Kurt Vonnegut Der taubenblaue Drache

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Inhaltsangabe zu „Der taubenblaue Drache“ von Kurt Vonnegut

Die Gefreiten Donnini, Coleman und Kniptash sitzen mitten in den Ruinen des zerstörten Dresden und gehen ihre Lieblingsrezepte durch. »Man bräunt es etwa fünf Minuten lang von jeder Seite an, gibt Sellerie, Zwiebeln und Karotten hinzu, alles fein gehackt, und würzt nach Belieben.« Die drei sind Kriegsgefangene, zu essen gibt es nichts in diesen letzten Tagen des Krieges. Was sie nicht daran hindert, ihre Notizbücher mit Rezepten der raffiniertesten Köstlichkeiten zu füllen. Kurt Vonnegut besaß die Gabe, die Erfahrungen aus einer dunklen Zeit zu Geschichten von burlesker Komik zu verarbeiten. Aber auch dem naiven Optimismus Amerikas wusste der Kultautor ein zweideutiges Gesicht zu verpassen. Womit seine Geschichten immer auch Porträt des vergangenen Jahrhunderts sind, voller Irrsinn und Überschwang. Leidenschaftlich und witzig schreibt Kurt Vonnegut über Gott, die Liebe, Krieg und Karl Marx. Übersetzt von Harry Rowohlt. (Quelle:'E-Buch Text/01.01.2012')
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  • Rezension zu "Der taubenblaue Drache" von Kurt Vonnegut

    Der taubenblaue Drache

    SV

    27. March 2009 um 12:20

    „Aber es gibt solche Sachen. Muß es geben“ Kurt Vonnegut – er ist einer von denen, die völlig spalten, entweder man mag ihn nicht, gar nicht!, oder man will alles lesen, muß alles lesen, oder man kennt ihn nicht – was ein arger Mangel sein kann, auch wenn man nichts davon weiß. Jetzt also bisher unübersetzte „Schöne Geschichten“ (Harry Rowohlt ist der Übersetzer) – die Themen sind für Vonnegut-Leser nicht ganz ungewöhnlich: Die Bombardierung Dresdens, die er als Kriegsgefangener erlebte, ist ein wiederkehrendes Thema, sein bekanntestes Buch „Schlachthof 5“ beschäftigt sich damit, aber das läßt ihn nie los. Er ist bissig – was eine Folge der Tatsache ist, daß Vonnegut das Denken nicht lassen will – was bleibt ihm dann anderes übrig als manchmal zu beißen. Science Fiction-artiges taucht immer auf, viele Geschichten sind ein klein wenig neben der bekannten Realität, man könnts manchmal für erfunden halten, aber stimmt nicht, er liefert die Erklärung selbst und die ist gleichzeitig eine Erklärung, die beinahe für sein gesamtes Werk gilt und vielleicht sogar für allerhand anderes auch: „Aber es gibt solche Sachen. Muß es geben“

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