Kurt de Swaaf

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Kurt de SwaafDer Geist des Ozeans
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Der Geist des Ozeans
Der Geist des Ozeans
 (5)
Erschienen am 23.03.2017

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Rezension zu "Der Geist des Ozeans" von Kurt de Swaaf

Rezension zu "Der Geist des Ozeans"
Vaniivor 3 Monaten

Zum Buch:
AutorIn: Kurt de Swaaf
Titel: Der Geist des Ozeans
Seitenzahl: 237 Seiten
Verlag: Benevento, 2017
Hardcover

Rein vom Optischen überzeugt mich das Buch auf jeden Fall.
Das Cover ist schön anzuschauen und beim aufklappen der Buchdeckel findet man eine bzw. zwei Karten auf denen ein roter Pfeil die jeweiligen Routen abbildet.

Der Inhalt:

Kein Fachbuch, Keine Geschichte. Sondern eine gelungene Mischung aus beidem!
Die Geschichte dreht sich um Physty, einem jungen Pottwall der 1981 vor Long Island strandete, glücklicherweise gerettet wurde und somit viele Menschen bewegt hat.
Von Geburt an begleiten wir ihn und lernen so etwas über die Sozialstrukturen der Pottwale, welche Gefahren lauern, Futtersuche und noch vieles mehr was diese Giganten ausmacht.

Die Perspektive wechselt immer wieder zu wissenschaftlichen Erklärungen die, trotz Fachwörter, einfach und verständlich zu lesen ist.

Fazit:

Ein wirklich tolles Buch! Viele Dinge über Wale wusste ich schon aber es war auch so viel neues dabei worüber ich einfach staunen musste. Ich bin vollkommen fasziniert in die Welt die Kurt de Swaaf mir hier noch näher gebracht hat, so fasziniert, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.
Empfehlen würde ich es schon für Jugendliche (da es halt wirklich spannend, lebendig beschrieben wird) die das ein oder andere über Wale erfahren wollen oder einfach nur fasziniert von den Riesen sind!

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MosquitoDiaos avatar

Rezension zu "Der Geist des Ozeans" von Kurt de Swaaf

unterhaltsam und interessant
MosquitoDiaovor 3 Monaten

Obwohl ich gestehen muss, dass ich wirklich nicht mit viel Wissen über Meeresbewohner punkten kann, ist die Faszination unglaublich groß. Als ich vor einigen Jahren in Kanada war, hatte ich mich auch auf eine Whale-Watching Tour begeben, allerdings erfolglos. Das war’s dann mit meinem Traum von Free Willy und mir.
Als ich aber die ersten Zeilen von Der Geist des Ozeans gelesen habe, kamen diese Erinnerungen gleich wieder hoch und die Neugier war geweckt.
Kurt De Swaaf erzählt hier aus zwei Perspektiven, die unterschiedlicher nicht sein könnten, dadurch dem Leser aber einen größeren Einblick ermöglichen.
Zum einen wird hier aus einer wissenschaftlichen, aber durchaus umgangssprachlichen Perspektive berichtet, das wechselt sich mit der Sicht des jungen Pottwals Physty. Natürlich kann man hier nur vermuten, wie sich die Gedankengänge und das Verhalten genau abspielen, es wirkt allerdings keinesfalls überzogen und sorgt einfach für Abwechslung im Lesefluss.

Phystys Sicht ist jetzt nicht unbedingt hoch emotional aufgebaut, sorgt aber für neugierige Momente, in denen man die Möglichkeit hat, die erforschten Fakten aus der Theorie mit der Praxis zu vergleichen und das Verhalten der Wale näher kennenzulernen. Und was einem in dieser Hinsicht geboten wird, ist einfach unglaublich faszinierend!
Ich konnte nicht nur einiges über die Pottwale erfahren, die eine wirklich interessante und bemerkenswerte Lebensweise haben, sondern auch über andere Meeresbewohner, die sich genauso bemerkenswert und überraschend verhalten.

Er ist demnach nicht nur sozialkompetent, die Art zeigt auch Ansätze kultureller Entwicklung. Ihre akustische Kommunikation weist regionale und gruppeneigene Unterschiede auf. Mit anderen Worten: Sie sprechen Dialekte.

Pottwale unterhalten sich durch sogenannte Klickgeräusche und kommunizieren dadurch auch ganz offensichtlich miteinander. Ganz durchschaut hat die Wissenschaft die Sprache natürlich noch nicht, aber wusstet ihr, dass die Wale in den verschiedenen Gebieten auch unterschiedliche Dialekte sprechen? Da musste ich wirklich schmunzeln.
Als natürliche Feinde haben sie, abgesehen natürlich von uns Menschen, eigentlich nur die „Weißaugen“, die Orcas. Diese sind bekannt als überaus intelligente und durchtriebene Jäger. Wer in diesen Gefechten die Oberhand hat, ist schwer zu sagen und kommt auf die Anzahl der jeweiligen Wale an.
Hier wurde ich aber über ein durchaus bemerkenswertes Phänomen aufgeklärt, das mich wahrlich zu Tränen gerührt hat. Buckelwale, die in der Regel durch ihre Größe nichts zu befürchten haben, außer sie haben vielleicht gerade Junge bei sich, setzen sich durchaus des Öfteren für andere Meereslebewesen ein und schützen diese. Ganz ohne Hintergedanken.
Sie reagieren einfach empathisch und sehen, dass gewisse Lebewesen unterlegen sind.

Was ich allerdings ein wenig schade fand, waren die Fußnoten. Immer mal wieder, in Sachliteratur nicht ungewöhnlich, gibt es Markierungen für Fußnoten, diese befinden sich allerdings leider nicht untenstehend auf der jeweiligen Seite, sondern gesammelt am Ende. Um nicht jedes Mal aus dem Lesefluss katapultiert zu werden, habe ich diese dann einfach nicht nachgeschlagen. Das hat mir vom Verständnis her zwar keinen Abbruch getan, allerdings wären sicherlich interessante Zusatzinformationen dabei gewesen. Das ist vielleicht aber auch einfach Geschmacks- oder Gewohnheitssache.

Ansonsten konnte mich Der Geist des Ozeans aber auf jeden Fall überzeugen, ich habe Sachen erfahren, auf die ich ansonsten wohl niemals gestoßen wäre und so schnell sicherlich auch nicht mehr vergessen werde. Faszinierend und träumerisch zugleich, wenn auch rein von der Geschichte her kein Highlight.

FAZIT

Kurt De Swaaf konnte mich mit seinem Werk Der Geist des Ozeans wirklich überraschen. Obwohl sich der Aufbau anders gestaltet hatte, als erwartet, habe ich doch genau das geboten bekommen, was ich mich erhofft hatte. Zwischen leicht verständlichen Fakten wird eine Geschichte mit eingesponnen, die die ganze Thematik veranschaulicht und zum Lesen einlädt.
Für all jene, die immer schon mehr über die Bewohner des Meeres erfahren wollten, oder dieses Bedürfnis, wie ich, auch kürzlich erst bei sich entdeckt haben.

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Bücherfüllhorn-Blogs avatar

Rezension zu "Der Geist des Ozeans" von Kurt de Swaaf

Walforschung hautnah. Unterhaltsam. Lieblings-Sachbuch!
Bücherfüllhorn-Blogvor einem Jahr

Für alle die Wale mögen, die Tiere mögen und die Meere und Ozeane mögen. Für alle, die mehr wissen wollen. Für alle Tierliebhaber und Tierschützer. Walforschung wird unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten vereinfacht aber sehr unterhaltsam erklärt. Ein wundervolles Buch für einen ersten, umfassenden Einblick in die Welt der Pottwale.

Ich kann nur sagen, Cover und Buch sind komplett im Einklang. Ich finde dass der Covertitel schon sehr beruhigend wirkt, und so ist auch die Erzählweise. Ruhig, aber dennoch vielseitig unterhaltsam. Hier wird aus drei Perspektiven, die ganz unauffällig ineinander übergehen, über Wale berichtet. Das Zentrum ist die wahre Geschichte vom Pottwal „Physty“. Zum einen erzählt Physty selber, also aus der Perspektive eines jungen Wales. Dementsprechend ist auch der Erzählton einfach. Zwischendurch kommt vor allem Meeresbiologin Kalliopi Gkikopoulou, die mit einem Forscherteam und Forschungsschiff vor den Balearen die Pottwale erforscht, zu Wort. Und dann gibt es noch die sachwissenschaftlichen Erklärungen. Und dieser Dreiklang, ist wirklich ein Drei-Klang, der sehr schön und lange nachklingt. Ich, die weitab vom Meer lebe, noch nie einen lebenden Wal gesehen habe und die sich einfach „nur so“ für das Buch interessiert hat, ich habe das Buch gelesen, und mir fiel gar nicht auf, wie diese einzelnen Perspektiven ineinander übergingen. So eng waren sie miteinander verbunden, so spannend alle Schilderungen. Und so einfach und so angenehm zu lesen, obwohl es doch ein sehr komplexes Sach-Thema ist. Der Geist des Ozeans klingt in  mir noch lange nach.

 

Alles in allem: Walforschung hautnah. Unterhaltsam. Ganz einfach: Lieblings-Sachbuch!

 

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