Kurt Tucholsky

 4.1 Sterne bei 538 Bewertungen
Autor von Schloss Gripsholm, Rheinsberg und weiteren Büchern.
Autorenbild von Kurt Tucholsky (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von Kurt Tucholsky

Kurt Tucholsky wurde am 09.01.1890 in Berlin-Moabit geboren. Seine ersten schriftstellerischen Arbeiten "Märchen" und "Vorsätze" hat er bereits im Alter von 17 Jahren in einer satirischen Beilage des "Berliner Tageblatts" anonym veröffentlicht. Anschließend hat er sein Jura Studium in Berlin und Genf aufgenommen. Diesem folgten zahlreiche politische und gesellschaftskritische Publikationen in verschiedenen Zeitungen, was ihm zu einem der wichtigsten Journalisten der Weimarer Republik machte. Zum Teil verwendete er die Pseudonyme Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel. Weiterhin hat Kurt Tucholsky als Liedtexter, Kabarettautor, Lyriker, Satiriker, Literatur- und Theaterkritiker und Romanautor gearbeitet. Insbesondere sein Engagement für die Theaterzeitschrift "Die Schaubühne", später in "Die Weltbühne" umgenannt, dauerte bis zu seinem Tod an. Am 21.12. 1935 verstarb Tucholsky in Göteborg.

Neue Bücher

Schloss Gripsholm

Erscheint am 13.11.2020 als Taschenbuch bei Reclam, Philipp.

Wir saßen auf der Wolke und ließen die Beine baumeln

Erscheint am 13.11.2020 als Hardcover bei Reclam, Philipp.

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Rezension zu "Schloss Gripsholm" von Kurt Tucholsky

Leicht bis seicht
Pongokatervor einem Jahr

Tucholskys bekannte Sommernovelle war von vorneherein als  leichte Sommerlektüre gedacht. Und leicht ist sie auch, manchmal aber auch seicht. Das gilt weniger für die Beziehungsgeschichte der Erwachsenen als für die hinzugefügte Kindergeschichte, die sehr aufgesetzt wirkt. Vier Sterne nur deshalb, weil Uwe Friedrichsen als Vorleser alle Tonlagen und Dialekte der Erzählung genial trifft.

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Rezension zu "Schloß Gripsholm. Eine Sommergeschichte. Mit Bildern von Hans Traxler." von Kurt Tucholsky

So unbeschwert die Zeilen, so rein die Illustration
aus-erlesenvor einem Jahr

Ab in die Sommerfrische nach Schweden! Peter und Lydia haben es sich verdient. Er Schriftsteller, Sie Sekretärin. Ihr hängt die Arbeit noch ein bisschen nach. Zu sehr spielen die Arbeitsabläufe noch in ihrem hübschen Köpfchen Pingpong. Doch das soll sich rasch ändern, sobald sie in Schweden angekommen sind. 
Schloss Gripsholm wird ihr Exil von der Welt werden. Daddy, so nennt Lydia ihren Peter liebevoll, manchmal auch Fritzchen, ist sofort angekommen. Dem Müßiggang kompromisslos nachgeben ist für ihn kein Problem. Prinzessin, auch er hat einen Spitznamen für Lydia, lässt sich leicht anstecken. 
Auffällig in dieser Abgeschiedenheit ist nur die tägliche Kolonne an Kindern, die angeführt von einer Matrone namens Frau Adriani, tagein tagaus durch die Felder exerziert. Sommerfrische kann man das nicht gerade nennen. Militärischer Drill trifft es wohl eher. Ein Mädchen reißt sich immer wieder los von dieser In-Reih-Und-Glied-Manieriertheit. Ada. Sie schluchzt so herzzerreißend, dass Lydia sich genötigt fühlt dem kleinen Mädchen auf den Zahn zu fühlen. Frau Adriani sieht sich in ihrer Generalsfigur angegriffen. Wie könne sie nur! Sie allein habe hier das Recht selbiges zu sprechen! Und so weiter. Lydia ist geschockt. Hier in dieser Idylle so drohende dunkle Wolken? 
Als Karlchen eintrifft, ist die heile Welt wieder hergestellt. Kurzfristig. Ein Schnorrer vor dem Herrn. Ein liebevoller Schnorrer, dem die Zigaretten von Anderen besser zu schmecken scheinen als die eigenen, wenn er denn welche hätte. Er passt in die kleine Gruppe wie Faust aufs Auge. 
Als dann auch noch Billie aufkreuzt, sie hat sich gerade von ihrem Freund, einem Maler, getrennt, ist das fröhliche Ringelreih der ungetrübten Ausgelassenheit komplett. Und Peter und Lydia? Was wird aus ihnen? Was wird aus ihnen, wenn der Urlaub vorüber sein wird?
Kurt Tucholsky wurde von seinem Verleger Ernst Rowohlt um eine kleine unverfängliche Liebesgeschichte regelrecht angebettelt. So was wollten die Leute lesen. Nicht immer nur bierernste politische Diskurse führen. Das Leben sei eh schon hart genug. Rowohlt kam ihm finanziell sogar ein Stück entgegen. Für Tucholsky nicht genug. Dass der Roman heute immer noch ein Renner ist, darf wohl als Zeichen dafür gelten, dass Tucholskys Forderungen nachgegeben wurde. Der Briewechsel am Anfang des Buches lässt diese Vermutung naheliegen. 
Hans Traxler, der für die Pardon und die Titanic nicht nur zeichnete, sondern sie auch mitgründete, hat seinen Zeichenstiften eine Dreißigerjahre-Kur verordnet. Keck wie die beiden Hauptakteure, mal mit blankem Busen und spitzer Nase, mal zärtlich verliebt, dann wieder in aufreizender Pose im frech geöffneten Pyjama. Schweden regte schon vor knapp einem Jahrhundert, der Roman erschien erstmals 1931, die Phantasie der Leser an und bis heuet die der Illustratoren. Traxlers Bilder geben Tucholskys Meisterwerk für Verliebte erst den richtigen Schliff. 

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H

Rezension zu "Rheinsberg" von Kurt Tucholsky

Ein kurze heitere Story über ein Paar ohne Trauschein, das sich in einem Liebesnest beschwingt!
Habichtvor 2 Jahren


Ein sehr schöner, feiner und kurz gehaltener Liebesroman mit Zeichnungen von Kurt Szafranski, der von einem glücklich turtelnden Paar ohne Trauschein erzählt, das ein paar Tage in einem Liebesnest in Rheinsberg zu Beginn der zweiten Dekade des 20. Jahrhunderts verbringt und die schönen Seiten des Lebens, wie persönliches Glück und malerische Schönheit sowie Freude an und in der Natur, erlebt, um beschwingt und heiter in den Berliner Alltag zurückzukehren, wo sie ihre heimliche Romanze frisch inspiriert und glücklich weiterführen. Übrigens ist dieses "Romanchen" Kurt Tucholskys erste literarische Veröffentlichung, die vor allem aufgrund ihrer leichten „Anrüchigkeit“ und dem gelungen Schuss Ironie bei der Leserschaft sehr gut ankam, nicht zuletzt bei der Jüngeren!


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Kurt Tucholsky wurde am 09. Januar 1890 in Berlin (Deutschland) geboren.

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