Kurt Tucholsky

 4,1 Sterne bei 572 Bewertungen
Autor von Buch der Lieder, Rheinsberg und weiteren Büchern.
Autorenbild von Kurt Tucholsky (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von Kurt Tucholsky

Kurt Tucholsky wurde am 09.01.1890 in Berlin-Moabit geboren. Seine ersten schriftstellerischen Arbeiten "Märchen" und "Vorsätze" hat er bereits im Alter von 17 Jahren in einer satirischen Beilage des "Berliner Tageblatts" anonym veröffentlicht. Anschließend hat er sein Jura Studium in Berlin und Genf aufgenommen. Diesem folgten zahlreiche politische und gesellschaftskritische Publikationen in verschiedenen Zeitungen, was ihm zu einem der wichtigsten Journalisten der Weimarer Republik machte. Zum Teil verwendete er die Pseudonyme Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel. Weiterhin hat Kurt Tucholsky als Liedtexter, Kabarettautor, Lyriker, Satiriker, Literatur- und Theaterkritiker und Romanautor gearbeitet. Insbesondere sein Engagement für die Theaterzeitschrift "Die Schaubühne", später in "Die Weltbühne" umgenannt, dauerte bis zu seinem Tod an. Am 21.12. 1935 verstarb Tucholsky in Göteborg.

Neue Bücher

Cover des Buches Rheinsberg (ISBN: 9783150114476)

Rheinsberg

Erscheint am 17.02.2023 als Gebundenes Buch bei Reclam, Philipp.
Cover des Buches Buch der Lieder (ISBN: 9783520845030)

Buch der Lieder

 (183)
Erscheint am 20.03.2023 als Gebundenes Buch bei Alfred Kröner Verlag.
Cover des Buches Rheinsberg (ISBN: 9783988287236)

Rheinsberg

Neu erschienen am 12.12.2022 als Taschenbuch bei Gröls Verlag.
Cover des Buches Gedichte (ISBN: 9783988287359)

Gedichte

Neu erschienen am 12.12.2022 als Taschenbuch bei Gröls Verlag.

Alle Bücher von Kurt Tucholsky

Cover des Buches Buch der Lieder (ISBN: 9783520845030)

Buch der Lieder

 (183)
Erscheint am 20.03.2023
Cover des Buches Rheinsberg (ISBN: 9783373003298)

Rheinsberg

 (65)
Erschienen am 01.05.2020
Cover des Buches Schloß Gripsholm / Rheinsberg (ISBN: 9783596512331)

Schloß Gripsholm / Rheinsberg

 (42)
Erschienen am 15.05.2012
Cover des Buches Schloß Gripsholm - Eine Sommergeschichte (ISBN: 9783866155145)

Schloß Gripsholm - Eine Sommergeschichte

 (28)
Erschienen am 21.07.2007
Cover des Buches Panter, Tiger & Co. (ISBN: 9783499101311)

Panter, Tiger & Co.

 (25)
Erschienen am 01.03.1976
Cover des Buches Ein Pyrenäenbuch (ISBN: 9783458349938)

Ein Pyrenäenbuch

 (9)
Erschienen am 28.05.2007
Cover des Buches Schloss Gripsholm (ISBN: 9783150206126)

Schloss Gripsholm

 (7)
Erschienen am 13.11.2020

Neue Rezensionen zu Kurt Tucholsky

Cover des Buches Schloss Gripsholm (ISBN: 9783150206126)
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Rezension zu "Schloss Gripsholm" von Kurt Tucholsky

Behäbig und zäh
Jorokavor einem Monat

Hätte ich nicht gewusst, dass der Roman von einem berühmten Autor verfasst wurde, wäre ich womöglich nicht bis zum Ende gekommen. So habe ich mich durchgekämpft, damit ich behaupten kann, auch mal ein Buch von Kurt Tucholsky gelesen zu haben.

Die Handlung ist kurz zusammengefasst: Ein Urlaub in Schweden. Beschrieben wird vor allem die Reise dorthin und der Aufenthalt. Auf den Weg machen sich der Ich-Erzähler und seine ‚Prinzessin‘, die immer mal wieder ins Plattdeutsch verfällt. Sie geben sich dem Müßiggang hin, bekommen Besuch von einem Freund und kümmern sich um ein gequältes Mädchen aus dem Kinderheim.

Die Handlung empfand ich zu großen Teilen belanglos. Die Sprache und der Umgang wirkt ziemlich aus der Zeit gefallen. Die plattdeutschen Einschübe erleichtern nicht gerade den Lesefluss. Täusche ich mich oder ich der Schreibstil behäbig und nicht besonders kunstvoll?

Vielleicht muss ich das Werk im historischen Zusammenhang betrachten, als eine kurzzeitige Flucht vor den grausigen Vorkommnissen in Deutschland? Das Werk ist erstmals Anfang der 1930iger erschienen.

Fazit: Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt.

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Cover des Buches Schloss Gripsholm (ISBN: 9783458361565)
AndreasKuecks avatar

Rezension zu "Schloss Gripsholm" von Kurt Tucholsky

Tucholskys „Lächeln einer Sommernacht“ in verführerischer Kombination mit Traxlers charmanten Illustrationen…!
AndreasKueckvor 7 Monaten

„Nun möchte ich doch aber wieder einmal die schöne Literatur pflegen. Haben Sie gar nichts? Wie wäre es denn mit einer kleinen Liebesgeschichte?“ lässt Kurt Tucholsky in einem fiktiven Briefwechsel seinen Verleger Ernst Rowohlt ihn bitten. Doch eine schnöde Liebesgeschichte wäre dem Satiriker und Gesellschaftskritiker Tucholsky zu simpel: „Dann doch lieber eine kleine Sommergeschichte.“ gibt er als Zugeständnis. Und so lässt er aus seiner Feder diese biografisch anmutende aber nie bewiesene Geschichte fließen. Es ist Sommer, und der Urlaub steht vor der Tür, den unser Ich-Erzähler Kurt mit seiner momentanen Flamme Lydia in Schweden verbringen möchte. Dort angekommen beziehen sie ihr Feriendomizil im altehrwürdigen Schloss Gripsholm, genießen die Landschaft, die Ruhe und ganz besonders einander. Ihre Sommerfrische wird aufs Angenehmste gestört als sie nacheinander Besuch erhalten. Als erstes taucht Kurts alter Kamerad und Freund Karlchen auf, nach dessen Abreise nistet sich Lydias Freundin Billie bei ihnen ein. Die malerische Umgebung und die wärmende Sonne in Kombination mit dieser Leichtigkeit des Augenblicks bleiben nicht ohne Wirkung: Während es bei Karlchens Besuch nur sehr sachte zwischen den Anwesenden knistert, entfaltet sich der erotische Zauber dieser Sommernächte bei Billies Besuch in seiner Vollendung. Dieses „Savoir-vivre“ erhält allerdings einen kleinen Dämpfer durch das Schicksal eines kleinen Mädchens, das im nahen Kinderheim lebt und unter dem Terror der sadistischen Heimleitung Frau Adriani leidet. Unvermutet träufelt nun die Realität in die Postkarten-Idylle der jungen Leute. Sie handeln: Nach Rücksprache mit der in der Schweiz lebenden Mutter des Kindes, befreien sie dieses aus der quälenden Tyrannei und begleiten es wieder nach Hause…!

Es scheint ja recht wenig zu passieren, und doch kitzelt Kurt Tucholsky aus diesem Wenigen ein Höchstmaß an Unterhaltung heraus. Seine Dialoge sind von einer intelligenten Leichtigkeit, voller Amüsement und doch mit ernsten Untertönen. Das Schloss Gripsholm in Schweden bildet für diese Erzählung die perfekte Kulisse – fremdländisch aber nicht zu exotisch, europäisch und trotzdem urwüchsig. Das alte Gemäuer hat im Laufe der Jahrhunderte sicher schon viel gesehen, viel erlebt, und somit ist ihm nichts Menschliches fremd. Was kümmern ihm da die erotischen Eskapaden einiger junger Menschen bzw. deren Shakespeare-haften Verwirrungen a là „Ein Sommernachtstraum“? Übrigens: Ich war sehr überrascht über die geschmackvolle Offenherzigkeit und darüber, wie der Autor diese Episode elegant in die Handlung einfließen lässt. Schließlich stammte die Geschichte aus dem Jahre 1931, der Spätzeit der Weimarer Republik, und die s.g. sexuelle Revolution war noch in weiter Ferne.

Mit ironischem Witz, einem kleinen Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Sympathie porträtiert Tucholsky seine Figuren aufs Vortrefflichste. So bedenkt er „Kurt“ liebevoll mit einem drögen Literaten-Charme, während er „Lydia“ – als Offenbarung des ewig Weiblichen – patent, wortgewannt, entscheidungsfreudig aber auch ein Stück weit pragmatisch erscheinen lässt. Die jeweiligen Freunde „Karlchen“ und „Billie“ bilden dabei den gegensätzlichen und gleichzeitig ergänzenden Gegenpart. Sie übernehmen die wichtige Funktion, im Zusammenspiel mit unserem Helden/ unserer Heldin, noch unbekannte Charakterzüge zu offenbaren, um so mehr von ihren Persönlichkeiten zu zeigen. Allen ist gemein, dass sie sehr großherzig einander zugewandt sind bzw. miteinander umgehen. Und diese Großherzigkeit spiegelt sich ebenso in ihrem offenen Geist wieder.

Es wirkt beinah so, als hätte es Tucholsky eine große Freude bereitet, die Figur der „Frau Adriani“ zu entwickeln und in ihr all die negativen Attribute zu vereinen, die man gemeinhin mit einem Machtmenschen verbindet. Die „Macht“ ist ihnen Lebenssinn und –zweck. Durch die „Macht“ werden sie definiert. Nehme ihnen die „Macht“, und es wird nichts übrig bleiben, da ihnen andere (menschliche) Tugenden fremd sind. Tucholsky vermeidet wohltuend, das allzu Bedrohliche dieser Figur in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr wirkt „Frau Adriani“ wie eine Karikatur, auf der man erschaudernd einen Blick wirft und sich gleichzeitig ein Lachen nicht verkneifen kann.

Wirkt die Geschichte oberflächlich eher leicht, so verbirgt sie unter dieser Leichtigkeit durchaus auch eine Ernsthaftigkeit. Sprachlich schenkt der Autor uns literarische Kabinettstückchen: So lässt er uns an fein beobachteten Erlebnissen teilhaben und frönt gekonnt-fröhlich der Formulierkunst, indem er den Berliner Dialekt mit Plattdeutsch mischt oder Begriffe eine andere Deutung gibt.

Illustrator Hans Traxler findet für seine Bilder genau den richtigen „Ton“ – vielmehr Farbton. Mit klarem Strich und schwungvollen Rundungen gelingt ihm für jede Figur eine eigene, unverwechselbare Physiognomie, die viel von deren Charakter preisgibt. Auch die erotische Komponente der Geschichte versteht er bestens mit pikanter Sinnlichkeit darzustellen.

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Cover des Buches Schloss Gripsholm (ISBN: 9783150206126)
mariameerhabas avatar

Rezension zu "Schloss Gripsholm" von Kurt Tucholsky

Grauenhafte Sprache
mariameerhabavor einem Jahr

Vielleicht, wenn ich älter bin und das Buch erneut aufschlage, werde ich die Schönheit dieses Textes verstehen und auch die Begeisterung der anderen Kritiker. Aber zum jetzigen Zeitpunkt fand ich die Sprache schlichtweg schrecklich, den Stil langweilig, die Figuren farblos, das Buch leidenschaftslos. Der Autor baut keine Atmosphäre auf, erzählt ganz wirr eine Reise und scheint immer wieder Sprünge in der Handlung zu machen, damit die Figuren irgendwo landen, das nicht richtig beschrieben wird.

Vierzig Seiten später kam es mir so vor, als hätte der Autor das Buch planlos geschrieben, irgendwie zusammengesetzt mit einem Protagonisten, der seine Freundin als Prinzessin anredet und die wiederum mit ihrem Dialekt die Dialoge verkompliziert. Es fühlte sich so an, als hätte die Handlung kein Ziel und als würde der Autor auf Zeit spielen. Ich habe es schließlich abgebrochen.

Als das Mädchen auftaucht, bekam der Text für einen winzigen Augenblick eine Kraft, die mich weiterlesen ließ. Ich habe die Angst des Mädchens deutlich gespürt, ihren Widerwillen, ihre Gebrochenheit, aber das hielt nur zwei Seiten lang, ehe sich die Geschichte wieder um die beiden Protagonisten drehte, die sich wie Affen benahmen und die ganze Handlung ins lächerliche zogen. Das war schließlich der Punkt, der dieses Buch in meinen Augen wertlos machte.

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Kurt Tucholsky wurde am 09. Januar 1890 in Berlin (Deutschland) geboren.

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