Kurt de Swaaf

 4.8 Sterne bei 6 Bewertungen

Alle Bücher von Kurt de Swaaf

Cover des Buches Der Geist des Ozeans (ISBN:9783710900198)

Der Geist des Ozeans

 (6)
Erschienen am 23.03.2017
Cover des Buches Der Zustand der Welt (ISBN:9783990550243)

Der Zustand der Welt

 (0)
Erscheint am 19.11.2020

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Rezension zu "Der Geist des Ozeans" von Kurt de Swaaf

Faszinierende Meereswesen hautnah
Buchperlenblogvor 3 Monaten

Atmet einmal tief durch, bevor wir uns in die kalten Fluten der Ozeane werfen und zusammen mit dem Pottwal, dem größten bezahnten Lebewesen unserer Erde, in die Tiefsee hinabtauchen. Biologe und Journalist Kurt de Swaaf nimmt uns mit auf einen interessanten Trip, der sowohl Erzählerisches wie auch wissenschaftlich Fundiertes bereit hält. Seid ihr bereit, Phystie kennenzulernen?

König aller Weltmeere

Schon immer hat es mir das blaue Element ganz besonders angetan. Aller Ursprung des Lebens, geheimnisvolle Welt der unbekannten Kreaturen. Der Pottwal dagegen ist durchaus bekannt, aber im Gegensatz zu den niedlich verspielten Delphinen doch noch immer eher mit negativen Eigenschaften behaftet. Jeder hat wohl schon von Moby Dick gehört, dem angeblich so blutrünstigen weißen Pottwal, den Melvilles Kapitän Ahab bis in den Tod jagt.

Dabei sind diese Giganten solch sanfte, schlaue Meeresbewohner. Kurt de Swaaf nimmt uns mit unter die Meeresoberfläche, um genau das selbst beurteilen zu können. Im erzählerischen Teil des Buches lernen wir Physty kennen. Der junge Pottwalbulle existiert wirklich. 1981 erlangte er einige Berühmtheit, da er aufgrund einer schweren Lungenentzündung vor Long Island strandete. Mit Hilfe vieler Freiwilliger gelang es, den kleinen Koloss zurück ins Meer zu befördern und ihn mit einigen Tricks auch von seiner Krankheit zu heilen. Kurt de Swaaf rekonstruiert anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse sein Leben vor diesem bedeutsamen Ereignis und auch danach. Gleichsam schippern wir auf der Blue Island mit Kalliopi über das Mittelmeer, auf der Suche nach Walen, machen viele Fotos und sammeln Kot ein.

Das Mittelmeer? Ganz richtig! Denn auch wenn man das Mittelmeer als Europas Badewanne bezeichnet, so tummeln sich doch auch hier einige Exemplare des Leviathans. Immer im Wechsel zwischen Fiktion und Sachbuch schwebt man durch dieses informative Buch, das immer wieder mit interessanten Details aufwarten kann, die vielleicht auch jemand mit Vorkenntnissen noch verblüffen könnten. Neben dem Leben und der ausgeprägten Kommunikation der Pottwale lernen wir ebenfalls ihre Freunde und Feinde kennen, ihre Wanderrouten und die größte Gefahr für diese bedrohte Tierart: Den Menschen.

Kurt de Swaaf gibt Physty eine Stimme, ohne dass es merkwürdig wirkt. Der Wal denkt in seinen Sphären und wenn man sich einmal von dem Gedanken verabschiedet hat, das einzige Lebewesen auf der Welt zu sein, das sich für Artverwandte verständlich artikulieren kann, kann man Physty nur ins Herz schließen.

Fazit

Kurzweilig, interessant und mit liebenswertem Hauptcharakter. Wer mehr über die sanften Giganten der Weltmeere erfahren möchte, der ist hier richtig. Die Informationen sind verständlich geschrieben und können auch von weniger wissenschaftlicher Seite gut verstanden werden.

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V

Rezension zu "Der Geist des Ozeans" von Kurt de Swaaf

Rezension zu "Der Geist des Ozeans"
Vaniivor 2 Jahren

Zum Buch:
AutorIn: Kurt de Swaaf
Titel: Der Geist des Ozeans
Seitenzahl: 237 Seiten
Verlag: Benevento, 2017
Hardcover

Rein vom Optischen überzeugt mich das Buch auf jeden Fall.
Das Cover ist schön anzuschauen und beim aufklappen der Buchdeckel findet man eine bzw. zwei Karten auf denen ein roter Pfeil die jeweiligen Routen abbildet.

Der Inhalt:

Kein Fachbuch, Keine Geschichte. Sondern eine gelungene Mischung aus beidem!
Die Geschichte dreht sich um Physty, einem jungen Pottwall der 1981 vor Long Island strandete, glücklicherweise gerettet wurde und somit viele Menschen bewegt hat.
Von Geburt an begleiten wir ihn und lernen so etwas über die Sozialstrukturen der Pottwale, welche Gefahren lauern, Futtersuche und noch vieles mehr was diese Giganten ausmacht.

Die Perspektive wechselt immer wieder zu wissenschaftlichen Erklärungen die, trotz Fachwörter, einfach und verständlich zu lesen ist.

Fazit:

Ein wirklich tolles Buch! Viele Dinge über Wale wusste ich schon aber es war auch so viel neues dabei worüber ich einfach staunen musste. Ich bin vollkommen fasziniert in die Welt die Kurt de Swaaf mir hier noch näher gebracht hat, so fasziniert, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.
Empfehlen würde ich es schon für Jugendliche (da es halt wirklich spannend, lebendig beschrieben wird) die das ein oder andere über Wale erfahren wollen oder einfach nur fasziniert von den Riesen sind!

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Rezension zu "Der Geist des Ozeans" von Kurt de Swaaf

unterhaltsam und interessant
MosquitoDiaovor 2 Jahren

Obwohl ich gestehen muss, dass ich wirklich nicht mit viel Wissen über Meeresbewohner punkten kann, ist die Faszination unglaublich groß. Als ich vor einigen Jahren in Kanada war, hatte ich mich auch auf eine Whale-Watching Tour begeben, allerdings erfolglos. Das war’s dann mit meinem Traum von Free Willy und mir.
Als ich aber die ersten Zeilen von Der Geist des Ozeans gelesen habe, kamen diese Erinnerungen gleich wieder hoch und die Neugier war geweckt.
Kurt De Swaaf erzählt hier aus zwei Perspektiven, die unterschiedlicher nicht sein könnten, dadurch dem Leser aber einen größeren Einblick ermöglichen.
Zum einen wird hier aus einer wissenschaftlichen, aber durchaus umgangssprachlichen Perspektive berichtet, das wechselt sich mit der Sicht des jungen Pottwals Physty. Natürlich kann man hier nur vermuten, wie sich die Gedankengänge und das Verhalten genau abspielen, es wirkt allerdings keinesfalls überzogen und sorgt einfach für Abwechslung im Lesefluss.

Phystys Sicht ist jetzt nicht unbedingt hoch emotional aufgebaut, sorgt aber für neugierige Momente, in denen man die Möglichkeit hat, die erforschten Fakten aus der Theorie mit der Praxis zu vergleichen und das Verhalten der Wale näher kennenzulernen. Und was einem in dieser Hinsicht geboten wird, ist einfach unglaublich faszinierend!
Ich konnte nicht nur einiges über die Pottwale erfahren, die eine wirklich interessante und bemerkenswerte Lebensweise haben, sondern auch über andere Meeresbewohner, die sich genauso bemerkenswert und überraschend verhalten.

Er ist demnach nicht nur sozialkompetent, die Art zeigt auch Ansätze kultureller Entwicklung. Ihre akustische Kommunikation weist regionale und gruppeneigene Unterschiede auf. Mit anderen Worten: Sie sprechen Dialekte.

Pottwale unterhalten sich durch sogenannte Klickgeräusche und kommunizieren dadurch auch ganz offensichtlich miteinander. Ganz durchschaut hat die Wissenschaft die Sprache natürlich noch nicht, aber wusstet ihr, dass die Wale in den verschiedenen Gebieten auch unterschiedliche Dialekte sprechen? Da musste ich wirklich schmunzeln.
Als natürliche Feinde haben sie, abgesehen natürlich von uns Menschen, eigentlich nur die „Weißaugen“, die Orcas. Diese sind bekannt als überaus intelligente und durchtriebene Jäger. Wer in diesen Gefechten die Oberhand hat, ist schwer zu sagen und kommt auf die Anzahl der jeweiligen Wale an.
Hier wurde ich aber über ein durchaus bemerkenswertes Phänomen aufgeklärt, das mich wahrlich zu Tränen gerührt hat. Buckelwale, die in der Regel durch ihre Größe nichts zu befürchten haben, außer sie haben vielleicht gerade Junge bei sich, setzen sich durchaus des Öfteren für andere Meereslebewesen ein und schützen diese. Ganz ohne Hintergedanken.
Sie reagieren einfach empathisch und sehen, dass gewisse Lebewesen unterlegen sind.

Was ich allerdings ein wenig schade fand, waren die Fußnoten. Immer mal wieder, in Sachliteratur nicht ungewöhnlich, gibt es Markierungen für Fußnoten, diese befinden sich allerdings leider nicht untenstehend auf der jeweiligen Seite, sondern gesammelt am Ende. Um nicht jedes Mal aus dem Lesefluss katapultiert zu werden, habe ich diese dann einfach nicht nachgeschlagen. Das hat mir vom Verständnis her zwar keinen Abbruch getan, allerdings wären sicherlich interessante Zusatzinformationen dabei gewesen. Das ist vielleicht aber auch einfach Geschmacks- oder Gewohnheitssache.

Ansonsten konnte mich Der Geist des Ozeans aber auf jeden Fall überzeugen, ich habe Sachen erfahren, auf die ich ansonsten wohl niemals gestoßen wäre und so schnell sicherlich auch nicht mehr vergessen werde. Faszinierend und träumerisch zugleich, wenn auch rein von der Geschichte her kein Highlight.

FAZIT

Kurt De Swaaf konnte mich mit seinem Werk Der Geist des Ozeans wirklich überraschen. Obwohl sich der Aufbau anders gestaltet hatte, als erwartet, habe ich doch genau das geboten bekommen, was ich mich erhofft hatte. Zwischen leicht verständlichen Fakten wird eine Geschichte mit eingesponnen, die die ganze Thematik veranschaulicht und zum Lesen einlädt.
Für all jene, die immer schon mehr über die Bewohner des Meeres erfahren wollten, oder dieses Bedürfnis, wie ich, auch kürzlich erst bei sich entdeckt haben.

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