Kurt Seinitz Vorsicht China!

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Inhaltsangabe zu „Vorsicht China!“ von Kurt Seinitz

Absolut aktueller Titel eines ausgewiesenen China-Experten, erweitert und durchgehend überarbeitetKurt Seinitz schildert die Entwicklungen der letzten Jahre und geht der Frage nach, ob Chinas Aufstieg zur Weltmacht tatsächlich gelingen und das Land dauerhaft diese Weltmachtsposition beibehalten kann oder ob das politische und wirtschaftliche System in eine Krise geraten wird.Das Buch ist mit interessanten Anekdoten unterfüttert und bietet sowohl einen kompetenten, informativen Einblick in die chinesischen Verhältnisse als auch eine spannende Lektüre.

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  • Rezension zu "Vorsicht China!" von Kurt Seinitz

    Vorsicht China!

    Jemand

    30. January 2007 um 15:16

    China ist ein Land der Faszination, das in seiner über 5000järhigen Geschichte bereits eine Hochkultur war, als sich in Europa noch Barbaren die Köpfe einschlugen, doch mit der Rückkehr dieser Supermacht tun sich nicht nur gewaltige Chancen sondern auch gewaltige Abgründe auf. In seinem neuen Buch fasst der Redakteur für Außenpolitik Kurt Seinitz der österreichischen Kronen Zeitung seine langjährigen Erfahrungen mit dem Reich der Mitte zusammen und versucht dabei die müden Europäer wachzurütteln, denn der schlafende Riese ist erwacht und wird in den nächsten Jahren unser aller Leben verändern. Denn das gleiche Wirtschaftswunder, das schon kleinere ostasiatische Länder, wie Japan oder Singapur zu so genannten Tigerstaaten gemacht hat, treibt nun auch China an. Vor allem die Amerikaner haben dieses Potential bereits erkannt und trotz der etwas kühlen diplomatischen Beziehungen einige sehr heikle Geschäfte mit der kommenden Supermacht abgeschlossen. So decken die Chinesen durch den Kauf von US-Schuldscheinen das wachsende Handelsbilanzdefizit der USA und sorgen dadurch für einen stabilen Dollarkurs, wodurch der Irak-Krieg erst finanziert werden kann. Doch diese geschäftliche Partnerschaft zwischen den beiden Weltmächten wird auch von Spannungen getrübt, welche vor allem aus dem gewaltigen Rohstoffhunger der beiden Nationen resultieren. Zwar versucht China einer offenen Konfrontation aus dem Weg zu gehen, doch wird diese nicht ausbleiben wenn Chinas scheinbar unstillbarer Durst nach Rohöl weiter anhält und schon bald den der USA übertrifft, wobei sich die Chinesen schon bald im nahen Osten nach geeigneten Quellen umsehen könnten. Mit dem Beginn seines wirtschaftlichen Höhenflugs und der gewaltigen Modernisierungsmaßnahmen hat China jedoch auch mit neuen Problemen zu kämpfen. So scheinen Kommunismus und Kapitalismus zunächst unvereinbar, wobei man schnell eines besseren belehrt wird. Nichtsdestoweniger ist China mit seinem gelegentlich sehr harten Einschreiten gegen Studenten und Demonstranten, einer umfangreichen Zensur der Medien und einer Regierung die sich nur aus einer Partei zusammensetzt trotz der wirtschaftlichen Erfolge alles andere als ein demokratisches Land. Die Chinesische Führung jedoch fühlt sich durch diese Tatsache in ihrem Vorgehen bestätigt, denn erfolgreich kann man auch ohne Demokratie sein. Dass der Kommunismus schon lange keine Rolle mehr in der chinesischen Wirtschaft spielt, erkennt wer einen genaueren Blick auf Parteistrukturen wirft, zwar befinden sich viele Großkonzerne in staatlicher Hand und die wirtschaftliche Expansion wird gewissermaßen staatlich gefördert, doch verhält es sich mit diesen staatlichen Konzern wie mit ihren privaten Gegenstücken. Wie manche Wirtschaftsexperten bereits prophezeiten, könnte das 21. Jahrhundert ein asiatisches Jahrhundert werden und China wird dabei den Ton angeben, doch liegt auch bereits Indien auf der Lauer, sich zu internationaler Größe aufzuschwingen. Wer sich davon überzeugen will, braucht nur einen Blick auf Städte wie Shanghai oder Hongkong zu werfen, denn die größten und eindrucksvollsten Gebäude der Welt stehen längst nicht mehr in den USA. Mit einer eigenen Filmindustrie und den weltgrößten Call-Centern, sowie einer unglaublichen Zahl an Programmierern ist Indien bestens für das digitale Zeitalter gerüstet und dabei China dicht auf den Fersen. Aufgrund der Globalisierung ist China heute gar nicht mehr soweit weg, wie wir uns denken, beinahe jeder Haushalt ist bereits voll mit elektronischen Geräten aus chinesischer Produktion und wer kennt ihn nicht, den bescheidenen Schriftzug "Made in China" der auf fast allen Billigerzeugnissen zu finden ist. Diese neue glänzende Welt der Gegensätze, die sich als einzige Weltmacht nun zu neuer Größe aufschwingt, ist es auch, die mittelfristig zu einer groben Bedrohung von Umwelt und Weltwirtschaft werden kann, denn auf was die USA kaum Rücksicht nehmen, nimmt China gar keine und noch dazu fördern die niedrigeren Löhne und sozialen Standards (wie nur eine Woche Urlaub im Jahr) die Angst vor einer chinesischen Invasion des europäischen oder amerikanischen Arbeitsmarktes. Einigen interessierten Lesern der Kronen Zeitung dürften Seinitz Ausführungen über China bereits aus seinen Kolumnen ein Begriff sein, zumal er 2005 sogar eine Reihe von Artikeln über China verfasst hat, welche man in diesem Buch auch wieder findet. Dabei vertritt er jedoch eine relativ pessimistische Haltung gegenüber dem aufstrebenden Reich der Mitte und verdeutlicht dadurch die aus Chinas Aufstieg resultierenden Probleme für das alte Europa. Fazit: "Vorsicht China!" schafft es die wichtigsten Fakten zusammenzufassen und auch auf zukünftige Entwicklungen aufmerksam zu machen, wobei der Autor die Lage häufig sehr pessimistisch beurteilt.

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