugeneigt, andere tuscheln hinter vorgehaltener Hand über den Neuankömmling. Insgesamt wurden die vielen Nebenfiguren gut gezeichnet und manche von ihnen schließt man sofort ins Herz. Als schließlich die Polizei in dem verschlafnen Ort auftaucht und Helene eines schlimmen Verbrechens bezichtig, muss man sich fragen, wer Helene wirklich ist und wovor sie so lange gefohlen ist.  

Kurt Palka erzählt mit eindringlichen Worten und scheut nicht vor detailierten Schilderungen. Selbst Alltagssituationen bekommen dadurch einen gewissen Glanz auferlegt. Die gesamte Erzählung begleitet eine dichte Atmosphäre, die ihre Leser in den Bann zieht und nicht mehr loslässt. Die gesamte Geschichte wird von diesem Stil getragen und zeichnet sich dadurch aus.

Der hervorragende Schreibstil und die interessante Lebensgeschichte der Protagonistin machen diesen Roman so besonders. Obwohl es keine großartige Spannung gab, wollte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Für ein Highlight fehlte es mir allerdings noch an dem Gewissen etwas.



© BookBlossom

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