Schlachthof 5

von Kurt Vonnegut 
4,0 Sterne bei75 Bewertungen
Schlachthof 5
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Neue Kurzmeinungen

SandraWers avatar

Tolles Buch! Tragisch und skurril zugleich.

leseleas avatar

Ungewöhnlich, bisweilen auch unverständlich. Ein Buch, das wohl öfters gelesen werden muss, damit man ihm gerecht werden kann.

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Inhaltsangabe zu "Schlachthof 5"

Endlich in neuer Übersetzung: Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug, einer der wichtigsten Antikriegsromane der Weltliteratur und Meisterwerk der amerikanischen Postmoderne. - Billy Pilgrim hat als US-Soldat die Ardennenoffensive überlebt und als Kriegsgefangener das Bombeninferno von Dresden. Zurück in seiner Heimat fällt er aus der Zeit, er bewegt sich zwischen den verschiedenen Episoden seiner Biographie: der Hochzeitsnacht und dem Kriegsgefangenenlager, einer Nervenheilanstalt und einem ehemaligen Schlachthof in Dresden, das der Bombenhagel in eine Mondlandschaft verwandelt, einer behäbigen Existenz als Optiker und einem Zoogehege auf dem Planeten Tralfamadore, wo Billy Pilgrim als Spezies Mensch ausgestellt wird. - Was macht der Krieg mit einem Menschen? Was machen die Bilder und Erinnerungen?, fragt dieser autobiographisch gefärbte Roman, der ein Kaleidoskop des Irrsinns und des Absurden entwirft und weniger die Zerstörung einer Stadt beschreibt als die eines Menschen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455405552
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Hoffmann und Campe
Erscheinungsdatum:16.07.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.01.2005 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    SandraWers avatar
    SandraWervor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Tolles Buch! Tragisch und skurril zugleich.
    So geht das.

    Ein Buch über einen Mann, der als amerikanischer Soldat bei der Schlacht in Dresden am Ende des zweiten Weltkriegs dabei war. Die Psyche des Mannes ist davon nicht unerschüttert geblieben. So glaubt er im Kontakt mit Außerirdischen zu stehen und das ist für ihn vollkommen normal. Es finden oft Zeitsprünge im Buch statt zwischen Vergangenheit und Zukunft, der Erde und dem Planeten Tralfamadore. Die Art und Weise, wie Vonnegut schreibt hat mich sehr beeindruckt. Er bringt das zu Papier, was auch dahin gehört. So geht das.

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    leseleas avatar
    leseleavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ungewöhnlich, bisweilen auch unverständlich. Ein Buch, das wohl öfters gelesen werden muss, damit man ihm gerecht werden kann.
    „Wie das so ist.“

    Als ich vor dreiundzwanzig Jahren aus dem Zweiten Weltkrieg heimkehrte, glaubte ich, dass es mir leichtfallen würde, über die Zerstörung von Dresden zu schreiben. Ich musste ja nur berichten, was ich gesehen hatte. […] Aber damals ist mir zu Dresden nicht viel eingefallen – zumindest fehlten mit die Worte, um ein ganzes Buch daraus zu machen. Und auch heute fehlen mir die Worte, heute, wo ich ein alter Sack bin, der in seinen Erinnerungen schwelgt… (S.10)

    Diese Rezension ist als vorläufige Rezension zu sehen. Denn auch wenn die Lektüre von Kurt Vonneguts Roman Schlachthof 5 mich verwirrt zurückgelassen hat, so ist mir eine Sache doch ganz klar: Diesen Roman muss man öfters lesen, damit man ihm gerecht werden kann. Ich werde also in einigen Jahren diesen Roman wieder zur Hand nehmen und vielleicht werden meine Eindrücke und Bewertungen dann ganz andere sein. Zumindest hoffe ich, dass es mir dann leichter fällt, Worte zu diesem ungewöhnlichen Werk zu finden. Bis dahin kann ich euch leider nichts anderes anbieten als den Versuch einer ersten Besprechung.

    Schlachthof 5 ist ein autobiographischer, dabei jedoch ganz klar fiktiver Roman. Kurt Vonnegut verarbeitet hier seine Erfahrungen als Kriegsgefangener im Zweiten Weltkrieg und der Beiwohnung der Bombardierung und totalen Zerstörung Dresdens in den letzten Kriegstagen. Mithilfe der Figur des Billy Pilgrim, ebenfalls US-Soldat und damit in gewisser Weise sein Alter Ego, zugleich aber auch ein tollpatschiger Antiheld, der zum Spielball der Geschichte wird, versucht er sich dem eigenen Erlebten zu stellen.

    So weit, so bekannt. Was Schlachthof 5 nun zu so einem skurrilen, wahnwitzigen, ja besonderen Roman macht, ist die Tatsache, dass Kurt Vonnegut die autobiographische Geschichte um Elemente aus dem Bereich der Science Fiction anreichert: Denn Billy Pilgrim ist nicht nur US-Soldat, er ist zugleich ein Zeitreisender, der die vielen Momente seines Lebens in einem nicht-linearen Verlauf erlebt, und der von den Wesen des Planeten Trafalmardor entführt wurde und sich seitdem ihre Lebensphilosophie vom Gefangensein im „Bernstein dieses Augenblicks“ (S. 90) zu eigen macht. Dieses Spiel mit den verschiedenen Genres eröffnet einerseits vielfältige Räume der Interpretation (Sind die Zeitreisen nicht als Metapher für die Zerstückelung des Ichs zu betrachten, die durch die traumatische Kriegserfahrung ausgelöst wurde?), andererseits erzeugt es bei der Lektüre einen wohl eindeutig gewollten Rausch, der das Lesen erschwert: Wie Billy verliert man als Leser im Roman immer wieder die Orientierung und damit das Verständnis für das Geschriebene. Klappt man das Buch zu, braucht es beim nächsten Anlauf einiges an Zeit, um zu rekapitulieren, was man bereits erfahren hat und in welche Szene man nun aktuell geworfen wird. Das ist ungemein anstrengend, zieht die nur knapp 250 Seiten umfassende Geschichte eindeutig in die Länge und schmälerte für mich eindeutig das Lesevergnügen!

    Entschädigt wird man für diese Anstrengungen durch den ungemein intelligenten Aufbau des Romans. Die einzelnen Szenen – so unterschiedlich und fragmentiert sie auch sind – werden nämlich von Vonnegut durch ein Netz von sich wiederholenden Beschreibungen, floskelartigen Redewendungen und symbolisch aufgeladenen Gegenständen in Beziehung gesetzt. Hier gilt es, aufmerksam zu lesen, wenn möglich gemeinsam in einer Leserunde. Vonnegut gibt zwar aufgrund der metafiktionalen Reflexionen, die seinem Roman zu eigen sind ("Und so waren beide bemüht, sich und ihr Universum wieder neu zu erfinden. Science-Fiction war dabei eine große Hilfe." [S.116]), Hinweise und lenkt das Leseverständnis hin zu der ihm gewollten Deutung; doch als Leser merkt man, dass unter den oberflächlichen Zeichen eine noch tiefergehende Ebene liegt, die es zu entdecken gilt!

    Schlachthof 5 ist für mich eines der ungewöhnlichsten Bücher, die ich je gelesen habe – und bei dem ich nicht sagen kann, ob ich es schlussendlich gut oder schlecht finde. Das Lesen hat mir nicht im klassischen Sinne Spaß gemacht, sondern – im Gegenteil – mich häufig ermüdet und manchmal auch gelangweilt; gleichzeitig haben mich die Struktur und die Gedanken hinter der Geschichte sehr beeindruckt und in gewisser Weise auch ans Buch gefesselt, auch wenn sich mir viele Szenen nicht entschlossen habe. Ich bleibe also nach der Lektüre mit einem ambivalenten Gefühl zurück und kann nur schwer eine passende Leseempfehlung geben. Und daher ist Schlachthof 5 auch wieder eines der Bücher, bei dem jeder Leser letztlich sich seine eigene Meinung bilden muss! 3,5 Sterne!

    Kommentare: 3
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    NicolasDierkss avatar
    NicolasDierksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das vielleicht ungewöhnlichste Anti-Kriegs-Buch des 20. Jahrhunderts.
    Per Zeitreise durch die Schrecken des Krieges

    Ich hatte noch etwas Zeit und schlenderte durch den Buchladen. Da fiel mir Vonneguts „Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug“ in die Finger. Mit dem schwarz-weißen Coverbild sah es aus wie ein melancholisches WK II-Drama. Wie ich mich irrte.

    Zweifellos eines der ungewöhnlichsten Anti-Kriegs-Bücher überhaupt. Erzählt aus der Sicht des US-amerikanischen Kriegsgefangenen Billy Pilgrim, der die Bombadierung Dresdens erlebte – wie Vonnegut selbst es wirklich tat. Aber Vonnegut erzählt nicht chronologisch. Er zerhackt die Geschichte in einen Cluster von Zeitfragmenten. Diese Zerstückelung ist ein Symptom: Die Reaktion Billy Pilgrims auf das erlebte Grauen, wie ein eingeschlagenes Spiegelbild.

    Seine innere Zersplitterung erklärt sich Billy Pilgrim als sprunghafte Zeitreisen. Diese Fähigkeit gehe zurück auf die Entführung durch absurde Außerirdische, die Trefadorianer. Sie leben in der vierten Dimension und haben über die Menschheit herausgefunden, dass tatsächlich fünf Geschlechter nötig sind, um ein Kind zu zeugen.

    Die Lebensschnipsel und Phantasien Billy Pilgrims hat Vonnegut meisterhaft verwoben und an den Übergängen zu grotesken Situationen verdichtet. Ein Beispiel: 1965 liegt Billy Pilgrim mit seiner Verlobten im Bett. Es ist eine laue Mondnacht und sie hat soeben den gemeinsamen Sohn empfangen. Billy geht ins Badezimmer und stolpert, wie in einem surrealistischen Bunuel-Film, in die Zeit seiner Kriegsgefangenschaft, 1944. Gerade durchleiden seine amerikanischen Kameraden in der Lagerlatrine eine Magen-Darm-Orgie (unter ihnen gibt sich dem Leser der Verfasser des Buches zu erkennen – was für ein Auftritt.). Nach erledigter Notdurft tastet sich Billy Pilgrim ins Lazarett, kommt 1965 aus dem Bad und legt sich wieder zu seiner Verlobten ins Bett. Sie dankt ihm unter Tränen dafür, wie glücklich sie mit ihm sein darf.

    Diese Übergänge sind überraschend, brilliant – und so schafft es Vonnegut, dass die psychotischen Episoden umso kraftvoller sprechen. Die grauenvollen Szenen, die es auch gibt, sind stets in spätere Episoden eingebettet, also immer mit der Beruhigung: „Er wird es überleben“. Und doch sickert das stille Trauma zwischen den Zeilen hervor.

    Ein ungeheuer starkes Buch, ohne sprachliche Schnörkel, mit abgründiger Situationskomik und schmerzhaft lakonischen Pointen.

    Das Grauen ist hier kein unerbittlicher Irrgarten (wie bei Hertha Müller oder Imre Kertesz), sondern eine ungeordnete Kiste verklebter Fotos. (Hm, kann diese Metapher in einer Rezension begeistern?) Einerseits wird das Grauen dadurch erträglicher. Aber das Buch beschwört Unerträgliches herauf.

    Dagegen kann Billy Pilgrim sich nicht wehren – und sich wehren zu wollen, käme ihm sinnlos vor. Er wohnt seinen Zeitsprüngen wie ein Beobachter bei und zwar ohne die Probleme und Paradoxien wie sie sich in üblichen Zeitreisenerzählungen unweigerlich aufdrängen. Für Adorno-Leser: Billy Pilgrims Trauma äußert sich in der Ankündigung des Nichtidentischen im Entzug.

    Die eigenwillige Konstruktion lässt einen nicht (wie bei Werken sperriger Avantgarde) mühsam nach Sinnzusammenhängen tasten. Die emotionalen Keulen treffen sicher - aus ungewöhnlichen Winkeln. Der Leser kann leicht ein und aussteigen, auch aufgrund der kurzen Episoden – aber seine Kraft entfaltet das Buch erst, wenn man sich tiefer hineinziehen lässt.

    Für mich ist dies Buch schon jetzt ein Freund, dem ich gerne die Gastfreundschaft meines Klassiker-Regals gewähre. Dringend zur Lektüre empfohlen.

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    dominonas avatar
    dominonavor 2 Jahren
    Kriegsgeschehnisse verarbeiten auf eine ungewöhnliche Art und Weise

    Eine gute Dystopie ist immer eine Mischung aus Vorstellung und Realem und deshalb ist dieser Roman so irritierend. Das beigefügte Vorwort macht es nicht besser und das Buch lässt einen leicht vegetativ zurück. Wie das so ist. Die Aufarbeitung von Kriegen ist etwas, das man auf unterschiedliche Art und Weise angehen kann und diese Möglichkeit bleibt im Gedächtnis, weil sie für den Leser so schwer zusammenzufügen ist.

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    BrittaRoeders avatar
    BrittaRoedervor 2 Jahren
    Ebenso seltsame wie seltene Perle


    Ganz sicher bin ich nicht die Einzige, die vor der Lektüre von ‚Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat‘ noch nie von Kurt Vonnegut jr. gehört hatten. In dem genannten Roman ist Vonnegut der erklärte Lieblingsautor eines der Protagonisten und es wird schnell klar, dass es sich bei Vonnegut um einen heute weniger populären Autor handelt, der einen eher heimlichen Kultstatus genießt.

    In „Schlachthof 5“ hat der US-amerikanische Autor seine eigenen Erlebnisse einfließen als lassen. Als Kriegsgefangener in Deutschland überlebte er die Bombardierung Dresdens. So ist der Roman durchaus auch als Zeitdokument zu sehen (Vonnegut hat sich als Figur auch selbst in den Roman hineingeschrieben). Doch vor allem ist er ein engagierter Anti-Kriegs-Beitrag und – dank Vonneguts sehr eigener Erzählweise – ein Roman, der sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lässt.
    "Es gibt fast keine Charaktere und fast keine dramatischen Gegenüberstellungen in dieser Erzählung, weil die meisten Leute in ihr so angeekelt und so sehr das teilnahmslose Spielzeug von gewaltigen Kräften sind", beschreibt Vonnegut selbst den besonderen Stil seiner Geschichte.  
    Held oder vielmehr Anti-Held der Ereignisse ist der Gefreite Billy Pilgrim, aus dessen Perspektive alle Ereignisse geschildert werden. Dabei reichen diese über die Kriegsjahre hinaus, denn der Leser begleitet Billy bis zu dessen Tod im hohen Alter. Vonnegut erzählt dabei nicht chronologisch, sondern lässt Billy scheinbar unmotiviert von einer Zeitzone zur nächsten springen. Das ist zunächst verwirrend und es braucht eine Weile bis man unter all den Erinnerungsfetzen einen verständlichen roten Faden ausgemacht hat.
    Vonnegut erklärt diese Zeitsprünge mit Billys Unvermögen, die Chronologie seiner Erinnerungen zu kontrollieren, nachdem er von einem UFO auf den Planeten Trafalmadore entführt wurde. Durch dieses skurrile Science-Fiction-Element, das Vonnegut in die Handlung einflechtet, lässt  er seine Figur Billy ihre traumatischen Kriegserlebnisse aufarbeiten.

    Alles in allem bietet Vonneguts Roman eine interessante Lektüre. Seine Art die Geschichte zu präsentieren ist unkonventionell, bisweilen schräg, skurril, stellenweise humorvoll und teilweise auch sehr anrührend. Mir bot dieses Buch einige vergnügliche Lese-Stunden.Aber vor allem Vonneguts gelungener Blick auf die Unmenschlichkeit des Krieg macht diesen kleinen Roman zu einer seltsamen wie auch seltenen Perle.

    Kommentare: 6
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    Gruenentes avatar
    Gruenentevor 4 Jahren
    sehr ambivalenter, diskussionswürdiger Roman

    Das ist die Geschichte des Autors selbst, der im zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangener die Bombardierung von Dresden überlebte.

    Das ist die Geschichte von Billy Pilgrim, der als junger Kerl als amerikanischer Kriegsgefangener die Bombardierung von Dresden überlebte. 

    Es ist ein Science Fiction, der auf einen anderen Planeten und zu einem anderen Zeitempfinden führt. Billy ist ein schwacher Mensch, der als halbes Kind durch den Krieg stolpert, von außerirdischen entführt wird, eine gute Partie heiratet, Optiker wird, in einem Zoo ausgestellt wird und mit Mitte 40 als senil gilt.

    Das hört sich verwirrend an und ist es ein Stück weit auch. Dieses Buch haben wir zu meinem Glück in einem Lesekreis diskutiert. Dadurch ist mir vieles im Buch näher gekommen und hat mir die Augen über die Vielfalt, die der Autor dem Leser auf gut 200 Seiten darbietet erst richtig geöffnet. Ich hatte es dem Lesekreis vorgeschlagen, nachdem ich in einem anderen Buch (Alex Woods) über einen Lesekreis las, der nur Werke von Vonnegut besprach. Inzwischen kann ich mir schon vorstellen, dass dieser Autor genügend Diskussionsstoff bietet.

    Manchmal musste ich  beim lesen lächeln, kichern, lachen. Auf der nächsten Seite blieb mi diese Heiterkeit im Halse stecken, da wieder grauenvolles beschrieben wurde. So wie Billy durch die Zeit gleitet, von Augenblick zu Augenblick, kann auch der Leser die Geschichten nicht linear lesen und muss sie selbst in den richtigen (nach terrestrischem Maßstab) zeitlichen Ablauf bringen.

    Sicher ein Buch, dass man mehrmals lesen sollte und den Leser jedes mal wieder Neues entdecken lässt. Man muss aber viel Offenheit mitbringen, es handelt sich vielleicht um ein Stück Weltliteratur, aber sicher nicht um Mainstream.

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Schlachthof 5" von Kurt Vonnegut

    Vonnegut erlebt die Bombardierung Dresdens als US-amerikanischer Soldat in einem Schlachhof.
    Außergewöhnliche kräftige und zugleich subtile Absage an den Krieg.

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    Holdenvor 10 Jahren
    Rezension zu "Schlachthof 5" von Kurt Vonnegut

    Sehr witzige Satire auf die Mittelklasse in den USA.

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    Babschas avatar
    Babschavor 11 Jahren
    Rezension zu "Schlachthof 5" von Kurt Vonnegut

    Ein sehr eigenwilliger Antikriegsroman. Der Autor arbeitet in dem Buch bewusst seine eigenen teils schrecklichen Erlebnisse während des 2. Weltkriegs in Europa in weiten Strecken über die Hauptfigur des Romans, Billy Pilgrim, auf, der als bedauernswerte, völllig passive und fremdbestimmte Randexistenz von seinen Mitmenschen durch sein Leben "geschubst" wird. Vonnegut verschachtelt sehr geschickt diverse Zeit- und Aktionsebenen innerhalb der Handlung unter Zuhilfenahme von Zeitreiseelementen der Scifi, woran man sich allerdings schnell gewöhnt, so dass nach kompletter Lektüre eine insgesamt abgerundete Geschichte vorliegt. Sollte man gelesen haben.

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    manuelas avatar
    manuelavor 11 Jahren
    Rezension zu "Schlachthof 5" von Kurt Vonnegut

    Der etwas andere (Anti-)Kriegsroman. Die immer wieder auftauchenden fantastischen Elemente machen das Buch zu einem Zwitter aus Sci-Fi und Kriegserzählung. Es sei jedem selbst überlassen, wie er die Ausflüge nach Trafalmadore interpretieren möchte - lesenswert ist das Buch allemal.

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